DVB-T2 HD: Preis und Termine bekannt

DVB-T2 HDFreenet TV hat den Tarif für den Empfang von privaten HD-Sendern über DVB-T2 HD veröffentlicht. Außerdem ist nun bekannt, ab wann DVB-T2 HD bundesweit zu empfangen sein wird und welche weiteren Sender in HD ausgestrahlt werden.

Nach aktueller Planung soll DVB-T2 HD am 29. März 2017 in den Regelbetrieb übergehen. Zeitgleich werden zu den aktuell in der Pilotphase ausgestrahlten HD-Sendern ARD, ZDF, RTL, ProSieben, Sat.1 und Vox weitere 26 Sender in HD mit maximal 1920 x 1080 Pixel zu empfangen sein. Dazu zählen die HD-Programme der Öffentlich-Rechtlichen von Arte, Phoenix, Einsfestival, Tagesschau24, BR, NDR, MDR, WDR, KiKa, 3Sat, ZDFinfo, ZDFneo. Auch die privaten TV-Sender RTL Nitro, Super RTL, RTL II, n-tv, Kabel Eins, Sixx, SAT.1 Gold und ProSiebenMAXX werden ab dem 29. März 2017 in HD ausgestrahlt.

Im Gegensatz zu den öffentlich-rechtlichen Sendern werden die Privaten verschlüsselt übertragen. Die Entschlüsselung der Privatsender wird ab dem 1. Juli 2017 für jedes Empfangsgerät 69 Euro im Jahr kosten. Bis dahin kommen die Sender kostenfrei ins Haus. Laut Freenet TV soll die Freischaltung der verschlüsselten Sender so „einfach erfolgen wie bei einem Prepaid-Telefontarif“. Das soll wohl bedeuten, dass kein Abonnement abgeschlossen werden muss, um auch die privaten TV-Sender über DVB-T2 HD entschlüsseln zu können. Der Empfang der öffentlich-rechtlichen Sender ist über die Rundfunkgebühr abgedeckt.

Schon jetzt kann jeder DVB-T2 HD nutzen, der in einem Ballungsgebiet wohnt, in dem die Pilotphase läuft. Wie gut das klappt, haben wir bereits getestet. Außerdem klären wir, welche Voraussetzungen ein DVB-T2-HD-Receiver mitbringen muss, um die privaten TV-Sender entschlüsseln zu können.

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Bild: Freenet TV

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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5 Antworten auf DVB-T2 HD: Preis und Termine bekannt

  1. avatar M4rkus sagt:

    Danke für die Übersicht der Infos, bin gerade sehr interessiert an DVB-T2 HD interessiert.

    Wie „bundesweit“ ist bundesweit denn wohl tatsächlich zu verstehen? Hat man auch in eher ländlicheren Regionen eine Chance?

  2. avatar Robert Tischer sagt:

    Hallo M4rkus,

    nächsten Sommer sollen 80 % des Bundesgebiets mit DVB-T2 HD versorgt sein. Der Ausbau erfolgt kontinuierlich. Einen Überblick bietet der Empfangscheck von freenet TV: https://www.freenet.tv/empfangscheck

    Gruß
    Robert

  3. avatar Mick Rosoft sagt:

    Interessant ist nur, dass die derzeit angeblich frei empfangbaren Privatsender in HD, gar nicht frei empfangbar sind. Informiert man sich im Internet, bekommt man als Begründung, man wolle die Konsumenten davor bewahren, durch die freie Empfangbarkeit, falsche Endgeräte zu kaufen. Na ja, wenn denn mal der Schuß nicht nach hinten losgeht und die Zuschauerzahlen durch das Bezahlmodell nicht sinken 🙂 Ich bezahle jedenfalls nichts für Sender, die neben Werbung auch noch ein bisschen Film zeigen. Das wäre ja so, als würde man für die täglich im Briefkasten befindlichen Werbeflyer zahlen.

  4. avatar me sagt:

    DVB-T2 wird ein riesen Flop!

    Schon beim Umstieg auf DVB-T sind ja viele zu Satellit oder Kabel gegangen. Jetzt hat irgend ein Vollpfosten beschlossen, dass selbst Werbefinanzierte Sender hier etwas kosten sollen – damit fällt aber der entscheidende Vorteil von DVB-T weg (geringe einmalige Kosten von ca. 20 Euro für einen DVB-T1 Stick!). Dafür hat man den ganzen Ärger mit DRM („CI+-Modul“, und jährlich 70 Euro) und den daraus resultierenden Treiberproblemen. Und wenn dann DVB-T3 kommt, soll man wieder alles neu kaufen? Ich denke viele werden dann lieber gleich auf Kabel, Satellit, oder IPTV gehen.

    Ich sage mal voraus, der Marktanteil wird von ~10% (DVB-T1) auf unter 5% sinken, und selbst davon wird nur die Hälfte die Freenet-Gebühren zahlen. Das macht der Betreiber nicht lange mit, er ist dabei sich zu verspekulieren.

    Denn da ist noch das Problem mit dem Empfang.

    DVB-T ist das „ganz oder gar-nicht Fernsehen“. Entweder der Empfang ist kristallklar, oder unbrauchbar. Und leider ist selbst mit einer „Zimmerantenne“ mitten in München oft nur direkt am Fenster ein Empfang möglich. Hat man den PC jetzt in einer eher dunklen Ecke und die Antenne dadurch auch nur 4 Meter vom Fenster entfernt kommt es zu Aussetzern. Im Speckgürtel (wo die Karte immer noch „Zimmerantenne“ verspricht) ist dann in der Realität oft bereits eine Außenantenne notwendig…

    Das klassische analoge Signal war hier viel toleranter: wenn die Antenne nicht optimal war, dann hat das Bild halt etwas gerauscht – aber es kam wenigstens zu keinen kompletten Aussetzern!
    Auch bei Satellit ist ziemlich klar, wie man zuverlässig das Signal bekommt.
    Bei Kabel noch besser: da ist es das Problem des Anbieters, wenn das Signal nicht gut genug sein sollte. Nur bei DVB-T2 glaubt man anscheinend, das an den Kunden abtreten zu können, aber trotzdem Gebühren kassieren zu können?!?

  5. avatar Nic sagt:

    Danke für die Info! Das brauchte es nun gerade noch, um mich vom DVB-T weg- und zum Kabel-TV zurückzubringen.

    Habe vor ein 3 Jahren 2 TV-Geräte mit DVB-T erstanden und habe so die monatliche Kabelgebühr gespart, da ich ohnehin meist nur ÖR-Sender schaue. Die mal mehr – mal weniger offensichtlichen Mängel und Aussetzer beim Empfang über Zimmerantenne selbst mitten in der Innenstadt habe ich hingenommen.

    Nicht hinnehmbar ist für mich allerdings, jetzt 2 Receiver dazukaufen zu müssen – oder eben 2 komplett neue DVB-T2-fähige Geräte. Das soll jetzt nachhaltig geplant und gedacht sein? Zusatzgeräte oder neue TV-Geräte zu kaufen, obwohl die ‚alten‘ noch prächtig funktionieren und im Grunde neu sind? Und für alle verschlüsselten Sender noch knapp € 6,00 / Monat an Zuzahlung?

    Da rechnet sich wirklich ausschließlich noch das Kabelfernsehen mit der zusätzlich besseren Empfangsqualität.

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