Der richtige PC für…. Teil 1: Gaming!

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Der PC wurde schon oftmals für tot erklärt, mindestens einmal im Jahr rollt die „sinkende Absätze, PCs sind tot!“ Lawine durch die Medienlandschaft und man fragt sich eigentlich nur noch: „Schon wieder?“ Denn PCs sind mitnichten tot, sondern mittlerweile einfach eine etablierte, langlebige Technik die seltener ersetzt werden muss. Aber darum soll es uns nicht gehen, denn eigentlich wollen wir euch zeigen, wonach Ihr einen PC aussuchen solltet und was Ihr davon erwarten könnt. Den Anfang macht der Gaming-PC, in späteren Artikeln widmen wir uns aber noch den anderen Einsatzzwecken wie reinen Office PC oder Multimedia-Systemen.

Der PC-Markt ist nach wie vor riesig und die Hersteller locken mit sehr vielen Konfigurationen, die natürlich alle die Eier legende Wollmilchsau versprechen. Beim Gaming kommt es aber auf mehr an, als dass irgendeine Grafikkarte mit Nvidia Schriftzug verbaut wird. Das Gesamtsystem muss stimmen, ansonsten hat man schnell das Nachsehen, trotz aktuellem PC.

Budget-Klasse bis 350€

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Die AMD Kaveri Plattform ist zwar nicht mehr die jüngste, eignet sich aber dennoch optimal für alle, die nicht auf die AAA Titel abzielen oder denen schlicht ein geringes Budget zur Verfügung steht.

Schon für recht kleines Geld bekommt man mittlerweile brauchbare PCs – auch für gelegentliche Spiele mit mittleren Ansprüchen. Systeme basierend auf dem AMD A8-7600 samt integrierter Radeon R7 Grafik sind bereits für unter 350€ erhältlich und eignen sich bereits für sehr viele Casual-Titel, die keine riesigen Ansprüche haben. Sämtliche Blizzard-Spiele laufen beispielsweise in Full HD Auflösung bei reduzierten Details flüssig. Auch beliebte Titel wie Minecraft samt Mod- und Texturepacks, League of Legends oder DOTA 2 sind kein Problem für solche Systeme. Bei auf 720p (1366×768 Pixel) reduzierter Auflösung und reduzierten Details sind selbst Titel wie Battlefield 4, Crysis 3 oder Bioshock Infinite problemlos spielbar.

Unter den Fertigsystemen gibt es hier im Moment leider nicht viel Auswahl. Die KAveri-Plattform ist derzeit am Auslaufen und AMD hat seine neue ZEN-Architektur in den Startlöchern, auf deren Einstiegsmodelle wir aber noch etwas warten müssen. Im Einstiegssegment gibt es daher im Moment nur den HP Pavilion 510 auf Basis eines AMD A8-9600 samt R7 Grafik.

All jene, die selbst Hand anlegen können, können gegenüber dem vorgeschlagenen HP-System noch ein paar Euro sparen – bei etwas besserer Ausstattung.

Hier die Komponenten in der Kurzübersicht:

Gehäuse: Sharkoon VS4-S
Mainboard: ASRock FM2A88M
Prozessor: AMD A8-7600
RAM: G.Skill Ripjaws F3
HDD: SanDisk SSD Plus 240GB
Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER B8
Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 

Die Komponenten sind alle nicht die jüngsten oder leistungsfähigsten, doch alle haben gemeinsam, dass sie sehr hochwertig sind und von renommierten Herstellern stammen. be quiet! ist berühmt für seine Langlebigkeit und Stabilität, G-Skill ist eines der Urgesteine der RAM-Hersteller, LiteON Laufwerke stecken in nahezu jedem PC oder Notebook und SanDisk hat sich mit der SSD Plus Serie einen guten Namen gemacht mit bezahlbaren, schnellen Einsteiger-SSDs. Das Gehäuse verfügt zudem über Staubfilter und hat bereits einen 120mm Lüfter an der Front vormontiert für ausreichend Frischluft. Weitere Lüfter-Slots sind vorhanden, es kann also nachgerüstet werden. Das System bietet auch eine gute Basis, um später noch eine Mittelklasse-Grafikkarte nachzurüsten für mehr Grafikleistung.

