Erste Benchmark-Ergebnisse des neuen Retina-MacBooks aufgetaucht

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Anfang März stellte Apple im Rahmen seines Frühjahrsevents das brandneue MacBook mit Retina-Display vor. Das Gerät ist der bislang dünnste und leichteste Laptop aus dem Hause Apple und kommt ohne aktive Kühlung aus. Um dieses besondere Gehäuse-Design zu realisieren, mussten die Kalifornier allerdings ein paar Kompromisse eingehen. Der wohl bedeutendste darunter ist der Verzicht auf einen von Intels leistungsfähigeren Core-i5- oder Core-i7-Prozessoren und stattdessen die Verwendung eines besonders stromsparenden Core-M-Chips mit „Broadwell“-Mikroarchitektur. Vor dem offiziellen Marktstart des neuen MacBooks am 10. April fragen sich also sicherlich viele potentielle Käufer, welche Performance von dem Gerät mit dem sehr ansprechenden Äußeren erwartetet werden darf. Erste Ergebnisse der Benchmark-Software Geekbench beantworten diese Frage jetzt, wie MacRumors informiert, – jedenfalls zum Teil.

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Den vorliegenden Geekbench-Werten nach liefert die Basiskonfiguration des Retina-MacBooks mit einem Intel Core M-5Y31, der mit einer Taktfrequenz von 1,1 Gigahertz rechnet, im Single-Core-Test ein Ergebnis von rund 2000 Punkten und im Multi-Core-Test ein Ergebnis im Bereich von 4000 bis 4500 Punkten. Im Vergleich dazu kommt die aktuelle Grundkonfiguration der 2015er MacBook-Air-Familie mit einem Core-i5-Chip der 5. Core-Generation („Broadwell“) in denselben Tests auf rund 2880 Punkte (Single-Core) beziehungsweise um die 5750 Punkte (Multi-Core) und ist damit ein gutes Stück schneller als das neue MacBook.

Um die CPU-Performance des Retina-MacBooks noch etwas besser einordnen zu können, gibt MacRumors an, der Core-M-Chip des flachen Geräts leiste in etwa dasselbe wie der Core-i7-Prozessor mit 1,8 Gigahertz der 2011er MacBook-Air-Reihe. Allerdings ist zu beachten, dass der Core-M-Chip deutlich weniger Strom verbraucht, als der Core-i7-Prozessor und deshalb komplett ohne Lüfter auskommt sowie beim Geekbench die Leistungsfähigkeit der Grafikeinheit nicht mit getestet wird. Die GPU vom Typ Intel HD 5300 Graphics des Core M in Kombination mit einer schnellen SSD sollten laut MacRumors dafür sorgen, dass die allgemeine System-Performance des Retina-MacBooks über der des schnellsten 2011er MacBook-Air-Modells liegt.

Davon abgesehen wird Apple für sein neues MacBook auch noch etwas schnellere Core-M-Modelle anbieten. In der teuersten Ausstattungsvariante kommt ein Chip mit einer Taktfrequenz von 1,2 Gigahertz zum Einsatz und als optionales Upgrade können Kunden den flachen Laptop auch mit einer mit 1,3 Gigahertz taktenden CPU erwerben.

 

Bild: Apple
Quelle: MacRumors
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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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13 Kommentare auf "Erste Benchmark-Ergebnisse des neuen Retina-MacBooks aufgetaucht"

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Naja, irgendwie stellt ihr das hier dar also ob diese Scores gut wären. Tatsache ist, die sind einfach mies.

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Also angesichts der Fakten, dass der Core M fast dreimal weniger Strom verbraucht und somit komplett passiv gekühlt werden kann, als der Core i7, ist das Ergebnis definitiv ansehnlich!

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Der Preis ist aber auch ansehnlich 😀

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Ist ja alles schön und gut, du wirst aber vermutlich genau so viel blechen dürfen wie seinerzeit für das 4 Jahre ältere Model. Flaches Design hin oder her, bei den Preise, ist das Preis / Leistungsverhältnis dann vermutlich das mieseste was es bisher gab bei Apple und das war schon immer unterirdisch. Das ist kein Notebook mehr, sondern einfach nur noch ein hippes Accesoire. Das es sich wieder verkauft wie geschnitten Brot, ist logisch, auch wenn ich nicht verstehen kann, wie man für so ein Modeobjekt soviel Geld ausgeben kann.

