Ein Erfahrungsbericht: Schaffen Windows-Foldables mit dem ASUS Zenbook 17 Fold OLED den Durchbruch?

Ein Erfahrungsbericht: Schaffen Windows-Foldables mit dem ASUS Zenbook 17 Fold OLED den Durchbruch?

Das ASUS Zenbook 17 Fold OLED schickt sich an, die Verbindung aus Foldable und Windows endlich salonfähig zu machen. Mehr Power, Effizienz und größerer Formfaktor für das faltbare OLED-Panel sollen das Zenbook 17 zum Tausendsassa unter den Convertibles machen. Wir haben uns im Alltagstest angesehen, für wen oder was die Geräte wirklich geeignet sind.

Vor knapp zwei Jahren hatten wir das erste Windows-Foldable von Lenovo hier im Blog getestet. Seitdem blieb es allerdings erstaunlich ruhig um faltbare Laptops, die von vielen bereits als die Zukunft des mobilen Arbeitens angepriesen wurden. Währenddessen drängten immer mehr Smartphones mit der Technik auf den Markt.

Wirklich durchgesetzt hat sie sich aber auch dort noch nicht. Dabei ist das Prinzip so einfach wie genial: Dank der OLED-Technologie kann man biegsame Bildschirme bauen, die sich – stark vereinfacht – wie ein Blatt Papier falten oder rollen lassen. So könnt ihr deutlich größere Displays in kleinere Formfaktoren bekommen.

Mit dem zweiten 3-in-1-Foldable (Tablet, Desktop, Laptop) samt Windows-Unterbau, dem Zenbook 17 Fold OLED, wagt sich nun ASUS auf den Markt.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Folterbank

Das Scharnier Zenbook 17 Fold soll 30.000 Öffnungszyklen überstehen

Optisch bedeutet das für euch: Ihr bekommt im ausgeklappten Zustand ein 17,3‘‘-großes Tablet im 4:3-Format, dass sich mittig falten und via der mitgelieferten Bluetooth-Tastatur in einen kompakten Laptop verwandeln lässt. Außerdem könnt ihr das Tablet und die Tastatur einzeln auf einen Tisch stellen und in einer Art Desktop-Modus nutzen.

Technische Daten ASUS Zenbook 17 Fold OLED
Display 17,3″ (43,9 cm), (2560 × 1920), OLED, 4:3, 0,2ms, Touch, 350 cd/m² (Maximalhelligkeit 500 nits),
100% DCI-P3-Farbabdeckung
Prozessor Intel® Core™ i7-1250U Prozessor, 10 Kerne / 12 Threads Alder Lake („Intel 7“-Fertigung)
Grafik Intel® Iris® Xᵉ Grafik
Arbeitsspeicher 16 GB LPDDR5 5200MHz verlötet
Festplatte 1TB M.2 NVMe™ PCIe® 4.0
Netzwerk Bluetooth 5
WiFi 6E (802.11ax)
Anschlüsse 2x USB-C mit Thunderbolt™ 4 & DisplayPort / PowerDelivery
1x 3,5-mm-Kombi-Audiobuchse
USB-C zu USB-A Adapter
Akku Li-Ion Akku mit 75 Wh
Eingabegeräte Soft-Tastatur, 1,4 mm Tastenhub, Touchpad
Sound Harman Kardon Stereo-Lautsprecher mit Smart Amp-Technologie, Array-Mikrofon
Kamera 5.0 Megapixel Infrarot-Webcam
Sicherheit TPM-Security-Module
Betriebssystem Windows 11 Home (64-Bit)
Abmessungen 37,85 cm x 28,76 x 0,87 ~ 1.29 cm (gefaltet); 299mm x 235.6mm x 11.3mm (geöffnet) (BxTxH)
Gewicht 1,5 Kilogramm
Preis 3.699,00 Euro*
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Lohnt es sich im Alltag?

