Das Beamer-DUELL! David gegen Goliath?

Aufmacher-Beamer-Duell

Heute stellen wir uns die Frage, was ist besser: Ein Full-HD-Beamer oder ein Kurzdistanz-Beamer mit 720p? Die Kontrahenten:

  • BenQ W1070 ein DLP-Beamer mit Full-HD-Auflösung und 2.000 ANSI Lumen für 765 €
  • BenQ W770ST ein DLP-Kurzdistanz-Beamer, HD Ready mit 2.500 ANSI Lumen für 599 €
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Full-HD-Beamer oder Kurzdistanz-Beamer mit 720p?

Der Testaufbau: Für das Beamer-Duell zwischen dem Full-HD-Projektor BenQ W1070 und dem Kurzdistanz-Projektor BenQ W770ST wurde die CombiFlex-Leinwand von MEDIUM wieder im heimischen Wohnzimmer aufgebaut. Das Wetter war um diese Uhrzeit leicht durchwachsen, keine Sonne, kein Regen. Das Wohnzimmer besitzt zwei große Fenster plus eine Terrassentüre, wobei das größere Fenster von der CombiFlex-Leinwand abgedeckt wurde. Die rechte Terrassentüre (unten im Bild) wurde für das Duell mit dem Rollo abgedunkelt.

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Testausbau am Sonntag 12:00 Uhr im Wohnzimmer

Damit Ihr Euch die Helligkeit im Raum besser vorstellen könnt, hier eine Aufnahme einer Tageszeitung. Das „Gedruckte“ ist sehr gut lesbar.

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Weiter mit dem Testaufbau: Der Abstand zwischen Beamer und Projektionsfläche betrug 190 cm. Hierbei erreichte der BenQ W1070 eine Bilddiagonale von rund 160 cm. Für den Kurzdistanz-Beamer BenQ W770ST war dieser Abstand fast schon zu viel, denn das sichtbare Bild war größer als die 180 cm breite CombiFlex-Leinwand von MEDIUM. Bei verkürztem Abstand (~140 cm) füllte das Bild vom Kurzdistanz-Beamer die Breite der Stativ-Leinwand voll aus.

Die nachfolgenden Fotos zeigen verschiedene Videos beziehungsweise TV-Sendungen, die über den BenQ W1070-Beamer ausgegeben wurden. Als Zuspieler dienten uns unter anderem ein IPTV-Receiver der Deutschen Telekom (MR301) und ein Media-Player von Raidsonic (IB-MP309HW). Verbunden wurden alle Geräte mit einem 3 Meter langen HDMI-Kabel. Die Live-Sendungen (ARD, ZDF, RTL) wurden auf der Festplatte des IPTV-Receivers aufgenommen.

Und jetzt folgen die (fast) identischen Bilder mit dem Kurzdistanz-Beamer von BenQ bei gleichem Abstand (190 cm) zur Projektionsfläche.

Damit beide Projektoren von BenQ auch ihr ganzes Potenzial zeigen konnten, wurde das Wohnzimmer zur „Dunkelkammer“ umfungiert. Neben der Terrassentüre wurden jetzt auch bei allen Fenstern die Rollos runtergelassen. Wie hell oder wie dunkel es jetzt war, zeigt das Bild der Tageszeitung.

BTW: Alle Bilder wurden in der Helligkeit / Kontrast nicht nachbearbeitet, lediglich die Bildgröße wurde dem Web angepasst. (Kamera: Canon PowerShot, Bildgröße 4000 x 2248; Webformat: 1600 x 900)

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BenQ W1070

BenQ W770ST

Neben dem Vergleich der Helligkeit / Kontrast haben wir bei den beiden Beamern auch wieder die Hitzeentwicklung protokolliert. Der Full-HD-Projektor wird deutlich wärmer, was wir auch ohne Messgerät feststellen konnten. Von der Lautstärke sind beide Beamer fast identisch. Nur im unmittelbaren Umfeld sind die Lüfter hörbar. Bei einem Sitzabstand von rund 80 cm ist das jeweilige Belüftungssystem nicht mehr zu hören. Der BenQ W1070, der deutlich wärmer wurde, hat auch eine längere Nachlaufzeit, die etwa doppelt solange ist wie beim BenQ W770ST.

Bei den rückseitigen Anschlüssen unterscheiden sich die beiden Geräte kaum voneinander. Die Anschlüsse von links aus gesehen: 2x HDMI 1.4a, Composite Video (RCA), USB (Typ mini B), VGA, RS-232, S-Video, Component, Audio L/R, Audio in + Out. Beim BenQ W1070 findet Ihr auch einen DC 12V Trigger. Dieser gibt, wenn der Beamer an- bzw. abgeschaltet wird, ein Signal zur Leinwand und diese fährt dann automatisch runter / hoch (bei Deckenkonstruktion der Leinwand). Natürlich nur dann, wenn die Leinwand dies auch unterstützt.

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Oben: BenQ W770ST – Unten: BenQ W1070

Der Lieferumfang unterscheidet sich nur minimal. Bei beiden Beamern liegen eine Fernbedienung, ein Power- sowie ein VGA-Kabel und eine Kurzanleitung bei. Nur beim BenQ W770ST bekommt Ihr auch eine schwarze Tragetasche.

