Dell XPS 13 9380 im Test: kompaktes und ausdauerndes Arbeitstier ohne USB-Typ-A
  • Display
  • CPU/Grafik
  • SSD/RAM
  • 13,3" FHD
  • Core i7 8565U/Intel UHD 620
  • 512 GB PCIe/16GB DDR3

Dell XPS 13 9380 im Test: kompaktes und ausdauerndes Arbeitstier ohne USB-Typ-A

Mit dem XPS 13 hat Dell ein kompaktes Multimedia-Notebook für den anspruchsvollen Geschäftsreisenden im Portfolio. Das aktuelle XPS 13 kommt mit Intel Core i7-8565U, 16 GB Ram und 512 GB SSD. Im 13-Zoll-Format ist es damit der perfekte Begleiter für unterwegs. Wir haben uns das Notebook genauer angeschaut und getestet, was es wirklich kann.

Das gefällt uns

  • schlichtes und schickes Design
  • sehr gute Verarbeitung
  • viel Leistung
  • kompakter Formfaktor
  • IPS-Display mit guter Farbtreue
  • Akku/SSD einfach austauschbar

Das gefällt uns nicht

  • nur USB-Typ-C-Anschlüsse
  • kein SD-Kartenleser

Dell hat zwar vor kurzem die Neuauflage des XPS 13 auf der Computex vorgestellt, noch ist aber genug Zeit, um das aktuelle Modell einem ausführlichen Test zu unterziehen. Dell bietet mit der XPS-Serie High-End-Notebooks an. Das wird nicht zuletzt am Preis von derzeit 1.650 Euro* deutlich, den Dell für das kompakte 13-Zoll-Notebook aufruft.

Das Dell XPS 13 gibt es bei uns im Shop in unterschiedlichen Ausstattungsvariationen und Farben. Neben FHD-Display ist das Notebook auch mit UHD-Display, Core i5, 8 GB RAM bis zu 2-GB-SSD usw. erhältlich. Über dedizierte Grafikkarten verfügen die kleinen 13-Zöller nicht. Die Preise gehen aktuell bei 1.281 Euro* für Core i5-8200Y, 8 GB RAM und 256 GB SSD los und hören bei rund 2.617 Euro* für Core i7-8565U, 16 GB RAM und 2 TB SSD auf. Das getestete Modell befindet sich mit 1.650 Euro also hinsichtlich der Austattung im unteren Mittelfeld.

Dell XPS 13 (2019)

Das XPS 13 ist ultrakompakt und trotzdem leistungsstark

Die genauen Komponenten des getesteten Modells findet ihr in der technischen Tabelle.

Nach oben

Technische Details

Produkteigenschaften des Dell XPS 13 9380

Display 33,8 cm (13,3″), mattes IPS-Display
16:9-Format
Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD)
Prozessor Intel® Core™ i7-8565U
4x 1,80 GHz, Turbo 4,60 GHz; 8 MB Cache
Grafik Intel UHD 620
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR3 PC3 17000U (2133 MHz)
Festplatte 512 GB M.2 SSD NVMe
Netzwerk 802.11ac-WLAN
Bluetooth 4.1
Anschlüsse 1x USB 3.1 Gen1 Type C (DisplayPort)
2x USB 3.1 Gen2 Type C (Thunderbolt 3)
1x MicroSD-Kartenleser
1x 3,5mm Combo
1x Vorrichtung für Kensington Schloss
Akku 52Wh, 45W-Netzteil
Eingabegeräte Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
Präzisions-Touchpad
Sound Stereo-Lautsprecher (2 x 1 Watt)
Kamera Webcam 720p
Sicherheit Anschluss für Kensington Lock
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 30,2 x 19,9 x 1,16 cm (B x T x H)
Gewicht ca. 1,23 kg (inkl. Akku)
Dell XPS 13 bei uns im Shop

Nach oben

Keine Besonderheiten beim Lieferumfang

Das Dell XPS 13 wird in einem kleinen Karton geliefert, was angesichts der Größe des Notebooks keine Überraschung ist. Das Gerät ist gut verpackt. Im Karton befinden sich das 45W-Netzteil mit USB-Typ-C-Anschluss und das Stromkabel. Die Kabel sind in Plastikhüllen verpackt. Auf den üblichen Papierkram verzichtet Dell beim XPS 13 nicht. Da das Notebook ausschließlich über USB-Typ-C-Anschüsse verfügt, packt Dell noch einen Dongle USB-Typ-C auf Typ-A mit ins Gepäck. Das ist zwar schön, aber beim Huawei Matebook 13 ist sogar ein richtiger Dongle mit USB-Typ-A, Typ-C, HDMI und VGA-Anschluss dabei.

