Erste Eindrücke vom Microsoft Surface Pro 3

Microsoft Surface Pro 3 .- Tablet-ohne-Tastatur-mit-Wi

Das neue Surface-Tablet von Microsoft ist da, zumindest bei uns in der Redaktion. Wir konnten uns das Surface Pro 3 – das neue Flaggschiff von Microsoft – einmal genauer ansehen. Bis zum Verkaufsstart in Deutschland sind es noch ein paar Tage, die deutschen Modelle vom Surface Pro 3 sollen erst Ende August verfügbar sein.

Das Surface Pro 3 von Microsoft besitzt jetzt einen deutlich größeren Bildschirm, der eine Bildschirmdiagonale von 30 cm besitzt. Die Auflösung hierauf beträgt 2160 x 1440 Pixel, was eine Pixeldichte von 216 ppi bedeutet. Angetrieben werden die Tablets von Microsoft von Intel-Prozessoren der Haswell-Generation (4.Gen). Der Arbeitsspeicher variiert je nach Modell zwischen 4 und 8 GB. Auch beim SSD-Modul stehen verschiedene Speicherkapazitäten zur Auswahl.

Surface 2x3

Von der Optik her unterscheidet sich das Surface Pro 3 kaum zum Vorgänger, außer dass das Display deutlich größer geworden ist. Obwohl das Display größer geworden ist, hat Microsoft das Gewicht vom Surface Pro 3 senken können. Statt 900 g sind es jetzt 800 g. Das Tabelt ist auch dünner geworden. Das Surface Pro 3 ist nur noch 9,1 mm „dick“.

Display

Das Full-HD-Display im Vorgänger-Modell konnte schon überzeugen, jetzt setzt Microsoft noch eine Schippe drauf. Das 12-Zoll-Display mit Clear-Type-Technologie löst jetzt mit 2160 x 1440 Pixeln auf. Trotz der spiegelnden Oberfläche lässt sich der Bildschirminhalt gut einsehen. Die Betrachtungswinkel liegen auf dem Niveau eines IPS-Panels. Beim Format des Displays hat sich Microsoft beim Surface Pro 3 auf das 3:2 Format entschieden. Hierdurch lässt sich deutlich mehr darstellen als beim Kinoformat 16:9, das noch beim Surface Pro 2 benutzt wurde.

Microsoft Surface Pro 3

Neues Bildformat beim Surface Pro 3

Das berührungsempfindliche Display erkennt gleichzeitig bis zu 10 Fingerberührungen. Eingaben per Digitizer-Stift sind auch möglich. Die Genauigkeit mit Stift ist deutlich präziser, jedoch nicht in allen Situationen einsetzbar.

Ansichten und Anschlüsse

Das Gehäuse hat Microsoft wieder aus Magnesium (VaporMg) gefertigt. Bei den Anschlüssen ist alles beim Alten geblieben. Das Surface Pro 3 hat weiterhin eine USB-3.0-Buchen und einen mini-Displayport. Über den Kartenleser könnt Ihr den internen Speicher erweitern. Am Tablet findet Ihr außerdem eine kombinierte 3,5-mm-Klinkensteckerbuchse (Kopfhörer, ext. Lautsprecher, Mikrofon) und auf der Unterkante einen Anschluss fürs Type Cover.

Geladen wird das Surface Pro 3 mit dem beiliegenden Netzteil. Der zierliche Stecker lässt sich seitlich am Surface Pro 3 anstecken, wobei dieser durch Magnete gehalten wird.

Neu beim Surface Pro 3 ist der integrierte Klappständer. Konnte bei den Vorgängern dieser nur in zwei Positionen genutzt werden, lässt sich der Klappständer vom Surface Pro 3 stufenlos verwenden.

Flexibler Klappständer

Flexibler Klappständer

Hardware

Die innere Hardware basiert auf Intel Prozessoren der 4. Generation (Haswell). Angeboten werden die Microsoft Tablets mit Prozessoren der Core i3-, Core i5- und Core i7-Familie. Alle verwendeten CPUs sind Dual-Core-Prozessoren mit Hyper-Threading und stammen aus der 22-Nanometer-Produktion.

