Cloud Storage Vergleich 2017: Google Drive vs. Onedrive vs. Dropbox vs. iCloud


Ob Fotos, Dokumente, Backups oder etwas ganz anderes – die eigenen Daten in der Cloud abzulegen, ist für viele User im Jahr 2017 ganz normale Praxis und Anbieter von Online-Speicherplatz gibt es viele. Aber wo liegen die Vorteile der einzelnen Services? Wer bietet am meisten Speicher für Lau? Und was kosten z.B. Speicher-Erweiterungen? Diesen und anderen Fragen gehen wir heute auf den Grund.

Aus den Dutzenden verschiedener File-Hosting-Services  haben wir uns für diesen Vergleich die wahrscheinlich vier bekanntesten Dienste herausgesucht: Google Drive, Microsoft Onedrive, Dropbox und Apples iCloud.

Alle vier Dienste bieten euch sowohl praktische Smartphone-Apps als auch einen Upload-Manager für euren Desktop an, mit dem ihr euren Cloud-Speicher problemlos über alle Geräte hinweg synchronisiert.

Google Drive: 15 GB kostenlos

Google war einer der Vorreiter in Sachen Onlinespeicher. Bereits 2004! schockte der Suchmaschinengigant aus Mountain View mit der Ankündigung, seinem damals brandneuen E-Mail-Dienst Gmail ein Postfach mit einer Größe von 1GB zu bescheren. So viel Speicher war unerhört, umfasste doch die Inbox konkurrierender Produkte zu dieser Zeit meist nur eine Handvoll Megabyte.

Heute erhaltet ihr in der kostenlosen Version 15 GB Onlinespeicher, die allerdings alle Google Dienste umfasst. Habt ihr z.B. so wie ich, ein sehr umfangreiches Gmail-Postfach und etliche Google Docs, bleibt euch entsprechend weniger Platz für alles andere.

Natürlich stellt Google Drive euch Upgrades zur Verfügung: 100 GB kosten 1,99€/Monat, für 9,99€ gibt’s 1 TB und für 99,99€/Monat sogar 10 TB.

👉 Tipp: Solltet ihr euren Cloudspeicher vor allem für Fotos verwenden, lohnt sich die Verwendung von Google Photos. Dort hochgeladene Fotos zählen nämlich nicht in euer Speicherlimit mit hinein, wenn ihr eines beachtet: ihr müsst beim Hochladen die Option „Hohe Qualität“ auswählen. Dann werden die Fotos auf 16 MP komprimiert und nicht auf den Speicherplatz angerechnet. Wählt ihr Original-Größe, werden sie angerechnet (es sei denn ihr habt ein Google Pixel). Außerdem ist die Smartphone-App sehr gut und bietet z.B. auf dem iPhone eine der wenigen Möglichkeiten, alle Fotos auf dem Gerät auf einmal zu löschen.

Google Drive
Google Drive
Entwickler: Google LLC
Preis: Kostenlos
Google Drive - Dateispeicher
Google Drive - Dateispeicher
Entwickler: Google, Inc.
Preis: Kostenlos+

Microsoft Onedrive: 5 GB kostenlos

Microsofts Filehosting-Dienst hat einen großen Vorteil: Unter Windows 10 müsst ihr keine zusätzliche Software installieren, denn Onedrive ist bereits fest ins Betriebssystem integriert. In der kostenlosen Variante erhaltet ihr derzeit 5 GB kostenlos. Das ist weniger als bei Google, jedoch sind bei Onedrive die Upgrades das wirklich interessante.

Die 50 GB Speicher für 2,- €/Monat sind noch nicht so der Bringer, die 1000 GB für 7 € pro Monat schon eher, denn: Wählt ihr die Terabyte-Option, erhaltet ihr automatisch eine Lizenz für Office 365 hinzu. Günstiger wirds, wenn ihr eine Lizenz für 5 Nutzer ersteht, diese kostet nämlich nur einen schlappen 10er im Monat – 2,- € pro Person und Monat.

👉 Tipp: Das Oberschnäppchen macht ihr jedoch, wenn ihr eure Lizenz nicht bei Microsoft erwerbt, sondern z.B. bei uns. Denn dann kostet euch das erste Jahr Office 365 für 5 Personen inkl. 1 TB Cloudspeicher pro Person derzeit (Mai 2017) z.B. gerade mal 73,99 € bzw. 1,23 € pro Monat und Nase. Günstiger dürftet ihr kaum an so viel Online-Speicherplatz kommen.

Microsoft OneDrive
Microsoft OneDrive
Preis: Kostenlos+
Microsoft OneDrive
Microsoft OneDrive
Preis: Kostenlos+

Dropbox: 2 GB kostenlos

Auch Dropbox gehört zu den Pionieren im Bereich Online-Speicherplatz und hatte eine Zeitlang innerhalb der hippen, technikbegeisterten Bevölkerungsgruppe fast eine Art Monopol inne. Mittlerweile ist Dropbox aber nur noch ein Dienst von vielen. Die kostenlose Variante bietet euch 2 GB Speicher, den ihr aber über diverse Schritte erweitern könnt, z.B. über Referrals an eure Freunde oder durch die Verwendung der Smartphone-App.

