Ratgeber: So stellt ihr den richtigen Gaming-PC für euch zusammen

      Ratgeber: So stellt ihr den richtigen Gaming-PC für euch zusammen

      Der PC wurde schon oftmals für tot erklärt, mindestens einmal im Jahr rollt die „sinkende Absätze, PCs sind tot!“ Lawine durch die Medienlandschaft und man fragt sich eigentlich nur noch: „Schon wieder?“ Denn PCs sind mitnichten tot, sondern mittlerweile einfach eine etablierte, langlebige Technik, die seltener ersetzt werden muss. Aber darum soll es uns nicht gehen, denn eigentlich wollen wir euch zeigen, wonach ihr einen PC aussuchen solltet und was ihr davon erwarten könnt. Den Anfang macht der Gaming-PC, in späteren Artikeln widmen wir uns aber noch den anderen Einsatzzwecken wie reinen Office-PCs oder Multimedia-Systemen.

      Dieser Artikel wurde zuletzt am 24.10.2018 aktualisiert.

      Der PC-Markt ist nach wie vor riesig und die Hersteller locken mit sehr vielen Konfigurationen, die natürlich alle die Eier legende Wollmilchsau versprechen. Beim Gaming kommt es aber auf mehr an, als dass irgendeine Grafikkarte mit Nvidia Schriftzug verbaut wird. Das Gesamtsystem muss stimmen, ansonsten hat man schnell das Nachsehen – trotz aktuellem PC.

      Budget-Klasse bis 400€

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      Die AMD Kaveri Plattform ist zwar nicht mehr die jüngste, eignet sich aber dennoch optimal für alle, die nicht auf die AAA-Titel abzielen oder denen schlicht ein geringes Budget zur Verfügung steht.

      Schon für recht kleines Geld bekommt man mittlerweile brauchbare PCs – auch für gelegentliche Spiele mit mittleren Ansprüchen. Systeme basierend auf dem AMD A10-9700 samt integrierter Radeon R7 Grafik sind bereits für 350€ bis 400€ erhältlich und eignen sich bereits für sehr viele Casual-Titel, die keine riesigen Ansprüche haben. Sämtliche Blizzard-Spiele laufen beispielsweise in Full HD Auflösung bei reduzierten Details flüssig. Auch beliebte Titel wie Minecraft samt Mod- und Texturepacks, League of Legends oder DOTA 2 sind kein Problem für solche Systeme. Bei auf 720p (1366×768 Pixel) reduzierter Auflösung und reduzierten Details sind selbst Titel wie Battlefield 4, Crysis 3 oder Bioshock Infinite problemlos spielbar.

      Unter den Fertigsystemen gibt es hier Stand September 2018 bis 400€ einiges an Auswahl. Empfehlenswert ist beispielsweise das Lenovo Ideacentre 510-15ABR. Wer auf eine SSD verzichten möchte, kann noch weniger als die jeweils aufgerufenen 379 Euro* ausgeben. Ratsam ist das meiner Meinung nach aber nicht. Da die Kaveri-Plattform aber ausläuft, solltet ihr wenn möglich auf Fertig-PCs mit AMDs neuer Raven Ridge APU setzen. Diese basiert auf der ZEN-Architektur und besitzt eine integrierte Vega-Grafikeinheit. Diese ist deutlich schneller und kostet nur geringfügig mehr. Den HP Pavilion Desktop 590-p0501ng gibt es zum Beispiel schon mit AMD Ryzen 3 2200G. Die integrierte Vega 8-Grafik des Ryzen 3 2200G ist ca. 70% schneller als die Radeon R7 aus dem AMD A10-9700. Dazu addiert sich noch die schnellere Prozessorleistung.

      All jene, die selbst Hand anlegen können, können gegenüber den vorgeschlagenen Systemen noch ein paar Euro sparen – bei etwas besserer Ausstattung.

