Creative SXFI Gamer im Test: Komfortables Gaming-Headset mit nützlichen Features

      Creative SXFI Gamer im Test: Komfortables Gaming-Headset mit nützlichen Features

      Das SXFI Gamer ist die Oberklasse der kabelgebundenen Gaming-Headsets von Creative. Es will Käufer mit Ohrpolstern aus Kunstleder, abnehmbarem Mikrofon, RGB-Beleuchtung und der Unterstützung des hauseigenen Raumklangs Super X-Fi überzeugen. Wir haben uns angeschaut, wie es sich im Alltag schlägt.

      Das gefällt uns

      • relativ schlichtes Gaming-Design
      • sehr gute Verarbeitung
      • sehr hoher Tragekomfort
      • zuverlässiges Bedienkonzept
      • sehr gute Sprachqualität
      • guter Klang
      • personalisierter Raumklang Super X-Fi
      • USB-C- und Klinkenanschluss
      • abnehmbares Kabel und Mikrofon
      • sinnvoller Lieferumfang

      Das gefällt uns nicht

      • umständliche Einrichtung von Super X-Fi
      • Tiefen nicht sehr ausgeprägt
      • App-Umfang überschaubar

      Obwohl kabellose Gaming-Headsets mehr und mehr Einzug in den Gamer-Alltag halten, ist die größte Zuverlässigkeit und der beste Klang immer noch bei den kabelgebundenen Derivaten zu finden. Das Creative SXFI Gamer kostet aktuell mit 100 Euro* zwar nicht gerade wenig, bei kabellosen Varianten befindet man sich damit allerdings eher in der unteren Mittelklasse. Kommen wir als erstes zu den technischen Details.

      Technische Daten: Creative SXFI Gamer
      Bauform Over-Ear (geschlossen)
      Treiber Neodym-Magnet
      50 mm
      Frequenz 20-20.000 Hz
      Anschluss USB-C
      3,5mm Klinke
      Mikrofonfrequenz 100-16.000 Hz
      Besonderheiten abnehmbares Mikrofon
      RGB-Beleuchtung
      Super X-Fi (personalisierter Raumklang)
      Abmessungen 6,3 x 13,6 x 17,4 cm
      Gewicht 349g

      Lieferumfang deckt den Alltag ab

      Der Lieferumfang des SXFI Gamer enthält alles, was ihr für den sofortigen Start und den Alltag benötigt. Dazu gehören:

      • Creative SXFI GAMER
      • abnehmbares Mikrofon
      • USB-C auf USB-C-Kabel (1,8m)
      • 3,5-mm-Klinkenkabel (1,6m)
      • USB C zu USB-A Adapter
      • Papierkram

      Ihr könnt das Gaming-Headset also direkt via USB-C an euren PC oder euer Notebook anschließen. Wer keinen USB-C-Anschluss hat, kann das Headset auch einfach via mitgeliefertem Dongle mit einem USB-A-Port verbinden. Natürlich ist auch die Nutzung via Klinkenverbindung an Smartphone oder PC möglich. Dann werden aber weder RGB-Beleuchtung noch die Tasten und der Raumklang Super X-Fi unterstützt.

      Gefälliges Design, Mikrofon abnehmbar

      Das Design des SXFI GAMER ist für ein Gaming-Headset nicht übermäßig aggressiv und kantig, was ich sehr angenehm finde. Wirklich auffällig ist nur die RGB-Beleuchtung an den beiden Ohrmuscheln, die sich aber problemlos abschalten lässt. Ebenfalls positiv: Abgesehen von den beiden Flächen mit den Schriftzügen am Kopfbügel kommen ausschließlich mattschwarze Oberflächen zum Einsatz, die deutlich widerstandfähiger gegen Kratzer und Fingerabdrücke als Hochglanzflächen sind.

      Mit dem abnehmbaren Mikrofon ist das SXFI GAMER damit sogar für die Nutzung im Alltag geeignet. Dank der Abschirmung durch die Over-Ear-Bauform geht ihr den Leuten in der Öffentlichkeit nicht auf die Nerven und ihr spart euch einen zweiten Kopfhörer für den Weg zur Arbeit. Vorausgesetzt, ihr könnt mit dem bulligen Erscheinungsbild eines Gaming-Headsets leben. Etwas schade ist zudem, dass sich das Headset nicht zusammenklappen lässt.

      SXFI GAMER ist einwandfrei verarbeitet

      Bei der Verarbeitung gibt es ebenfalls keinen Grund zur Klage. Die Nähte sitzen, der Kopfbügel ist flexibel, aber trotzdem stabil und auch sonst macht das Gaming-Headset einen robusten Eindruck. Das gilt auch für die Ohrmuscheln. Die bestehen zwar aus Kunststoff, fühlen sich aber nichtsdestotrotz hochwertig an. Ebenfalls schön: Da das Kabel abnehmbar ist, bedeutet ein Kabelbruch nicht den Tod des Gaming-Headsets.

