Forza Horizon 4 Demo angespielt: schöne britische Straßen

Forza Horizon 4 Demo angespielt: schöne britische Straßen

Kurz vor dem offiziellen Release von Forza Horizon 4 habe ich mich in die Demo gestürzt, mir die englischen Landschaften angesehen und mich in das Fahrzeugdesign verliebt.

Flugzeuge fliegen vorbei und Heißluftballons hängen am Himmel. Die Demo soll uns einen Vorgeschmack auf die Welt von Forza Horizon 4 geben. Zur Präsentation auf der E3 dieses Jahr sind die Entwickler in Erinnerung geblieben, weil sie in der Halle Laub vom Himmel haben fallen lassen.

Forza Horizon 4 ist ein Open World-Spiel, das euch in eine Welt voller Autos wirft. Alles dreht sich um Autos und jeder redet auch nur über Autos.

Wie bei Rennspielen üblich, bekommt ihr am Anfang erstmal mehrere starke Boliden unter den Arsch gedrückt und dürft erleben, was euch in diesem Game erwartet. Ein McLaren Senna macht den Anfang und schon hier merke ich, dass die Entwickler sich beim Sounddesign richtig Mühe gegeben haben. Mein Headset lässt mich den Motor ganz genau hören und wenn ich Gas gebe, brüllt mich der virtuelle 4.0 Liter V8 Motor regelrecht an, dass ihm langweilig ist.

Nach zwei weiteren Demofahrten mit einem Gelände- und einem Rallye-Wagen holt man mich auf den Boden der Tatsachen zurück und lässt mich aus drei Fahrzeugen wählen: Einem Ford Focus RS, einem Audi TTS und einem klassischen Dodge Charger.

Gleich mal das Muscle-Car geschnappt und ab auf die Strecke. Der ist aber auch bockig – driftet ständig hin und her. Okay, so wird das nix. Neues Auto wählen: Der Audi TTS lässt sich wesentlich besser auf den Straßen bewegen als das amerikanische Kraftpaket.

Sofort kommt eine Nachricht von meiner Managerin. Die will, dass ich Rennen fahre. Am Anfang werden euch die verschiedenen Renntypen vorgestellt, inklusive meines neuen Lieblingstyps: Stunt.

Unter Anweisungen eines Regisseurs brettere ich mit einem Bugatti Chiron einen vorgegebenen Kurs entlang und versuche dabei, so cool wie möglich auszusehen. Ein Kampfjet zieht an mir vorbei und über das Mikro erfahre ich, dass da rechts auf dem Acker später noch ein Raumschiff via CGI eingefügt wird. Ich soll lieber nicht nachfragen, sondern weiterhin Gas geben. Weiter gehts zur Windmühle. Da sollen wir durchspringen, weil… einfach so. Sieht halt gut aus. Leider streife ich die Ecke der Windmühle etwas und verliere so Schwung und entscheidende Meter beim Sprung. Zum Glück kann ich jederzeit „zurückspulen“ und so doch noch einen geilen Sprung hinlegen.

Das Stunt-Rennen ist vorbei und ich trauere dem Bugatti schon etwas nach, auch wenn er sich kaum auf der Straße gehalten hat. Im Hauptspiel kommen dann noch weitere Rennen gegen ein Luftkissenboot und anderer Schabernack.

Schon kommt der nächste Anruf meiner Managerin, die noch mehr Infos zu Rennen parat hat, die auch sofort auf meiner Map erscheinen. Der Alltag eines Rennfahrers ist harte Arbeit.

Es lässt sich jetzt schon erkennen, wie die Game weiter gehen wird. Fahre zu Rennen, gewinne und dann mach immer so weiter. Eine fadenscheinige Story verbindet das alles und wenn ich mich auf den Trip einlasse, kann ich hier richtig viel Spaß haben.

Viele Details stimmen in Forza Horizon 4: Dreck sammelt sich mit der Zeit am Auto an, der Lack und Scheiben reflektieren die Umgebung und jedes Fahrzeug fühlt sich anders an. Fahrwerke sind bretthart bis butterweich, Traktion schwankt von kaum vorhanden bis Schleifpapier auf Asphalt. Alles keine bahnbrechenden Neuheiten, aber es fühlt sich sehr rund an.

Alles was ihr macht, bringt euch darüber hinaus Punkte.

  • Reißt eine Wand ein: Punkte fürs Demolieren
  • Fahrt eine Weile ohne jemanden zu berühren: Punkte fürs gute Fahren
  • Kommt versehentlich ins Rutschen: Driftpunkte

Und so geht es immer weiter. Das ist zwar nichts Besonderes, gibt mir aber das Gefühl, immer etwas zu erreichen. Selbst wenn ich bei meiner Abkürzung durch die Hecke auf einmal durch eine Steinmauer krache und auf eine Herde Schafe zuschlitterte, gab es dafür Punkte. Die Tiere sind übrigens gekonnt ausgewichen – immer wieder.

Was ich fürchterlich fand, waren die hässlichen Charaktermodelle in den Zwischensequenzen und das Design ihrer grausamen Klamotten. Auch das ständig die billigsten generischen Techno-Beats dabei laufen müssen, geht wirklich an die Grenze des guten Geschmacks und darüber hinaus.

Witzes Detail: Alle Gewässer in England scheinen nur so 30 Zentimeter tief zu sein. Es fahren zwar Boote auf den Gewässern, aber direkt neben dem Ford Escort sahen die nicht wirklich groß aus.

Forza Horizon 4 wird euch verschiedene Jahreszeiten bieten, die sich auf das Fahrverhalten eures Wagens auswirken. Ich freue mich jedenfalls darauf, Doughnuts im Schnee zu ziehen, wobei das auf der Wiese auch schon gut klappt.

Wenn ihr auf Rennspiele steht, kommt ihr nicht an Forza Horizon 4 vorbei. Es klingt gut, es sieht sehr gut aus und es spielt sich exzellent. Die Präsentation könnte etwas weniger „knallig“ sein, aber man muss sich ja Raum für Steigerungen lassen.

Forza Horizon 4 erscheint am 02. Oktober 2018 für die Xbox One und den PC. Die tolle Grafik und die hohen Framerates scheinen aber auch ganz schön Ressourcen zu benötigen. Mein Test-Rechner mit einer Nvidia Geforce GTX 1080Ti musste schon mal seine Muskeln spielen lassen, allerdings auch für eine 3440x1440px-Auflösung.

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