Das Android-Event in Kurzform

Gestern Abend schaute ich mir das Android-Event von Google an. Ich bin selbst in Besitz zweier Android-Geräte und darf mich sicherlich Android-Fan schimpfen, auch wenn ich ein iPad besitze. Im Vorfeld zum gestrigen Event waren schon einige Details veröffentlicht worden, man wollte über Honeycomb, das neue Android-System speziell für Tablets, sprechen und Demos zeigen. Insgeheim hofften natürlich alle, dass man noch Überraschungen aus dem Hut zaubern würde.

Im ersten Part ging es um die Oberfläche. Was wurde gezeigt? Widgets, Instant Notifications (wenn eine Mail reinkommt zum Beispiel) und Stacks.

Zwischendurch? Ablenkung mit einem kleinen Spielchen – auch für Android gibt es Fruit Ninja:

Dann ging es weiter zu Google Mail, ein für mich sehr interessanter Part. Wie hatte man das Interface des Clienten gelöst? Würde man eine ähnliche Oberfläche anbieten, wie man sie in der Webansicht des iPads bekommt? Beim iPad hat man eine Sidebar mit den Labeln und auf der rechten Seite den Mailpart.

Klickt man auf eine Nachricht, so bleibt die linke Seitenleiste an ihrer Stelle, lediglich der rechte Teil springt in die Mail, die wie beim normalen Google Mail die vollständige Konversation zeigt. Ist der Kontakt via GTalk online, so kann man gleich seinen Status am Indikator sehen – im folgenden Screenshot ist der mittlere Teilnehmer online. Nachrichten können per Drag & Drop verschoben werden.

Danach ging es Richtung Games und 3D – dazu gibt es die neue Lösung Renderscript. Sie sorgt für die nötige Performance bei der 3D-Darstellung:

Nebenbei zeigte man in diesem Zusammenhang auch noch einmal Google Books:

Musik? Klaro! Die dazugehörige App sieht wirklich gut aus.

Da man 3D vorstellte, musste kommen, was kommen musste: Spiele. Die Grafik entsprach zwar nicht der gewohnten Konsolenqualität, aber wir sprechen hier von einem Tablet und keiner speziellen Gaming-Lösung.

Nächster Step: die Kamera-App.  Nett. Knipsen, teilen, mit Filtern versehen. Muss man sehen, was für Objektive in den kommenden Tablets verbaut sind – denn was nützen Filter & Co, wenn die Grundqualität nicht so gut ist?

Die Kamera nutzt man natürlich nicht nur zum Fotografieren, sondern auch zur Videotelefonie via Google Talk. Google Talk hat ja eh jeder Google-Nutzer. Auch der Videochat ist ja bereits seit längerem über das Interface von Google Mail möglich.

Im nächsten Schritt stellte cnn die HD-App namens iReport (witzige Namenswahl, was Apple wohl sagt?) vor. Ich finde übrigens, dass möglichst bald HD-Apps für die Android-Tablets zur Verfügung stehen müssen. Mir selber machen normale Android-Smartphone-Apps auf Tablets nicht wirklich Spaß.

Es folgte etwas, was für Tablet-, als auch für Smartphone-Besitzer gleichermaßen interessant sein dürfte: der neue Android Market Webstore. Anwender können ganz locker am PC in den Anwendungen stöbern, sich Screenshots anschauen, Reviews lesen & schreiben und bei Gefallen sich die Apps an das Tablet oder das Telefon schicken. Richtig gelesen: Am PC aussuchen, auf das Handy oder das Tablet schicken und es wird direkt installiert. Schöne Sache – und das Beste: schon jetzt könnt ihr es ausprobieren.

Was fehlte: die Bezahlungsmöglichkeiten. Zwar können Entwickler nun spezifisch nach Land abrechnen, Bezahlung via PayPal fehlt allerdings leider. Ich hoffe wirklich, dass Entwickler ihre Programme monetarisieren können und an Android glauben. Für viele ist es halt momentan einfacher, über den Apple Store zu gehen.

Und dann? Kam der große Knall? Google Music oder Ähnliches? Leider nein. Danach war das Programm beendet. Trotz alledem eine klasse Vorstellung. Ich muss gestehen, dass ich mich die reine Oberfläche noch nicht so vom Hocker riss, doch Android ist auf einem sehr guten Weg. Sicherlich haben gestern auch Mitarbeiter von Apple zugeschaut, da wette ich drauf. Ich bin sehr gespannt auf vernünftige und leistungsfähige Tablets. Sobald wir etwas im Shop haben, werde ich eines ordern und euch vorstellen. Die jetzigen Tablets wirken ohne Honeycomb wie Geräte aus längst vergessenen Zeiten 🙂

Ihr wollt das ganze Event selber schauen? Kein Problem:

Jetzt freue ich mich auf eure Meinung 🙂

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6 Kommentare auf "Das Android-Event in Kurzform"

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[…] Moinsen! Wer eine knappe Stunde Zeit hat, der kann sich das gestrige Android-Event selber noch einmal anschauen und nachvollziehen, ob ich gestern Müll erzählt habe Wer meine Worte etwas ausführlicher lesen will – mit jeder Menge Screenshots und dem zeitlich richtigen Ablauf, der darf dies hier tun. […]

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Gast

Was lustiges 😀

man kann apps im market twittern aber nicht buzzen Oo. Irgendwas läuft da falsch in der Googlepolitik.

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Gast

was zur hölle is denn jetz wieder buzzen? … hab mich gerade an die bekannten begriffe gewöhnt und schon kommt was neues..

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Gast
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Gast

Also mir gefällt die Oberfläche!

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[…] Hier noch mehr dazu…. […]

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