      Die Materialwahl geht für einen Kopfhörer im Preisbereich um die 100 Euro* ebenfalls in Ordnung. Das Kunstleder der Ohrpolster ist angenehm weich und der Kopfbügel ist mit einem Metallscharnier verstärkt, das die nötige Stabilität und Langlebigkeit gewährleistet. Sollten die Ohrpolster irgendwann mal an Ansehnlichkeit verlieren, lassen sie sich einfach abnehmen und austauschen.

      Einfache Bedienung, hoher Tragekomfort

      Das SXFI GAMER setzt auf die direkte Bedienung mit Tasten, die sich wie der USB-C- und Klinkenanschluss ausnahmslos auf der linken Ohrmuschel befinden. Mit dabei sind eine dedizierte Taste für die Aktivierung von SXFI, ein Lautstärkerad sowie jeweils eine Taste zum Ausschalten des Mikrofons und der RGB-Beleuchtung. Alles Tasten sind gut erreich- und ertastbar. Sie sind außerdem so positioniert, dass ihr sie nicht aus Versehen beim Abnehmen oder Aufsetzen des Gaming-Headsets betätigt. Alle Eingaben, abgesehen von der Lautstärke-Änderung, werden von einer Audionachricht begleitet. So lassen sich die Änderungen problemlos nachvollziehen, wenn ihr das Headset gerade nutzt.

      Der Tragekomfort des Creative SXFI Gamer ist sehr hoch und das Headset lässt sich problemlos mehrere Stunden tragen, ohne ein unangenehmes Drücken zu verursachen. Das liegt daran, dass die Ohrpolster angenehm weich und sehr dick sind. Außerdem ist der Kopfbügel gepolstert, wenn auch nicht sehr dick. Je nachdem, ob ihr eine Monchichi-Frisur oder Glatze euer Eigen nennt, fällt das mehr oder weniger ins Gewicht.

      Die Over-Ear-Ohrmuscheln sind schön groß, sodass auch größere Ohren bequem Platz finden. Sie verfügen über ein Gelenk mit begrenztem Spielraum, passen sich dadurch aber automatisch an unterschiedliche Kopfformen an. Der Kopfbügel lässt sich zudem ausziehen. Der Mechanismus ist gerastert und kann dank Beschriftung immer wieder genau gleich eingestellt werden.

      Individueller 3D-Raumklang via App

      Wer möchte, kann den Klang mit dem personalisierter Raumklang namens Super X-Fi anpassen. Die Einrichtung ist allerdings etwas umständlich, da ihr dafür die SXFI App auf dem Smartphone benötigt. Bedeutet, ihr müsst zuerst die App herunterladen und installieren, dann das Headset via USB mit dem Smartphone verbinden und die App starten. Im Anschluss könnt ihr ein sogenanntes Head Mapping vornehmen. Dafür sollte am besten eine zweite Person Fotos von euren beiden Ohren und dem Gesicht machen. Diese werden dann genutzt, um das Klangbild mit Hilfe von Big Data und Schwarmintelligenz individuell anzupassen.

      SXFI App: Magic of Super X-Fi
      SXFI App: Magic of Super X-Fi
      ‎SXFI App
      ‎SXFI App
      Preis: Kostenlos

      Anschließend könnt ihr den Raumklang Super X-Fi aktivieren, von dem es einen normalen und einen Battle-Modus gibt. Für die Nutzung müsst ihr übrigens einen Account in der App anlegen. Am Smartphone hat das Ganze zudem einen Haken, denn ihr könnt die Technologie nur in Verbindung mit lokal gespeicherter Musik, nicht aber mit Streaming-Diensten nutzen.

      Am PC müsst ihr das Programm SXFI Control herunterladen und installieren. In der Software könnt ihr euch dann mit eurem für die Smartphone App angelegten Account einloggen. Verbindet ihr das Gaming-Headset mit eurem PC, wird das personalisierte Raumklang-Profil auf den PC übertragen, jedoch nicht die Fotos. Am PC und Notebooks könnt ihr Super X-Fi dann im Gegensatz zum Smartphone auch in Verbindung mit Spotify, allen Games usw. benutzen. In der Software gibt es zudem noch diverse Einstellungsmöglichkeiten, darunter einen Equalizer, die Beleuchtung sowie einen Stereo-, 5.1- und 7.1-Modus.

      Die Software wirkt insgesamt sehr aufgeräumt, bietet allerdings nur überschaubare Einstellungsmöglichkeiten.

      Solider Sound mit Tiefen-Optimierungspotential und Super X-Fi

      Das Klangbild des Creative SXFI GAMER macht eine solide Figur. Die Mitten und Höhen empfinde ich als gut abgestimmt, denn spitze S-Laute oder schrille Hochtöne tauchen nicht auf. Ich bin allerdings auch den „Beyer-Peak“ gewohnt. Bei den Tiefen gibt es jedoch etwas Optimierungsbedarf, da sie für ein geschlossenes Headset vergleichsweise zurückhaltend sind. Gerade bei Rock- oder elektronischer Musik sollte dann mit dem Equalizer in der Software nachgeholfen werden, um den Bass etwas mehr zur Geltung zu bringen.

