Farblaser-Multifunktionsgerät Brother MFC-9140 CDN angetestet

Brother-MFC9140-cdn-frontDer Brother MFC-9140 CDN ist ein Farblaser-Multifunktionsgerät mit Druck-, Kopier-, Scan- und Fax-Funktion der günstigeren Preisklasse. Auch wenn das Gerät schon etwas länger auf dem Markt ist, haben wir es einem kurzen Test im Alltag unterzogen und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Das MFC-9140CDN ist LED-Farbdrucker mit einer maximalen Druckauflösung von 2.400 x 600 dpi. Im Simplex-Druck schafft der Drucker bis zu 22 Seiten / Minute, beim Duplex-Druck sind es noch bis zu 7 Seiten / Minuten. Natürlich beziehen sich die Werte immer auf optimale Druckbedingungen und die Angaben variieren leicht in der Praxis. Dank Netzwerkanschluss kann der Drucker im heimischen Netzwerk und mit dem Internet kommunizieren, um so zum Beispiel Googles Cloud Print Service zu nutzen oder gescannte Dokumente direkt per E-Mail an einem Empfänger zu senden.

Der Drucker wiegt 23,2 kg und hat die Abmessungen von 410 x 410 x 483 mm (B x H x T), was neben dem Schreibtisch natürlich viel Platz einnimmt. Dadurch, dass die automatische Dokumentenzufuhr auf der Oberseite ist und zum Scannen der Deckel aufgeklappt werden muss, sollte man nach Oben hin etwas mehr Platz einplanen. Die Ausdrucke sowie die Papierkassette sind zur Front hin ausgerichtet, so dass man einen guten Zugriff auf diese hat.

Die Papierkasette hat eine Kapazität von 250 Blatt, es ist aber auch möglich, eine Einzelblattzufuhr zu nutzen. Dort könnt ihr Papier bis zu einer Dicke von 163g/m² verwenden. Die Papierablage, also das Ausgabefach hat eine maximale Kapazität von 100 Blatt und der ADF (Vorlageneinzug) hat eine maximale Kapazität von 35 Blatt.

Der Drucker wird durch einen Touchscreen gesteuert, welches sehr intuitiv aufgebaut ist. Bei der Verwendung von Fax wird eine Wähltastatur neben dem Touchscreen eingeblendet, die dann verwendet werden kann. Im Schlafmodus leuchtet lediglich die Power-Status-Lampe regelmäßig auf, was aber keinesfalls störend ist.

Druckqualität

Sowohl die Schwarz- als auch die Farbdrucke können überzeugen, lediglich wenn man im Tonersparmodus druckt, bei dem weniger Toner verwendet wird, sind die Farben etwas blass, aber für Textdrucke noch völlig ausreichend.  Druckt man nun in hoher Qualität, dann ist das Ergebnis wirklich gut, auch bei farbliche Texten, Visitenkarten und Grafiken. Natürlich muss man hier klar sagen: An die Bildqualität eines Tinenstrahl-Fotodruckers kommt ein Farblaser in der Preisklasse nicht ran, also erwartet nicht, dass ihr hier die besten Fotodrucke mit dem Drucker drucken könnt. Einzig was mich beim Drucken etwas störte, ist das laute Geräusch beim Druckvorgang, was laut Hersteller bei <53 dB liegt. Im Bereitschaftsmodus ist die Lautstärke okay, laut Hersteller liegt sie bei <33 dB und im Schlafmodus ist der Drucker nicht zu hören. Nach drei Minuten im Bereitsschaftsmodus geht der Drucker auch wieder schlafen, damit kann man gut leben.

Positiv zu erwähnen ist die Duplex-Funktion, der ein automatisches beidseitiges bedrucken ermöglicht und wirklich gute Ergebnisse liefert. Im Treiber ist sogar einstellbar, dass bei mehrseitigen Dokumenten generell beidseitig gedruckt werden soll und leere Seiten übersprungen werden können.

Scan-, Kopier- und Fax-Funktion

Der Scanner im Vorlagenglas hat eine Auflösung von 2.400 x 1.200 dpi, der im ADF eine Auflösung von 1.200 x 600 dpi. Durch den ADF ist es möglich, mehrseitige Dokumente zu scannen und kopieren. Die Vorlage fasst bis zu 35 Seiten, die man in einem Schwung kopieren/scannen kann. Beim Testen funktionierte der ADF sehr zuverlässig und es kam zu keinem Papierstau oder falsch eingezogenen Seiten. Einziger Kritikpunkt, der aber in der Praxis nicht störte: Bei einem Scan mittels des ADF sind der linke und rechte Seitenrand leicht abgeschnitten. Bei Textdokumenten stellt dieses aber in der Regel kein Problem dar, da die Seitenränder ja auch in der Vorlage existieren. Ärgerlich ist dieses bei Grafiken oder Bildern, die nur einen sehr geringen Seitenrand haben. Hier muss dann das Vorlagenglas genutzt werden, um ein gutes Scan-Ergebnis zu erzielen.

