FBI knackt iPhone ohne Hilfe von Apple

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Eine gerichtliche Anordnung seitens des FBI gegenüber Apple empörte vor knapp mehr als einem Monat die Tech-Welt. So sollte Apple beim Knacken eines iPhones des Attentäters von San Bernardino behilflich sein. Für Apple war damals allerdings klar: Eine Hilfe gibt es nicht, da solch eine Mithilfe neue Sicherheitslücken im System öffnet und dies gegenüber den Kunden nicht in Ordnung ist. Zudem sei es Apple technisch überhaupt nicht möglich die Sperre des betreffenden iPhones zu umgehen. Auch andere Tech-Unternehmen standen damals hinter Apple und haben die Entscheidung des Konzerns bekräftigt. Nun gibt es eine überraschende Wendung in dem Fall.

Das FBI hat nämlich verkündet, dass sie Zugang zu dem betroffenen iPhone erlangen konnten – ohne die Hilfe von Apple. Die richterliche Anordnung wurde zurückgezogen. Wie sie das schafften? Dank einigen intelligenten Köpfen, die dem FBI beiseite standen. Eine große Rolle soll dabei das Unternehmen Cellebrite aus Israel gespielt haben. Über die Technik „Universal Forensic Extraction Device“ kann das Unternehmen wohl mit vergleichsweise geringem Aufwand Daten und Passwörter von einer Vielzahl von mobilen Geräten knacken. Dieser Fall zeigt nun, dass die Technik ganz gut funktioniert.

Das Unternehmen gehört seit dem Jahr 2007 zum japanischen Konzern „Sun Corporation“ und hat auch in Deutschland einige Behörden als Kunden. 2015 zum Beispiel hat die sächsische Polizei 150 Handys, Laptops und Speicherkarten von Cellebrite analysieren lassen. Das LKA Bayern hat darüber hinaus 14 Lizenzen der Software gekauft. Preis: 377.000€.

Für Apple bedeutet dies: Nachsitzen! Die Software ist wohl doch nicht ganz so sicher, wie sie selbst dachten. Ein Wunder ist das nicht. In der Vergangenheit sind immer mal wieder Sicherheitslücken aufgetaucht, die dann von Apple allerdings relativ schnell wieder geschlossen werden konnten. Ob und wie Apple in diesem Fall reagiert bleibt abzuwarten.

via Fudzilla, Sueddeutsche

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