Das kommt ganz darauf an, wie ihr „ sich lohnen“ definiert. Mit einem Preis von knapp 3.700 Euro dürfte es auf den ersten Blick höchstens für Business-Reisende oder die beliebten oberen 10% der Gesellschaft in Betracht kommen. Andererseits bekommt ihr mit dem Fold OLED aber eben auch ein echtes 3-in-1-Gerät. Neben dem Tablet-Betrieb könnt ihr es wie einen Laptop UND wie einen Desktop nutzen. Würdet ihr jedes dieser Geräte einzeln kaufen – und setzt jeweils eine gewisse Haptik und Performance voraus, dann seid ihr auch schnell in ähnlichen Preisregionen.

Preis und Anspruch des Zenbook 17 Fold machen sich schon bei der Verpackung bemerkbar. Neben einer echten Lederhülle kommt es auch in einem sehr funkigen Karton daher, in dem sich das Zenbook samt Ladegerät sowie ein Adapter von USB-C auf USB-A befinden. Es verfügt nämlich nur über zwei USB-C-Anschlüsse.

Viele Peripheriegeräte, wie Mäuse, Headsets, etc., benötigen noch einen USB-A-Port. Dafür sind die beiden vorhandenen Anschlüsse aber topmodern. USB 4.0 aka Thunderbolt 4 sorgt für eine extreme schnelle Datenübertragung – passendes Kabel und Speichermedium vorausgesetzt. Auch mehrere hochauflösende Monitore oder Docking-Stations könnt ihr darüber verbinden.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Anschlüsse

Hat euer Monitor USB-C-PowerDelivery mit 65 Watt, könnt ihr sogar Bild und Strom via eines Kabels übertragen – nett. Ansonsten sind via Thunderbolt auch externe Grafikkarten anschließbar. Wer Wert auf ein maximal cleanes Setup legt, kann sich zum Beispiel die E-GPU samt Gehäuse neben den Monitor stellen und das Zenbook 17 dann nur bei Bedarf verbinden. Wirklich für Gamer gedacht, ist es aber nicht – mehr dazu unter Performance.

17,3 Zoll oder doch 12,5? – Ja.

Die Hauptanwendungsfälle sehe ich daher eher in der ersten Klasse im Zug oder Business-Class im Flugzeug. Dort ist es perfekt, um auf engstem Raum zu arbeiten. Durch den klappbaren Formfaktor entspricht es einem 12,5‘‘-großen-Laptop mit 3:2-Format. Mitsamt der magnetischen Auflege-Tastatur habt ihr so ein sehr kompaktes Notebook für unterwegs, das sich ganz klassisch via Touchpad und Keyboard bedienen lässt.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Scharnier

An einem offeneren Schreibtisch angekommen, entfaltet sich der Bildschirm dann zu den maximal möglichen 17,3 Zoll. Aufgrund des extrem solide wirkenden Scharniers ist das jedes Mal ein kleines Aha-Erlebnis, an das ich mich auch beim zigten-Mal noch nicht gewöhnt hatte.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Standfuß

Der Standfuß ist sehr solide, erlaubt allerdings nur eine horizontale und keine vertikale Aufstellung

So „entfaltet“ stellt man das 17 Fold nun mithilfe des variablen Kickstands auf und kann sich problemlos große Tabellen darstellen lassen und diese bearbeiten. Die Tastatur kann man nämlich einfach abnehmen und außerhalb des ZenBook 17 Fold nutzen. Das ging prinzipiell zwar auch beim ersten Windows-Foldable der Konkurrenz, aber aufgrund des großen Bildschirms kommt nur beim Asus Zenbook 17 ein echtes Desktop-Feeling auf.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Desktop

Das liegt auch am guten Keyboard, das zwar eine Beleuchtung vermissen lässt, aber angenehm große Tasten bietet, auf denen es sich gut schreiben lässt. Auch das integrierte Touchpad muss sich vor den meisten Laptops nicht verstecken. Es reagiert schnell und ohne toten Randbereich auf eure Eingaben.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Keyboard Touchpad

