Der Waschmaschinen-Vergleich – Toplader vs. Frontlader

Frontlader vs. Toplader Waschmaschinen-Vergleich Geliebte Waschmaschine: Vor- und Nachteile beim Waschmaschinen-Vergleich zwischen Front- und Toplader

Es ist soweit, eine neue Waschmaschine muss her, denn die Alte hat den Geist aufgegeben. Vielleicht aber steht auch ein Umzug bevor und die neuen Räumlichkeiten stellen im besten Fall mehr Platz zur Verfügung; manchmal sogar weniger. Oder es ist nunmehr an der Zeit sich endlich auch so eine umweltfreundliche Waschmaschine ins Haus zu holen – am besten eine A+++ (energiesparend und zugleich weniger Belastung für die Umwelt). Eine solche Wahl kann sich zudem auch nach der Anschaffung noch nachhaltig für den Geldbeutel lohnen!

Lieber Toplader-Waschmaschine oder doch eher Frontlader-Waschmaschine?

Bei dieser Frage scheiden sich die Geister und jeder hat schon unterschiedliche Erfahrungen in Bezug auf das ein oder andere WAMA-Model gemacht. Manch einer möchte die Fläche, die ein Frontlader einem zusätzlich zur Verfügung stellt (nach oben hin) nutzen und hat genug Platz nach vorn. Andere wiederum müssen mit dem Platz haushalten und die Entnahme der Wäsche gestaltet sich für sie bei einem Toplader wesentlich bequemer. Hinzu kommt des Öfteren noch die persönliche Designfrage. Es gibt Menschen, die mögen lieber die für sie klassische Ansicht und das sichtbare Fenster vom Frontlader, andere sind da eher pragmatisch und legen auf diesen Fakt, wie auch auf die Optik der Waschmaschine, keinen Wert.

Die erste vollautomatische Waschmaschine in Deutschland

Hab Ihr übrigens gewusst, dass das allererste Patent zu einer Waschmaschine vom englischen Ingenieur John Tyzacke aus dem Jahr 1691 stammt und die erste vollautomatische Waschmaschine erst 1951 auf den deutschen Markt kam? Dazwischen lagen Jahre der Weiterentwicklung der Waschmaschine bis zum heutigen Waschvollautomaten, die Hamilton Smith 1858 mit einer Trommelwaschmaschine vorantrieb wie auch Alva J. Fisher, der 1910 eine elektrische Waschmaschine entwickelte.

Toplader vs. Frontlader Vor- und Nachteile

Um nun bei der Entscheidung für das ein oder andere Model behilflich zu sein, gibt es von notebooksbilliger.de eine Gegenüberstellung der Vor- und Nachteile beider Waschmaschinen-Modelle aus den Bereich der Haushaltswaren. Je nach Belieben und Situation können hier vor einem Waschmaschinen-Kauf Argumente gesammelt werden, die möglicherweise eine Entscheidung für eines der beiden Modelle leichter macht.

Der Toplader

Vorteile

  • Oft genannter und meistens der erste Vorteil, der erwähnt wird: Platzsparend!
  • Die Beladung des Topladers findet von oben statt! Nach dem Waschgang kann die Wäsche ebenso bequem wieder herausgenommen werden. Das schont den Rücken, da man beim Beladen- und Entladen nicht in die Hocke begeben muss, sondern die Wäsche einfach und mühelos in „Augenhöhe“ aus dem Gerät wieder herausnehmen kann.
  • Wegen des fehlenden Bullauges muss hier auch kein Schwenkbereich für diese Maschine berücksichtigt werden (da sind wir wieder beim Platz-Argument).
  • Beim Toplader besteht – bei Bedarf – die praktische Möglichkeit zwischendurch die Waschmaschine aufmachen zu können, um schnell fehlende Wäschestücke dazu zu stecken oder anders herum: ein Kleidungsstück, welches nicht zu stark geschleudert werden soll, kann vor dem Schleudergang vorher herausgenommen werden.
  • Durch undichtem Gummi bei Frontladern am Bullauge kann es zu Wasserschäden kommen. Bei Topladern gibt es seltener Schäden dieser Art.
  • Und für jemand, der immer schöne Fenster braucht, sind sie zudem auch pflegeleichter beim Fensterputz: Es gibt kein Bullauge, das ab und an mal sauber gemacht werden muss. 😉

