EU beschließt einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone

Ladekabel

Innerhalb der Europäischen Union wird es ab 2017 einheitliche Ladegeräte geben, so hat es das EU-Parlament am heutigen Donnerstag beschlossen. Im Rahmen der Aktualisierung der Vorschriften über Funkanlagen wurde auch die Einführung eines einheitlichen Ladegerätes für Mobiltelefone und sonstige tragbare Geräte festgelegt.

„Alle in der EU angebotenen Mobiltelefone sollten mit einem gemeinsamen Ladegerät kompatibel sein, um unnötigen Abfall zu verringern, Kosten zu senken und die Nutzung zu vereinfachen“, so die Erklärung. Bisher gibt es nur eine freiwillige Vereinbarung zwischen einigen Herstellern und der EU. Dank dieser Vereinbarung ist es aber jetzt schon möglich die meisten Mobiltelefone und Smartphones über eine MicroUSB-Buchse aufzuladen. Viele wichtige Detailfragen lässt die Rechtsvorschrift allerdings offen. So ist weder klar, welcher Stecker zum Standard werden soll, noch, ob die Buchse am Ladegerät oder die Buchse im Smartphone einheitlich sein soll. Während eigentlich alle großen Smartphone-Hersteller auf Micro-USB setzen, verwendet Apple als einziger immer noch auf einen proprietären Anschluss.

Wer sich noch an die Anfangsphase der Mobiltelefone erinnert, in der eigentlich jeder Hersteller eigene Anschlüsse verwendete, kann die Entscheidung nur begrüßen! Oder sehnt sich jemand an die alten Tage zurück?

Bild: © pixel&korn – Fotolia.com

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Über Cihan Boz

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9 Antworten auf EU beschließt einheitliche Ladegeräte für Mobiltelefone

  1. avatar Micha sagt:

    Also mir geht die EU langsam dermaßen auf den Keks mit Ihren ach so tollen Verordnungen … wir selbst sind in der Möbelbranche und schlagen uns seit Wochen mit der neuen Energieverordnung herum, wonach auch alle Möbel deren eine Beleuchtung aufweisen mit Energielabel ausgewiesen werden muss, obwohl der Kunde in 99% aller Fälle eh keine Möglichkeit hat, eine andere „Beleuchtungsart“ zu wählen – ergo er auch keinerlei Möglichkeit hat, von vorn herein eine bessere Beleuchtung bzw. weniger Energieverbauchende zu wählen … also ergo hat er nur die Wahl nehmen – oder sein lassen… Egal was – die ganzen Verordnungen sind meist so sinnfrei und kosten den Händlern und Herstellern einfach nur sinnlos viel Geld, Zeit und Nerven – und den Kunden wirds null interessieren…. genau dasselbe mit den Ladegeräten .. die meisten gehen doch eh schon auf USB – aber was bringt mir der Anschluss – wenn das Ladegerät dann zuviel Strom liefert und mir das Smartphone schrottet … auch null Punkte… und Zahlen darf schlussendlich der kleine Kunde wieder, weil die Hersteller wieder alles umbauen müssen – aber in der EU selbst interessiert des keine Sau – oder weiß von euch Jemand was der unterscheid zwischen einer Leuchte und Lampe ist ? Natürlich ohne vorher zu googeln 😉 …

  2. avatar Christian sagt:

    Find ich eine gute Sache… klar kann mans mit Verordnungen übertreiben, aber grade bei den Ladegeräten hat sich ja schon lang der Micro USB Standard durchgesetzt. Dabei kann das Netzteilgar nicht zuviel Strom liefern, weil das Handy selbst die maximale Stromaufnahme regelt. Wenns zuwenig ist, dann dauerts halt länger…
    Letztendlich muss sich da auch nur Apple neu orientieren, da alle anderen eh schon den freiwilligen Standard nutzen.

  3. avatar Jannis sagt:

    Absoluter Schwachsinn. Micro-USB ist technisch veraltet, sieht doof aus, Lightning Kabel können reingesteckt werden wie man es gerne will. Wieso setzen nicht einfach alle auf das viel bessere, schöne und einfachere Lightning?

  4. avatar Thommy sagt:

    Einheitlichkeit kann ich nur begrüßen, solange es nicht USB wird! Ständig versucht man es falsch herum anzustecken. Entweder Lightning oder nen Hohlstecker, der bei Nokia schon vor Jahrzehnten Standart war!

  5. avatar Heiko sagt:

    Absolut sinnvoll.

  6. avatar Rockstarrr sagt:

    Wem es schon zu viel ist die korrekte Ausrichtung eines Steckers zu prüfen der sollte wohl besser nicht auf Elektronik losgelassen werden 😉
    Mal ehrlich Leute… so schwer ist das doch alles nicht.
    Was traurig an vielen Erklärungen ist, ist die Tatsache, dass vieles beschlossen wird, aber nur ganz wenig bindend beschlossen wird. „[…] sollten mit einem gemeinsamen Ladegerät kompatibel sein“. Es müsste anstatt „sollten“ eher „müssen“ dort stehen.

  7. avatar Tom sagt:

    Was mir aber unklar ist: Wir haben doch aktuell schon kompatible Ladegeräte. Ist heute doch eh fast alles ein USB Ladegerät. Welches Kabel und somit welcher Stecker hinten dran ist kann doch egal sein?!
    Gerade alle Apple Nutzer müssten dann wieder neues Zubehör kaufen!
    Davon abgesehen müsste die neue Verordnung doch dann auch zur Folge haben, dass Geräte ohne Netzteil verkauft werden MÜSSEN. Denn auch wenn mein USB Ladegerät alles laden kann werde ich doch mit einem neuen Handy trotzdem auch ein neues Ladegerät bekommen oder?!

    Dummes Beispiel, aber das Einzige Produkt wo ich das kenne ist Nintendos 3DS der nun ohne Netzteil kommt, welches man separat kaufen muss.

  8. avatar Olli N. sagt:

    Naja vll hält der ein oder andere die Verordnung für sinnvoll – ich finde nur die EU schei.. uns zu mit Verordnungen – habe schon die Befürchtung es kommt bald ne Verordnung welche Unterhosen man tragen muss um nicht die Fruchtbarkeit beim Mann zu gefährden und somit das Fortbestehen der Europäer sichert – ich finde es ist schön langsam einfach nur noch ein WAHNSINN !!

  9. avatar Thalon sagt:

    @Micha
    Es ist also deiner Meinung nach nicht sinnvoll Möbel zu kennzeichnen, die ggfs. hohe Extrakosten verursachen durch die eingebaute Beleuchtungsvariante?

    Die generelle Kritik an den Massen an Verordnungen kann ich verstehen, man muss sich aber nur ansehen wieviele nationale Gesetze täglich beschlossen werden, nur damit die Beamten auch genug zu tun haben um nicht entlassen werden zu müssen.
    Die EU-Gesetze bekommt man halt mehr mit, da in den Medien. Aber selbst bei uns in Österreich sind es jährlich hunderte Seiten mit neuen Gesetzestexten. Der kleinste Teil davon beruht mWn auf EU-Richtlinien/Verordnungen.

    Ich wäre ja für einen Neustart bei den Gesetzen, quasi eine neue „Regeledition“.

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