CES 2015: Nvidia stellt neues Tegra-X1-SoC mit Maxwell-GPU vor

Nvidia_Tegra_X1_DieNvidia hat heute auf der Consumer Electronics Show (CES) 2015 in Las Vegas sein neuestes SoC (System on Chip) vorgestellt. Der Nachfolger des bereits sehr leistungsfähigen Tegra K1 aus dem Vorjahr heißt Tegra X1 und verfügt über insgesamt 8 ARM-CPU-Kerne sowie eine moderne Grafikeinheit auf Basis der aktuellen Maxwell-Architektur.

Beim neuen Tegra-X1-SoC setzt Nvidia sowohl beim CPU- als auch GPU-Teil auf Technik, die derzeit zum Besten der gesamten Mobilgeräte-Branche gehört. Das CPU-Design ähnelt dem des Snapdragon 810 von Qualcomm, wartet also mit insgesamt acht 64-Bit-fähigen Kernen auf, von denen vier vom Typ ARM Cortex A53 und vier vom Typ ARM Cortex A57 sind. Die Cortex-A53-Kerne arbeiten dabei besonders stromsparend und kommen nur bei einfacheren Rechenaufgaben zum Einsatz, während sich die Cortex-A57-Kerne um leistungshungrige Anwendungen kümmern.

Besonders stolz ist der GPU-Spezialist Nvidia aber natürlich auf die Grafikeinheit des Tegra X1. Diese basiert auf derselben Maxwell-Architektur, die erst vor wenigen Monaten mit der Vorstellung der Desktop-Grafikkarten GeForce GTX 980 und GeForce GTX 970 ihr Debüt auf dem Markt feierte. Die GPU-Variante für den nun präsentierten Mobil-Chip („Maxwell-Streaming-Multiprocessor“ genannt) wartet mit 256 Shader- sowie 16-Textureinheiten auf und soll eine theoretische Rechenleistung von bis zu 512 GFLOPS (FP32) beziehungsweise 1024 GFLOPS (FP16) erreichen.

Um das Leistungspotential des Tegra X1 zu veranschaulichen hat Nvidia das neue SoC gegen Apples A8X, das im iPad Air 2 zum Einsatz kommt, in einigen Benchmarks antreten lassen. Beispielsweise im GFXBench war das Tegra X1 bei einer Auflösung von 1080p rund doppelt, im 3DMark Icestorm Unlimited immerhin noch 1,5 Mal so schnell als der A8X.

Wie es sich für eine SoC-Neuentwicklung im Jahr 2015 gehört, verspricht Nvidia für das Tegra X1 aber nicht nur fabelhafte Leistungswerte, sondern auch eine deutlich gestiegene Energieeffizienz. Im Vergleich zum Vorgänger Tegra K1 soll sich diese um den Faktor zwei verbessert haben. Dazu tragen sowohl die Mawell-GPU und Designoptimierungen als auch auch der neue 20-Nanometer-Fertigungsprozess und die Unterstützung für LPDDR4-RAM bei. Dank letzterem soll außerdem die Speicherbandbreite verglichen mit LPDDR3-RAM um bis zu 70 Prozent steigen.

Des Weiteren zählt zu den Eigenschaften des Tegra X1, dass damit Videos mit einer Auflösung von bis zu 3840 × 2160 Pixel mit 60 Bildern pro Sekunde ausgegeben werden können und sich der H.265-Codec in Hardware en- sowie decodieren lässt.

Nvidias Angaben nach befindet sich das neue Tegra-X1-SoC bereits in Produktion, es sollte also nicht mehr allzu lange dauern bis erste damit ausgestattete Produkte, wie zum Beispiel ein Nachfolger des Shield Tablets, auf den Markt kommen. Angekündigt wurde von der kalifornischen Chip-Schmiede bislang aber in diese Richtung noch nichts. Somit ist vorerst nur klar, dass das Unternehmen das SoC vor allem Automobilherstellern als Herzstück des Bordcomputers schmackhaft machen will.

Bilder: Nvidia
Quelle: Nvidia

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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