D-LINK DIR-685 im Benutzertest

Vor einiger Zeit haben wir Daniel mit einem Router (D-Link DIR-685) und dem dazugehörigen Modem versorgt. Seinen Testbericht möchten wir euch natürlich nicht vorenthalten. Prima Lesestoff zum Wochenende.

Router waren bislang etwas, was ich einmal einrichte und was dann funktionieren muss. Unscheinbar verrichten sie unter dem Schreibtisch ihren Dienst zwischen Papierkorb und Staubmäusen. Der D-Link DIR-685 ist heute angetreten, dieses verstaubte Router-Image aufzupolieren.

Versprechen tut der Router neben den üblichen Funktionalitäten den zusätzlichen Anschluss einer Festplatte sowie von USB-Geräten wie Scanner oder Drucker, die dann im Netzwerk zur Verfügung stehen. Außerdem soll das Farbdisplay neben Statusinformationen auch Fotos und News anzeigen. Im ersten Teil des Tests muss der Router jedoch erst einmal das Pflichtprogramm absolvieren und mich möglichst schnell und sicher ins Internet bringen.

Schlicht und aufgeräumt kommt die Verpackung ins Haus. Der Router selbst ist dann doch erstaunlich klein, macht aber einen schicken Eindruck.

Ein DSL-Modem muss man natürlich zur Hand haben, denn ein solches ist nicht integriert. Hier war ein D-Link-Modem übrig. In gewohnter DSL-Manier wird alles angeschlossen. Modem an Splitter. Router an Modem. Alles am Ende an die Stromversorgung. Durch das zusätzliche Modem sind es natürlich 2 Kabel mehr, aber trotzdem bleibt der Aufbau überschaubar.

Der erste große Eindruck folgt sofort. Alle meine bisherigen Router hatten mehr oder weniger leuchtende oder meist hektisch blinkende LED. Der D-Link begrüßt den Nutzer auf einem schönen kleinen Farbdisplay und bittet kurz um Geduld während des Systemstarts. Danach kann ich sofort mit den kleinen berührungsempfindlichen Feldern durch das Menü blättern, was intuitiv und einfach von der Hand geht.

Schauen wir doch gleich mal nach der Firmware, immerhin lag der Router ja schon einige Tage auf dem Postamt. 🙂 Aber siehe da, Version 1.00 ist (noch) aktuell. Hier würde uns wohl das Gerät auch direkt mitteilen, wenn eine neue Firmware verfügbar wäre. Insgesamt schön gemacht, diese Menüs und Einstellungen auf dem Display.

Nach einiger Zeit ohne Tastendruck wechselt der Router in die Anzeige der Uhrzeit, nach einstellbaren 5 Minuten ist er dann auch stromsparend zappenduster.

Nun soll er aber auch routen, der Router. Also den Rechner hochfahren und loslegen. Bei einem intuitiv einrichtbaren Gerät sollte es meiner Meinung nach auch nur wenige Schritte bedeuten, sowohl das Internet als auch die verschlüsselte WLAN-Verbindung einzurichten. Hierzu sagt schon die Verpackung „Easy install – No experience required“, also stelle ich mich dumm und schiebe die beiliegende CD in den Mac mini. Das war’s dann aber auch schon, denn eine Mac-Software gibt es offenbar noch nicht.

Aber eigentlich sollte jeder Router heutzutage auch per Browser konfigurierbar sein, also schaue ich mal nach neuen WLAN. Und siehe da: Unverschlüsselt funkt ein „dlink“ herum, der sich auch noch prompt verbinden lässt. Browser öffnen und die Adresse eingeben, auf die gefühlte 99% der Router voreingestellt sind: 192.168.0.1

Das Admin-Passwort ist wie in der Kurzanleitung beschrieben initial leer. Dazu noch ein kleines Captcha gegen automatisierte Hackingversuche im Netzwerk. Und schon kann die Konfiguration beginnen, für welche ich aus Bequemlichkeit den Wizard benutze.

Als erstes wird löblicherweise gleich ein neues Administrations-Passwort erfragt, so dass der Router fortan nicht ungeschützt von jedermann im Netz administriert werden kann. Anschließend noch die Zeitzone auswählen und dann geht es auch schon an die Konfiguration des Internetzugangs.