Gesten sind genauso möglich wie ein Rechtsklick auf der gesamten Fläche.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Keyboard Tasten

Ganz ohne Tadel bleibt das abnehmbare Bluetooth-Keyboard trotzdem nicht. Es lässt sich etwa nicht induktiv laden – ihr müsst also jedes Mal via USB-C-Anschluss „nachladen“. In anderen Convertibles ist induktives Laden hingegen möglich.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Keyboard

Sehr angenehm ist dafür die Anmeldung am Zenbook 17 geraten: Die Windows-Hello-Kamera scannt euer Gesicht via Infrarot sobald ihr das Gerät öffnet oder einschaltet. Und im Gegensatz zu vielen anderen Windows-Laptops kann die Kamera sogar qualitativ mit Smartphones mithalten. 5 Megapixel stehen für Fotos bereit und eine 1440p-Auflösung für Videoaufnahmen. So seid ihr in Zoom- oder anderen Business-Apps gut erkennbar.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Kamera

Die Infrarot-Kamera meldet euch via Gesichtserkennung auch im Dunkeln an.

Man muss beim Desktop-Betrieb des Zenbook-Foldables allerdings bedenken, dass die Kamera dann links von euch sitzt. Das kann, je nach Gesicht und Winkel, mal besser oder schlechter aussehen. Im Laptop-Betrieb filmt sie euch aber zentriert.

Display: Für mehr geeignet.

Apropos Desktop-Betrieb: Das Bearbeiten von Bildern oder Videos macht aufgrund des hervorragenden 4:3-Bildschirms echt Spaß.

ASUS Zenbook 17 Fold MyAsus Display

Sogar professionelle Farbräume werden fast vollständig abgedeckt – OLED-Technologie und Pantone-Zertifizierung machen es möglich.

ASUS Zenbook 17 Fold Spyder X Elite Farbumfang

Mit einer Auflösung von 2,5K stellt es Inhalte dazu gestochen scharf dar und Farben leuchten angenehm, ohne übertrieben zu wirken.

ASUS Zenbook 17 Fold Spyder X Elite Farbtreue

Das bescheinigt dem Zenbook 17 auch unser Spyder X Elite. Es ist bereits im Werkszustand sehr farbtreu und wird ausgesprochen hell.

Dazu hat es einen sehr genauen Tonwert (Gamma) im voreingestellten Modus „nativ“. Die anderen einstellbaren Modi haben wir ebenfalls für euch überprüft. Mehr zu ihnen unter Software.

Der Weißpunkt von 6500K entspricht sogar in jedem Modus dem Soll-Zustand. Weicht er ab, können bearbeitete Fotos zu warm (rötlich) oder zu kalt (bläulich) wirken. Der Kontrast ist OLED-typisch ebenso überragend.

Schließlich kann bei der Technik jeder Pixel einzeln gedimmt oder ausgeschaltet werden. Schwarz ist damit wirklich Schwarz – besser geht es heutzutage nicht.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Bildschirm 1

Ein kleines Manko ist nur die Display-Oberfläche. Erstens spiegelt sie und zweitens wirkt sie aufgrund ihrer Kunststoffbeschaffenheit nicht so hochwertig wie Glas.

Haptisch ist sie so am ehesten vergleichbar mit einem Smartphone oder Tablet-Display, auf das man eine Schutzfolie geklebt hat. Nicht dramatisch, aber erwähnenswert.

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Kein Stylus-Support?!

Eine verpasste Chance. Anders kann man diesen Verzicht beim Zenbook nicht benennen. Egal, ob im Desktop- oder Laptop-Modus: Eine Stiftbedienung hätte das Foldable (mit dem sehr guten Bildschirm) für höhere kreative Aufgaben qualifiziert. So hätte man Projekte in Adobe Illustrator, InDesign oder Fresco einfach direkt auf dem Zenbook 17 bearbeiten können – ein Grafiktablet wäre so für viele Kreativschaffende nicht mehr nötig gewesen.