      Hier die Komponenten in der Übersicht:

      Gehäuse: Sharkoon VS4-S (~30 Euro)*
      Mainboard: Gigabyte GA-A320M-S2H (~51 Euro)* (auf „AMD Ryzen Desktop 2000 Ready“-Sticker achten)
      Prozessor: AMD Ryzen 3 2200G (~100 Euro)*
      RAM: Corsair Vengeance LPX 8GB (~70 Euro)*
      SSD: WD Green 240 GB (~44 Euro)*
      Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER B9 (~33 Euro)*

      Optional:
      Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 (~12 Euro)*
      Betriebssystem: Windows 10 Home (~100 Euro)*

      Die Komponenten sind alle aktuell und bieten ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis. Außerdem stammen sie von renommierten Herstellern und gewährleisten daher auch auf längere Zeit gesehen mehr Sicherheit als Noname-Komponenten, die teilweise in Fertig-PCs verbaut werden. be quiet! ist berühmt für seine Zuverlässigkeit und Stabilität, Corsair ist eines der Urgesteine der RAM-Hersteller, WD steht für langlebige HDDs und SSDs und bietet 3 Jahre Garantie.

      Das Gehäuse verfügt zudem über Staubfilter und hat bereits einen 120mm Lüfter an der Front vormontiert, der für ausreichend Frischluft sorgt. Weitere Lüfter-Slots sind vorhanden und Lüfter können somit nachgerüstet werden. Das System bietet zudem eine gute Basis, um für mehr Grafikleistung später noch eine Mittelklasse-Grafikkarte nachzurüsten. Auf das optische Laufwerk könnt ihr meiner Meinung nach heutzutage auch gut verzichten.

      In Summe kommt diese Zusammenstellung auf derzeit rund 330 Euro – also etwas weniger Geld als für die fertig montierten Modelle. Dafür müsst ihr eben selbst Hand anlegen oder euch jemanden suchen, der den Zusammenbau übernimmt.

      Ein Betriebssystem ist – wie bei den Komplettsystemen – allerdings in der Preisklasse nicht drin – das sollte also am besten schon vorhanden sein.

      Zotac RTX 2080 Test

      Mittelklasse bis 650 Euro

      In der Mittelklasse wird es schwierig, die Spreu vom Weizen zu trennen, wenn man keinen Überblick über die derzeitige Marktentwicklung hat. Viele Hersteller bieten Komplettsysteme an, in denen eine Geforce GT705 oder ähnliches schlummert – für Spiele ist die Karte aber gänzlich ungeeignet und für alles andere hätte es auch die integrierte Grafiklösung getan. Auch Karten wie die Geforce GT730, GT620, GT720 oder Radeon R4 und R5 sind häufig anzutreffen und versprechen Spieletauglichkeit, doch die Realität sieht anders aus. Die Leistung liegt nur unwesentlich höher als bei AMDs APU-Systemen mit integrierter Radeon R7 Grafik – oder gar darunter. Die Enttäuschung über die Leistung des Systems ist also vorprogrammiert.

      In den letzten Monaten hat sich hier zum Glück einiges getan und nach dem Mining-Boom sind die Preise der Grafikkarten auch wieder in akzeptable Regionen gesunken. Gerade die GeForce GTX 1050 bzw. 1050 Ti sind jetzt dominant vertreten. Beide Karten eignen sich schon für aktuelle Titel in FullHD, wenn auch hier und da mit kleinen Abstrichen bei der Detailstufe. AMDs Pendants, die Radeon RX 570 und RX 580, sind jedoch noch etwas teuer für diesen Preisbereich. Einen Fertig-PC gibt es allerdings mit RX 580.

      Hier eine kleine Auswahl an Systemen:

      Ohne Betriebssystem:

      HP Pavilion Desktop 590-p0611ng
      HP Pavilion Desktop 590-p0564ng

      Mit Windows 10:

      HHP Pavilion Desktop 590-p0610ng

      Für wenig Geld bekommt ihr hier bereits ganz anständige Systeme mit aktuellen Intel Core i3-CPUs oder einem AMD Ryzen 3 2200G – Für Budget-Systeme sind sie vollkommen in Ordnung.

      Wer basteln kann oder möchte ist jedoch in der Lage, etwas mehr Leistung für sein Geld zu bekommen. Bei einem Eigenbau-System für ca. 650 € könntet ihr nämlich sogar einen Ryzen 5 1600X verbauen. Dieser ist hinsichtlich der CPU-Leistung laut Computerbase sogar 13% schneller als ein Intel Core i3-8100 und 17% schneller als ein Ryzen 5 2400G. Wenn das System ausgewogen sein soll, dann empfehle ich außerdem 16 GB RAM. Eine GTX 1060 liegt so oder so außerhalb des Budget oder wäre nur machbar, wenn ihr bei RAM und CPU unnötig große Abstriche macht.