In Summe kommt diese Zusammenstellung auf derzeit rund 350 Euro – also noch etwas günstiger als das fertig montierte Modell. Dafür muss man eben selbst Hand anlegen, oder euch jemanden suchen, der den Zusammenbau übernimmt.

Ein Betriebssystem ist allerdings in der Preisklasse nicht drin – das sollte also am besten schon vorhanden sein.

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Mittelklasse bis 600 Euro

In der Mittelklasse wird es schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen, wenn man keinen Überblick über die derzeitige Marktentwicklung hat. Viele Hersteller bieten Komplettsysteme an, in denen eine Geforce GT705 oder ähnliches schlummert – für Spiele ist die Karte aber gänzlich ungeeignet und für alles andere hätte es auch die integrierte Grafiklösung getan. Auch Karten wie die Geforce GT730, GT620, GT720 oder Radeon R4 und R5 sind häufig anzutreffen und versprechen Spieletauglichkeit, doch die Realität sieht anders aus. Die Leistung liegt nur unwesentlich höher als bei AMDs APU-Systemen mit integrierter Radeon R7 Grafik – oder gar darunter. Die Enttäuschung über die Leistung des Systems ist also vorprogrammiert.

In den letzten Monaten hat sich hier zum Glück einiges getan, sodass nun viele Hersteller auf AMDs günstige, aber gute RX 460 und RX470 umgestiegen sind. Beide Karten eignen sich schon für aktuelle Titel in FullHD, wenn auch hier und da mit kleinen Abstrichen bei der Detailstufe. Nvidia hat natürlich ebenfalls nachgezogen und mit der GTX 1050 findet sich auch eine günstige Einsteiger-Karte von nVidia mit im Rennen.

 

Hier eine kleine Auswahl an Systemen:

Ohne Betriebssystem:

NBB Arbeiter NBB00990
NBB Arbeiter NBB01017

Mit Windows 10:

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Der nachteil an den Systemen liegt allerdings auf der Hand: Dem System zu Grunde liegt ein alter, recht schwacher Prozessor. Entweder ein AMD FX-4300 oder AMD X4 880K – beide CPUs sind eher weniger zu empfehlen.

Wer basteln kann oder möchte ist daher auch hier wieder besser dran. Die Vorteile des Eigenbau-Systems sind wieder mehr Leistung bei gleichem Preis, auch wenn der Unterschied nicht ganz so groß ist wie zuvor in der Einstiegsklasse.

Gehäuse: Sharkoon VS4-S
Mainboard: ASRock B250 Pro4
Prozessor: Intel Pentium G4560
Grafikkarte: Radeon RX 480 4G
Grafikkarte alternativ: Nvidia GTX 1060 3GB
RAM: Crucial Ballistix Sport 8GB
HDD: SanDisk SSD Plus 240GB
Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER B8
Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 

Gehäuse, SSD und Netzteil bleiben unverändert zum ersten System, ansonsten ändert sich fast alles. Der Intel Pentium G4560 hat sich als Preis-Leistungs-Sieger herausgestellt, wenn es darum geht, ein möglichst günstiges Gaming-System zusammen zu stellen. Die Leistung ist annähernd vergleichbar mit einem aktuellen Core i3-Prozessor. Dank der neuen Mittelklasse-Karten von AMD und Nvidia bekommen wir in der Preislage auch eine ziemlich potente Grafiklösung hin.

Ein Betriebssystem ist allerdings erneut nicht enthalten. Benötigt man ein System für 600€ inklusive Windows Betriebssystem ist das mit ein paar Anpassungen auch möglich. Prozessor und Grafikkarte sind dann jeweils etwas schwächer, reichen für Gaming in Full HD bei den meisten Titeln aber aus.

Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1050 Ti Aero
Betriebssystem: Windows 10 Home 64Bit 

Die restlichen Komponenten bleiben unverändert. Vorteil an der aktuellen Kaby-Lake Basis: Das System kann durch die moderne Architektur problemlos aufgerüstet werden, sobald wieder etwas Budget dafür verfügbar ist.

Oberklasse bis 1000€

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In dieser Preisklasse ist die Auswahl schon weit größer, die Systeme sind in der Regel alle sehr gut für Gaming in 1080p geeignet, viele auch schon für 2160p. Als Basis dient oft ein Intel Core i5-6400 der Skylake-Architektur, hier gibt es soweit nichts zu bemängeln. Bei der Grafikkarte muss man erneut aufpassen, da sich hier auch wieder viel altes und schwaches tummelt. Empfehlenswert in der Preisklasse sind die GeForce GTX 1060 oder Radeon RX 480. Mehr Grafikleistung gibt es aktuell nicht unter den Fertigsystemen – dafür gibt es diese auch häufig schon gepaart mit einem Intel Core i7. Beim Arbeitsspeicher setzen die meisten Hersteller auf 8 bis 16GB, eine SSD ist auch schon hier und da anzutreffen – empfehlen würde ich sie definitiv. Wer aktuell überlegt einen PC in dieser Preisklasse zu kaufen sollte womöglich noch etwas warten, bis die neuen Karten in den Systemen verbaut werden.

Hier natürlich aber ein paar Empfehlungen an aktuellen Systemen:

Ohne Betriebssystem:

HP Pavilion 560
NBB Raubtier NBB01027

Inkl. Windows:

MSI Nightblade MIB VR7RC
Hyrican Cyber PCK05442
HP ENVY Desktop 750

Für Selbstbauer bieten sich in dieser Preisklasse unzählige Möglichkeiten. Einen PC um alle aktuellen AAA Titel in Full HD und 2160p spielen zu können bekommt man hier schon für rund 770 Euro ohne Windows Betriebssystem, 850 Euro inklusive Windows. Als Grundlage dient der aktuelle Intel Core i5-7500, gepaart mit einer AMD Radeon RX480 oder GeForce GTX 1060. Auch die restlichen Komponenten sollten angepasst werden, denn mehr Leistung verlangt auch nach mehr Frischluft zur Kühlung.

Gehäuse: Zalman R1
Mainboard: ASRock Z270 Pro4
Prozessor: Intel Core i5-7500
Grafikkarte: AMD Radeon RX480 oder Nvidia GTX 1060 
RAM: Crucial Ballistix Sport 8GB
HDD: SanDisk SSD Plus 240GB
Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER B8 450W
Laufwerk: LiteOn iHAS124-14

Hier ist dann natürlich noch Luft nach oben. So könnte z.B. der Prozessor gegen einen Intel Core i5-7600k getauscht werden, sofern man vorhat auch etwas zu übertakten. Ein Grafik-Upgrade wird da schon schwieriger: Der nächste Schritt wäre eine GeForce GTX 1070, die deutlich mehr Leistung bietet aber den Gesamtpreis auch direkt über die 1000 Euro Marke katapultiert.

Der Vorteil der eigenen Zusammenstellung gegenüber den fertigen Systemen ist auch in dieser Preisklasse nicht mehr so drastisch, wie bei den günstigsten Geräten, doch er ist auch weiterhin gegeben – nicht zuletzt weil man sehr flexibel ist und die eigenen Vorlieben z.B. für bestimmte Hersteller mit einfließen lassen kann. Auch das Gehäuse und damit das Design können selbst bestimmt werden.

High-End über 1000€

Grundsätzlich ist hier erstmal alles möglich, aber man muss es ja nicht übertreiben. Generell kann man sagen, dass sich in dieser Preisklasse primär die Übertakter, High-End-Freaks und 4K-Fans anfinden. In den Komplettsystemen um die 1000 Euro tummeln sich allerdings noch einige Systeme, die mit GTX960 oder Radeon R9 380 Grafik aufwarten – keine besondere Steigerung gegenüber den günstigeren Systemen. Zwar besteht die Basis dann meist aus einem Core i7, doch wenn die Grafikkarte limitiert hat man von dieser Leistungssteigerung nicht viel.