Das kann gerade unterwegs eine echte Erhöhung des Arbeits- und Reisekomforts sein. Vielleicht rüstet ASUS hier auch nochmal via Treibern nach. Zehn-Finger Touch-Eingaben werden ja immerhin unterstützt und auch das letzte Windows-Foldable konnte einen Stift nutzen. Die Hoffnung ist also da.

Software

Bei einem derart besonderen Design – und einem gleichzeitig hohen Preis – muss natürlich der Software-Unterbau stimmen. Beim Zenbook 17 Fold ist die Ersteinrichtung aber nicht optimal.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Keyboard Anschlüsse

Nach dem erstmaligen Einschalten werdet ihr lautstark per Sprachausgabe (in mehreren Sprachen) dazu aufgefordert, das Bluetooth-Keyboard zu verbinden. Dumm nur, dass es eure Eingaben nicht erkennen will. Die Windows-Initialisierung musste dementsprechend via Touch-Eingabe erledigt werden. Das klappte ebenfalls gut und die anschließende Verbindung des Keyboards in Windows war auch kein Problem mehr.

Ebenfalls noch mit leichten Tücken behaftet: Das automatische Umstellen der Bildschirmausrichtung, wenn ihr vom Laptop- in den Desktop-Modus wechselt. Bei mir kam es etwa drei Mal vor, dass der Bildschirm im Hochformat hängen blieb. Erst ein manuelles Umschalten brachte dann Abhilfe. Hier sollte Asus Software-seitig also noch einmal nachjustieren.

ASUS Zenbook 17 Fold McAfee Werbung

Etwas unverständlich: Eine kostenlose Demo der Antiviren-Software McAfee. Diese nervt mit Pop-Ups und will euch vom Kauf der Vollversion überzeugen. Das kennen wir von 500 Euro-Notebooks – auf einem derart hochpreisigen Gerät hat es aber nichts verloren. Also schnell deinstallieren und lieber den sehr guten Windows-eigenen „Defender“ nutzen.

Ansonsten kann die Software aber was: MyASUS ist zwar auch nicht komplett werbefrei, lässt euch dafür aber das System aktuell halten und dazu auch noch Einstellungen für die Farbräume des Display sowie die Leistungsmodi des Lüfters justieren.

Den maximalen Leistungsmodus könnt ihr nur hier aktivieren. Er wird im nächsten Punkt wichtig.

Performance: Endlich mehr Power im Foldable-Formfaktor?

Die erste Generation von Windows-Foldable konnte zwar beim Formfaktor überzeugen, aber leistungsmäßig blieb es auf dem Niveau eines Billo-Laptops zurück. Bei einem Preispunkt von damals über 3.000 Euro nicht sonderlich erstrebenswert.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Gaming

ASUS hat dementsprechend auf dem Datenblatt geklotzt und nicht gekleckert. Ein Intel Core i7-1250U verfügt über die leicht krumme Anzahl von zehn Kernen und zwölf Threads, was auf die besondere Architektur mit Effizienz- und Performance-Kernen zurückzuführen ist.

Damit dürft ihr euch problemlos unterwegs durch Anwendungen bewegen, Tab-Messis sein und kürzere Videos rendern. Auch sonst stimmt die Ausstattung: Ein Terabyte schneller SSD-Speicher sollte eine ganze Weile ausreichen, 16GB moderner LPDDR5-Arbeitsspeicher sind ebenfalls gut.

Zocken ist mit Einschränkungen bedingt möglich. Ihr könnt altere Titel wie CS:GO in Full-HD-Auflösung und maximalen Details flüssig zocken. Neuere „Grafikmonster“ kann die integrierte Intel Iris Xe aber nur als Dia-Show darstellen.