Nachteile

  • Ein Nachteil, der oft genannt wird: Es kann nichts mehr auf den Deckel gestellt werden, was manchmal durchaus sehr praktisch ist.
  • Aufgrund ihrer oft schmalen Bauweise zeigt sich die Waschmaschine als Toplader leider nicht sehr flexibel was das Wäschevolumen der Trommel anbelangt. Rund 5 Kilo Zulademöglichkeit für Wäsche sind beim Toplader Standard (bisher maximal 7 kg möglich). Große Familien können hier schnell an ihre Grenzen stoßen.
  • Ein weiterer Nachteil eines Topladers, liegt gerade – vor allem bei älteren Modellen – darin, dass sie aufgrund ihrer Bauweise weniger Stabilität im Stand als die Frontlader aufweisen. Das heißt, dass es durchaus passieren kann, dass sich die Waschmaschine, gerade bei den Oldtimern oder gebrauchten Modellen, bei Schleudergängen selbständig macht und ihren zugewiesenen Standort verlässt. Allgemein wird ihnen weniger Laufruhe und mehr Vibrationen zugeschrieben.
  • In der Anschaffung sind Toplader tendenziell teurer als Frontlader, besonders bei Markenanbietern. Gleiches gilt auch für die Reparaturen. Weil die Technik in dieser Waschmaschine auf kleinem Raum komprimiert ist, fallen gleiche Reparaturen im Vergleich zum Frontlader häufig teurer aus.
  • Auch das soll schon vorgekommen sein: Bei Schusseligkeit kann bei Topladern schon mal etwas neben der Trommel hineinfallen – Wäscheklammer, Socke, Kleinteile, etc. Das wird zwar ziemlich kleingemahlen, aber irgendwann ist dann doch ein Trommelausbau mit Säuberung der Welle vonnöten. Dafür schluckt der Frontlader bei zu starker Befüllung auch mal diverse Wäsche-Kleinteile („das Geheimnis der verwaisten Socken“). Angeblich sollen sich diese an der Gummidichtung vorbei mogeln.

Der Frontlader

Vorteile

  • Die Fläche auf der Waschmaschine kann nach oben hin genutzt werden. Je nach Modell kann hier z. B. ein Trockner aufgestellt werden oder aber als Abstellfläche für z. B. Rasierer, Föhn, Zahnbürste & Co. dienen; ggf. sogar als Wickeltisch.
  • Beim Ein- und Ausräumen der Waschmaschine kann zudem der Wäschekorb einfach vorn angestellt und die Wäsche herausgezogen werden.
  • Bei einem Frontlader hat man meist mehr Wasch- und Schleuderprogramme (sehr oft ist dies jedoch eher abhängig von Waschmaschinen-Marke und Preis des Vollwaschautomaten).
  • Ein Frontlader kann unter einer Arbeitsplatte eingebaut werden.
  • Dem Frontlader wird zudem aufgrund der Größe ein stabilerer Stand nachgesagt, demzufolge gerät bei hohen Umdrehungszahlen während des Schleuderns das Gerät nicht „ins Springen“.
  • Ein Frontlader kann auch von kleineren Personen sehr bequem befüllt werden, die sich beim Toplader zum Erreichen von Kleidungsstücken auf dem Trommelboden schon einmal auf die Zehenspitzen stellen müssen.
  • Angenehm ist gerade für größere Familien oder Nutzern, die viel Wäscheaufkommen haben, dass der Fronlader auch mit großen Trommeln erhältlich ist. Ein Fassungsvermögen von 8 Kilogramm Wäsche ist dann kein Problem für die Waschmaschine. Frontlader sind im Allgemeinen für größere Mengen an Wäsche die praktischere Alternative.
  • Bei Bedarf und Möglichkeit können sogar zwei Geräte auf einer Standfläche positioniert werden.

