Craob X – Start-Up stellt 7mm dünnen Laptop ohne Anschlüsse vor

      Craob X – Start-Up stellt 7mm dünnen Laptop ohne Anschlüsse vor

      Schick, schlank – und ein Mysterium. Ein bislang unbekanntes Start-Up hat einen superdünnen Laptop ohne Anschlüsse präsentiert. Zu „schön“, um wahr zu sein?

      Das Craob X will ein Laptop ohne jegliche Anschlüsse sein, der gerade mal 7mm „dick“ ist und trotzdem mit High-End-Hardware daherkommt. Wenn nicht die halbe Tech-Welt darüber berichten würde, hätten wir es uns gespart. Denn die Seite des Herstellers kommt ohne Impressum daher und die Bilder sehen arg nach Photoshop-Philipp aus.

      Genießt jegliche Informationen zu diesem möglichen Laptop also mit einer gehörigen Prise gesunder Skepsis:

      Kabelloses Thunderbolt und 28W-CPU im 7mm-Gehäuse?

      Das Ultrabook soll laut dem Hersteller nur 861 Gramm wiegen und keinerlei Ports besitzen. Geladen wird demnach kabellos. Wollt ihr dennoch etwas anschließen, dann könnt ihr das über eine – zugegebenermaßen sehr innovative –Docking-Station, die ihr an der Rückseite des Craob X befestigt.

      Dort soll sie euch über eine kabellose Verbindung USB-C, USB-A, einen Klinkenanschluss und einen SD-Kartenleser zur Verfügung stellen. Selbst Thunderbolt wird auf der Webseite erwähnt. Die superschnelle Schnittstelle würde demnach kabellos ans Innere des Craob X übertragen. Damit wäre das Notebook des unbekannten Start-Ups das erste Gerät, das Thunderbolt Wireless überträgt – höchst unrealistisch.

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      In dem ultradünnen Rahmen steckt den Angaben nach zudem ein 13,3“-großes 4K+-Display, welches vermutlich das 3:2- oder 16:10-Format haben dürfte. Bis zu 2TB an SSD-Speicher und 32GB an LPDDR5-RAM soll es obendrauf beherbergen.

      Unter der Haube des Craob X steckt außerdem anscheinend ein Intel-Prozessor der 12. Generation – bis hin zum 14-Kerner Core i7-1280P, der über eine TDP von bis zu 45W verfügt. Allerspätestens hier solltet ihr stutzig werden: 28W (bis zu 64W im PL2) in einem derart dünnen Gehäuse gekühlt zu bekommen, ist selbst für große Hersteller mit viel Ressourcen schwierig bis unmöglich zu bewerkstelligen.

      Denn in einem so dünnen Laptop wird für eine solche CPU ein massiver passiver Kühlkörper oder ein extrem flacher Lüfter benötigt. Es sei denn, man beschneidet den Prozessor auf wenige Watt. Dann würde aber ein Griff zur sparsameren U-Serie der 12. Intel Core-Generation Sinn ergeben.

      Ein bislang unbekanntes Start-Up scheint hier nicht die Ressourcen zu besitzen, um das auch nur annähernd realistisch umzusetzen.

      Craob Inc. ist nirgendwo zu finden

      In den Weiten des Internets gibt es nämlich keinerlei Informationen zu Craob Inc. – außer der Webseite, die (laut Google) bereits vor 10 Jahren angemeldet wurde. Kein Eintrag in irgendwelche Handelsregister lässt sich entdecken und auch sonst gab es vor der Enthüllung des Craob X null Einträge zu dem mutmaßlichen Start-Up.

      Unserer Meinung nach könnte sich hier zum Beispiel ein bekannter YouTuber oder eine Design-Agentur einen Spaß erlaubt haben. Schließlich berichtet mittlerweile eine große Anzahl von Tech-Seiten über das vermeintliche Craob X. Ganz ehrlich: Die Idee ist wirklich cool und könnte auch von Apple stammen – wenn das kalifornische Hardware-Unternehmen nicht kürzlich mit dem MacBook Pro das Wegrationalisieren von Anschlüssen (vorerst) beendet hätte.

      Sollte das Craob X in dieser Form wirklich erscheinen, dann ziehen wir unseren Hut – aber ganz ehrlich: Wir glauben nicht daran.

      Was haltet ihr von dem ominösen Hersteller und dem Laptop ohne Anschlüsse? Alles nur ein riesiger Fake? Schreibt es uns im Kommentarbereich.

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      via: Craob Inc., ComputerBase, Golem, PCGamesHardware, Intel

      Veröffentlicht von

      Großer Film- und Serien-Fan, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch Super Nintendo und PS1 fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf der PlayStation.

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      1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

      1. Das Logo auf der Rückseite sind vermutlich Kontaktpins, die wenn sie sauber unterteilt, sind auch für Thunderbolt 4 genügend Pins darstellen. Klar, ist dann nicht mehr wireless, aber eben magsafe.
        Wenn man das Dock verbunden sieht, dann sieht man es ja direkt über dieses Logo gepackt.

        Klar, skeptisch sein, aber auch thermisch könnte das bei einem i7 als megaheiße Alu-Tastaturplatte irgendwie möglich sein.

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