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Ja @christian. Zusätzlich noch kaum Anschlüsse.. Also zusätzlich dann einfach 5 Adapter kaufen und rumtragen…
Natürlich wird es sich verkaufen wie nix, aber es nervt wenn es auf Seiten wie hier für was angepriesen wird was es nicht ist.
Es gibt schon andere Laptops mit wenig Stromverprauch und passiver Kühlung (viel günstiger). Es gibt andere Laptops die leicht sind.
Man wird den hier auch für einiges brauchen können, aber die Leistung ist für den Preis absolut nicht angemessen.

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Ja, aber um den Preis geht es hier nicht. Muss jeder für sich entscheiden. Außerdem ist es so, dass man für ein gebrauchtes Macbook Air 11 von 2011 immer noch um die 500 Euro auf den Tisch legen muss. Alles Geld ist also nicht aus dem Fenster geschmissen.

Zeig‘ mir mal eine Windows-Kiste aus 2011 für das man nach 4 Jahren immer noch um die Hälfte des Kaufpreises bekommt! Das Macbook Air 11 gab es damals für 1100 Euro und somit hat man in vier Jahren einen Wertverlust von 600 Euro bzw. 150 Euro pro Jahr. Damit kann man gut leben!

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@seb, naja, sagen wir 300-400 €: http://www.ebay.de/sch/i.html?.....cat=175672

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@Michael

Das sind alles noch laufende Auktionen. Auktionen bekommen in der Regel noch kurz vor Schluss sehr viele Gebote. Lass uns doch lieber eine Auktion nehmen die am 26. März zu Ende ging: http://www.ebay.de/itm/Apple-M.....4637274774

569 Euro für ein Macbook 2011 mit Core i5, 4 GB RAM und 128 GB SSD.

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okay, dürfte aber ein nachgerüstetes Modell sein. 128er SSDs wurden damals nicht eingebaut.
https://support.apple.com/kb/SP631?locale=en_US&viewlocale=de_DE

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ah doch hab mich verlesen 😉
Sorry.

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Michael sagt:
2. April 2015 um 12:01: „Naja, irgendwie stellt ihr das hier dar also ob diese Scores gut wären. Tatsache ist, die sind einfach mies“

Ich kann mich dem nur absolut anschließen. Wobei ich von mir auch kritischer Weise sagen muss, dass ich sehr hohe Ansprüche an die Hardware meines Laptops habe, bezüglich Grafikkarte, Ram, Prozessor, (Gaming) was natürlich die meistens Apple Geräte von vorneherein ausschließt.

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Macbooks sind in jedem Fall auch nach Jahren noch gut zu verkaufen. Meins hab ich 2009 gebraucht (!) erstanden (400 Euro) und kann es jetzt immer noch für 250 weiterverkaufen wenn ich will. Es hat mir immer gute Dienste geleistet. Trotzdem würde ich es aus oben genannten Gründen nicht gegen das neuste Modell eintauschen.

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Wer jetzt das Teil wieder früh kauft dürfte zu jenen gehören, bei denen Apple wieder über Monate abstreitet, dass das schlechte Thermaldesign zu mangelnder Dauerleistung und Ausfällen führt.
Passiv läßt sich nämlich nur wirklich die Billigvariante vom Core M, also 5Y10, kühlen.
Ab dem 5Y50/51 bzw. 5Y70/71 muss viel Aufwand getrieben werden, damit die CPU über 10 Minuten hinaus stetig Dauerleistung liefern kann, sonst fällt die CPU auf Werte unter einer 5Y10 für Abkühlungsphasen von teilweise über 60 Minuten herunter.
Wenn dann noch die GPU gleichzeitig belastet wird sieht es noch schlimmer aus.
Totale Mogelpackung und eher was für Pensionäre und die Couch.

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