CES 2014: Die Convertible-Highlights

Nach den Highlights bei Smartphones, Tablets und Notebooks folgen nun die letzten Hardware-Sahnestückchen. Dieses Mal aus dem vielfältigen Reich der Convertibles. Die Gerätegattung fällt durch ihre Flexibilität auf und soll meistens Notebook und Tablet zugleich sein. „Schuld“ daran ist Microsoft Windows 8, das als Betriebssystem alles und überall sein will. Konkurrenz bekommt Windows von Android, das immer öfter parallel zu Microsofts Betriebssystem läuft. Auf der CES 2014 brannte vor allem Lenovo ein Feuerwerk ab und präsentiert aufgebohrte Nachfolger von den erfolgreichen Yoga-Modellen und dem ultraportablen IdeaPad Miix. Aber auch Asus und Sony spielen mit, und wie.

Asus Transformer Book Duet TD300

Asus Transformer Book Duet TD300

Eine der spannendsten Hardware-Neuheiten überhaupt ist für mich das Transformer Book Duet von Asus. Es lässt sich nicht nur als Notebook und Tablet benutzen, sondern läuft zudem mit Windows 8.1 und Android. Also genau genommen ein Duet-Duet. Der Wechsel zwischen den Betriebssystemen soll nur wenige Sekunden dauern. Warum man parallel Android gebrauchen kann, ist schnell erklärt: Der App Store von Microsoft hält noch lange nicht die Auswahl an Apps und damit touch-optimierten Programmen parat, wie beispielsweise der Google Play Store.

Die Akkulaufzeit gibt Asus mit fünf Stunden unter Windows an, unter Android soll das Convertible eine Stunde länger durchhalten. Im Gegensatz zu anderen Convertibles mit abnehmbarem Tablet-Teil besitzt das Tastatur-Dock keinen eigenen Akku. Der Massenspeicher fällt mit 128 GB angenehm großzügig aus, schließlich schnappt sich Windows 8.1 schon eine Menge Speicher. Zudem schluckt das Duet TD300 microSD-Karten. Auch sonst kann die Ausstattung überzeugen: Der Tablet-Teil besitzt ein 13,3 Zoll IPS-Touchdisplay, das Full HD mit 1920 x 1080 Pixeln auflöst. Für Tempo sorgt ein Haswell-Chip. An Schnittstellen sind in der Aluminium-Tastatur drei USB-Buchsen, Ethernet, Audio- und ein HDMI-1.4-Port mit an Bord. Das Tablet bietet zusätzlich den microSD-Kartenleser und einen weiteren Audio-Port an. Spannend wird es beim Preis, denn die günstigste Konfiguration des dynamischen Duets soll nur 600 US-Dollar kosten.

Lenovo Ideapad Yoga 2

Lenovo Ideapad Yoga 2 13 Zoll
Die Yoga-Serie besticht durch ein ultraflexibles Display-Scharnier, das sich um fast 360 Grad drehen lässt. Das ermöglicht viele Aufstellwinkel und die Verwandlung von einem Notebook zu einem Tablet. Etwas ungewohnt ist allerdings, dass man im Tablet-Modus statt einer glatten Rückseite die Tastatur in den Händen hält. Immerhin deaktiviert das Lenovo Yoga die Tastatur in diesem Modus. Das Yoga 2 gibt es wie gehabt mit 11,6 und 13,3 Zoll Bildschirmen. Als Betriebssystem setzt Lenovo bei beiden Modellen auf Windows 8.1 – der kurze Windows RT Ausflug beim ersten kleinen Yoga ist schon lange Geschichte. Das Yoga 2 11 bietet eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln, einen Bay Trail Pentium Prozessor sowie 2 oder 4 GB Arbeitsspeicher. Auf eine SSD muss man verzichten, stattdessen verbaut Lenovo eine herkömmliche Festplatte mit einer Kapazität von bis zu 500 GB. Der Akku soll mit einer Ladung für eine Laufzeit von bis zu 6 Stunden sorgen, das Gewicht des Yoga 2 11 beträgt rund 1300 g. Für ein Notebook ist das in Ordnung, für ein Tablet zu schwer. Aber das Lenovo Yoga 2 ist ja auch mehr als ein Tablet.

Besser ausgestattet, aber mit 1580 g noch schwerer, ist das Lenovo Yoga 2 13. Die Auflösung des Bildschirms beträgt 1920 x 1080 Pixel und damit Full HD. Laut Hersteller erreicht das Yoga 2 13 sogar eine Akkulaufzeit von bis zu neun Stunden, bevor das Gerät wieder an die Steckdose muss. Neu ist die Hintergrundbeleuchtung der Tastatur. In der Ausstattung mit dem Haswell-Prozessor Intel Core i5 4200U, der mit 1,6 GHz getaktet ist, 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB großer SSD kostet das Lenovo Yoga 2 knapp 1200 Euro und ist bei notebooksbilliger.de vorbestellbar.
Wer übrigens nicht auf den Euro schaut und eine noch höhere Auflösung von 3200 x 1800 wünscht, mag zum Yoga 2 Pro greifen, das mit 512 GB großer SSD 1600 Euro kostet.