Nach oben

Schick, schlicht, robust und sehr gut verarbeitet

Das XPS 13 macht auf den ersten, aber auch auf den zweiten Blick einen sehr guten Eindruck. Ober- und Unterseite sind silber und bestehen aus robustem Aluminium. Auf der Oberseite hat Dell das spiegelnde Unternehmenslogo platziert. Auf der Unterseite befindet sich der XPS-Schriftzug. Der schwarze Rahmen um das Display herum besteht aus Kunststoff. Über die Innenseite hat Dell eine Soft-Touch-Oberfläche mit einer leichten Carbon-Textur gelegt.

Die Display-Rahmen sind sehr schmal. Dies trifft sogar zu, obwohl Dell die Kamera oberhalb des Displays verbaut hat. Auf der Blende unter dem Display befindet sich ein spiegelndes kleines Dell-Logo. Das Tastatur-Layout entspricht dem Standard, einen Num-Block gibt es bei einem 13-Zoll-Gerät freilich nicht.

Die Tasten haben die klassische Notebook-Höhe und 1,3mm Tastenhub. Mit ihnen lässt es sich ganz gut Tippen und ihr solltet auch bei längeren Texten keine Probleme haben, wenn ihr eine Weile mit dem Notebook gearbeitet und euch an die Tastatur gewöhnt habt. Das Tastatur hat eine weiße Hintergrundbeleuchtung. Im Power-Button befindet sich der Fingerprint-Reader.

Unter dem Strich gibt es beim Dell XPS 13 keinen Grund zu nörgeln. Die Verarbeitung ist auf einem sehr hohen Level: Nichts knarzt, wackelt oder hat Spiel. Das Gehäuse wirkt sehr robust und die Soft-Touch-Oberfläche schmeichelt den Handballen. Optisch ist das XPS 13 zurückhaltend und auf Business und Effizienz getrimmt. Zudem wiegt es nur 1,23 kg bei einer Bauhöhe von lediglich knapp 1,2 cm. Damit ist es nicht nur kaum höher als ein handelsüblicher Edding, im direkten Vergleich ist das XPS 13 beim Umfang auch nur leicht größer als eine A4-Seite. Damit eignet es sich hervorragend für Nutzer, die viel mit ihrem Notebook unterwegs sind.

Nach oben

Viele aktuelle Anschlüsse ohne USB-A-Ports und SD-Kartenleser

Das XPS 13 zeigt, dass es im Jahr 2019 keine USB-Typ-A-Anschlüsse mehr braucht und verzichtet komplett auf diese. Dadurch kann die besonders schmale Bauweise realisiert werden. Auf der linken Seite stehen euch zwei mal USB 3.1 Gen2 Type C (Thunderbolt 3) zur Verfügung. An die Thunderbolt-3-Anschlüsse könnt ihr zwei 4K-Displays mit 60 Hz oder ein 4K-Display mit 120 Hz Bildwiederholrate anschließen. Außerdem befindet sich hier die Vorrichtung für ein Kensington Schloss. Ihr könnt euch mittels fünf LEDs und der dazugehörigen Taste den aktuellen Batteriestand anzeigen lassen.

Auf der rechten Seite gibt es einen USB-3.1-Gen1-Type-C-Anschluss, der DisplayPort unterstützt. Einen MicroSD-Kartenleser und den 3,5mm Combo positioniert Dell ebenfalls auf der rechten Seite. Einen separaten Stromanschluss gibt es nicht. Hier müsst ihr auf einen der Typ-C-Anschlüsse zurückgreifen, da das Netzteil ebenfalls via Typ-C angeschlossen wird.

Falls ihr einen USB-A-Anschluss benötigt, könnt ihr dank beiliegendem Adapter einen Typ-C- zu einem Typ-A-Port umfunktionieren. Docking-Stations von i-tec (Test) können hier ebenfalls Abhilfe schaffen. Wenn man bedenkt, wie viele Beamer in Meeting-Räumen heutzutage noch mit einem VGA-Anschluss glänzen, dürften Dongles oder Docking Stations ein empfehlenswerter Begleiter des XPS 13 sein.

