Facebook kauft Instagram. Und?

Firmen kommen mit tollen Produkten oder Ideen auf den Markt und werden von wiederum größeren Firmen geschluckt. Kennt man sicherlich, ich selber kann daran nichts neues oder verwerfliches entdecken. Marktwirtschaft as usual. Gestern kaufte Facebook also Instagram. Den Fotodienst mit angeschlossenem Netzwerk, welches wir euch hier nach Erscheinen der Android-App vorgestellt haben.

Umgerechnet 1 Milliarde Dollar soll der Spaß gekostet haben, natürlich nicht nur in Form von Bargeld, sondern auch in Anteilen. Was hat Yahoo eigentlich für das Fotonetzwerk schlechthin, Flickr, im Jahr 2005 bezahlt? Knapp 35 Millionen Dollar.

Ja, die Zeiten haben sich geändert. Wir Menschen sind mobil geworden. Wir knipsen nicht mehr Fotos mit der Kamera und laden diese zuhause zu Flickr und Co hoch. Wir schießen unsere Fotos mobil mit dem Smartphone und laden diese ohne Umwege von unterwegs in soziale Netzwerke hoch. Instagram –  gerade mal seit 1,5 Jahren im Umlauf, dafür aber mit 27 Millionen Mitgliedern.

Und es sind sicherlich einige dazu gekommen, seitdem die App auch für Android verfügbar ist. Warum also kauft Facebook den Dienst? Wegen den Filtern? Das kann es nicht sein, da gibt es bessere Möglichkeiten und Apps. Wegen der mobilen App? Glaube ich auch nicht. Es wird der Mix, das Gesamtpaket aus leichter Bedienung, User-Base, Verbreitung und Namen im Web sein.

In Sachen Mobility will Facebook anscheinend nicht nur auf Text in kurzen Statusmeldungen setzen, sondern auch auf Fotos, die der Benutzer einfach mittels Filter pimpen kann. Denn oftmals ist es doch so, dass Bilder mehr sagen als 1000 Worte. Das könnte man sich auch im Hause Facebook gedacht haben, als man den Dienst Instagram ins Auge nahm.

Persönliche Meinung? Wenn man später einmal Instragram-sche Funktionen in der mobilen Facebook-App vorfindet, dann ist das sicherlich toll, aber nicht zwingend notwendig. Es existiert eine unglaubliche Anzahl an Foto-Apps da draußen im weiten Web, die nur darauf warten, von uns geschossene Fotos in irgendeiner Art zu verfremden. Und das Teilen in soziale Netzwerke wie Google+, Facebook und Co ist meistens auch problemlos möglich, alternativ nutzt man Dinge wie If this than that um gewisse Aufgaben zu automatisieren.

Sicherlich gibt es Menschen, die nun den Glauben an Instagram verloren haben, da sie vielleicht nicht wollen, dass ihre Fotos nun zum größten Foto-Archiv der Welt, denn dies ist Facebook, gehören. Für diese Menschen bleibt nur, die Fotos von Instragram zu exportieren (zum Beispiel mit Instaport) und den Instagram-Account zu löschen.

Wie schaut es bei euch aus? Ist euch das Thema egal?

Dieser Beitrag wurde unter Software abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

6 Kommentare auf "Facebook kauft Instagram. Und?"

Benachrichtige mich zu:
avatar
avatar
Gast

Ich habe weder einen FB Account, noch habe ich mir die Instagram App geladen. Bin auch sehr froh darüber und dieser Instagram Hype ist schön und gut, aber es nervt, wenn man plötzlich in Twitter alle 5Minuten ein verfâlschtes Bild sieht. Bin sehr froh darüber neben Twitter in einem zivilisierten Netzwerk zu sein namens G+… Dort habe ich zum Glück keinen Instagram Hype entdeckt.. Ein gut geschossenes Original Foto finde ich viel schöner als die künstlich verfälschten PicZ…

avatar
Gast
Ganz Deiner Meinung. Dass es die Nachrichten beherrscht ist klar – Facebook steht kurz vor dem Börsengang und 1 Milliarde ist ein Wort. Ansonsten habe ich den Hype vorher ebensowenig verstanden. Ich habe Instagram genutzt, weil es einmal den besten Workflow bot. Es ist immer noch gut, allerdings dank der von Dir genannten Alternativen nicht mehr so interessant. BTW, kennst Du eine App die DIREKT zu Google+ postet? Interessanterweise war mir Instagram, ähnlich wie Facebook, nie sonderlich sympathisch – im Wesentlichen wegen der Konzentration auf iOS, das hatte sowas Hipster-mäßiges. Ich fühle mich nun ein wenig bestätigt, da die Öffnung… Read more »
avatar
Gast

Also ich muss schon schmunzeln, wenn hier immer gegen Facebook gemault wird, und dann erwähnt man im gleichen Atemzug die Nutzung von Google+ … ^^

@Instagram: Was ändert sich? Nichts. Es entscheide noch immer ich, was ich teile und was nicht. Und wer nicht fähig ist für sich selbst abzuwägen, was er mit Instagram teilen will, der bleibt am besten FB & Instagram fern… Und benutzt Google+. Verwendet zwar fast keiner, aber who cares… Hauptsache man ist anders. 🙂

avatar
Webmaster

@Chris: 100 Millionen User ist also „fast keiner“? 😉
Und persönliche Vorlieben sind eben unterschiedlich, der eine nutzt eher FB, der andere G+ – andere wiederum nutzen beides.

avatar
Gast

Mich freut es dass Facebook Bilder freundlicher wird, mit der größeren Anzeige der Bilder wurde ja schonmal ein guter Schritt gemacht, vielleicht kommt mit Instagram nun auch die Möglichkeit Bilder in ordentlicher größe von externen Seiten an zu zeigen. Eventuell wird es auch anderen Portalen ermöglicht ihre Fotos mit wenigen Klicks auch auf dem Handy zu Facebook zu bringen. Das wäre ein wahrer Seegen für mich und meine GB Bilder Portale.

avatar
Gast

Auch ich habe keinen Facebook Account. Wenn man sich mal die sehr umstrittene Datenschutz Geschichte anschaut und verfolgt fragt man sich wo das noch enden soll. Ich meine habt Ihr den Test der Schufa mal verfolgt, dass die Schufa sich Ihre Daten nun auch aus FB ziehen wollte!? Nagut das ist jetzt vorerst gestoppt, aber für mich ist FB immernoch eine heikle Sache. Bin liebenr bei G+ und bleibe auch da.

wpDiscuz