Erfahrungsbericht: Topfield TF-T5000HDPVR

Sebastian hatte bei unserem Tester-Aufruf mitgemacht und hier ist nun sein Testbericht zum Topfield TF-T5000HDPVR

1-TF_T5000

Lieferumfang:

Lieferumfang

In einem kleinen Karton verstaut kam der Receiver sicher, zu mir nach Hause. Neben dem Receiver und einem Netzteil (ca. 1,50m) sind eine übersichtliche Fernbedienung (inklusive Batterie), ein HDMI-Kabel (ca. 1,80m) sowie eine englischsprachige Bedienungsanleitung im Lieferumfang enthalten. Ein Scart-Kabel oder Optisches Kabel sucht man leider vergebens. Eine deutschsprachige Anleitung und die aktuelle Firmware findet man unter folgender Adresse: http://www.topfield-europe.com.

 Anschlüsse:

Anschlüsse

Das DVB-T Signal lässt sich über einen Antennenstecker in das Gerät speisen. Der Topfield lässt sich per HDMI, Composite oder Komponentenausgang an einen TV anschließen. Audiosignale können über Cinch oder einen digitalen Audio-Ausgang übertragen werden. Des Weiteren besitzt das Gerät ein USB 2.0 Anschluss sowie einen Netzwerk-Port.

Verarbeitung:

Der Receiver sieht auf den ersten Eindruck sehr solide aus, er hat ein schwarz mattes Gehäuse und eine Hochglanz Kunststofffront die drei Tasten besitzt:
• Programm (-),
• Power
• Programm (+)
Die Fernbedienung ist ebenfalls schwarz matt, sie wirkt sehr übersichtlich/verständlich und liegt ergonomisch in der Hand.

Inbetriebnahme:

Vor der ersten Benutzung wurde der Receiver durch ein Firmware Update erst einmal auf die aktuellste Version (Version 1.05.00) gebracht. Die Firmware steht zum Download auf der oben genannten Adresse zur Verfügung. Das Image wurde von einem NTFS formatierten Stick mittels Menüpunkt „Installation -> Firmware-Aktualisierung“ installiert. Das Gerät bootet dann ein Mal und ist wieder betriebsbereit. Im nächsten Schritt wurde ein Kanalsuchlauf über den Menüpunkt „Installation -> Kanalsuche“ gestartet, woraufhin dann die Sender nach eigenen Bedürfnissen sortiert wurden. Dies geschieht Intuitiv und leicht verständlich.

Menü/Anzeige:

Das Menü wirkt übersichtlich und schematisch geordnet. Alle wichtigen Funktionen sind schnell erreichbar, gut beschrieben und bei Bedarf kann über die Infotaste (i) ein Hilfetext angezeigt werden. Das OSD zeigt alle wichtigen Informationen wie Sender, momentane und kommende Sendungen, Sendefortschritt und die Empfangsqualität an. Die Anzeige des Receivers zeigt im Betrieb den aktuellen Sender an und im Standby kann die aktuelle Uhrzeit angezeigt werden. Bei Aufnahmen wird leider über das ganze Display nur noch ein „Rec“ angezeigt.

Aufnahmen:

Die Aufnahmen können super leicht über das „EPG“ eingerichtet werden. Hierbei sollte beachtet werden, dass über das Menü „Einstellungen -> Aufnahmen“ genügend Vor- und Nachlauf eingestellt ist, da eventuell sonst der Anfang oder das Ende nicht komplett mit aufgenommen wurden. Des Weiteren können Aufnahmen über den Menüpunkt „Aufnahmen“ nach eigenen Vorlieben programmiert werden. Über das zweimalige drücken der „Rec- Taste“ (roter Kreis) kann über ein Popup Menü eine festgelegte Zeit oder die momentane bzw. kommende Sendung aufgenommen werden. Aktuelle Aufnahmen können durch das drücken der „Stopp“-Taste ausgewählt und beendet werden. Die Funktion Timeshift lässt sich über das drücken der „Pause- Taste“ aktivieren, die Sendung kann dann durch das Drücken der „Play- Taste“ wieder fortgeführt werden. Der Wechsel zum Live-Modus geschieht mit der „Stopp- Taste“. Außerdem bietet der Receiver permanent Timeshift, hier wird der aktuell angeschaute Sender für eine über das Menü einstellbare Zeit im Hintergrund aufgenommen, die Werkseinstellung beträgt hier 30 Minuten. Das Zurückspulen geschieht hier mit der „F4-“ bzw. „Rückspultaste“, auch hier gelangt man mit der „Stopp- Taste“ zurück zum Live-Modus. Das aufgenommene Material kann über den das Menü „Aufnahmen->Aufgenommene Sendung“ gelöscht oder in Ordner bzw. auf angeschlossene USB-Geräte kopiert werden. Sendungen lassen sich leider nicht auf angeschlossene USB-Geräte aufnehmen. Im Testszenario konnten maximal zwei Sendungen gleichzeitig aufgenommen werden und eine dritte geschaut werden. Hier ist zu erwähnen, dass nicht mehr alle Sender zum Gucken ausgewählt werden können.

Multimedia:

Die Widergabe von Multimediainhalten ist in der obengenannten Firmwareversion leider total unbrauchbar. Problemlos ließen sich nur JPG und MP3’s abspielen. MKV-Testdateien (http://www.matroska.org) konnten teilweise gar nicht oder nur mit Klötzchenbildung bzw. Bildaussetzern von einem USB-Stick abgespielt werden. Viele andere Formate wie AVI, MPG, WMA, PNG etc. bereiteten ebenfalls oft Probleme, teilweise stürzte der Receiver sogar ab. Das Kopieren von Multimedia-Daten auf die interne Festplatte funktionierte leider auch nur bedingt bis gar nicht. Hier kann man nur hoffen, dass noch nachgebessert wird.

Internet:

Auch hier gibt es dringend Nachbesserungsbedarf, das Internet am Receiver dient lediglich zur Firmware Aktualisierung bzw. um Wetterdaten von einer Handvoll deutscher Großstädte anzuzeigen. Hier ist noch viel Potential für Verbesserungen, die Topfield hoffentlich zeitnah vornimmt.

Fazit:

Der Receiver hat auf den ersten Eindruck einen sehr guten und ausgereiften Eindruck gemacht. Das Upscaling auf 1080p liefert ein erstaunlich gutes Bild. Mittlerweile ist er knapp eine Woche in der Testphase und es zeigen sich immer mehr Schwächen. Es ist nicht mehr die gewohnte Qualität die man von Topfield kennt. Man kann nur hoffen, dass mit kommenden Updates der Mediaplayer samt verbesserter Unterstützung der abzuspielenden Formate verbessert wird. Die Erweiterung des Funktionsumfanges der Internetfunktionen wie Internet-Radio, das Abspielen von Multimediainhalten über SAMBA/FTP ein DNLA-Server, eine YouTube Anbindung sowie die Unterstützung von TAP´s (Topfiel Application Programm) wäre sehr wünschenswert. Daher würde ich das Gerät im Moment nur mit 3/5 Sternen bewerten.

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