Dell XPS 13 bei uns im Shop

Nach oben

Gutes Display mit überdurchschnittlicher Farbabdeckung

Das Dell XPS 13 hat – wie der Name schon unschwer andeutet – ein 13,3-Zoll-Display. Das Display im 16:9-Format setzt auf ein IPS-Panel und löst maximal mit FHD auf. Es kommt damit auf eine Punktdichte von knapp 166 PPI und hat eine Bildwiederholrate von 60 Hz. Die Helligkeit des Displays liegt nach der Kalibrierung bei 250 bis 300 cd/m². Der dunkelste Bereich ist unten rechts mit ungefähr 257 cd/m², in der Display-Mitte liegt die Helligkeit bei 287 cd/m². Die hellste Stelle befindet sich oben links mit knapp 300 cd/m². Ohne Kalibrierung hat das XPS 13 einen leichten Blaustich, ist aber im Durchschnitt auch durch die Bank 50 cd/m² heller.

Mit Backlight-Bleeding gibt es bei dem Display keine Probleme. Auf der rechten Seite existiert ein kleiner Lichthof, dieser ist bei normaler Raumbeleuchtung aber nicht zu sehen. Da das Display entspiegelt ist, müsst ihr auf Lichtquellen in geschlossenen Räumen oder auch an der frischen Luft nicht allzu viel Rücksicht nehmen. Eine Touch-Eingabe ist beim Dell XPS 13 allerdings nicht möglich. Die Blickwinkel sind IPS-typisch ebenfalls stabil.

Das Display deckt die gängigen Farbräume zu einem guten Prozentsatz ab. Wir haben jeweils 99% sRGB, 70% NTSC und 76% AdobeRGB gemessen. Das sind im Notebook-Sektor gute Werte. Ähnliche Werte erreichen zum Beispiel das Matebook 13 von Huawei oder das HP Spectre x360 13. Für den vorgesehen Einsatz überzeugt das Display auf ganzer Linie.

Nach oben

Windows 10 und etwas Bloatware

Das XPS 13 wird mit Windows 10 Home 64 Bit ausgeliefert. Neben Windows landet aber auch etwas Bloatware mit auf der Platte. Neben zwei Candy-Crush-Vertretern gibt es diverse Dell-Software, McAfee Scareware inklusive gelegentlich auftretender Pop-Ups und einen grafischen Open Source Client für Windows namens WinSCP. Das war es aber zum Glück auch schon.

Dell XPS 13 (2019)

Von der 512-GB-SSD mit echten 476 GB Speicherplatz stehen euch am Ende noch 427 GB zur freien Verfügung. Mit Windows und Programmen solltet ihr daher keine Schwierigkeiten haben. Wer viele Daten auf seinem Notebook lagern möchte oder muss, sollte langfristig besser mit externen Lösungen arbeiten.

Dell XPS 13 (2019)

Nach oben

Viel Leistung für ein Office-Notebook

Das XPS 13 setzt den Fokus nicht auf Gaming. Mit dem Intel i7-8565U und 16 GB DDR4 RAM habt ihr aber trotzdem stets genügend Leistung für alle Alltagsaufgaben zur Verfügung. Die Hardware sollte sich sogar für kleine Gaming-Sessions eignen. Hier ist der limitierende Faktor allerdings die interne Grafikeinheit Intel UHD 620. Diese eignet sich noch für ältere Titel oder sehr niedrige Detail-Einstellungen. Klassiker wie Diablo 3, GTA 5 oder World of Warcraft sollten damit mit niedrigen Details laufen.

Wir haben das XPS 13 natürlich durch alle gängigen Benchmarks gejagt, die bei einem Notebook mit der vorliegenden Ausstattung Sinn ergeben. Die Ergebnisse könnt ihr wie immer den Tabellen entnehmen. Im Vergleich mit den kompakten Office- oder Multimedia-Notebooks mit integrierter Grafik aus unserer Datenbank steht das XPS 13 gut da.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

 

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die Akkulaufzeit spielt bei schlanken Geräten, die für den mobilen Einsatz prädestiniert sind, natürlich ebenfalls eine wichtige Rolle. Nach einer Stunde hat das XPS 13 ungefähr 11% Akku verloren, also solltet ihr locker auf 9 Stunden kommen. In anderen Tests wird das XPS 13 mit vergleichbarer Ausstattung ebenfalls für seine sehr hohe Ausdauer gelobt. Teilweise soll das Notebook mehr als 15 Stunden durchhalten. Das ist aber wie immer auch vom gewählten Energiemodus in Windows und dem Arbeitsgebiet abhängig.

Die Lautsprecher bieten angesichts der Notebookgröße übrigens auch einen ordentlichen Sound.

