Fernseher-Trends auf der IFA 2012

Obwohl bereits ein Großteil der Haushalte in Deutschland einen Flachbildfernseher haben, nehmen Fernseher auf der IFA immer noch einen großen Teil der Ausstellungsflächen ein. Die Entwicklung hört natürlich nicht auf, weil fast jeder einen flachen Fernseher hat. So kommen die Hersteller mit immer neuen Features daher, die den Kauf eines neuen Fernsehers rechtfertigen sollen. Ich will euch einen kurzen Überblick darüber geben, wohin der Trend bei Fernsehern geht, nachdem was ich auf der IFA alles gesehen habe:

1. Dünner

Dass die Fernseher immer dünner werden, ist jetzt kein neuer Trend, sondern eher Tatsache. Wer dachte, dünner als aktuelle LED-TVs geht aber nicht, dem sei gesagt: Doch! LG zeigt zum Beispiel Fernseher, die dank der neuen OLED-Technik nur noch 4mm dick sind. Zum Vergleich: Das iPhone 4s ist fast doppelt so dick!

2. Größer

Bis vor einigen Jahren waren noch 65 Zoll Fernseher das Maß aller Dinge. Jetzt werden Fernseher jenseits der 80 Zoll Grenze auf Messen von den Herstellern um die Wette vorgestellt. Der größte mir bekannte LCD-Fernseher, den es heute für jedermann zu kaufen gibt, ist der 80″ große Sharp Aquos LC-80LE645E, der aber bald von seinem 90″ großen Bruder abgelöst werden dürfte:

3. Ultraauflösend

Obwohl es in Deutschland noch nicht mal alle Sender in HD Qualität bekommen, von Full-HD möchte ich erst gar nicht anfangen, hat man in bereits woanders den Ultra High Definition Television (UHDTV) (oder Ultra HDTV4320p, 8K, und Ultra High Definition Video (UHDV) genannt) vorgestellt. In Pixeln gesprochen sind das 7680 x 4320 Bildpunkte. Auf der IFA haben so ziemlich alle TV-Hersteller Geräte mit halber UHDTV-Auflösung 3840 x 2160 Pixel dem Publikum präsentiert. Die präsentierten Demovideos sahen schon sehr beeindruckend aus. Außerhalb von Demo-Videos sind UHDV-Inhalte aber kaum existent und von daher lohnt sich die Anschaffung der Geräte, selbst wenn man die 25.000 US-Dollar hat, noch nicht. Neben den fehlenden Inhalten mangelt es auch an Zuspielern, die 4K-Material an den Fernseher liefern können. Daher werden wohl noch einige Jahre vergehen, bis sich der Kauf lohnt und auch Inhalte in dem Format Standard sind.

4. 3D ohne Brille

Wer mit den auf den Markt befindlichen Fernsehern 3D-Inhalte sehen möchte, muss dazu in der Regel eine Brille aufsetzen. Für viele, inklusive mir, eine sehr nervige Angelegenheit. Ohne diese lästigen Brillen, hätte sich 3D-Fernsehen vermutlich besser durchgesetzt.

Die Entwicklung macht aber natürlich keinen halt und so konnte ich bereits bei Toshiba und Philips Demogeräte sehen, die keine Brille für den 3D-Effekt brauchen. Auch wenn ich die Vorstellung von Toshiba als Verbesserungswürdig empfinde, wirkte die Technik von Philips wirklich schon ausgereift und funktionierte auch in der Praxis erstaunlich gut.

5. Vernetzter & Intelligenter

Smart-TV & HbbTV ist auch dieses Jahr wieder auf der IFA in aller Munde und es geht eindeutig in die Richtung, dass alle Fernsehgeräte „intelligenter“ und „vernetzer“ werden. Man kann auf Ihnen verschiedene Apps installieren, Zusatzinfos zum TV-Programm bekommen, Youtube Videos anschauen oder Nachrichten mittels Browser lesen. Früher kamen nur hochpreisige Geräte mit entsprechender Ausstattung daher, der Trend geht aber dahin, dass in den nächsten Jahren wohl alle Fernseher mit Netzwerkanschluss, WLAN und HbbTV ausgestattet werden.

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Über Cihan Boz

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