Facebook kauft Hersteller des Oculus-VR-Headsets für 2 Mrd. US-Dollar

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Für die Technikwelt völlig überraschend hat Facebook vergangene Nacht die Übernahme des Virtual-Reality-Spezialisten Oculus VR angekündigt. Rund 2 Milliarden US-Dollar wird der Deal, der bis Ende des 2. Quartals 2014 abgeschlossen sein soll, dem sozialen Netzwerk kosten. Oculus VR darf vorerst weiter so arbeiten wie bisher und das Unternehmenshauptquartier des Start-ups soll im kalifornischen Irvine bleiben.

Der aktuelle Facebook-Coup kommt gut einen Monat nach Bekanntwerden der Übernahme des Kommunikationsdienstes WhatsApp. Der Netzwerkriese wird die veranschlagte Summe von 2 Milliarden US-Dollar dabei nicht sofort an Oculus VR überweisen, sondern davon lediglich 400 Millionen US-Dollar in bar bezahlen. 1,6 Milliarden US-Dollar werden in Form von Facebook-Aktienanteilen fließen. Die Transaktion beinhaltet laut offizieller Pressemitteilung außerdem eine Option auf zusätzliche 300 Millionen US-Dollar, wenn Oculus VR bestimmte Ziele erreicht.

Oculus VR existiert seit 2012 und sorgte schon kurz nach der Gründung für Furore, indem es den Prototypen eines Virtual-Reality-Headsets (Oculus Rift) präsentierte. Das für die Weiterentwicklung des Headsets nötige Kapital sicherte sich das Unternehmen zunächst durch eine äußerst erfolgreiche Kickstarter-Kampagne. Mittlerweile haben die Kalifornier knapp 100 Mitarbeiter und das Oculus Rift Development Kit 2 (DK2) am Start. Dieses DK2 soll ab Juli 2014 an Entwickler ausgeliefert werden und konnte zuletzt auf der Game Developers Conference (GDC) 2014 Pressevertreter, darunter heise online, und Fachleute überzeugen. Technisch ist das DK2 von Oculus mit dem von Sony ebenfalls im Rahmend der GDC 2014 präsentierten Project Morpheus vergleichbar.

In Anbetracht der neu erwachsenden Virtual-Reality-Konkurrenz  aus dem Hause Sony, macht der Deal mit Facebook für Oculus vermutlich Sinn. Sorgen um die Finanzierung eines Projektes oder ein zu geringes Marketingbudget müssen sich die Kalifornier jetzt wohl nicht mehr machen. Wie Oculus allerdings in die Planungen von Facebook passt, das wirft vorerst viele Fragen auf. Der Chef des sozialen Netzwerks, Mark Zuckerberg, deutete lediglich an, er sehe Virtual Reality als Plattform der Zukunft, die irgendwann das Zeug dazu haben werde, die Art und Weise zu verändern, wie alle Menschen miteinander kommunizieren, arbeiten und spielen.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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