Dell XPS 13 (2019)

Die Lautsprecher sind für das kompakte Notebook durchaus gut

Dell XPS 13 bei uns im Shop

Nach oben

Leises und effizientes Ultrabook

Da es sich beim XPS 13 nicht um ein Gaming-Notebook handelt, muss das Kühlsystem keine extreme Leistung auf engstem Raum in Schach halten. Eine dedizierte Grafikkarte ist als potentielle Hitzequelle nicht vorhanden. Bei Office-Notebooks gibt es in diesem Kapitel daher auch eher selten Probleme. Das gilt auch für das Dell XPS 13. Im Idle bewegt sich die Temperatur der CPU bei 43°C im Durchschnitt. Im Systemstabilitätstest von AIDA64 halten die beiden Radiallüfter die CPU bei durchschnittlich 73°C. Hier müsst ihr euch also keine Sorgen machen.

Das Notebook bleibt nicht nur kühl, sondern auch sehr leise. Trotz Stresstest ist das Kühlsystem kaum wahrnehmbar. Die Handballenauflage wurde im Stresstest ebenfalls kaum wärmer als ohne Belastung. Die Soft-Touch-Oberfläche fungiert hier neben dem angenehmeren Touch-Gefühl als leichte Isolierung. Etwas wärmer, aber nicht unangenehm warm, wird das Notebook lediglich an der Unterseite.

Nach oben

Aufrüsten nur begrenzt machbar

Ultrabooks sind nicht unbedingt dafür bekannt, dass sie sich gut zum Aufrüsten eignen. Das XPS 13 bekommt ihr aber zumindest einfach auf, indem ihr die acht Schrauben auf der Unterseite löst. Am einfachsten lässt sich die Verkleidung abnehmen, indem ihr eine Chipkarte vorne rechts als Hebel einsetzt. Da die Spaltmaße so schmal und akkurat sind und die Verkleidung auch fest sitzt, ist ein Fingernagel keine empfehlenswerte Alternative dafür.

Wenn ihr die Verkleidung abgenommen habt, zeigt sich euch der große 52-Wh-Akku, der fast die Hälfte der Oberfläche einnimmt. Die M.2-NVMe-SSD befindet sich unter einem Kühlkörper aus Metall, der sich nach dem Lösen einer Schraube abnehmen lässt. Die SSD lässt sich demnach einfach aufrüsten und durch eine größere ersetzen. Das gleiche gilt für den Akku, der sich problemlos austauschen lassen sollte. Der Arbeitsspeicher lässt sich nicht so einfach lokalisieren und ist daher wohl auch nicht wechselbar.

Nach oben

Fazit zum Dell XPS 13

Wer auf der Suche nach einem schnellen, robusten und leichten Office- und auch Multimedia-Notebook ist, findet mit dem Dell XPS 13 das fast perfekte Arbeitsgerät.

Neben der sehr hochwertigen Verarbeitung glänzt das Notebooks mit kompakten Ausmaßen, lediglich 1,23 kg Gewicht und einem hellen Display mit guter Farbtreue. Darüber hinaus überzeugt die Ausführung mit FHD-Display mit einer sehr ausdauernden Akkulaufzeit. Selbst unter Last bleibt das XPS 13 kaum wahrnehmbar leise und ist wartungsfreundlich dank einfacher Zugänglichkeit zur Hardware. SSD und Akku lassen sich problemlos und schnell austauschen.

Dell XPS 13 (2019)

Einziger Schwachpunkt des XPS 13 ist die Abwesenheit von USB-Typ-A

Optisch gibt das XPS 13 ebenfalls keinen Anlass zur Kritik. Die gewählten Materialien und Farben harmonieren gut miteinander, die Soft-Touch-Oberfläche in Kombination mit dem Aluminium bescheren dem Notebook zudem eine sehr hochwertige Haptik. Obwohl die Webcam über dem Display sitzt, sind die Display-Rahmen sehr schmal.

Dell XPS 13 (2019)

Schlank, stark, leise und hochwertig: Das Dell XPS 13 (2019)

Der einzige Wermutstropfen ist wie bei den meisten Ultrabooks bei den Anschlüssen zu finden. USB-Typ-A-Anschlüsse besitzt das XPS 13 nicht, daher sind Docking-Stations im Gepäck heutzutage wohl noch Pflicht. Der USB-C- auf -A-Dongle, der zum Lieferumfang gehört, dürfte nur in den seltensten Fällen ausreichen. Einen SD-Kartenleser besitzt das XPS 13 ebenfalls nicht. Der verbaute microSD-Kartenleser muss als Alternative ausreichen.

Dell XPS 13 bei uns im Shop

*Stand: 25.06.2019

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

Das könnte dich auch interessieren

Hinterlasse einen Kommentar

  Abonnieren  
Benachrichtige mich bei