Die Einstiegsvariante mit Core i3 wird mit 4 GB RAM und 64 GB SSD ausgeliefert. Surface Pro 3 Tablets mit Core i5 wird es in zwei Versionen geben: 4 GB RAM und 128 GB SSD oder 8 GB RAM und 256 GB SSD. Tablets mit Core i7-Prozessoren haben immer 8 GB Arbeitsspeicher und ein SSD-Modul mit entweder 256 oder 512 GB.

In dieser Version vom Surface Pro 3 von Microsoft kommt ein Core i5-4300U Prozessor mit integrierter HD Grafik 4400 zum Einsatz. Dieser Prozessor arbeitet mit 1,9 GHz Basistakt und im Boost-Modus bis zu 2,9-GHz-Taktfrequenz. Es sind 4 GB Arbeitsspeicher vorhanden, so wie ein SSD-Modul mit 128 GB.

Die Anbindung ans Internet beziehungsweise WLAN-Netz erfolgt nach dem Standard 802.11 ac. Auch Bluetooth 4.0 wird unterstützt. Im Tablet sind folgende Sensoren verbaut: G-Sensor (Beschleunigungssensor), Umgebungslichtsensor, Gyro-Meter, E-Kompass.

Hardware-Informationen zum Surface Pro 3

Systeminformationen / Prozessor

Benchmark: SSD-Modul

Beim Lesen erreicht das eingebaute SSD-Modul über 415 MB/s (CrystalDiskMark), was vollkommen in Ordnung ist. Beim Schreiben sind es jedoch „nur“ 271 MB/s. Beim AS SSD-Benchmark fiel der Unterschied zwischen Lesen und Schreiben noch deutlicher auf.

Benchmark: PC Mark / 3D Mark

Die Benchmark-Programme von Futuremark sollen Euch einen Eindruck verschaffen, wie sich das Surface Pro 3 im täglichen Leben verhält. Beim PC Mark 8 werden unterschiedliche Szenarien simuliert (Surfen, Video Chats, Bildbearbeitung und Office). Im 3D Mark-Benchmark wird die Grafik-Leistung in verschiedenen Szenarien ermittelt.

Damit Ihr die Benchmark-Werte vom 3D Mark und PC Mark 8 besser einordnen könnt, hier zum Vergleich die Höchstwerte für das Gespann Intel Core i5-4300U und Intel HD 4400M (Angaben von Futuremark):

Benchmark max. Score Surface Pro 3
3D Mark Ice Storm 48.319 38.372
Cloud Gate 5.092 4.445
Fire Strike 694 350
PC Mark 8 Home 2.556 2.149
Work 3.837 2.691
Applications (Office) 3.389 2.433

Kamera

Bei den beiden Kameras hat Microsoft ebenfalls nachgerüstet. Konnte man mit den Kameras beim Surface Pro 2 nur mit maximal 1280 x 720 Pixeln Bilder und Videos aufnehmen, sind es beim Surface Pro 3 jetzt deutlich mehr Pixel. Bilder werden mit 2592 x 1728 Pixeln aufgenommen und Videos in Full-HD (1920 x 1080). In beiden Kameras ist jetzt ein 5-MP-Sensor verbaut. Die Kamera-App hat noch seine Schwächen, denn vieles kann man hier nicht einstellen.

Eingaben per Digitizer
PAN

Wie schon beim Vorgänger gehört ein Digitizer zum Lieferumfang. Mit dem Stift lässt sich punktgenau zeichnen und einzelne Punkte am Display ansteuern. Der Stift wird per Bluetooth angebunden. Die drei Tasten am Stift sind programmierbar. Mit dem Digitizer lassen sich deutlich feiner Striche und somit auch Zeichnungen erstellen als mit einem Finger. Eine Anwendung wäre zum Beispiel das digitale Unterschreiben auf dem Surface Pro 3. Aber nicht alle Apps beziehungsweise Screens lassen sich mit dem Stift bedienen. Im Start-Screen von Windows 8.1 Pro lassen sich die Apps nur neu positionieren.

Surface-2-vs-Surface-3

Fazit:

Die Welten zwischen klassischen Laptop, Desktop-PC und Tablet werden immer kleiner. Das Surface Pro 3 findet sich in allen Welten mehr oder weniger gut zurecht, denn es ist zum einen ein Tablet und zum anderen ein würdiger Desktop-PC-Ersatz. Mit dem passenden Type Cover Pro 3 macht es sogar jedes Note- oder Ultrabook Konkurrenz.

