De-Mail bei GMX und Web.de kostenlos

3cfc1b6c91De-Mail soll einen „sicheren, vertraulichen und nachweisbaren“ Geschäftsverkehr im Internet „für jedermann“ darstellen. Initiiert wurde De-Mail 2011 von der damaligen Bundesregierung durch ein Gesetz. Im Unterschied zur klassischen E-Mail erfüllt De-Mail damit die gesetzlichen Anforderungen an eine nachweisbare und rechtsverbindliche elektronische Kommunikation mit eindeutig identifizierten Teilnehmern. Privatpersonen, Firmen und Behörden können viele Dokumente, die sie bisher auf dem Postweg übermitteln mussten, jetzt auch elektronisch verschicken. In Zukunft soll man beispielsweise auch die Steuererklärung über De-Mail abgeben können.

Vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) zugelassene De-Mail-Anbieter betreiben für Kunden elektronische Postfächer, wie man es von E-Mail-Anbietern kennt. Im Gegensatz zur klassischen E-Mail kostet allerdings jede verschickte De-Mail theoretisch bis zu 49 Cent! Wegen der Kosten und Zweifeln an der Sicherheit wurde das Vorhaben bisher jedoch von Experten kritisiert und von Nutzern oft belächelt.

Mit GMX und Web.de lenken jetzt zwei De-Mail-Anbieter ein und schaffen die Kosten für private Nutzer ab. Damit können private De-Mail-Nutzer ab sofort eine unbegrenzte Anzahl an De-Mails an andere De-Mail-Nutzer schicken. Nur für Zusatzleistungen wie „Einschreiben“ (0,78 Euro bei Web.de) oder Einschreiben persönlich und vertraulich (1,12 Euro bei Web.de) muss der Privatnutzer in die Tasche greifen. Andere Anbieter wie die Deutsche Telekom dürften bald nachziehen.

Fazit: Damit wird De-Mail endlich mal attraktiver für private Nutzer und hat jetzt meiner Meinung nach viel bessere Chancen sich durchzusetzen! Wie seht ihr es? Werdet ihr euch jetzt dafür anmelden? Wenn nicht, was müsste das System können, damit ihr euch anmeldet?

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Über Cihan Boz

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6 Antworten auf De-Mail bei GMX und Web.de kostenlos

  1. avatar Timo Falk sagt:

    De-Mail ist nutzlos und bringt mir im Zweifel nur Nachteile. Alleine diese Zustellungsfiktion ist ein Grund ja keiner Behörde meine De-Mail zu geben. Und dann die Tatsache, das eine De-Mail wie eine unterschriebene Willenserklärung behandelt wird. Hallo?! Sorry, so ein Teil würde ich nicht mal für Geld nehmen (was mit dem 20 Euro Amazon-Gutschein ja momentan sogar möglich wäre).

  2. avatar DragonGamer sagt:

    Was meinst du mit Willenserklärung?
    Die Idee ist ja nur dass Mails ENDLICH im rechtlichen Sinne wie echte Briefe behandelt werden können und dürfen – und das bei geringeren Kosten (mit 49ct davor war in der Tat unsinnig).
    Es wäre toll wenn sich viele Behörden vom Papier endlich trennen würden.

  3. avatar Rockstarrr sagt:

    Ist die Frage ob überhaupt Kosten dafür entstehen sollten? Letztendlich werden die Mails doch genau so an den Empfänger geleitet wie „normale“ Mails. Und ob jetzt wichtige Mail mit Unterlagen im Anhang oder nicht… ankommen sollte sie meiner Meinung nach so oder so! Es geht doch im Grunde nur um eine Art Absicherung des Anbieters die man zahlt.

  4. avatar Marv sagt:

    Gibt es EINEN einzigen Praxisnutzen in der heutigen Zeit?

  5. avatar Cihan Boz sagt:

    @Marv Noch nicht, aber das liegt auch daran, dass es noch zu wenige Nutzen! Henne-Ei-Problem also! Könnte sich jetzt ändern, wenn sich mehr Leute anmelden, weil es kostenlos ist!

  6. avatar unze sagt:

    Als arbeitender Mensch mit normalen Arbeitszeiten ist es doch heutzutage unmöglich die „Öffnungszeiten“ einer Behörde wahrzunehmen. Da ist die De-Mail doch eine gute Alternative!

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