Lenovo IdeaPad Miix 2

Lenovo Ideapad Miix 2
Das Lenovo IdeaPad Miix 2 gehört der Klasse der steckbaren Convertibles an, bei denen man das Tablet mit einem Tastatur-Dock verbindet. Das Keyboard Folio Case lässt sich auch als Aufsteller benutzen. Das IdeaPad Miix 2 ist ganz auf Portabilität getrimmt, denn es wiegt lediglich 580 g. Das mit 10,1 Zoll recht kompakte IPS-Display löst immerhin Full HD mit 1920 x 1080 Punkten auf. Die Akkulaufzeit gibt Lenovo mit sehr guten 10 Stunden an. Auf dem Tablet ist Windows 8.1 installiert. Wie inzwischen üblich in dieser Geräteklasse erhält man zusätzlich eine Vollversion von Office Home & Student 2013. Die Kommunikation von Tastatur und Tablet funktioniert über Bluetooth. Der Speicher von 64 GB lässt sich über microSD-Karten aufstocken. Der Preis für das Atom-betriebene Lenovo IdeaPab Miix 2 ist heiß, für 499 Euro lässt sich das Convertible bereits jetzt vorbestellen.

Sony Vaio Fit 11A Flip PC

Sony Vaio Fit 11A Flip PC
Auch wenn Lenovo mehr Geräte vorgestellt hat, der Sony Vaio Fit 11A Flip PC muss sich nicht verstecken. Sony erweitert sein bisheriges Flip-Programm um eine leichtere und kompaktere Variante. Das Scharnier des Convertibles befindet sich wie gehabt ungefähr auf halber Höhe der Rückseite. Dort klappt man das Display erst nach hinten und zieht es dann auf das Keyboard. Der Vorteil: Anders als beim Yoga hat man im Tablet-Modus nicht die Tastatur unter den Fingern. Der Nachteil: Das Display liegt nicht ganz plan auf der Tastatur, sondern etwas angeschrägt – das stört vor allem dann, wenn man das Tablet im Hochkantformat benutzen möchte.

Ansonsten wartet der Vaio Flip PC mit einigen Schmankerln auf. Das 11 Zoll große Display hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, als Massenspeicher dient eine 128 GB große SSD. Windows 8.1 und Adobe Photoshop Elements 12 sind vorinstalliert, dem Gerät liegt zudem der druckempfindliche Stift Vaio Active Pen bei. Die Prozessor-Ausstattung mag hingegen manchen nicht überzeugen, kommt doch lediglich ein Intel Pentium Prozessor der jüngsten Generation zum Einsatz. Der Sony Vaio Fit 11A Flip PC wiegt 1280 g und soll rund 800 US-Dollar kosten.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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3 Kommentare auf "CES 2014: Die Convertible-Highlights"

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Mit dem erst in 2013 ausgelieferten T300LA hat Asus schon einmal gezeigt, was es bedeutet ein günstiges Tablet auszuliefern. Der Vorgänger aus 2012, das TX300, war noch aus wertigen Materialen hergestellt worden, hatte aber Probleme mit dem Tastatur-Dock-Connector. Das T300LA hat viele Design-Schwächen, da es auch über keinen elektrischen Dock-Connector mehr verfügt, also bis auf den Plastikkontakt keine aktive Verbindung mehr hat: keine Festplatte, Funk-Tastatur hat einen eigenen Akku und Funk-Lags und der Akku muss gesondert aufgeladen werden! Das neue Tablet wird entweder der nächste Reinfall sprich 3. in Folge oder endlich ein günstiges Tablet mit vernünftiger Leistung und wertiger… Read more »
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[…] frische Hybrid-Notebooks haben wir im Beitrag CES 2014: Die Convertible-Highlights erst kürzlich […]

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Gast

HP ist so eine Sache! Ich habe hier 4HP Leichen liegen. Alle haben nach ca 2.5 Jahren den Geist aufgegeben: angefangen damit, dass sie sich sehr schlecht einschalten ließen und später dann gar nicht mehr wollten. Eine Reparatur wollte HP nur nach einem Kostenvoranschlag und einen Abschlagszahlung von 400Euro pro Gerät (!!) (vorher) durchführen – oder auch nicht. Die 400Euro wären weg gewesen.
Resultat: Nie wieder HP.

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