      Bei der Grafikkarte solltet ihr daher auch beim Eigenbau auf eine GTX 1050 Ti setzen. Für Gaming in Full HD mit mittleren bis hohen Details bringt sie genug Leistung mit.

      Gehäuse: Sharkoon VS4-S (~30 Euro)*
      Mainboard: ASRock B450M Pro4 (~76 Euro)*
      Prozessor: AMD Ryzen 5 1600X (~144 Euro)*
      Grafikkarte: Gigabyte GeForce GTX 1050 Ti OC (~161 Euro)*
      RAM: Ballistix Sport LT 16GB Kit (~139 Euro)*
      SSD: WD Green 240 GB (~44 Euro)*
      Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER B9 (~33 Euro)*

      Optional:
      Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 (~12 Euro)*
      Betriebssystem: Windows 10 Home (~100 Euro)*

      Gehäuse, SSD, Laufwerk und Netzteil bleiben unverändert zum ersten System, ansonsten ändert sich fast alles. Der Ryzen 5 1600X setzt auf den aktuellen Sockel AM4 von AMD, der auch noch für kommende CPUs von AMD nutzbar bleiben soll. Die Leistung liegt etwas über einem aktuellen Core i3-8100 von Intel und deutlich über dem Ryzen 5 2200G.

      Ein Betriebssystem ist erneut nicht enthalten. Hier könnt ihr nur hoffen, dass ihr noch ein altes OS zuhause rumliegen habt.

      Betriebssystem: Windows 10 Home 64Bit

      Oberklasse bis 1000€

      In dieser Preisklasse ist die Auswahl schon weit größer, die Systeme sind in der Regel alle sehr gut für Gaming in 1080p geeignet, viele auch schon für 1440p. Als Basis dient oft ein Intel Core i5-8400 der aktuellen Coffee Lake-Architektur oder eine Ryzen 5, hier gibt es soweit nichts zu bemängeln. Bei der Grafikkarte muss man erneut aufpassen, da sich hier auch wieder viel Altes und Schwaches tummelt. Empfehlenswert in der Preisklasse sind die GeForce GTX 1060 (6 GB VRAM) oder die Radeon RX 580. Mehr Grafikleistung gibt es aktuell nur bei einem Fertigsystem von Medion, das aber bei den RAM und der SSD Einschnitte macht. Um die GTX 1060 mit 3 GB VRAM solltet ihr übrigens einen großen Bogen machen.

      Wer bspw. mit einem Intel Core i7-8700 mehr Prozessorleistung will, muss bei der GPU Abstriche machen. Auch mit dem Release der neuen RTX 20er-Serie von Nvidia hat sich hier kaum etwas bei den Preisen getan. Beim Arbeitsspeicher setzen die meisten Hersteller auf 16 GB, eine SSD in Kombination mit einer HDD ist hier auch schon der Standard – empfehlen würde ich es definitiv. Windows 10 ist bei den meisten Systemen auch schon mit dabei.

      Hier natürlich aber ein paar Empfehlungen an aktuellen Systemen:

      Ohne Betriebssystem:

      Lenovo Legion T530-28ICB
      Medion ERAZER X30

      Inkl. Windows:

      HP Pavilion Power Desktop 580-152ng
      HP Pavilion Desktop 690-0506ng

      Für Selbstbauer bieten sich in dieser Preisklasse unzählige Möglichkeiten. Einen PC, um alle aktuellen AAA Titel in Full HD und 1440p spielen zu können, bekommt man hier schon für rund 990 Euro ohne Windows Betriebssystem. Als Grundlage dient auch hier wieder der Intel Ryzen 5 1600X. Da es bei einem Gaming-PC hauptsächlich um die Grafikkarte geht, würde ich vorzugsweise auf eine GTX 1070 in Kombination mit dem Ryzen 5 statt auf eine GTX 1060 gepaart mit einem Ryzen 7 oder einem Core i5/i7 setzen. Auch die restlichen Komponenten sollten angepasst werden, denn mehr Leistung verlangt auch nach mehr Frischluft zur Kühlung.

