Fractal Meshify 2 – Ein Klassiker weitergedacht?

      Fractal Meshify 2 – Ein Klassiker weitergedacht?

      Das Meshify 2 von Fractal ist der neueste Streich des bekannten Gehäuse-Herstellers. Es nimmt zwischen den beiden beliebten Gehäusen Meshify C und Meshify S2 seinen Platz ein. Wir haben nachgesehen, ob sich die knapp 145 Euro für das Gehäuse lohnen.

      Mein Kollege Clemens hat das Fractal Define 7 bereits Anfang des Jahres unter die Lupe genommen und für gut befunden. Aus dem Konzept und den dortigen Neuerungen, hat Fractal das Meshify 2 erstellt.

      Bevor wir in den Test starten und uns die einzelnen Punkte genauer ansehen, will ich eine kurze Zusammenfassung geben: Das neue Fractal Meshify 2 ist eine Mischung aus dem bisherigen Meshify S2 (das „S“ wichtig) und dem Fractal Define 7. Es ist ein ATX-Gehäuse, bietet aber auch für andere Mainboard-Größen und E-ATX Motherboards bis 285 mm Breite genügend Platz. Für alle, die noch größere Motherboards verbauen möchten, gibt es das Gehäuse auch in der größeren Meshify 2 XL Version.

      Durch das markante Mesh-Design (Oberflächen, meist aus Metall, mit vielen kleinen Löchern) soll es einen besonders guten Luftstrom ermöglichen. Es gibt das Gehäuse in verschiedenen Varianten, ich habe mir die Version mit einem linken Seitenteil aus abgedunkeltem Glas näher angesehen.

      Inhaltsverzeichnis
      Technische Daten Fractal Meshify 2

      Technische Daten

      Technische Daten des Fractal Meshify 2
      3,5”/2,5” Laufwerke 11 gesamt, 6 enthalten + 1 Multibracket
      2,5” Laufwerke 4 gesamt, 2 enthalten
      Slots für Erweiterungskarten 7 + 2
      Mainboards E-ATX (max 285 mm)/ ATX / mATX / Mini-ITX
      Netzteil Formfaktor ATX
      Frontanschlüsse 1 x USB 3.1 Gen 2 Typ-C, 2 x USB 3.0, Audio I/O, Power Button, Reset Button
      Lüfterpositionen 9 x 120 / 140 mm
      Lüfter Front 3 x 120 / 140 mm (2 x Dynamic X2 GP-14 enthalten)
      Lüfter Oberseite 3 x 120 / 140 mm
      Lüfter Heck 1 x 120 / 140 mm (1 x Dynamic X2 GP-14 enthalten)
      Lüfter Boden 2 x 120 / 140 mm
      Staubfilter Top, Front, Boden
      Radiator Front Bis 360 / 280 mm
      Radiator Oberseite Bis 360 / 420 mm
      Radiator Heck 120 mm
      Radiator Boden Bis 240 / 280 mm
      GPU-Länge maximal Max 295 mm (210/190 mm bei unten montiertem SFX / ATX Netzteil)
      Max. Länge PSU 250 mm (wenn HDD Käfig installiert)
      Max. Länge GPU Storage Layout: 315 mm – Open Layout: 491 mm (467 mm mit Frontlüfter)
      Max. Höhe CPU-Kühler 185 mm
      Gummierte Kabeldurchführungen Ja
      Velcro Straps Ja
      Werkzeugloser Verschluss Beide Seitenteile und Oberseite
      Seitenteil links Stahl oder Tempered Glass
      Seitenteil rechts Stahl
      Abmessungen (L x B x H) 542 x 240 x 474 mm
      Gewicht Solid: 10,1 kg – TG: 10,5 kg
      Preis ab 142,99*

      Werbeversprechen

      Sehen wir uns kurz an, welche Werbeversprechen Fractal für das Meshify 2 macht. Bei technischen Geräten, wie einem Smartphone, würde man nun die offizielle Angabe der Akkudauer angeben und später mit den eigenen Testergebnissen vergleichen.

      Die über ein Gehäuse gemachten Versprechen drehen sich aber um feste Eigenschaften, wie Größe, Volumen oder Komfortfunktionen. Dabei geht es eher, ob diese auch so toll sind, wie sie verkauft werden. Interessierte Käufer sollten sich die offiziellen Angaben einmal durchlesen. Und sei es nur, um einen guten Überblick zu bekommen.