Nachteile

  • Je nach Größe benötigt ein WAMA-Typus Frontlader mehr Platz als ein Toplader.
  • Zwar kann man beim Ein- und Ausräumen den Korb vor die Waschmaschinenöffnung stellen, aber für viele kommt hier der Aspekt zum Tragen, dass die Entladung weniger rückenschonender ist.
  • Wie schon erwähnt, sollen durch ausleiernde Dichtungen gern schon einmal Socken oder andere kleine Wäschestücke in der Maschine spurlos verschwunden sein, eben weil sie während des Waschgangs durch die Dichtung des Bullauges gedrückt wurden.
  • Ein gar witziger Nachteil ist: Es gibt subjektive Stimmen die behaupten, dass einem beim Frontlader durch das sichtbare Feld ständig nach 5 Minuten noch irgendein Wäschestück auffällt, was einen daran erinnert, das man ein bestimmtes Wäschestück unbedingt noch mitwaschen wollte. Dies ist beim Frontlader schlecht möglich. Außerdem ist das Programm „wirbelnde Socke“ bei einem Frontlader zwar kurzfristig ganz lustig, aber auf die Dauer dann doch kein wirklicher Fernsehersatz. 😉

Hat sich der Preis wirklich „gewaschen“?

Bei allen Vor- und Nachteilen beider Waschmaschinen-Varianten spielt natürlich auch immer die Frage nach dem Preis eine wichtige Rolle. Waschmaschinen gehören zu den Großgeräten aus dem Haushaltswarenbereich und kosten logischerweise etwas mehr als eine Kaffeemaschine. Am Bekanntesten sind die Marken Bosch, Siemens, AEG und Bauknecht, aber auch die vermeintlich weniger gefragten Marken, wie Beko, Samsung, LG, Exquisit, Amica, Indesit, Haier, Bomann, Candy, Hoover und Gorenje haben gute WAMAs. im Sortiment.

So kann auch bei Bosch und Siemens im unteren Preissegment gekauft werden, umgekehrt gibt es auch bei Beko und den anderen Maschinen oberhalb der 500 EUR Waschmaschinen im Angebot. Es kommt natürlich immer darauf an, welche Anforderungen an die Waschmaschine gestellt werden. Vor allem wenn es um zusätzliche Programme und im Zuge der Heimautomatisierung Smart Home geht, muss der Käufer einer Waschmaschine etwas tiefer in die Tasche greifen.

Typische Maße beider Varianten

Die Maße beider Waschmaschinenvarianten variieren von Model zu Model. Hier sollte unbedingt die eigene Abmessung mit den Hersteller-Angaben verglichen werden. Im Schnitt kann das typische Format eines Topladers mit 90 cm x 40 cm x 60 cm angegeben werden. Bei einem Frontlader nimmt das Maß üblicherweise 85 cm x 60 cm x 60 cm ein. Demnach besitzt der Toplader oft eine schmale längliche Gestalt, während der Frontlader kleiner und kompakter ist.

Abschließend sei hier noch Folgendes angemerkt: Bei der Recherche zu den Vor- und Nachteilen dieser Haushaltsgeräte wurden auch vereinzelt Argumente aufgeführt, die im Bereich Sozialer Medien erwähnt worden sind. Vielleicht hat ja der ein oder andere Leser noch weiter Pro- und Kontra-Argumente oder persönliche Erfahrungswerte, um die Liste sinnvoll zu erweitern?