Besser ist es daher auf jeden Fall auf die Grafikkarte zu achten. Eine GTX 1070 liefert weit mehr Leistung als eine GTX960 und ist im gleichen Preisbereich bereits erhältlich. Dafür basieren diese Systeme zumeist auf AMDs FX8350 CPU, angesichts der neuen Ryzen Serie eher nicht zu empfehlen. Zukunftssicher ist so ein System nämlich definitiv nicht.

Jetzt gilt es, ein passendes System zu finden. Das erste große Upgrade gegenüber der sub 1000 Euro Klasse bietet der HP OMEN 870.

Einen NBB Alleskönner mit Intel Core i7 samt GTX 1070 gibt es dann schon für ein paar Euro mehr, allerdings ohne Windows.

Wer selbst bauen will hat es einfacher. Die zuletzt genannte Konfiguration kann einfach geringfügig geändert werden: Mit einem Core i5-7500 hat man etwas mehr Single-Core-Performance und die GeForce GTX 1070 anstelle einer AMD Radeon RX480 sorgt für ein ordentliches Leistungsplus zur Grafikberechnung. Damit läuft absolut jeder Titel in 2160p flüssig. Kostenpunkt? Rund 1000 Euro ohne, 80€ mehr inklusive Windows 10.

„Feinschliff“ ist natürlich dennoch möglich: Beim Netzteil kann man auf ein effizienteres 80+ Gold oder Platinum upgraden, das Gehäuse kann gegen ein geräumigeres getauscht werden, das eine bessere Kabelführung und Kühlung ermöglicht und der Boxed-Kühler der Intel CPU wird gegen einen Leistungsfähigeren CPU-Kühler ersetzt, um die Geräuschkulisse möglichst gering zu halten. Dann noch ein Upgrade auf 16GB RAM dazu und statt der SATA3 SSD auf eine PCIe Samsung 950Pro gewechselt. Dadurch steigt der Preis natürlich schnell in die Höhe, auch wenn die einzelnen Komponenten teils nur geringfügig teurer sind.

Abschließend einmal meine Zusammenstellung für einen guten Oberklasse Gaming PC, der auch kommende Titel problemlos schaffen wird, ohne dabei nur auf Extreme zu setzen:

Gehäuse: Fractal Design Define XL R2
Mainboard: ASRock Z270 Pro4
Prozessor: Intel Core i5-7500
Grafikkarte: EVGA GeForce GTX 1070 FTW
RAM: Crucial Ballistix Sport 2x8GB Kits
HDD: Samsung 960 EVO
Netzteil: be quiet! STRAIGHT POWER 10
CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3 

Optional:
Laufwerk: LiteOn iHAS124-14
Betriebssystem: Windows 10 Home

Das System liegt alles in allem bei rund 1500 Euro inclusive Windows 10.

Wer aufs Äußerste hinaus will, kann natürlich noch rund 700 Euro mehr investieren und auf einen Core i7-7700k samt GeForce GTX 1080Ti setzen. Ob diese Investition lohnt, muss jeder für sich entscheiden.

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1 Kommentar auf "Der richtige PC für…. Teil 1: Gaming!"

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Wer viel Leistung haben will, muss schon einiges an Budget investieren. Aber man hat auch für die nächste 5 Jahre dann Ruhe. Man muss auch überlegen für welche arbeiten am Computer durchgeführt werden, wenn Office Anwendungen und Internet verwendet werden, dann reicht alle mal ein PC bis 350 €. Wenn es um Gaming geht, dann muss schon ordentlich mehr hingelegt werden, allein die Grafikkarte macht ein Drittel vom Preis aus. Erst überlegen und dann kaufen.

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