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Einheitsware: Die Fernbedieungen sind bei beidem BenQ Beamer identisch.

Fazit:

Welcher Beamer das Duell gewonnen hat, ist schwer zu sagen. Beide Kontrahenten lieferten sich ein knappes Kopf-an-Kopf-Rennen. Im Vergleichstest zeigten beide Projektoren, wo ihre Vor- und Nachteile liegen.

Bei einem Abstand von 1,9 Meter zur Projektionsfläche und bei hellem Zimmer bietet der BenQ W1070 in Punkto Bild etwas kräftigere Farben und mehr Kontrast. Bei geringerem Abstand konnte der BenQ W770ST dieses „Manko“ wieder wettmachen. Hier zeigt der Kurzdistanz-Beamer seine Stärken und liefert ein deutlich größeres Bild mit farbintensiven und kontrastreichen Bildern.

In abgedunkelten Räumen liegen beide Beamer gleich auf, wobei der BenQ W770ST schon bei 1,4 Meter ein Bild von über 180 cm Bilddiagonale auf die Leinwand bringt. Der BenQ W1070 braucht mindestens 2 Meter Abstand, damit die Bilder auch die Ränder der CombiFlex-Leinwand erreichen.

Ein sichtbarer Unterschied zwischen Full-HD- (1080p) und HD-Ready-Auflösung (720p) war zu keinem Zeitpunkt sichtbar.

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Unser Favorit ist der Kurzdistanz-Beamer, denn das Bild ist bei geringerem Abstand zur Projektionsfläche deutlich größer. Und das bei gleich guter Bild- und Farbqualität. Außerdem ist der BenQ W770ST rund 165 € günstiger als der Full-HD-Beamer und wird nicht ganz so heiß.

Auf die Trigger-Buchse können wir gut verzichten. Wer diese Funktion benötigt, müsste dann auf den BenQ W1070 ausweichen.

Weitere Alternativen von BenQ:

BenQ W1080ST: FullHD Kurzdistanz-Beamer (Hybrid aus W1070 + W770ST mit Trigger-Buchse) 995 €

BenQ W750: wie BenQ W1070 nur als HD Ready-Projektor (ohne Trigger-Buchse) 539 €

 

Vergleich der Spezifikationen:

BenQ W770ST BenQ W1070
Projektionssystem DLP® by Texas Instruments DLP® by Texas Instruments
Natürliche Auflösung 720p (1280 x 720) 1080p (1920 x 1080), Full HD
Helligkeit 2500 ANSI Lumen 2000 ANSI Lumen
Kontrastverhältnis 13.000:1 10.000:1
Objektiv
  • F = 2,6 – 2,78
  • f = 10,2 – 12,24 mm
  • F=2,59-2,87
  • f=16,88-21,88mm
Bilddiagonale
  • 91 – 762 cm
  • 36 – 300 Zoll
  • 102 – 5,08 cm
  • 40 – 200 Zoll
Zoom-Verhältnis 1,2:1 1,30:1
Lampen 210 Watt 240W
Gewicht 2,7 kg 2.65 kg
Betriebsgeräusch 34/30 dBA (Normal/Eco) 33/30 dBA (Normal/Eco)
3D-Unterstützung ja, mit spezieller Shutterbrille ja, mit spezieller Shutterbrille
Preis 599 € 765 €

Zum Schluss noch der Hinweis zu unserem laufenden Gewinnspiel (bis 15.9.13).

Hier könnt Ihr den Kurzdistanzbeamer von BenQ gewinnen.

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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6 Kommentare auf "Das Beamer-DUELL! David gegen Goliath?"

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Gast

Wurden auch 1080p-Inhalte verglichen?

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[…] […]

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Gast
Also den Vergleich finde ich, entschuldigung für die direkten Worte, ganz schön schlecht. Es wird ein entscheidender Messfaktor komplett verschwiegen: nämlich der Sitzabstand! Im Beitrag wird mit zwei verschiedenen Bilddiagonalen gearbeitet beim Full-HD-Medium. Um die Bildschärfe nun auf eine gemeinsame Einheit zu bringen, entscheiden wir uns – wie bei Bildschirmen üblich – für ppi (pixel per inch): HD-Ready-Beamer: 81 Zoll (füllt die Leinwand 1,80m breit komplett aus, Format 16:9) –> 18,13 ppi Full-HD-Beamer: 63 Zoll (Bilddiagonale von 160 cm wird erwähnt) –> 34,97 ppi Um das Bild jetzt auf dem HD-Ready-Beamer ohne Pixelerscheinungen (und damit scharf) zu sehen, benötige ich… Read more »
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Gast

Was ein schlechter Test. Allein das Fazit:
„Ein sichtbarer Unterschied zwischen Full-HD- (1080p) und HD-Ready-Auflösung (720p) war zu keinem Zeitpunkt sichtbar.“
Und darunter dann ein Bild mit Bildquelle der ARD HD. Kein Wunder, dass da kein Unterschied zu sehen ist, da ARD HD in 720p ausstrahlt. Da wirste auch mit einem 4k Projektor kein besseres Bild bekommen.

Grüße

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Gast

Ich finde den Artikel in sich stimmig und den Vergleich fair. Sitzabstand ist aber natürlich genauso entscheidend wie Leinwand Qualität!

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