      • „Zielgruppe: Nutzer, die eine flexibles Gehäuse mit makelloser Qualität und markantem Design suchen.“
      • „Großzügiges Platzangebot: Der große Innenraum des Meshify 2 fasst spielend E-ATX Motherboards bis zu 285 mm Breite.“
      • „Extrem flexibel: Das modulare Design ermöglicht eine individuelle Anpassung an unterschiedliche Builds.“
      • „Elegant und widerstandsfähig: Das Meshify 2 ist extrem widerstandsfähig und verfügt über ein ikonisches Facetten-Mesh-Design.“
      • „Vielseitiges Dual Layout Design: Extrem viel Platz für Custom Wasserkühlungen mit großen Ausgleichsbehältern und Radiatoren bis zu einer Länge von 420 mm im Open Layout.“
      • „Abnehmbarer Frontfilter: Der neue Frontfilter aus Nylon kann für einen noch besseren Airflow vom Mesh-Panel getrennt werden.“
      • „Mehr Flexibilität beim Speicher: Wechsel zum Storage Layout erlaubt den Einbau von bis zu 14 HDDs & 4 SSDs. (6x SSD/HDD Trays, 2x SSD Brackets und 1x Multibracket enthalten).“
      • „Verbessertes Top Panel Design: Das Top Panel und Cooling Bracket lassen sich für ein komfortableres Arbeiten im Innenraum komplett ausbauen.“
      • „Herausragender Airflow: Drei Dynamic X2 140 mm Lüfter vorinstalliert; insgesamt neun 120/140 mm Lüfterpositionen.“

      Über gewisse Details gibt es auch weitere Angaben des Herstellers:

      • „Nylon-Filter an der Front kann für verbesserten Airflow abgenommen werden.“
      • „Neues abnehmbares Front Panel Design mit Scharnieren.“
      • „Drei USB-Anschlüsse an der Front, darunter ein USB 3.1 Gen 2 Typ-C Anschluss mit Unterstützung von Fast Charging und Übertragungsraten bis 10Gbps.“
      • „Ultra flacher Nexus+ 2 Lüfter-Hub, der den Anschluss von bis zu drei PWM- und sechs 3-pin-Lüftern erlaubt und dank intelligenter Positionierung das Kabelmanagement vereinfacht.“
      • „Herausragende Kühlung mit neun 120/140 mm Lüfterpositionen; drei Dynamic X2 GP-14 Lüfter vorinstalliert.“
      • „Die abnehmbare PSU-Kabel Abdeckung und integrierte Kabelführungen mit Velcro Straps machen sauberes Kabelmanagement hinter dem Motherboard noch einfacher.“
      • „Vielseitige Multibrackets erlauben den Umbau von ungenutzten Lüfterpositionen zu Halterungen für HDDs, SSDs, Pumpen oder Ausgleichsbehälter.“
      • „Zwei vertikale GPU-Slots und Unterstützung des separat erhältlichen Flex VRC PCIe Riser-Kabels.“
      • „Leicht zu reinigende Nylon-Staubfilter an der Front, der Oberseite und dem Boden. Der Filter am Boden lässt sich komfortabel von der Front aus entnehmen.“
      • „PSU-Shroud mit Lüftungsschlitzen und zweigeteilter Abdeckung für eine optimale Abdeckung unabhängig von der verbauten Hardware.“
      • „Werkzeuglos montierbare, an der Oberseite zu öffnende Seitenteile erlauben den einfachen Zugang zum Innenraum und mindern gleichzeitig die Gefahr des Herausfallens.“
      • „Der Verzicht auf Brücken zwischen den PCI-Slots sorgt für eine komfortablere Installation.“

      Nach oben

      Fractal Meshify 2 bei uns im Shop

      Lieferumfang: Weniger ist mehr

      Der Lieferumfang ist erfreulich gering und kompakt. Ihr bekommt einen großen Karton, bedruckt mit einigen Hinweisen und einer Inhaltsangabe. Im Karton selbst befindet sich das lediglich das Gehäuse – gut verpackt – und ein flacher Karton mit Anleitungen und Käfigen für HDDs. Das war’s. Das Gehäuse selbst ist schon komplett aufgebaut und muss nur noch aus dem Karton geschoben werden.

      Ein kurzer Ratschlag: Viele Gehäuse-Elemente sind für besseren Komfort mit Steckverbindungen am Gehäuse befestigt und nicht verschraubt. Diese sind zwar ausreichend fest, aber wenn ihr das Gehäuse an diesen Elementen anheben wollt, wird es euch wahrscheinlich wieder aus den Händen fallen. Hier am besten das Gehäuse von unten oder an den Seitenteilen greifen, diese sind sicher.