Dennoch ist der schmale Formfaktor des Zenbook 17 Fold auch mit ein paar Einschränkungen verbunden. Intel-Experten und solche die es werden wollen, haben bestimmt schon gemerkt, dass es sich um eine U-CPU handelt.

Sie hat also deutlich weniger Leistungsaufnahme als performantere P- oder H-Schwestermodelle – was dem Stromverbrauch zugutekommt und der Performance dafür abhanden.

Emissionen: Meist leise und angemessen kühl

Dauerhaft liegen im Stresstest bis 17 Watt auf der CPU. Kurzzeitig können aber auch über 30 Watt erreicht werden.

Den Lüfter werdet ihr dabei nur hören, wenn das Fold am Netzteil hängt. Ansonsten war es bei uns immer mucksmäuschenstill. Im Leistungsmodus (der von ASUS auch gleich noch mit einer Lautstärkewarnung versehen wird) hört man ihn dann allerdings deutlich. Nervig wird jedoch nie, da das Rauschen eher niederfrequenter Natur ist.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Flex Logos

Der Sinn des Rausches, bzw. der hohen Lüfterdrehzahl, zeigt sich dann im angenehm kühlbleibenden Gehäuse und den internen Temperaturen. 94 Grad waren im Stresstest maximal drin. Das kling nach viel ist aber noch absolut im Rahmen des Intel-Prozessors (maximal 105 Grad möglich). Im Alltag pendelt sich das Zenbook 17 Fold eher im Bereich von 40 bis 50 Grad ein.

 

Gute Akkulaufzeit mit Asterisk(*)

Die Intel-Evo-Zertifizierung verspricht bis zu neun Stunden Akkulaufzeit bei Laptops mit Full-HD-Auflösung. Letztere wird vom Zenbook natürlich deutlich überboten, aber dennoch hielt das 17 Fold OLED bei uns im Test acht Stunden durch. Dabei wurde vor allem gesurft und in Microsoft Office gearbeitet. Ab und zu wurde auch ein Bild in Photoshop retuschiert oder ein YouTube-Video angesehen. Dafür sind acht Stunden ordentlich – gerade in Anbetracht des großen Bildschirms.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Desktop Insta 2

Da es sich um ein OLED-Panel handelt, hängt der Energieverbraucht jedoch noch von einigen anderen Faktoren ab. Erstmal sind da die Bildschirminhalte und – im Falle des Zenbook 17 Fold auch noch die Aufstellungsweise. Nutzt ihr das Modell im Laptopmodus werden die acht Stunden meist locker erreicht. Im Desktop-Modus sieht die Sache schon etwas anders aus. Hier wird nämlich der gesamte Bildschirm genutzt und wenn ihr dann noch ein helles Foto bearbeitet oder Video schau, purzeln die Prozente deutlich schneller. So kann nach fünf bis sechs Stunden ein Steckdosenbesuch nötig werden.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Netzteil

Gerade im Vergleich mit Lenovos ThinkPad X1 Fold ist das aber ein gigantischer Fortschritt für Windows-Foldable. Das Pioniergerät hielt selten mehr als sechs Stunden durch, selbst im Energiesparmodus.

Also acht Stunden können hier durchaus drin sein und so bringt es euch auch durch den Arbeitstag. Ganz ohne Steckdosenzugang (oder Powerbank) solltet ihr euch aber nicht auf längere Business-Reisen begeben.

Upgrade – Nope.

Die Überschrift sagt es bereits: Ein Upgrade des Gerätes ist nicht möglich. Hier ist alles verklebt und soll im Nachhinein schlichtweg nicht geöffnet werden.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Upgrade

So sieht das Zenbook 17 Fold OLED von innen aus. Selbst aufmachen ist jedoch nicht möglich.

Wenn ihr jetzt also nicht gerade ASUS-Ingenieure seid, dann lasst es lieber bleiben 😉

Lautsprecher: Erstaunlich gut.