Für den Test ist ein DSL 6000 der Deutschen Telekom vorhanden. Um den Zugang einzurichten, sind hier jedoch einige (Vor-)Kenntnisse vonnöten. Gleich 3 Verbindungsarten versprechen, dass die meisten DSL-Modems sie benutzen. Für DSL-Zugänge in Deutschland ist jedoch (ausnahmslos?) PPPoE auszuwählen. Im nächsten Schritt sind dann die Zugangsdaten des DSL-Anbieters einzugeben, die man hoffentlich noch zur Hand hat.

Auch hier ist es gut zu wissen, wie die Zugangsdaten, wie sie beispielsweise T-Online verschickt, in den Router eingegeben werden müssen. Bei T-Online ist dies die Kombination Anschlusskennung+T-Online-Nummer+Mitbenutzer@t-online.de. Das Kennwort ist das mit den Zugangsdaten ausgelieferte. Das war’s dann auch schon, ein Klick auf „Connect“ übernimmt die Daten und verbindet den Router mit dem Internet.

Jetzt nur noch schnell das WLAN absichern, was durch einen weiteren Wizard erleichtert wird.


Ich wähle die vorgeschlagene sicherste WPA-Verschlüsselung und lasse mir ein Kennwort generieren.

Nicht vergessen, das erzeugte WPA-Passwort in einer Textdatei für die spätere Verwendung sichern. Anschließend mit Copy+Paste in den Dialog übertragen, der beim Neuverbinden des nun gesicherten WLAN erscheint. Und damit hat der Router auch schon das Pflichtprogramm hinter sich. Die Statusübersicht zeigt mir an, dass ich auch schon mit dem Internet verbunden bin, was ein Test mit dem Browser bestätigt.

Insgesamt verlief die Installation – von der fehlenden Mac-Software einmal abgesehen – ohne jegliche Probleme, wenn man ein paar grundlegende Kenntnisse zu DSL-Anschlüssen bzw. Netzwerkverbindungen mitbringt. Wer vorher beispielsweise einen Speedport der Telekom eingesetzt hat, wo alle Eingaben wie Anschlusskennung oder Mitbenutzer „mundgerecht“ abgefragt werden, muss das geforderte Eingabeformat im Zweifel ergoogeln. Ansonsten erwartet den Anwender eine aufgeräumte Web-Oberfläche, in der auch die „Advanced“-Einstellungen gut strukturiert sind.

Das Gerät selbst kommt in schickem Design daher und kann getrost statt unter auch auf dem Schreibtisch platziert werden. Wenn die Funktion eines digitalen Bilderrahmens das tut was sie verspricht, will ich den Router bestimmt eh in Blickweite aufstellen. Auch bin ich gespannt, wie gut sich der DIR-685 als Netzwerkspeicher macht und ob die USB-Anschlussmöglichkeiten auch im Praxisbetrieb nützlich sind. Dies und mehr im 2. Teil des Tests.

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5 Kommentare auf "D-LINK DIR-685 im Benutzertest"

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NetzBlogR

Habe ich das gerade richtig gelesen? Als Standard ist das WLAN unverschlüsselt? Harter Tobak.

Ist wenigstens ein großer Hinweis irgendwo, dass man das schnellstmöglich ändern sollte? Ansonsten lädt das ja geradezu zum kostenlosen WLAN-Surfen ein…

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Sven

Bis jetzt lief noch jeder WLAN-Router den ich gekauft hatte erstmal ohne Verschlüsselung. Wie sollte denn ein Standardpasswort aus der Bedienungsanleitung das ganze sicherer machen? Sollte heutzutage ja wohl selbstverständlich sein, daß man das bei der Erstkonfiguration seinen Wünschen entsprechend einstellt.
Sonst kann ich nur sagen, daß das beschriebene Gerät völliger Müll ist. Keine Firmware-Updates, unerträglich lauter (und fast dauernd) laufender Ventilator, b/g/n-Mixed-Modes bringen das Gerät zum Absturz und den UPnP-Server kann man in die Tonne treten.

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Michael

@ Sven
Vieleicht solltest Du mal lernen mit dem Router zu Arbeiten. Hatte Firmware in Enlisch und hatte dann umgerüstet auf Firmware Deutsch und das ohne Probleme. Meist ist es nur so das man erst einmal den weg lernen muss. Meiner läuft nicht paussenlos mit Lüfter! Ich finde den Super. Speicher,USB, W-lan Astrein! Mehrere Laptops gleichzeitig ohne Probleme. Was er ist natürlich etwas aufwendiger.Aber sicher,schnell und zuverlässig!

MFG Michael

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