Fahr away: Smartphone mit Rädern

Smartphone auf Raeder

Apple will ein Auto bauen, in dem das iPhone ein integraler Bestandteil sein soll – eine Art iPhone auf Rädern. Bis es soweit ist, dürften jedoch noch einige Jahre ins Land gehen. Heute schon Wirklichkeit ist eine Hülle, die einem Smartphone selbst ein paar kleine Räder verpasst und damit allerlei sinnlose, aber auch sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten bietet.

Ergeben Räder an einem Smartphone einen Sinn? Dieser Frage sind die Forscher Takefumi Hiraki, Koya Narumi, Koji Yatani und Yoshihiro Kawahara an der Universität Tokio experimentell nachgegangen. Dazu haben sie einen Motoraufsatz für die Micro-USB-Schnittstelle eines Smartphones entwickelt. Über eine Elektronik und der passenden App lassen sich die Räder ansteuern, gleichzeitig aber auch Informationen zur Bewegung der Räder abfragen. Eine zusätzliche Hülle gibt dem zweirädrigen Motoraufsatz den notwendigen Halt. Hülle und Gehäuse des Motoraufsatzes sowie die Räder stammen aus einem 3D-Drucker.

Fünf Anwendungsmöglichkeiten haben die japanischen Forscher gefunden und ihrem fahrenden Smartphone über eine App beigebracht. Zum einen fährt es weg, wenn man es nicht benötigt und stört so auf dem Tisch nicht mehr. Kommt ein dringender Anruf oder eine Nachricht an, dann fährt das Smartphone zu seinem Besitzer und verfolgt ihn, wenn er nicht reagieren sollte. Für Langschläfer ist die Weckfunktion des Smartphones mit den Rädern gekoppelt. Das Smartphone fährt dann einfach weg, wenn man versucht, den Wecker auszuschalten, um sich dem Aufstehen zu entziehen. Außerdem soll das Smartphone seinem Besitzer Gegenstände bringen können, die das Smartphone vor sich herschiebt. Neben diesen vier eher skurrilen Anwendungsmöglichkeiten, hat das Team um Takefumi Hiraki noch eine recht praktische Anwendung gefunden: Mit den Rädern lassen sich durch Abfahren Längen abmessen. Man braucht also beim Heimwerken nicht mehr unbedingt einen Zollstock oder ein Maßband. Ob Apple ein solches Zubehör anbieten würde, bis das Apple Car soweit ist? Ich glaube nicht.

Foto: Universität Tokio, YouTube

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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