Der letzte Teil des Tests ist auch meist der schwerste. Laptop-Lautsprecher sind nämlich oftmals echte Ohrenquäler, ohne Tiefen und mit häufiger Neigung zu übermäßigen hohen Tönen.

Alle Jahre wieder kommt aber eine Überraschung zustande. Dazu zählt erfreulicherweise auch das ASUS Zenbook 17 OLED Fold. Klar, Tiefen sind auch hier nicht wirklich vorhanden, aber der restliche Klangteppich hat nur wenige Löcher. Dazu wird das ASUS-Foldable auch noch sehr laut. Alles unter 80% ist für mich noch erträglich, darüber fängt es minimal zu übersteuern an.

Asus Zenbook 17 Fold OLED SeitlichJPG

Je nach Aufstellungsart, klingt das Foldable übrigens anders. Der beste Sound wird im Desktop-Modus erreicht. Hierbei baut sich sogar eine kleine Stereo-Bühne vor euch auf. Im Laptop-Modus ist der Klang hingegen deutlich dünner und hat – aufgrund der nun übereinanderliegenden Lautsprecher – auch eher etwas von Mono-Darstellung. Insgesamt aber dennoch in Ordnung.

Fazit: Es kann sich lohnen, bedarf aber besonderer Ansprüche (und Geldbeutel)

Also, lohnt sich ein faltbares Windows 3-in-1-Gerät Ende 2022? Es kann sich zumindest lohnen, wenn ihr in einige besondere Anwendungsfälle hineinpasst.

Ihr wohnt in einer Großstadt auf eingeschränktem Raum und seid für Business-Reisen oder anderweitig oft unterwegs. Am besten soll euer Computer einen Desktop, ein Notebook und ein großes Tablet in einem Gerät vereinen? Die Anschaffungskosten sind eher zweitrangig oder ein minimalistisches Setup ist euch einfach am wichtigsten?

Dann könnte das Zenbook 17 Fold genau euer Ding sein. Arbeiten im Alltag macht aufgrund der Vielseitigkeit echt Spaß. Das Display ist hervorragend, die Leistung passt für Kreativanwendungen und via externer Grafikkarte könnte man sogar die eingeschränkte Spieleleistung aufpolieren.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Bildschirm 2

Aber ganz ohne Kompromisse wird man auch anno 2022 nicht mit einem Windows-Foldable leben können. Im Vergleich zum 2020 erschienenen ThinkPad X1 Fold von Lenovo hat sich aber extrem viel getan. Die Leistung ist eben um Längen höher, der größere Formfaktor ergibt mehr Sinn und die Anschlüsse sind dank Thunderbolt schön vielseitig. Auch der Akku hat deutlich an Ausdauer gewonnen und schafft nun fast einen Arbeitstag – für ein Gerät dieser Klasse durchaus gut.

Asus Zenbook 17 Fold OLED Logo Detail

Als größte Versäumnisse sind der mangelnde Support für Stifteingaben und das nur via Kabel ladbare Bluetooth-Tablet zu nennen. Letzteres ist ein Komfort-Feature, das allerdings auch schon im zwei Jahre alten Lenovo-Foldable steckte. Schade, dass es hier fehlt, aber auch nicht zu dramatisch. Der Stift-Support wäre hingegen beim hohen Preis des Zenbook 17 Fold OLED zu erwarten gewesen.

Habe ich ein Anwendungsszenario vergessen – und wenn ja, für was würdet ihr das ASUS Zenbook 17 Fold OLED noch nutzen? Lasst es uns im Kommentarbereich wissen.

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*Stand: November 2022

Veröffentlicht von Clemens

Großer Film- und Serien-Fan, der von Antonioni bis Tarkowski (fast) alles gesehen hat, was Kino und Fernsehen hergeben. Durch Super Nintendo und PS1 fand er Mitte der 90er seine Leidenschaft für PC- und Konsolenspiele. Zockt mittlerweile vornehmlich am selbstgebauten Gaming-PC und gelegentlich auch auf der PlayStation.

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