Die CeBIT 2010 im Rückblick

Die CeBIT 2010 hat ihre Pforten geschlossen. Ich war ja für unsere Verlosung für euch vor Ort. Wie es war? Sehr, sehr anstrengend. Trotz sinkender Ausstellerzahlen hat man man kaum Gelegenheit bekommen, sich in Ruhe die ganzen technischen Neuerungen anzuschauen.

Des Weiteren wurde relativ oft gefragt, wo ich mich denn rumtreibe, sodass ich häufig auf der Webciety oder in der angrenzenden Blogger Lounge von t3n anzutreffen war, um Lose zu verteilen. Diese beiden Orte waren definitiv dafür geschaffen, um die heutigen Netzmenschen miteinander zu verbinden. An dieser Stelle: großes Lob an die Macher!

Die Webciety war quasi eine Messe auf der Messe, mit interessanten Themen und Gesprächen und natürlich auch viel Selbstbeweihräucherung der Teilnehmer.

Das beherrschende Thema schien 3D und Touchscreen zu sein – Monitore und Brillen waren an wirklich vielen Ständen zu finden. Letztendlich muss man aber sagen: so spannend war das alles nicht. Kein Wunder. Mehrere Messen weltweit, CeBIT und IFA haben keine trennbaren Bereiche, kürzere Produktzyklen der Hersteller, da wird es für viele Benutzer schwer, etwas Neues zu entdecken.

Natürlich wurde auch Googles erster CeBIT-Auftritt frenetisch gefeiert und im ganzen Web darüber berichtet. Hier die Realität:

Extrem spannend, oder? 😉

Wie jedes Jahr hatte ASUS einen großen Stand. Bei gefühlten 999 Net- und Notebook-Modellen eigentlich kein Wunder. Zum Fotografieren kam man kaum, zu hektisch und voll war es. Deswegen: entschuldigt bitte die teilweise verwackelten Fotos.

ASUS U30JC:

ASUS UL50VF:

Natürlich gab es nicht nur Net- und Notebooks, sondern das ganze ASUS-Portfolio wie zum Beispiel Mainboard und Grafikkarten:

ASUS K72F:

Wie ich bereits in vielen, vielen Gesprächen auf der CeBIT betonte: der Trend wird wohl weg von den kleinen Geräten gehen. Ich würde fast wetten, dass der Trend in Richtung 12″ bis 14″ gehen wird. Viele haben zwar ein Netbook zum Surfen, zur „richtigen“ Arbeit wird aber oftmals ein größeres Gerät vorgezogen.

Auch wurde die Unübersichtlichkeit auf dem Netbook-Markt bemängelt. Zu viele unterschiedliche Hersteller und Geräte, die sich oftmals nur in winzigen Kleinigkeiten unterscheiden. Aber irgendwie auch verständlich: natürlich wollen die Hersteller im harten Konkurrenzkampf bestehen und so wird eben mit kleinen Details um die Käuferschaft gebuhlt.

Die Hardware bleibt identisch und nur das Äußere wird verändert. So wurde ich selber von einem pinken Netbook der Firma ASUS  (1008P) regelrecht weg gedrängelt, weil das wirklich anziehend auf die weibliche Kundschaft wirkte und dementsprechend beäugt wurde.

Doch nicht nur an den Farben wird gefeilt – das schnöde plastisch anmutende Gehäuse vieler Books wird aufgewertet, entweder durch Einsatz anderer Materialien oder durch einen andere Struktur.

Doch natürlich gab es nicht nur Books von ASUS, auch viele andere Hersteller stellten ihre Gerätschaften aus. Obwohl es ja den Spruch gibt „einer guten Idee ist es egal wer sie klaut“, muss man sagen: oftmals hätten einige Hersteller etwas weniger woanders abschauen dürfen. So haben wir auf der CeBIT nicht nur unzählige MacBook-mäßige Klone gesehen, auch andere Gerätschaften wurden, zumindest optisch, extrem kopiert.

Dieses Jahr groß vertreten: Packard Bell. Die Jungs und Mädels sind wohl wieder schwer im Kommen habe ich das Gefühl. Die Geräte machten auf mich einen wertigen Eindruck.

Mein persönliches Fazit: Anstrengend aber durchaus interessant. Wer auf der CeBIT etwas entdecken will, der sollte den Samstag als Messetag auslassen. Am letzten Tag kommen halt die, die an den Wochentagen keine Zeit hatten, oder eben noch etwas günstig erwerben wollen: schließlich wird am letzten Messetag noch das eine oder andere Schnäppchen angeboten. Denn ab und an ist der preisgünstige Verkauf auf der CeBIT mit einem geringeren Verlust verbunden, als alles wieder einzupacken und zurück zu schicken.

Zur nächsten CeBIT 2011 werde ich mir wohl eine zweite Person mitnehmen: Lose verteilen, überall anwesend sein und zudem noch über Neuerungen berichten ist definitiv zuviel für eine Person.

Doch nicht nur meine persönliche Meinung zählt. Auch unsere Facebook-Community hat eine Meinung zur CeBIT 2010 und auch andere Blogger haben berichtet:

TouchMeMobile

Webstreifen

Walkinglines

PC Games Hardware Leserreporter

NetBookNews

HardTecs4U

Heinecke Labs

Lesen.net

TheSam

Solltet ihr auch etwas über die CeBIT geschrieben haben, so hinterlasst doch einfach euren Link in den Kommentaren.

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9 Kommentare auf "Die CeBIT 2010 im Rückblick"

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CeBIT 2010…

Das war er nun, unser Tag auf der CeBIT. Zum ersten Mal waren wir als Blogger unterwegs. Ausgestattet mit Kamera, Camcorder, Laptop und Presseausweis waren wir auf Erkundungsjagd nach Neuigkeiten. Unsere Ziele im Allgemeinen waren neue Technologien (so…

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Jaa, der Samstag war echt grausam… nächstes Jahr werden wir definitiv früher hingehn…

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Gast

Ich hatte leider in diesem Jahr andere Termine, sodass ich leider nicht auf die CeBIT konnte. Schreibst Du denn die Helfer-Position im kommenden Jahr öffentlich aus? 😉

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Da mein Trackback scheinbar nicht will, gibts hier nen manuellen Eintrag.
War am Donnerstag da, aber leider zu sehr damit beschäftigt rumzurennen, dass es für ein Los und Treffen keine Zeit mehr war, aber für ein paar Fotos und Bericht hats dann doch noch gereicht 😉 http://zserv.net/2010/03/08/ce.....und-fotos/

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„an farben feilen“…? wie machste dat denn?

packard bell is ein acer-derivat und genau der gleiche schrott, sieht hübsch aus und ist nach einem halben jahr im ars**!

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[…] wie zum Beispiel der Google Stand waren für meinen Geschmack eher ernüchternd. Wie ein Google Streetview Car aussieht, weiß wohl mittlerweile jeder halbwegs technikaffine Mitbürger. Genauso wenig […]

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Somit wäre mein Trackback dann auch dabei.

@tsetse:
Acer ist schr***? Ich finde die Timelines machen einen sehr wertigen Eindruck! Wie viel Erfahrungen hast du denn mit Acer/PB?

viele Grüße,
Raffi

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Also ich kann das geschimpfe auf Acer nicht verstehen, manche Modelle mögen Probleme machen (wie bei jedem Hersteller), aber mein TravelMate läuft und läuft und läuft und hat auch schon einige Strapazen und Stürze Problemlos überstanden.

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