Das Jahr der Tablets

Was möchtet ihr in der Überschrift sehen – ein Ausrufezeichen oder ein Fragezeichen? Ich behaupte: pauschal kann man das nicht sagen, hängt sicherlich von den eigenen Vorlieben und dem Nutzen ab, den man aus dem Besitz eines Tablets ziehen könnte. Tablets sind keine Erfindung aus dem Jahre 2010. Trotz alledem sind sie für mich schon jetzt ein heißer Kandidat für das meist gebrauchte Wort 2010 in deutschen Technik-Magazinen und Blogs.

Den Ausschlag zu diesem Beitrag gab das Interpad, ein 10 Zoll Android Tablet, welches noch dieses Jahr erscheinen soll. Die Schnittstellen sind vielfältig, lesen sich wirklich gut. Hier einmal die Spezifikationen:

Betriebssystem Android 2.1
Prozessor Nvidia Tegra 2 T20 Dual ARM Cortex-A9 (1Ghz)
Display 10″ kapazitiver Multi-Touch
Speicher 16GB eingebauter Speicher, erweiterbar auf 32GB (MicroSD)
Arbeitsspeicher 1GB DDR2
Verbindungen USB 2.0 x1 Host/Device
WiFi 802.11 b/g
Bluetooth 2.1
HDMI Anschluss vorhanden
Stereo Lautsprecher vorhanden
Kopfhörer Anschluss vorhanden
integrierte Codecs MPEG2/ MPEG4/ H.264/ H.263/ VC-1 Codec bis zu einer Auflösung von 1080p
Anschlüsse HDMI x 1, USB x 1, Earphone x 1
Akku 3900 mAh/ 7.4 V Li-Polymer Batterie (8-12 Stunden)
Maße 253 mm x 164 mm x 12,5 mm (Super Slim Design)

Nun stellen sich natürlich nicht nur mir weitere Fragen:

Was wird das Gerät denn nun tatsächlich kosten? Und was ist dran an den Infos, dass die günstige UMTS-lose Version keinen direkten Zugriff auf den Android Market von Google hat? Sollten die Preisvermutungen stimmen (ohne UMTS 399 Euro und mit UMTS ca. 500 Euro), dann dürfte es eventuell schwer werden das Gerät zu etablieren.

Denn ich behaupte, dass uns zum Weihnachtsgeschäft viele weitere Tablets erfreuen werden. Doch bei Preisen um 500 Euro für ein Android Tablet könnten manche auch zum iPad greifen, da dieses zum Kaufzeitpunkt über jede Menge Apps verfügt, was bei vielen Android Tablets nicht der Fall sein wird. Im Android Market befinden sich jede Menge nutzloser Applikationen, was den Benutzer vielleicht verwirren könnte.

Des Weiteren wird auch Apple versuchen, sich nicht die Wurst vom Brot nehmen zu lassen. Sollten man das Lieferproblem in den Griff bekommen und zum Weihnachtsgeschäft die Preise anpassen, so könnte das iPad noch mehr Anhänger finden.

Ein Tablet wird mit den verfügbaren Apps und der Infrastruktur dahinter stehen oder fallen. Es wird sicherlich schwer für ganz neue Anbieter, einen Fuß in die Tür bekommen. Sollten tatsächlich große Firmen wie Motorola, Samsung, Sony, LG und Co Tablets herausbringen, dann könnte das schon vorher das Aus für kleinere Hersteller bedeuten. Ihr würdet ja sicherlich auch bei einem bekannten Anbieter ein Android Tablet käuflich erwerben, oder?

Ein Kommentar in einem Blogpost zum Interpad hatte folgenden Wortlaut: „iPad Killer wohin das Auge reicht. Aber nur auf dem Papier. Wo sind denn die ganzen Pads? Bis das we/inter//hp-pad im Laden liegt, hat Apple doch die nächsten 5 Mio iPads verkauft“.

Nun seid ihr gefragt: was soll ein Tablet mindestens können und was darf es maximal kosten?

Weitere Blogs zum Thema Interpad: Netbooknews, Mobiflip, Caschy, Engadget und Mosworld.

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6 Kommentare auf "Das Jahr der Tablets"

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Also mich würde es schon interessieren, es kann zumindest all das was Apple mit seinem iPad auch kann, eventuell sogar etwas mehr, aber das weiss ich ja nicht, dafür müsst ichs testen können 😉 Ein Preis bis zu 400Euro wäre akzeptabel, da drüber dann auch schon wieder zuviel ist, jetzt wo der reihe nach alle bekannten Firmen ihre Ipads und Tablets bringen.Ich hoffe sie haben damit eine Marktchance, würd es mir wünschen.. eventuell etwas unter Preis bleiben, damit sich die nicht so gut betuchten es auch leisten können..ich glaub dann wirds was.Ach hätte ich nur so ein Teil.. ich wäre… Read more »
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Für mich wären die Killerfeatures eines Tablets :
– Pixel Qi Display und
– Handschriftenerkennung
Dieses Tablet wäre wohl mein Uni-Gerät.

@ ipad Killer
erstensmal warum ist jedes Tablet ein ipad Killer ?? (bzw. jedes Smartphone ein iPhone Killer)
Der Notion Ink Adam z.b. oder vorallem das microsoft Courier damals wurden als ipad Killer bezeichnet obwohl sie völlig an das Konzept herangehen. Oder ganz lustig war es als die „Qualitätsmedien“ das 1&1 Werbegeschenk Smartpad auf „ipad Killer Tauglichkeit“ prüften“

Aber ja bis jetzt gibt es für das iPad keine Konkurenz, und es sieht auch nicht so aus als ob es sich so schnell ändert

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Um mal auf die abschließende Frage zu antworten: Mit einem Tablet sollte man in recht ansehnlicher Geschwindigkeit im Internet surfen können, natürlich auch über UMTS [Standart-SIM-Karte], einen Market zur Verfügung haben, um es etwas an seine Wünsche anpassen zu können, es sollte nicht zu viel wiegen [also angenehm in der Hand liegen] und die Akkulaufzeit sollte bei intensiver Nutzung von Internet und all dem auch deutlich für einen tag langen. Sprich 9 Stunden sollten schon klar drin sein. Musik, Bilder usw. ist ja klar 😉 USB-Anschlüsse wohl auch. Und die Tastatur sollte nicht vernachlässigt werden! Weil ohne gehts ja schlecht,… Read more »
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@ notebooksbilliger:
Da ihr ja eh eine PC-Marke ‚entwerft‘, könnt ihr euch doch an ein Tablet auch gleich mal wagen oder? 😀
Haha 😉

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Ich finde das Android oder Apple da die obere Liga sind und würde mir auch nur Tablets mit Android BS oder von Apple kaufen wegen der Apps, denn bei den beiden giebt es nunmal die meißten, was man nun genau kauft ist geschmackssache und mir recht wurst 🙂

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Also was ich bereit wäre für sowas zu zahlen kann ich so nicht beantworten. Aber ich frage mich schon die Kisten haben HDMI um ne Verbindung zum TV herzustellen, die erste Frage die mir im Kopf rumgeht: Warum liefern die nicht ne Dockingstation und ne Fernbedienung damit man das auch vernünftig benutzen kann (Menues aufn TV)? am USB nen Stick ran zum TV schauen (oder gleich in die Dockingstation einbauen). Aufnehmen aufs Gerät ? Über WLAN Filme Streamen. Was denken die Hersteller nur was die Käufer mit nen Gerät machen das ausserhalb vom WLAN-Netz (das ist ja normal nur zuhause)… Read more »
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