D-LINK DIR-685 Router Test

Gestern berichtete ich noch darüber, welche Stolperfallen mich dazu veranlassten, meinen D-Link DIR-685 später testen zu müssen, da flattert wenigstens der erste Testbericht herein. Nicht von mir, sondern von Bernd, der von mir den Router aus dem Hause D-Link für einen Test zur Verfügung gestellt bekam.

Ich habe vor einiger Zeit den D-Link DIR-685 zum testen angeboten bekommen.

Das Angebot klang sofort verführerisch:

  • 300 MBit WLAN-N
  • 4x 1-Gbit-LAN
  • 2 USB-Anschlüsse für Drucker und/oder Festplatte
  • Einbaumöglichkeit für eine 2,5-Zoll-Festplatte
  • eingebauter elektronischer Bilderrahmen

Da ich bisher in einer Welt aus WLAN-G und 100-MBit-LAN gelebt habe, freute mich das Angebot umso mehr und speziell der integrierte Bilderrahmen klang viel versprechend, habe ich doch eine Menge Fotos herumliegen 🙂

Das Gerät sieht schick aus und hinterlässt einen qualitativ guten Eindruck.

Die Ersteinrichtung geht flott von der Hand, da die wichtigsten Einstellungen durch diverse Assistenten abgefragt werden können. Einen etwas faden Beigeschmack hinterließ bei mir allerdings, dass das WLAN im Auslieferungszustand unverschlüsselt ist.

Ich bin es inzwischen eigentlich gewohnt, dass WLAN-Router mit WPA/WPA2-Verschlüsselung voreingestellt sind, damit auch unbedarfte Käufer niemand „Fremden“ in die Wohnung lassen.

Ansonsten gibt es aber sehr viele Möglichkeiten, das Netzwerk und die erlauben Zugriffe zu reglementieren. So gibt es unter anderem auch eine Kindersicherung, mit der man bestimmte Seiten erlauben oder verbieten kann, abhängig von der Uhrzeit.

Allerdings sind die Möglichkeiten beschränkt, da man nur 25 Regeln anlegen kann. Das kann unter Umständen schon zu Engpässen führen. Für grundlegende Freigaben/Sperrungen reicht es aber wohl aus.

Als besonderes Schmankerl gibt es für das Netzwerk auch einen Gast-Zugang, der Besuchern nur Zugriff auf das Internet erlaubt, ohne dass sie auf das direkte Netzwerk (wie z. B. Verzeichnisfreigaben oder ein NAS) zugreifen können.

Wer öfters einmal Besuch hat, wird diese Möglichkeit zu schätzen wissen, da man sich auch das ständige Passwort-ändern spart 😉

Sofern man eine Festplatte in das Gerät einbaut (ist im Lieferzustand nicht enthalten), kann man das Gerät als kleinen Netzwerkspeicher verwenden, der auch gleich noch einen Media- und iTunes-Server mitbringt.

Da ich jedoch bereits eine NAS mit diesen Funktionen in Betrieb habe, habe ich auf diese Möglichkeit verzichtet.

Bei der Einrichtung hatte ich auch das kleine Problem, dass ich noch ein Fritz!Fon habe, über welches ich bisher ins Internet gegangen bin und welches auch als Fax und Anrufbeantworter fungiert.

Diese Möglichkeit wollte ich allerdings nicht missen, daher musste ich eine Möglichkeit finden, den D-Link-Router so ins Netz zu integrieren, dass er nur als reiner Router arbeitet und die DSL-Funktionalität von der Fritz übernommen wird.

D-Link macht es einem hier (nachdem man den Punkt gefunden hat 😉 ) recht einfach: Man kann das Gerät einfach per Haken in den reinen Access Point-Modus versetzen, sodass LAN und WLAN des Routers einfach als Anschlüsse an die vorhandene Fritz-Box „durchgeschleift“ werden (eine bessere Beschreibung weiß ich gerade nicht).

Somit war dieses Ziel schon mal erreicht und die restliche/erweiterte Konfiguration (auch in Zusammenspiel mit der NAS) konnte folgen. Leider hat die Sache hier auch schon wieder geendet, denn der integrierte digitale Bilderrahmen kann leider Fotos nur von der integrierten Festplatte anzeigen. Ein Media-Server oder eine einfache Laufwerksfreigabe im Netzwerk können leider nicht verwendet werden 🙁 Damit kann das Gerät bei Besitzern einer NAS leider seine volle Stärke nicht ausspielen.

Fazit für mich nach einigen Tagen: Das Gerät ist gut verarbeitet und bietet viele Einstellmöglichkeiten, zeigt aber Schwächen bei den erweiterten Funktionen mit denen das Gerät punkten könnte, da es nicht viel vergleichbares gibt.

Wer sollte sich das Gerät kaufen/ansehen: Ich denke, das Gerät ist für alle geeignet, die sich einen (neuen) Router mit aktuellen Übertragungsstandards zulegen wollen und sich mit dem Gedanken tragen, den Router mit einer Festplatte auszustatten. Dann spielt es alle seine Möglichkeiten aus und man kann auch den Bilderrahmen und den Media-Server genießen.

Besitzer einer NAS werden sich mit dem Gerät wohl nicht sonderlich anfreunden können, da die benötigten Funktionen zur Interaktion leider nicht vorhanden sind.

Falls jemand noch Fragen zu dem Gerät hat, immer rein damit in die Kommentare, dann versuche ich diese soweit möglich zu beantworten.

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4 Kommentare auf "D-LINK DIR-685 Router Test"

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Webmaster

so von den Funktionen etc. klingts ja nicht schlecht als gesamtausstattung..
aber ich finde immernoch dass der Display totaler blödsinn is.. Wer stellt sich denn seinen Router aufn Wohnzimemrtisch um darauf bilder anzugucken oder feeds zu lesen ?!

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Gast

@Hannes
So hatte ich auch immer gedacht bis ich dann umgezogen bin und der Router aufgrund der ungünstigen Platzierung der Telefondose plötzlich auf der Anrichte im Esszimmer steht. Da macht sich ein schickes Gehäuse schon nicht so schlecht und hat vor allem einen deutlich höheren WAF (Woman acceptance factor) 😉

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Gast

Ich muss sagen, ich halte von D-Link-Geräten nicht viel. Die Idee hört sich sexy an, die Festplatte in den Router, der eh immer läuft? Coole Sache! Hätte ich gekauft, aber da ich auch gerne etwas bastel habe ich mir die separate Variante gekauft: Synology NAS und Router.
Das NAS läuft im Dauerbetrieb und kann mit Paketen erweitert werden (lokaler Webserver, SSH, Web-Dateimanager im Lieferumfang per click aktivierbar)

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