Das Fax funktioniert ebenfalls sehr zuverlässig und nimmt Anrufe wie gewünscht über die klassische Telefonleitung entgegen. Da ich eine separate Faxnummer habe, kann ich leider keine Aussage über das Zusammenspiel mit einer Faxweiche treffen. Es ist problemlos möglich, von einem Computer ein Dokument direkt zu faxen, ohne es ausdrucken zu müssen. Ebenfalls kann man Faxe im Gerät zwischenspeichern und dann gezielt am Rechner betrachten und ggfs. ausdrucken, wenn man dieses wünscht.

Dokumentenverwaltung

Mit der Software Paperport 12 SE (für Windows) bekommt man ein Dokumentenverwaltungsprogramm dazu, um zum Beispiel eingescannte Dokumente papierlos abzuspeichern. Die Software funktioniert sehr gut und mittels Software ist es auch möglich mehrseitige beidseitig bedruckte Blätter mit dem ADF einzuscannen, man muss dazu lediglich die Vorlagen einmal umdrehen und das bestätigen. Das ganze geht recht schnell, nur die Beschriftung der Dateien nimmt etwas Zeit in Anspruch. Positiver Nebeneffekt: Zwei Din-A4-Ringordner weniger im Regel stehen zu haben bietet Platz für neue Bücher.

Mobile Apps

Hier konnte ich die Android-Version der Brother iPrint&Scan testen und war doch etwas enttäuscht. Mehrseitige PDF-Ausdrucke brauchen eine Ewigkeit, so dass ich schneller war, den Mac kurz zu starten und das Dokument am Rechner auszudrucken. Hier herrscht Verbesserungsbedarf in der mobilen App, bei anderen Herstellern ging das schneller. Positiv ist aber die Verknüpfung mit den Google-Cloud-Print-Dienst, damit ist ein Ausdruck überall möglich, wo man sich mit dem eigenen Google-Konto eingeloggt hat. Ebenfalls kann man aus Cloud-Diensten wie Dropbox, Evernote, SkyDrive und GoogleDrive seine Dokumente drucken und auch als Speicherort für eingescannte Dokumente verwenden.

Im übrigen: Der schwarze Toner reicht laut Hersteller für bis zu 2.500 Seiten, die normalen Farbtoner für 1.400 Seiten pro Farbe. Es gibt aber auch Farbtoner-Kartuschen für bis zu 2.500 Ausdrucke. Auch wenn der Drucker wegen eines leeren Toners seinen Dienst verweigert, kann man dieses umgehen, in dem man die Klappe zu den Verbrauchsmaterialien öffnet und dann die Sternchen-Taste ca. 5 Sekunden lang drückt. Im Display erscheint dann „Reset Menu“ und man wählt mit den Pfeiltasten die Farbe aus, die „getauscht“ wurde. Danach bestätigt man dies durch „OK“ und drückt zum Abschluss die Taste „1“. Anschließend noch die Klappe wieder schließen und weiter drucken. So kann man mit dem Toner auch weiter drucken, auch wenn der Drucker „Toner leer“ meldet. (Aber Achtung: Keinesfalls ganz leer drucken!)

Fazit:

Ich bin sehr zufrieden mit der Neuanschaffung. Das Gerät ist ein Alleskönner und erledigt seine Aufgaben sehr zufriedenstellend. Seiten scannen, kurz etwas kopieren oder problemlos im Netzwerk etwas ausdrucken ist kein Problem. Die Einrichtung war sehr einfach und die Bedienung ist selbsterklärend. Lediglich bei einem Foto-Ausdruck zeigt der Laser seine Schwächen, dies ist aber bei Laserdruckern normal. Visitenkarten oder dickeres Papier stellt den Brother vor kein Problem, das erledigt er genauso zuverlässig, wie den Duplex-Druck oder das massenhafte Einscannen von Dokumenten in der Vorlage. Auch für den SoHo-Kunden im kleinen Büro ist der Drucker eine gute Wahl, denn mit knapp 300 € ist das Preis-/Leistungsverhältnis des Brother MFC-9140CDN mehr als in Ordnung und die Kosten für Ersatz-Toner sind mit knapp 58 € pro Toner nicht zu hoch (Preis pro s/w Seite bei 2,3 ct) und die Druckkapazität von 1400 bzw. 2.500 Seiten ist in Ordnung. Den Brother hatte ich mir als Ersatz für meinen Samsung Farblaser angeschafft und ich muss sagen, der Brother überzeugt mich mehr. Wenn ihr euch nicht sicher seid, was für einen Drucker ihr braucht, dann testet doch unseren notebooksbilliger.de Drucker-Berater.

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4 Kommentare auf "Farblaser-Multifunktionsgerät Brother MFC-9140 CDN angetestet"

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„(Aber Achtung: Keinesfalls ganz leer drucken!)“ – Warum?

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Wenn ich die Verbrauchsmaterialien Klappe öffnen, habe ich keine*Taste sichtbar zur Verfügung. Wie finde ich die*Taste

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Nicht nachm aufmachen – kurz auf Fax stellen, dann siehst die Tasten. Am Besten mit einem wasserlöslichen Stift markieren.

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