Das Surface Pro 3 von Microsoft macht einen sehr durchdachten Eindruck. Microsoft hat dazugelernt, denn Vieles wurde beim Neuzugang verbessert. Das Display besitzt jetzt eine Bilddiagonale von 12 Zoll, das jetzt mit 2160 x 1440 Pixeln auflöst. Das heißt, es wirkt noch schärfer als das vom Surface Pro 2. Nicht nur die Größe wurde verändert, sondern auch das Displayformat. Microsoft setzt hier auf ein Display im 3:2 Format, statt 16:9 oder 16:10. Was beim Surface Pro 3 auch mehr Sinn macht, denn das neue Tablet soll ja hauptsächlich zum Surfen und für Office genutzt werden. Bei Filmen muss man jedoch die schwarzen Ränder in Kauf nehmen. Das berührungsempfindliche Display reagiert sehr gut auf Fingerberührungen. Wer mehr Genauigkeit in der Eingabe wünscht, kann den beiliegenden Digitizer benutzen.

Im Büro lassen sich über den mini-Displayport weitere Monitore anschließen. Am Tablet hat Microsoft auch wieder eine vollwertige USB-3.0-Buchse angebracht. Das heißt, bestehende USB-Peripherie lässt sich problemlos am Surface Pro 3 nutzen.

Die eingebaute Hardware ist, wie man so schön sagt: State of the Art. Im Surface Pro 3 ist ein aktueller Intel Core i-Prozessor samt HD Grafik (von 11/2013) anzutreffen. Beim Kauf des Tablets muss man sich in Sachen Arbeitsspeicher und SSD festlegen, denn erweitern lässt sich beim Surface Pro 3  – wie bei fast allen anderen Tablets – nichts. Zur Auswahl stehen Modelle mit 4 oder 8 GB Arbeitsspeicher, beziehungsweise 64, 128, 256 oder 512 GB SSD.

Der neue Klappständer, der sich individuell einstellen lässt, hat mir sehr gut gefallen. Eine weitere Neuerung im Surface Pro 3 ist das eingebaute WLAN. Dieses funkt jetzt auch nach dem 802.11 ac-Standard.

Ich hab für Euch einmal die wichtigsten Unterschiede in einer Tabelle zusammen gefasst:

Surface Pro 2 Surface Pro 3
Display 10.6 Zoll 12 Zoll
Auflösung 1920 x 1080 2160 x 1440
Displayformat 16 : 9 3 : 2
Prozessor / Grafik Intel Core i (4. Gen) Intel Core i (4. Gen)
Kamera 3,5 MPixel 5 MPixel
WLAN 802.11 a/b/g/n 802.11 a/b/g/n/ac
Abmessungen 274,6 x 173 x 13,5 mm 201,3 x 292 x 9,1 mm
Gewicht 900 g 800 g

Folgende Modelle könnt Ihr bei uns im Shop vorbestellen:

(Verfügbarkeit: Erscheinungstermin voraussichtlich am 31.08.2014)

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Über Siggy

Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.
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8 Antworten auf Erste Eindrücke vom Microsoft Surface Pro 3

  1. avatar Christoph sagt:

    EditierenAllen vorweg toller Artikel, ich würde mich sehr über einen Vergleich der unterschiedlichen Modelle freuen. Wie z.B. 4Gb vs 8Gb und natürlich i3 vs. i5 vs. i7 und damit die Frage beantworten, lohnt sich eine größere Investition tatsächlich oder werden theoretische Leistungsvorteile durch schlechtes Thermalmanagment aufgefressen.

    Und noch eine kleine Korrektur, nicht „alle“ Tablets haben fest verbauten Speicher, zumindest theoretisch ist der Wechsel der SSD beim Dell Venue 11 Pro möglich.

  2. avatar Siggy Moersch sagt:

    Hallo Christoph, Das Dell Venue 11 Pro ist mit noch nicht untergekommen, aber danke für den Hinweis. Gruß Siggy

  3. avatar Kevin sagt:

    Was ist mit dem Akku???

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