Für Privatnutzer gibt es ein kostenpflichtiges Upgrade: 1 TB für 9,99 € pro Monat.

👉 Tipp: Dropbox ist ganz groß dabei, was Kooperationen mit Geräteherstellern angeht. So erhaltet ihr z.B. beim Kauf etlicher Business-Notebooks von Asus, Dell und HP ein kostenloses Upgrade mit 25-50 GB Speicher für 6-12 Monate.

Dropbox
Dropbox
Entwickler: Dropbox, Inc.
Preis: Kostenlos+
Dropbox
Dropbox
Entwickler: Dropbox
Preis: Kostenlos+

Apple iCloud: 5 GB kostenlos

Apples iCloud unterscheidet sich etwas von den anderen Diensten. Denn nicht nur gibt es keine speziellen Smartphone-Apps und zweitens ist die iCloud sehr gut ins Apple-Ökosystem integriert.

Nutzer von Windows müssen zwar auf einige Features verzichten, aber immerhin gibt es ein Dienstprogramm, das es euch ermöglicht, auf eure iCloud zuzugreifen. Android-User bleiben leider vollständig ausgeschlossen.

Apple nutzt die iCloud standardmäßig für die Backups eurer iPhones und auch viele iOS Apps nutzten Apples Onlinedienst, um sich über mehrere i-Geräte hinweg zu synchronisieren oder selbst Daten abzulegen.

Beim automatischen iCloud-Backup eures iPhones wird z.B. wirklich alles gesichert wenn ihr möchtet: Fotos, Apps, Einstellungen und mehr. Vorteil: Sichern und Wiederherstellen ist kinderleicht und erfolgt vollautomatisch. Nachteil: Die kostenlosen 5 GB Speicher sind mitunter sehr schnell voll, gerade wenn ihr mehrere i-Devices sichern möchtet.

Natürlich gibt es aber auch bei Apple Speicher-Upgrades zu erwerben: 50 GB kosten 0,99 €/Monat, für 2,99 €/Monat erhaltet ihr 200 GB, 1 TB für 9,99 €/Monat und 2 TB für 19,99 €/Monat.

Fazit

Neben den vier hier vorgestellten Anbietern, gibt es noch jede Menge andere Dienste, die eure Files online speichern. Allein in diesem Artikel auf Wikipedia findet ihr 22 Filehoster, viele davon auch mit kostenlosen Paketen. Wenn ihr also damit leben könnt, eure Dateien evtl. auf mehrere Dienste oder Accounts zu verteilen, gibt’s da draußen tatsächlich eine beachtliche Menge Cloud-Speicher gratis abzugreifen.

Geht es euch darum, alles unter einem Dach zu vereinen, gibt es derzeit (Mai 2017) wohl keine günstigere Variante, als sich mit 5 Freunden, eine Office 365-Lizenz zu teilen.

TL;DR

War euch das zu viel Text? OK, dann hier nochmal alle Daten in Form einer handlichen Tabelle:

Google Drive Onedrive Dropbox iCloud
15 GB kostenlos 5 GB kostenlos 2 GB kostenlos 5 GB kostenlos
100 GB: 1,99 €/Monat 50 GB: 2,- €/Monat 1 TB: 9,99 €/Monat 50 GB: 0,99 €/Monat
1 TB: 9,99 €/Monat 1 TB: 7,- €/Monat 200 GB: 2,99 €/Monat
10 TB: 19,99 €/Monat 5 x 1 TB: 10,- €/Monat 1 TB: 9,99 €/Monat
2 TB: 19,99 €/Monat

Welchen Cloud-Speicher nutzt ihr? Welcher Anbieter fehlt eurer Meinung nach noch in unserer Liste?

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Über Andy

Nerd, Geek, SciFi-Fan, Rollenspieler, Gamer. Beruflich schreibe ich seit 2011 Dinge ins Internet – seit 2017 als Redakteur und Community Manager bei notebooksbilliger.de. Erste Computer-Gehversuche ca. 1985 auf einem C64.
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3 Kommentare auf "Cloud Storage Vergleich 2017: Google Drive vs. Onedrive vs. Dropbox vs. iCloud"

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MagentaCloud

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Google Docs zählen doch auch nicht zum Speicherbedarf bei Google Drive.
Wenn’s um saubere Synchronisation geht, ist Dropbox erste Wahl. Gerade OneDrive verschluckt sich da schon mal…

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Gast

Dropbox ist das Beste für Cloud-Speicher mit Datenwiederherstellungsfunktion in 30 Tagen Zeitleiste. Meine persönliche Erfahrung mit Dropbox und ich würde Ihnen gerne weiterempfehlen oder weitere Details finden Sie unter https://www.reviewsdir.com/onedrive-vs-dropbox-review/

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