      Gehäuse: be quiet! PURE BASE 600 (~69 Euro)*
      Mainboard: ASUS TUF B450-Plus (~110 Euro)*
      Prozessor: AMD Ryzen 5 1600X (~144 Euro)*
      Grafikkarte: MSI GeForce GTX 1070 Armor OC 8GB (~409 Euro)*
      RAM: Ballistix Sport LT 16GB Kit (~139 Euro)*
      SSD: Crucial MX500 Solid-­State-­Drive 500GB (~80 Euro)*
      Netzteil: be quiet! SYSTEM POWER 9 – 400W (~41 Euro)*

      Optional:
      Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 (~12 Euro)*
      Betriebssystem: Windows 10 Home (~100 Euro)*

      Dank überstandenem Mining-Boom und aktuell sinkenden Grafikkartenpreisen ist die GeForce GTX 1070 für Preisbereiche bis 1000 Euro die beste Wahl. Vor sechs Monaten waren hier noch fast 200-300 Euro mehr für die Karten zu berappen. Falls ihr einen FreeSync-Monitor besitzt und nach einer Radeon-GPU Ausschau halten müsst, solltet ihr euch für die RX Vega 56 entscheiden, da sie mit ca. 430 Euro nur leicht teurer als die GTX 1070 ist.

      Der Vorteil der eigenen Zusammenstellung gegenüber den fertigen Systemen ist besonders in dieser Preisklasse drastisch. Mehr GPU-Leistung und mehr SSD-Speicher sind nur zwei der Vorteile. Ihr seid zudem sehr flexibel und könnt die eigenen Vorlieben z.B. für bestimmte Hersteller mit einfließen lassen. Auch das Gehäuse und damit das Design können selbst bestimmt werden.

      High-End über 1000€

      Grundsätzlich ist hier erstmal alles möglich, aber man muss es ja nicht übertreiben. Generell kann man sagen, dass sich in dieser Preisklasse primär die Übertakter, High-End-Freaks und 4K-Fans finden lassen. In den Komplettsystemen um die 1000 Euro tummeln sich allerdings noch einige Systeme, die mit GTX 960 oder Radeon 530 Grafik aufwarten – keine besondere Steigerung gegenüber den günstigeren Systemen. Zwar besteht die Basis dann meist aus einem Core i7, doch wenn die Grafikkarte limitiert, dann hat man von dieser Leistungssteigerung nicht viel.

      Besser ist es daher auf jeden Fall, auf die Grafikkarte zu achten. Eine GTX 1070 liefert bis zu 37% mehr Leistung als eine RX 580 und ist bei den Fertigsystem knapp über 1000 Euro der beste Einstieg. Wer mehr Leistung möchte, kann auch zur GTX 1070 Ti oder der GTX 1080 greifen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine RTX 2080 Ti, 2080 oder 2070 zu besorgen, sollte besser noch etwas Geduld bewahren. Neben der schlechten Verfügbarkeit sprechen (zumindest für mich) die bis jetzt fehlende Raytracing-Unterstützung und die überzogenen Preise im Vergleich zur 10er-Serie noch dagegen. Es bleibt abzuwarten, was die nächsten Monate hier bringen.

      Jetzt gilt es, ein passendes System zu finden. Das erste große Upgrade gegenüber der < 1000 Euro Klasse bietet der HP ENVY 795-0601ng für ca. 1300 Euro* mit i7-8700 Hexacore samt GTX 1070.

      Den NBB Raubtier NBB01254 mit mehr Speicherplatz und GTX 1070 Ti gibt es dann für 200 Euro* mehr, dieser kommt allerdings wie der HP ENVY ohne Windows daher. Für aktuell sogar 50 Euro obendrauf gibt es mit dem NBB Raubtier NBB01260 sogar schon eine GeForce GTX 1080. ( Im aktuellen Angebot der Woche vom 22.-28.10.18 sind es sogar 100 € weniger.)

      Zotac RTX 2080 Test

      Wer selbst bauen will, der hat es einfacher. Die zuletzt genannte Konfiguration kann einfach geringfügig geändert werden: Mit einem Ryzen 5 2600X hat man etwas mehr Performance und die GeForce GTX 1080 anstelle einer GTX 1070 sorgt für ein ordentliches Leistungsplus zur Grafikberechnung. Damit laufen auch die meisten Titel bei mittleren bis hohen Details in 2160p flüssig. Kostenpunkt? Rund 1300 Euro ohne, 100 Euro mehr inklusive Windows 10.