      Nach oben

      Design: Massiv aber mit viel „Luft“

      Bei einem Gehäuse dreht es sich – seien wir mal ehrlich – hauptsächlich um das Design. Die Anzahl gutaussehender Konkurrenten ist groß. Entscheidend ist das Design und damit kann Fractal deutlich punkten.

      Das Meshify 2 ist mit 542 x 240 x 474 mm ein recht großes Gehäuse. Es ist ein mattschwarzer Monolith mit einer optionalen Glasseite, einer markanten Front und einem ansonsten sehr kantigen Design. Es wirkt aber trotz der Größe ziemlich luftig, was auf die vielen Mesh-Flächen (Oberseite, Front, Boden) zurückzuführen ist. Auch das Seitenteil aus Glas lässt den schwarzen Monolithen leichter erscheinen, als er ist.

      Aber neben den offensichtlichen Aussehen zählen auch die kleinen Design-Elemente ins Style-Konto ein. Und dort merkt man eine Liebe zum Detail. Es wurde ein matter Schwarzton für das Gehäuse gewählt, sowohl die Mesh-Elemente als auch die Lüfterflächen haben ein verspieltes Drahtmuster. Es gibt keinerlei scharfe Kanten und jedes einzelne Element des Gehäuses fühlt sich hochwertig an.

      Fractal Meshify 2 bei uns im Shop

      Verarbeitung & Funktion: Alles richtig gemacht

      Die Verarbeitung des Fractal Meshify 2 gibt nicht den kleinsten Grund zur Beanstandung. Schon beim Auspacken des Gehäuses ist das Gewicht und Material positiv aufgefallen. Beim Gehäuse handelt es sich nicht um einen Plastik-Bomber, sondern die meisten Elemente sind aus Metall. Daher auch das etwas höhere Gewicht. Jedoch erhöht Metall auch die Lebensdauer (falls einmal etwas gegen das Gehäuse fällt) und vermittelt zudem einen hochwertigen Eindruck.

      Durch die vielen Mesh-Elemente – und freien Flächen für mögliche Lüfter – wird jedoch so gut es geht an Gewicht gespart. Es ist also eine gute Mischung aus robusten Materialien bei gleichzeitiger Gewichtsreduktion. Beim Auspacken und Herumschieben sind mir keine scharfen Kanten oder andere schlechten Verarbeitungen aufgefallen.

      Fast alle Elemente im und am Meshify 2 lassen sich ohne Schrauben befestigen, abnehmen und sind bis zu einem gewissen Grad variabel anpassbar. So ist die Oberseite mit Magneten und Sicherungszapfen befestigt und lässt sich mit einer Hand abnehmen. Darunter ist ein Staubfilter, der sich ebenfalls mit einer Hand entsichern und herausnehmen lässt. Ist auch der Staubfilter entfernt, könnt ihr über die Oberseite leicht in das Gehäuse greifen. Sofern ihr hier keine weiteren Lüfter angebracht habt.

      Nehmt ihr das rechte Seitenteil ab, gelangt ihr zum Ablage-Bereich für Kabel. Dort gibt es Kordeln mit Filzverschluss, um die Kabel von der Innenseite auf der rechten Außenseite geordnet anzubringen. Dazu gibt es gummierte Öffnungen in den Innenraum, um die Kabel möglichst gut zu verstecken und nur für Anschlüsse in den Innenraum zu bringen.

      Eine Plastikklappe auf der Unterseite versteckt und ordnet die Kabel des Netzteils. Kann aber auch entfernt werden, wenn ihr schnellen Zugriff zu einem neuen Netzteilkabel braucht. Die Liste an Feinheiten könnte noch ein gutes Stück weitergehen, aber es ist eine wahre Freude, diese kleinen Details beim Aufbau des Systems zu entdecken. Fractal hat beim Design an vielen Ecken hervorragend mitgedacht.

      Über das linke Seitenteil kommt ihr dann an das eigentliche Innenleben des Meshify 2. Dazu gibt es im nächsten Abschnitt mehr.

      Wie bereits auf der Oberseite gibt es auch unten einen leicht zu entfernenden Staubschutz und darunter befinden sich weitere Öffnungen zur Luftzirkulation. Die vier Füße des Gehäuses sind robust: Beim Test ist mir das Gehäuse kurz aus der Hand gekippt und die Füße haben keinerlei Kratzer abbekommen oder gar das Wackeln begonnen. Hier zahlt sich die solide Bauweise aus.