      Aktiviert man das Super X-Fi, kommt tatsächlich deutlich mehr Raumgefühl auf und auch der Bass legt noch mal eine ordentliche Schippe drauf. Der Unterschied ist selbst dann deutlich spielbar, wenn man in der Software schon den emulierten 5.1- oder 7.1-Raumklang eingestellt hat. Etwas abhängig ist die Funktion vom jeweiligen Genre und auch dem Ausgangsmaterial.

      Beim Zocken von kompetitiven Mehrspielertiteln spielen die präsenten Mitten und Höhen der Orientierung und Erkennung von Feinden in die Hände. Seid ihr allerdings eher solo unterwegs und steht auf das Mittendrin-Gefühl, solltet ihr auch beim Zocken mit dem simulierten Raumklang oder dem Equalizer nachhelfen. Ob softwaregestützter Raumklang im Vergleich zum Stereo-Modus letztendlich die besseren Wahl ist, kommt auch hier wieder auf das Spiel-Genre an.

      Ich für meinen Teil finde, dass Creatives Super X-Fi insgesamt einen guten Job macht und sowohl beim Musikhören als auch beim Zocken durchaus einen Mehrwert bieten kann.

      Sprachqualität via USB überzeugt auf ganzer Linie

      Und wie sieht es mit der Sprachqualität aus? Das abnehmbare „CommanderMic“ eignet sich gut zum Telefonieren und Kommunizieren via Sprachapps wie Skype, Discord oder Teamspeak. Damit ihr euch ein eigenes Bild machen könnt, habe ich wieder eine Aufnahme angelegt. Zur besseren Vergleichbarkeit habe ich mit meinem Zalman ZM-MIC1 Ansteckmikrofon ebenfalls den gleichen Text mit den gleichen Hintergrundgeräuschen aufgenommen.

      Aufnahme – Creative SXFI Gamer via USB

      Aufnahme – Creative SXFI Gamer via Klinke

      Aufnahme – Zalman ZM-MIC1 via Klinke

      Creative hat beim Mikrofon einen softwarebasierten Pop-Filter integriert, der Plopp-, aber auch Hintergrundgeräusche reduzieren soll. Aus diesem Grund habe ich den gleichen Text ebenfalls via Klinkenverbindung aufgenommen. Dann ist der Filter nämlich nicht aktiv, und das merkt man im Vergleich deutlich. Die Aufnahme via USB überzeugt hingegen mit einer sehr guten Verständlichkeit, wenig Hall und auch die Hintergrundgeräusche der Tastatur werden gut herausgefiltert. Selbst mit dem Staubsauger kommt das Mikrofon gut zurecht.

      Ein rote LED signalisiert übrigens, dass das Mikrofon aktiv ist. Sie entfällt allerdings auch bei der Nutzung via Klinke, die somit nicht wirklich empfehlenswert ist.

      Fazit: Creative SXFI Gamer

      Mit dem SXFI Gamer bietet Creative ein durchaus überzeugendes Gaming-Headset an, das beim Lieferumfang, der Verarbeitung, dem Tragekomfort und auch den Funktionen eine gute Figur macht. Dazu gehört unter anderem die Möglichkeit, das Headset dank des abnehmbaren Mikrofons als Kopfhörer unterwegs zu nutzen. Das ist aufgrund des vergleichsweise angenehmen, aber trotzdem wuchtigen Designs (mit deaktivierter RGB-Beleuchtung) und der geschlossenen Bauform problemlos möglich.

      Die Bedienung hat Creative mit dedizierten Tasten und Reglern sowie Sprachansagen vorbildlich umgesetzt. Sie funktioniert wie die Signal-LED des Mikrofons allerdings nur, wenn ihr das Headset via USB-Kabel nutzt. Von der analogen Klinkenverbindung raten wir daher ab, wenn es sich vermeiden lässt. Das gilt auch, wenn ihr das Mikrofon nutzt. Das wird via USB-Verbindung softwareseitig optimierte und überzeugt so mit einer sehr guten Sprachqualität.

      Und der Klang? Der eignet sich bedingt durch präsente Mitten und Höhen vor allem für kompetitives Gaming in Fortnite, CS:GO und Co. Explosionen und Musik leiden allerdings unter dem fehlendes Bassfundament, dass sich jedoch mit dem Equalizer und dem Raumklang Super X-Fi ausgleichen lässt. Letzterer bieten durchaus einen Mehrwert, die Einrichtung ist via Smartphone-App jedoch etwas umständlich.

      Wer nach einem vielseitigen Headset mit hohem Tragekomfort sucht und mit der manuellen Nachjustierung für den optimalen Klang kein Problem hat, findet mit dem SXFI Gamer für aktuell 100 Euro* ein adäquates Gaming-Headset.

      Gaming-Headsets bei uns im Shop

      *Stand: 12/2020

      Veröffentlicht von

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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