      „Feinschliff“ ist natürlich dennoch möglich: Beim Netzteil kann man auf ein effizienteres 80+ Gold oder Platinum upgraden, das Gehäuse kann gegen ein geräumigeres getauscht werden, das eine bessere Kabelführung und Kühlung ermöglicht und der Boxed-Kühler der Ryzen-CPU wird gegen einen leistungsfähigeren CPU-Kühler ersetzt, um die Geräuschkulisse möglichst gering zu halten. Dann noch ein Upgrade auf 16 GB RAM dazu und statt der SATA-SSD auf eine M.2 Samsung 860 Evo gewechselt. Dadurch steigt der Preis natürlich etwas in die Höhe, auch wenn die einzelnen Komponenten teils nur geringfügig teurer sind.

      Abschließend einmal meine Zusammenstellung für einen guten Oberklasse Gaming-PC, der auch kommende Titel problemlos schaffen wird, ohne dabei nur auf Extreme zu setzen:

      Gehäuse: be quiet! Silent Base 800 (~112 Euro)*
      Mainboard: ASUS TUF B450-Plus (~110 Euro)*
      Prozessor: AMD Ryzen 5 2600X (~213 Euro)*/
      Grafikkarte: Gigabyte GeForce GTX 1080 Windforce OC 8G 8GB (~499 Euro)*
      RAM: Ballistix Sport LT 16GB Kit (~139 Euro)*
      SSD: Samsung 500GB SSD 860 EVO (~100 Euro)*
      Netzteil: be quiet! Straight Power 11 650W (~107 Euro)*

      Optional:
      CPU-Kühler: be quiet! Dark Rock Pro 3 (~74 Euro)*
      Laufwerk: LiteOn iHAS124-14 (~12 Euro)*
      Betriebssystem: Windows 10 Home (~100 Euro)*

      Das System liegt alles in allem bei rund 1.300 Euro, allerdings ohne die optionalen Komponenten. Für die gebotene Leistung finde ich den Preis mehr als okay.

      Wer aufs Äußerste hinaus will, kann natürlich noch rund 250 Euro mehr für eine GeForce GTX 1080 Ti und 110 Euro mehr für einen Ryzen 7 2700X investieren. Ob diese Investition sich lohnt, muss jeder für sich entscheiden. Zudem ist die GTX 1080 Ti bis auf ein paar fragwürdige Editionen kaum noch verfügbar. Einige fragen sich sicherlich, wieso die aktuelle Gaming-CPU schlechthin, der Intel Core i7-8700K, hier nicht vertreten ist. Mit aktuell 480 Euro ist er trotz der Mehrleistung von 16% im Vergleich zum Ryzen 7 2700X in den letzten Monaten einfach viel zu teuer geworden. Auch die 9. Generation der Intel-CPUs ist in Anbetracht des Preises in Relation zur zusätzlichen Leistung bisher eher unattraktiv.

      Wer unbedingt eine Intel-CPU möchte, kann auf den Intel Core i5-8400 für 299 Euro* oder den Intel Core i7-8700 für 429 Euro zurückgreifen. Generell sind Intel-CPUs zuletzt aber wegen Lieferengpässen, dem schlechten Umrechnungskurs von Dollar zu Euro und Kapazitätsproblemen bei Intels 14-nm-Produktion deutlich im Preis gestiegen.

      Gaming-PC

      Dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist, hat Nvidia mit der Vorstellung der neuen RTX-Grafikkarten bewiesen. Hier wäre ich allerdings vorsichtig und würde abwarten, wie der Markt abgesehen von den „Early Adoptern“ und Vorbestellern letztendlich auf die überzogenen Preise reagiert und was erste umfassende Tests in Verbindung mit aktiviertem Raytracing ans Tageslicht fördern. Wer das nicht abwarten kann (und finanziell gut gepolstert ist), dem sei hiermit geholfen.

      *Alle Preise mit Stand: 10/2018

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      Wer viel Leistung haben will, muss schon einiges an Budget investieren. Aber man hat auch für die nächste 5 Jahre dann Ruhe. Man muss auch überlegen für welche arbeiten am Computer durchgeführt werden, wenn Office Anwendungen und Internet verwendet werden, dann reicht alle mal ein PC bis 350 €. Wenn es um Gaming geht, dann muss schon ordentlich mehr hingelegt werden, allein die Grafikkarte macht ein Drittel vom Preis aus. Erst überlegen und dann kaufen.

      Schöne Fotos, aber vielleicht sollte mal jemand vorher Staub wischen. Denn der Staub ist der Tod von vielen Systemen. – Und mal die Preise akutalisieren – sind wohl aus Februar wo noch das Mining die Preise hoch getrieben hat.

      Schön gemacht!