Welcher WAMA-Typen letztendlich für einen selbst in Frage kommt, muss jeder anhand der der persönlichen Situation entscheiden. UND so ganz nebenbei und am Ende des Waschmaschinen-Vergleichs sei noch wohlwollend erwähnt, dass letzten Endes beide Modelle mit der richtigen Vorbehandlung der Wäschestücke und dem passenden Waschmittel die Wäsche weiß und sauber machen – egal, ob nun Front- oder Toplader! 😉

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Über Jens Böhme

Hallo, ich bin Jens und arbeite bei notebooksbilliger.de im Online Marketing-Team. Als Online-Journalist habe ich schon einige Text-Signaturen im Web hinterlassen. Neben meiner Begeisterung für Technik & Internettechnologien bin ich großer Fan von Adventures. Mein digitales Leben begann mit dem C64 und dem Amiga500. Zudem liebe ich Literatur. Ach übrigens: Guybrush Threepwood lebt!
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9 Kommentare auf "Der Waschmaschinen-Vergleich – Toplader vs. Frontlader"

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[…] Frontlader oder Toplader? – Das ist hier die Frage: Bei einem Waschmaschinen Vergleich auf unserem Blog werden Vor- und Nachteile beider Modelle erörtert. Für welches Modell würdet Ihr […]

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Ich danke Ihnen für diesen interessanten Artikel. Jedes Modell hat seine Vor und Nachteile. Die Toplader sind eben ideal für kleinere Räume.

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Wirklich guter Artikel. Am Ende ist es vermutlich der Platz der entscheidet, was für ein Gerät man nimmt. Ich persönlich finde Frontlader haben mehr Vorteile und würde, solange ich den Platz habe, immer einen Frontlader bevorzugen. Den Problemen des Bückens kann man entgehen, indem man die Maschine auf einen Podest stellt.

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interessanter ist die frage, welche waschmaschine hält länger. toplader – zweiseitige lagerung, frontlader einseitige lagerung. toplader wird lagermäßig länger halten. warum wird das thema nicht angesprochen? es wird über alles und nichts gesprochen bzw. geschrieben.

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„Hat sich der Preis wirklich „gewaschen“?“ ernsthaft? 😀 wirklich? les‘ ich da richtig? ein „waschechter“ kalauer, der sich mit allen wassern „gewaschen hat“.

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Ich finde die Toplade immer so amerikanisch. Irgendwie ist das nichts für mich und bin und werde immer Frontlader-Fan sein. Trotzdem cooler Artikel 😀 ich hoffe dass sich der Preis echt gewaschen hat!

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Also wir hatten früher in unserer Studenten-WG auch eine Topladermaschine, die sich während dem Waschen auch gerne mal „selbständig“ gemacht hat. Ich bin ehrlich gesagt froh, dass mein Mann und ich heute einen Frontlader zu Hause stehen haben.

Vor allem brauchen wir mit unseren drei Kindern eine große Maschine. Und hier können die meisten Toplader einfach nicht mithalten.

Auch wenn mich die alte WG-Waschmaschine irgendwie gerade an eine lustige Zeit erinnert, würde ich trotzdem Jedem der genug Platz hat raten einen Frontlader bei sich unterzubringen.

Lieben Gruß
Silke

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Ich persöhnlich mag lieber Frontlader Modelle. Mir gefällt das Bullauge von der Optik sehr gut. Und man kann einen Trockner drauf stellen. Da zu braucht man eine richtige Halterung, damit der Trockner auch bei einem hohen Schleudergang nicht wackelt.
Einziger Nachteil ist dass ein Toplader weniger anfällig für Reperaturen ist und robuster ist. Dafür ist er aber teurer.

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Was in diesem Artikel nicht erwähnt wird ist die Frage ob beide Maschinen gleich gut Waschen? Wie sieht es mit dem Wasser und Stromverbrauch aus? Gibt es Waschprogramme die nur auf einem Typ möglich sind.

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