Crucial MX 500 Revisited: M.2 Version im Test

      Crucial MX 500 Revisited: M.2 Version im Test

      Die neue Crucial MX500 SSD in der herkömmlichen 2.5″ Bauform hatten wir bereits im Test – jetzt ist auch die neue M.2 Version eingetroffen. Ob es einen Unterschied macht, zu welcher Version ihr greift, habe ich mir im Test angesehen.

      Der Lieferumfang ist genauso schnell aufgezählt wie beim 2,5″ Modell: SSD, Schrauben zur Befestigung, eine Acronis TrueImage Lizenz, das wars. Geliefert wird im einfachen Blister, ohne viel Aufwand. Finde ich schon mal sympatisch, dass nicht mehr Müll als nötig produziert wird.

      Die technischen Daten decken sich mit denen der 2,5″ Variante:

      • Formfaktor: M.2 B+M SATA SDD
      • Kapazität: 250, 500, 1000GB
      • Anschluss: SATA III 6Gb/s, 560/510MB/s
      • Technik: 3D VNAND
      • Belastbarkeit:
        • 250GB: 100 TBW
        • 500GB: 180 TBW
        • 1TB: 360 TBW
      • Controller: Silicon Motion® SM2258
      • Sonstige Features: Hardwareverschlüsselung, Stromausfallschutz, 5 Jahre Garantie

      Für den Test kam wieder unser Intel™ Testsystem zum Einsatz:

      Praktischerweise verfügt das Gigabyte X299-UD4 über zwei M.2 Slots, sodass die Kingston PCIe SSD als Systemlaufwerk verbleiben kann. Engpässe beim Benchmark können also ausgeschlossen werden.

      Der Einbau ist dann am Ende auch ziemlich simpel: Rein in den M.2 Slot, Schraube fest ziehen, erledigt. SATA- oder Stromkabel verlegen entfällt komplett. Ihr solltet nur beachten, dass der M.2 Slot in der Regel je nach verwendeter SSD auch einen oder mehrere normalen SATA-Slot „belegt“. Diese SATA Slots stehen dann nicht mehr für den Anschluss von anderen Laufwerken zur Verfügung. Details dazu findet ihr in der Regel im Handbuch eures Mainboards.

      Optisch und seitens der Verarbeitung gibt es nicht viel zu sagen: Ein PCB mit Speichermodulen darauf, Aufkleber mit Barcode und Typenbezeichnung, Ende. Daher gehts direkt an die Benchmarks, die sind ja eh das wichtigste.

      Crucial gibt in den technischen Daten an, dass die MX500 M.2 bis zu 560 MB/s liest und 510 MB/s schreibt. Das kommt, abhängig vom verwendeten Test, mal mehr mal weniger hin. ATTO als recht konventioneller Test liefert die versprochenen Werte bis zu einem gewissen Maße – werden die Testdaten zu groß, bricht die Transferrate ein. Die anderen Benchmarks liefern etwas geringere Werte, auch wenn die Differenzen kaum der Rede Wert sind.

      Auch wenn größere Datenmengen bewegt werden, schneidet die Crucial MX500 M.2 schlechter ab, als ihr 2,5″ Pendant. Schreibend bricht die Rate auf bis zu 220 MB/s ein, lesend pendelt sie sich bei etwa 290 MB/s ein. Im Vergleich: Die Crucial MX500 in 2,5″ schafft hier noch 450 MB/s schreibend und 340 MB/s lesend. Der zum Testen kopierte Ordner ist in beiden Fällen der Ordner des Spiels For Honor.

      Auffällig ist, dass die M.2 Version schneller ihr Limit erreicht, als das 2,5″ Pendant. Hintergrund ist, dass der Controller der M.2 Version von Haus aus nicht gekühlt wird, während bei der 2,5″ Version das Gehäuse als Heatspreader agiert. Bei längerer Belastung, beispielsweise beim Kopieren größerer Datenmengen wie im obigen Beispiel, steigt die Temperatur dadurch auf bis zu 79°C an, bevor dann der Controller drosselt um die Hitze im Zaum zu halten. Ein passiver Kühlkörper, wie ihn viele High-End-Mainboards mittlerweile bieten, sollte Abhilfe schaffen. Auf jeden Fall sollte auf eine gute Gehäusebelüftung geachtet werden. Allerdings sei hier auch angemerkt, dass diese Drosselung nur bei länger anhaltender, sehr starker Belastung auftritt. Im Alltag konnte ich keine Drosselung feststellen.

      Aktiviert man das Over Provisioning mit 10% OP verändert sich die Leistung nur marginal. Hier liegt der Vorteil am Ende also primär in der erhöhten Langlebigkeit der SSD.

      Insgesamt ist die Performance aber solide und viel mehr ist mit einer per SATA angebundenen SSD eh nicht mehr möglich. Gerade angesichts des Preisniveaus, auf dem sich die MX500 M.2 SSD bewegt, ist die Leistung durchaus angemessen. Bei guter Wäremabfuhr der SSD sollte es auch keine Probleme bei Dauerbelastung geben.

      Software

      Fast vergessen. Software ist ja auch dabei. Einerseits die Acronis TrueImage Lösung zum Umzug auf die SSD, andererseits gibt es noch den Crucial Storage Executive, der den Zustand der SSD und auch diverse Einstellungen verwalten kann. So findet ihr dort die Option das variable Over-Provisioning zu aktivieren und einzustellen, aber auch die SSD zu bereinigen. Um mich hier einmal selbst zu zitieren:

      Weiter mit der Software, denn den Storage Executive kann man ohne Account nutzen. Die Funktion ist recht schnell erklärt, vor allem dient er nämlich dazu, den Status der SSD zu überwachen und bei Verfügbarkeit Firmware-Updates durchzuführen. Daneben kann er aber noch deutlich mehr, je nachdem, was die verwendete SSD unterstützt. So unterstützt die MX500 zum Beispiel auch Overprovisioning, was bei starker Nutzung die Lebensdauer und Performance erhöht. Dazu gibt es noch den Momentum Cache, der wenn aktiviert, zu gesteigerter Performance des Systems führen soll. Empfohlen wird diese Option aber nur bei Geräten, die über einen Akku verfügen – also Notebooks beispielsweise. Auch ein Secure Erase ist über den Storage Executive möglich, nützlich wenn man die SSD verkaufen möchte oder die Performance nachlässt. Etwas schade ist, dass Teile der Software nur auf Englisch verfügbar sind, obwohl ein Großteil bereits auf Deutsch integriert wurde.

      Daran hat sich bisher auch nichts weiter geändert und die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten sind die gleichen.

      Fazit

      Um es kurz zu machen: Die Unterschiede zwischen dem hervorragendem 2,5″ Modell und der M.2 Variante sind marginal. Auffällig ist nur, dass die Lese- und Schreibraten früher sinken, wenn die SSD stark belastet wird. Ansonsten decken sich die Leistungsdaten zum Großteil. Wer also auf Kabel verzichten möchte, kann bedenkenlos auch zum M.2 Modell greifen. Einen wirklichen Unterschied macht es letztendlich nicht.

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