Das Dream-Team? Logitech G PRO Wireless mit Powerplay Mauspad im Test

      Das Dream-Team? Logitech G PRO Wireless mit Powerplay Mauspad im Test

      Bereits ohne Logitech Powerplay Mauspad konnte die G PRO Wireless im Test überzeugen. Mit einem Powerplay Mauspad entfaltet sie aber erst ihr volles Potential – und bietet gegenüber einer kabelgebundenen Maus eine grenzenlose und unbeschwerte Freiheit. Die Anschaffungskosten des Duos sind allerdings nicht von schlechten Eltern.

      Das gefällt uns

      • Maus wird automatisch geladen
      • kabellose Verbindung integriert
      • zwei Auflagen im Lieferumfang
      • ummanteltes Kabel
      • rutschfest dank gummierter Auflagefläche
      • angenehme Größe

      Das gefällt uns nicht

      • relativ teuer
      • Qi-Standard wird nicht unterstützt
      • Mystic Light und Co. werden nicht unterstützt

      Bud Spencer und Terence Hill, Nachos und Käse, Fallout 76 und Bugfixing – viele Dinge entfalten ihre volle Leistungsfähigkeit erst gemeinsam. Das gilt auch für die G PRO Wireless und das dazugehörige Powerplay Mauspad. Zwar konnte die G PRO Wireless im Test dank schlichtem Design, sehr guter Verarbeitung und präzisen Tasten als eine der besten kabellosen Gaming-Mäuse überzeugen – ohne das passende Mauspad wirkte sie aber irgendwie nur halbfertig. Wie ein EA-Titel ohne Mikrotransaktionen, MSI-Hardware ohne Mystic Light oder eine vorinstalliertes Windows ohne McAfee. Ihr versteht schon.

      Logitech Powerplay Mauspad

      Warum? Ohne Powerplay Mauspad muss die kabellose Maus in regelmäßigen Abständen mit einem Kabel gebändigt werden. Das nervt, denn durch die Lightspeed-Technologie gibt es selbst beim Zocken von reaktionsrelevanten FPS wie CS:GO und Co. keinen Input-Lag. Kabel sind also eigentlich überflüssig. Zur gänzlichen Realität wird das aber erst jetzt in Verbindung mit einem Powerplay Mauspad, denn die G PRO Wireless wird automatisch geladen, während sie auf dem Mauspad liegt.

      Da wir auf die G PRO Wireless in einem Test schon genauer eingegangen sind, soll uns diesmal insbesondere das Mauspad und das Zusammenspiel mit der Gaming-Maus interessieren. Ein separater Test für ein Mauspad? Klingt komisch, ist bei einem Preis von fast 100 Euro* aber auch nicht ganz unverständlich.

      Inhaltsverzeichnis

      Technische Details

      Produkteigenschaften des Logitech Powerplay Mauspad

      Höhe des Steuermoduls 1 cm
      Dicke der Ladeoberfläche 2 mm
      Dicke des Stoff-Mauspads 2 mm
      Dicke des Kunststoff-Mauspads 2 mm
      Kabellänge 1,83 Meter
      Abmessungen 32,1 x 34,4 x 4,3 cm
      Preis (Shop) 99,99 Euro*

      Logitech Powerplay Mauspad bei uns im Shop

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      Hochwertige Verpackung und angemessener Lieferumfang

      Das Powerplay Mauspad wird natürlich nicht einfach zusammengerollt in einer zylindrischen Verpackung ausgeliefert. Das Mauspad kommt in einer ziemlich großen und fast quadratischen Verpackung daher. Logitech erwähnt auf der Front explizit die Unterstützung von kabellosem Laden in Verbindung mit der G903 und der G703. Unterstützt werden aber alle Mäuse, die mit dem Powerplay Feature beworben werden. Dazu zählen bspw. auch die G PRO Wireless und die G502 Lightspeed.

