Einfach dufte: Geruchs-Mitteilungen für iOS- und Android-Geräte mit Scentee

Scentee: Adapter für Geruchsausgabe
Zugegeben, in mir schlägt ein Geek-Herz, das sich auch für auf den ersten Blick recht sinnlose Geräte erwärmen kann. Was sind schon Wearables, hier kommt E-Smell. Der Duft-Adapter Scentee aus dem fernen Tokio ist jetzt weltweit erhältlich und der Hersteller Scentee verspricht: Deine Nase kennt die Zukunft!

Angeschlossen wird der kleine High-Tech-Zerstäuber an der Audio-Buchse des Smartphones. Auf Benachrichtigungen via Facebook reagiert der Scentee sensibel und gibt bei jeder Nachricht oder einer einstellbaren Anzahl von Likes optional einen Duft an die Umwelt ab. Dieser lässt sich in vier Intensitätsstufen einstellen. Die Auswahl an Schnupperstoffen ist wie die allgemeinen Einstellmöglichkeiten noch ziemlich begrenzt: Rose, Erdbeere, Lavendel, Rosmarin und Kaffee stehen aktuell zur Auswahl, weitere sollen folgen. Zudem leuchtet der Sprayer, Zeitintervall und Farbe lassen sich anpassen.


Der Preis ist zwar mit 35 US-Dollar für das Starter Kit und 5 Dollar pro Duft recht human, die Transportkosten schlagen aber mit 30 Dollar zu Buche. Ganz billig wird das Vergnügen also nicht. Eine Duft-Cartridge reicht für rund 100 Ausdünstungen aus. Aufgeladen wird der 17 g schwere E-Smeller über Micro-USB. Der Mini-Akku soll einen Tag lang halten. Als Systemvoraussetzungen gibt der Hersteller Geräte mit mindestens iOS 7.0.3 und Android 4.0 und höher an. Als kompatibles Android-Modell weist Scentee allerdings nur das Samsung Galaxy 4 in einer japanischen Variante aus.

Der Knaller aber ist eine App mit dem Namen Hana Akiniku: Hier kann man auf dem Smartphone virtuell Fleisch oder Kartoffeln brutzeln und sich via Scentee „an der Nase herumführen lassen“. Der glückliche Scentee-Besitzer sitzt vor seiner Schüssel Reis und soll den Eindruck gewinnen, eine nahr- und schmackhafte Nahrung zu sich zu nehmen. Gleich drei Anwendungsfälle wissen die Macher im Video aufzuführen: Leute, die abnehmen wollen, Menschen, die wenig Geld haben und … aber seht selbst. Das Set mit Essens-Gerüchen soll Ende Februar erscheinen. Außerdem verspricht Scentee weitere 20 Apps in den nächsten zwei Jahren. Für noch mehr Geruchsvielfalt können Entwickler mit dem SDK sorgen, das über die Webseite kostenlos zu haben ist.

Was haltet Ihr vom Scentee? Eine dufte Erfindung oder so überflüssig wie ein Teedeckel ohne Teekanne?

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Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c’t, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.

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1 Kommentar auf "Einfach dufte: Geruchs-Mitteilungen für iOS- und Android-Geräte mit Scentee"

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G. Visano

Furz weiterleiten! LOL