      Ihr wollt noch ein Beispiel? Gerne doch! Die Front lässt sich über ein Scharnier ganz leicht öffnen. Um auf einen hässlichen Hebel zu verzichten oder es umständlich über die Ritzen am Verschluss zu öffnen, hat Fractal einfach das eigene Logo links unten etwas hervorgehoben. Dieses Logo dient automatisch auch als Hebel, um die Front zu öffnen. Versteckt vor aller Augen.

      Innenleben: Durchdacht und aufgeräumt

      Aufgrund der Größe des Meshify 2 passt ziemlich viel Technik in das Gehäuse. Motherboards von E-ATX bis Mini-ATX finden dort Platz. Alle nötigen Schrauben zur Installation sind im beigelegten schmalen Zubehör-Karton enthalten.

      Auch mehrere Halterungen für Laufwerke sind in dem Karton beigelegt. Damit können bis zu elf Laufwerke (3,5”/2,5”) dort ihre neue Heimat finden. Im Auslieferungszustand sind drei 140mm Lüfter (einer Hinten, zwei an der Front) bereits befestigt. Insgesamt könnt ihr bis zu neun 140mm Lüfter (oder kleiner) anbringen.

      Der Innenraum ist sauber verarbeitet und bietet gute Möglichkeiten zum Kabelmanagement. Während des mehrmaligen Umbaus des Gehäuses habe ich keine einzige scharfe Kante erlebt. Meine Finger sind darüber sehr dankbar. Durch mehrere gummierte Öffnungen in der Nähe des Motherboards könnt ihr eure Kabel über die Rückseite zielgerichtet zu den jeweiligen Anschlüssen an Motherboard und Grafikkarte führen. Sehr praktisch und durch die Gummierung wird der Luftstrom des Innenraums möglichst wenig verändert.

      Der Bereich des Netzteils ist vom Innenraum deutlich abgegrenzt und verbessert damit auch den Luftstrom der eigentlichen Hardware. Der Einbau des Netzteils geht übrigens sehr leicht von der Hand. Ihr schraubt die Platte zum Netzteilbereich des Meshify 2 weg (geht ohne Schraubenzieher), schraubt diese Platte an die Rückseite des Netzteils und schiebt dann alles mit der Platte wieder zurück in das Gehäuse. In drei einfachen Schritten sitzt das Netzteil fest und sicher im und am Gehäuse fest. Über eine entfernbare Klappe auf der rechten Seite kommt ihr zudem leicht an die Kabel des verbauten Netzteils.

      Auch wenn die rechte Seite auf den Bildern etwas chaotisch aussieht, ist sie dennoch gut organisiert. Über mehrere Öffnungen könnt ihr die Kabel vom Netzteil zur Rückseite führen, dort mit Bändern aus Reißverschluss ordnen und dann ganz leicht über die gummierten Öffnungen wieder in das Innenleben führen. Für Kabel, die ihr nicht benötigt, weil euer Netzteil z.B. nicht modular ist, gibt es hier auch genügend Platz zum Lagern. Da die rechte Seite ein Seitenteil aus massivem schwarzen Metall hat, ist es die ideale Ablagefläche für Kabel, Festplatten und weitere Dinge, die nichts im Innenraum zu suchen haben.

      Fractal Meshify 2 bei uns im Shop

      Lautstärke: Hörbar aber im Rahmen

      Die Lautstärke eines Gehäuses ist eine sehr variable Sache. Je nachdem, welche Lüfter und Hardware ihr verbaut habt, kann sie stark schwanken. In meinem Fall ist eine Nvidia Geforce RTX 2080 Super von MSI und eine AIO von Arctic (Liquid Freezer II 240) verbaut. Die drei (von Haus eingebauten) 140mm-Lüfter des Fractal kommen natürlich ebenfalls zum Einsatz. Eure Lautstärke-Werte können sich also dramatisch von meinen unterscheiden. Dennoch geben sie einen guten Richtwert ab.