      In der hochwertig anmutenden und stabilen Verpackung befinden sich die Mauspad-Unterlage (Powerplay Basis) mit der Ladefunktion sowie eine Stoff- und eine Kunststoffauflage. Dabei handelt es sich eigentlich um eigenständige Mauspads in Form des G440 und des G240. Allerdings besitzt das G240 eine andere Auflagefläche als das Stoff-Mauspad im Lieferumfang. Das bedeutet aber auch, dass ihr hier jederzeit eine Auflage nachkaufen könnt, wenn doch mal etwas passiert.

      Dazu kommt ein Micro-USB-Kabel für das Mauspad – ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal schreibe – sowie das Powercore-Modul und eine kleiner Pappkarton mit der Anleitung und Garantieinformationen.

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      Setup und Einschränkungen

      Die Einrichtung ist denkbar leicht. Nicht überraschend, immerhin handelt es sich immer noch um ein Mauspad. Einfach das Mauspad via USB-Kabel mit dem Rechner verbinden. Maus ausschalten, Powercore-Modul einlegen, Maus einschalten, fertig. Das Powercore-Modul ist minimal schwerer als die Kunststoffkappe. Eine spürbare Gewichtszunahme erfährt die Maus also nicht. In der Verpackung wird der „komplexe“ Prozess auf einer kleinen Papierunterlage bebildert erklärt.

      Logitech Powerplay Mauspad

      Cool: In dem Powerplay Mauspad ist ein eigener Empfänger integriert. Ihr könnt den Lightspeed-Dongle also auch wieder in der G PRO Wireless verstauen und die Maus wird trotzdem von eurem Rechner erkannt. Jetzt müsst ihr euch nur noch für eine Auflage entscheiden und los geht’s. Eine kleine weiße LED gibt Aufschluss über den aktuellen Kopplungszustand der Maus.

      Sicherheitshalber verweise ich auf ein paar Anmerkungen, die in der Anleitung erwähnt werden. Die Ladefunktion kann durch einen Metalltisch beeinträchtigt werden. Außerdem kann nur eine Maus inkl. Powercore-Modul mit Strom versorgt werden. Das Mauspad unterstützt keinen Qi-Standard. Smartphones lassen sich auf dem Mauspad also leider nicht laden und sollten dort auch nicht abgelegt werden. Ihr solltet das Mauspad auch nicht zusammenrollen, da sonst die Ladespule beschädigt werden kann.

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      Induktives Laden auch mit anderen Mauspads möglich

      Das Design des Mauspads ist sehr schlicht. Die Unterseite der Auflagen ist im Logitech-Blau gehalten, das weiße Logitech Logo befindet sich jeweils unten rechts an der Ecke. Eine Rundum-RGB-Beleuchtung gibt es beim Powerplay Mauspad nicht. Lediglich das G-Logo auf der Empfängerstation verfügt über eine RGB-Beleuchtung und kann via Logitech Gaming Software (Download) farblich konfiguriert und auch mit der Beleuchtung der Maus synchronisiert werden. Das gilt jedoch nicht für die gängigen RGB-Protokolle wie Mystic Light, ASUS Aura und Co., mit denen die Beleuchtung nicht gekoppelt werden kann.

      Logitech Powerplay Mauspad

      Das Mauspad ist mit 28×34 cm angenehm groß. Ich tendiere in diesem Fall zur Stoffversion, da sie etwas gleitfreudiger und leiser ist. Dafür neigt sie allerdings auch eher dazu, unansehnlich zu werden. Ein Risiko sehe ich auf lange Sicht zudem bei der verklebten Verbindung zwischen der Stoffoberfläche und dem Schaumstoff bzw. der glatten Unterseite aus Kunststoff. Gerade an dem Rand, an dem die Hand aufliegt, könnte sich der Stoff lösen und einrollen. Zumindest habe ich das schon bei einigen Stoffmauspads unterschiedlicher Hersteller beobachten können.

      Die gummierte Oberfläche der Powerplay Basis sorgt dafür, dass sowohl Stoff- als auch Kunststoffauflage bombenfest auf der Unterlage liegen und absolut rutschfest sind. Das gilt ebenfalls für die gummierte Unterseite der Powerplay Basis. Sie ist auf dem Tisch beim Zocken nicht einen Millimeter von der Stelle gewichen. Sehr gut ist zudem, dass auch eigene Stoff- oder Kunststoff-Mauspads genutzt werden können, wenn die Größe und Dicke passt.