      Auf der Oberseite (dort wo die AIO verbaut ist) habe ich im IDLE-Zustand 37 dbA und während des intensiven Gamings 49 dbA gemessen, Die Rückseite ist mit 37 dbA im Idle-Zustand und 47 dbA im Gaming nur minimal leiser. Die linke Seite mit dem Glas-Panel hat im Normalzustand 35 dba und während des Spielens 41 dbA. Die Frontseite mit den beiden 140mm-Lüftern rauscht im Idle-Zustand mit 42 dbA vor sich hin und erreicht beim Gaming bis zu 50 dbA. Während meiner intensivsten Spielemomente wurde das Meshify 2 zwar hörbar, klang aber wie ein sehr weit entfernter Handstaubsauger. Hörbar, aber vergleichsweise leise.

      Insgesamt hört man die vielen Lüfter (bei mir sind es fünf) durchaus, aber es ist eher ein angenehmes Flüstern im Idle-Zustand und beim Gaming werden sie etwas lauter. Da ich aber direkt mit dem Messgerät vor den jeweiligen Seiten stand, ist es bei einem normalen PC-Aufbau für eure Ohren deutlich leiser. Der Rechner steht meist unterm Tisch und ihr sitzt mit eurem Kopf weit davon entfernt. Die Lautstärke des Meshify 2 würde ich als hörbar, aber vergleichsweise leise einstufen. Es ist definitiv kein schlechtes Gehäuse für viele Lüfter und laute Komponenten. Es geht jedoch noch abschirmender.

      Nach oben

      Kühlung: Gut mit vielen Möglichkeiten

      Genauso variabel wie die Lautstärke ist die Kühlung. Je nachdem was und vor allem wieviel davon ihr verbaut, kann das Meshify 2 euch gute Dienste leisten. Durch die vielen offenen Flächen kommt es beim Meshify 2 aber generell zu einem guten Wärmeaustausch. In meinem Gehäuse stecken fünf Lüfter (drei am Gehäuse und zwei an der AIO).

      Die Temperatur habe ich mit HWiNFO an den beiden Punkten „System1“ für das Motherboard und „Drive Temperature“ für die verbaute NVMe-SSD gemessen, um einen generellen Überblick der Innenraum-Temperatur zu bekommen. Da ich die Messungen zuhause gemacht habe und nicht in einer kontrollierten Umgebung, sind die Messwerte ebenfalls ein Beispiel, von denen eure Werte abweichen können.

      Der Wert „System1“ hat 24 Grad als Minimum bzw. im Idle, beim Gaming erreichte er 36 Grad und im Durchschnitt liegt die Temperatur bei 32 Grad. Die „Drive Temperatur“ zeigt 42 Grad als Minimum bzw. im Idle, 76 Grad beim Gaming und 60 Grad im Durchschnitt an.

      Als ich meine Hände an die jeweiligen Stellen (Front, Oberseite etc.) gehalten habe, konnte ich deutlich das Herausströmen von warmer Luft wahrnehmen. Es kommt also zu einem guten Luftstrom im Gehäuse. Die erzielten Werte sind also absolut in Ordnung und sogar gut. Durch die vielen offenen Stellen und bis zu 9 verbaute Lüfter, bietet das Meshify 2 durchaus gute Kühlmöglichkeiten. Die Kühlleistung hängt dann davon ab, wie man diese nutzt.

      Nach oben

      Fazit: Fractal Meshify 2

      Was ist also meine Meinung zum Meshify 2 von Fractal? Es ist ein großes und ziemlich gut durchdachtes Gehäuse. Die vielen offenen Flächen bieten ziemlich gute Kühlmöglichkeiten und der große Innenraum viel Platz für Hardware. Der Mesh-Look an vielen Elementen gefällt mir gut, ist aber auch eine Geschmackssache. Höhepunkt ist aber nicht ein einzelner Aspekt, sondern die Summe all der kleinen und liebevollen Details: Das Arbeiten ohne Schraubenzieher, die vielen gut durchdachten Öffnungen und Halterungen. Das Meshify 2 leistet sich keinen einzigen Patzer und ist mit knapp 145 Euro für die gebotene Leistung auch nicht zu teuer. Durch die massive Bauweise dürfte es euch auch noch viele Jahre begleiten.

      Von mir gibt es also durchaus eine Kaufempfehlung, wenn ihr nach einem größeren Gehäuse mit guten Kühlmöglichkeiten sucht. Für kleinere Mini-ATX-Setups oder für besonders leise Rechner gibt es aber spezifischere Lösungen.

      Fractal Meshify 2 bei uns im Shop

      Nach oben

      Veröffentlicht von

      (Junior) Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

      Das könnte dich auch interessieren

      Schreibe einen Kommentar

      Pflichtfelder sind mit * markiert.