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      Strukturierte Software und Freiheit im Alltag

      Mit der Logitech Gaming Software könnt ihr all eure Periphere-Geräte von Logitech steuern und auch die Beleuchtung anpassen. Viele Einstellungsmöglichkeiten gibt es bei einem Mauspad verständlicherweise nicht. Bei der Beleuchtung könnt ihr zwischen statischem Leuchten oder einem Atem- bzw. Farbzykluseffekt wählen. Des Weiteren könnt ihr noch das induktive Laden via Powerplay aktivieren bzw. deaktivieren.

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      Unter den Einstellungen der G PRO Wireless könnt ihr neben vielen weiteren Einstellungen auch den aktuellen Batteriestand abrufen. Dieser erreicht die 100% mit Absicht nicht, sondern wird im Mittel zwischen 85% und 95% gehalten. Das soll den Akku schonen. Die Maus wird am äußersten Rand des Mauspads übrigens nicht geladen. Obwohl der Ladeprozess gemächlich ausfällt, verbraucht die Maus weniger Strom als geladen wird. Der optimale Batteriestand kann also immer gehalten werden.

      Im Alltag lief mit der G PRO Wireless und dem Powerplay Mauspad alles bestens. Die Einrichtung war leicht und im Testzeitraum traten keine Probleme auf. Eine kabellose Gaming-Maus, die nie geladen werden muss, empfinde ich als echte Erleichterung. Vorbei sind die Diskussionen über spezielle Kabelbeschwerer, Mouse Bungees und Co. Lästige Fummeleien mit dem Kabel entfallen genauso wie die Sorge, den Schreibtisch mit einer ungeladenen Maus aufzufinden.

      Logitech Powerplay Mauspad

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      Fazit zu G PRO Wireless & Logitech Powerplay Mauspad

      Wer schon immer eine kabellose Maus zum Zocken nutzen wollte, erhält mit der Logitech G PRO Wireless und dem dazugehörigen Powerplay Mauspad endlich die perfekte Kombination für unbeschwerte Zockernächte.

      Logitech Powerplay Mauspad

      Die G PRO Wireless überzeugt mit einer sehr guten Verarbeitung, angenehm schlichtem Design, leichtem Gewicht und einem präzisen Tasten-Feedback. Außerdem gibt es dank Lightspeed-Technologie keinen spürbaren Input-Lag. Die G PRO Wireless reagiert so schnell wie eine kabelgebundene Maus. Es gibt allerdings Gaming-Mäuse, die etwas bessere Gleiteigenschaften aufweisen.

      Der größte Nachteil einer kabellosen Maus ist die Notwendigkeit, die Maus in regelmäßigen Abständen zu laden – und das entfällt mit dem Powerplay Mauspad. Das Design ist schön schlicht und die Verarbeitung sehr gut. Die Stoff-Auflage wird mit der Zeit sicherlich unansehnlicher werden. Es besteht aber immer die Möglichkeit, separate Auflagen zu kaufen oder auch Mauspads von Drittanbietern auf der Powerplay Basis zu nutzen. Eine beständigere Kunststoffauflage ist neben der Stoffauflage im Lieferumfang ebenfalls dabei. Die Größe der Auflagen fällt angemessen aus.

      Logitech Powerplay Mauspad

      Ein paar Wermutstropfen gibt es jedoch. Die Beleuchtung ist nicht mit den gängigen RGB-Protokollen wie MSI Mystic Light, ASUS Aura oder Gigabyte Fusion synchronisierbar. Außerdem wird der Qi-Standard nicht unterstützt. Euer Smartphone könnt ihr mit dem Mauspad also nicht laden. Nicht zu unterschätzen sind letztendlich auch die hohen Anschaffungskosten von 99 Euro für das Mauspad und 120 Euro für die Maus. Für viele Zocker dürfte sich die Investition – insbesondere wegen der Kombinierbarkeit mit anderen Mauspads – auf lange Zeit trotzdem sehr lohnen.

      Logitech Powerplay Mauspad bei uns im Shop

      *Stand: 15.07.2019

      Veröffentlicht von

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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