Gastbeitrag 2: Yarvik Tablet Tab9-200 Xenta im Test

Wir hatten letztens im Blog ein Android Tablet von Yarvik verlost. Hier haben wir den zweiten Testberichte für euch. Der Testbericht stammt von Johannes.

Testbericht Yarvik Tab9-200 Xenta

Für den Testbericht sei vorweg erklärt, wofür ich das TablGastbeitrag: Yarvik Tablet Tab9-200 Xenta im Testet nutzen möchte. Ein Fotobooth ist ein großes Gehäuse auf einem Stativ in dem sich eine digitale Spiegelreflex-Kamera und ein Tablet befinden. Neben dem Fotobooth befinden sich zwei große Foto-Blitze. Über einen langen Kabelauslöser kann nun eine Gruppe von Leuten die Kamera auslösen und sich danach das Foto auf dem Tablet anschauen und sich per Email nach Hause schicken. Diese Technik findet sich meist mit einer Kiste voller Perücken, Brillen und anderen lustigen Verkleidungen auf Hochzeiten und ähnlichen Events wieder. Genau für ein solches Bauprojekt teste ich, ob sich das Yarvik TAB9-200 Xenta 97ic entsprechend eignet.

Verarbeitung

Das Tablet macht auf den ersten Blick einen vielversprechenden Eindruck, sieht solider und besser aus, als es der lange, kryptische Name vermuten lässt. Auch wenn man das erste Mal anfasst macht es einen sehr soliden Eindruck. Das Tablet liegt gut in der Hand, nichts wackelt oder knarzt. Ganz im Gegensatz zu manch anderen Tablets aus derselben Preisregion die ich zuvor in den Händen gehalten habe. Möchte man das Tablet jedoch bedienen fallen zwei Punkte schnell negativ auf. Die Taste zum Einschalten, der Button für den Homescreen und die Lautstärketaste fühlen sich recht billig an. Vor allem die Taste lässt zu wünschen übrig, da sie nur die Lautstärke verringert. Drückt man auf die rechte Seite der Taste um die Lautstärke aufzudrehen, passiert meistens nichts. Aber als schlechten Kompromiss gibt es ja immerhin die Möglichkeit über die beiden Schaltflächen in der Taskleiste die Lautstärke anzupassen. Und die Bedienung über die Touchoberfläche funktioniert dagegen immerhin wirklich super. Der Bildschirm reagiert schnell und vor allem flüssig auf die Bewegungen der Finger. Die Seitenwechsel Erfolgen zügig, ohne Ruckler und ohne Schlieren.

Geschwindigkeit

Im Punkt Geschwindigkeit schlägt sich das Tablet recht ordentlich. Apps laden zügig und auch die Wartezeit beim Booten hält sich in Grenzen. Mir kommt es besonders darauf an, wie gut die WLAN-Schnittstelle des Tablets arbeitet. Für den späteren Gebrauch soll das Tablet die Bilder von der Kamera über WLAN empfangen und anzeigen, ohne den Betrachter lange auf das Bild warten zu lassen. Bei einer Aufnahme in voller Auflösung im JPEG-Format vergingen im Schnitt zwischen drei und vier Sekunden. Das ist mehr als akzeptabel, da eine alternative Übertragung mittels USB meist dieselbe Zeit benötigt und ich mit der WLAN-SD-Karte bisher auch am PC oder Notebook keine wirklich schnellere Übertragungsrate geschafft habe.

Display

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Bleibt für mich noch die Frage nach der Qualität des Displays. Die Fotos werden öfter in Gruppen von mehreren Leuten betrachtet die sich um den Fotobooth herum stellen. Da ist es wichtig, dass das Display einen großen Betrachtungswinkel bietet, ohne dass sich das Bild stark in Farbe oder Kontrast verändert. Und auch in diesem Punkt hat mich das Yarvik Tab sehr positiv überrascht. Ich habe die Bildschärfe, Farbsättigung und den Kontrast mit Hilfe von Testbildern aus verschiedenen Winkeln betrachtet und erst bei einem sehr flachen Betrachtungswinkel hat die Farbsättigung etwas abgenommen und der Kontrast ist leicht abgeschwächt. Das eigentliche Bild ist aber noch immer klar und deutlich zu erkennen. Für diesen Test war der Raum abgedunkelt. Bei Tageslicht oder mehreren Lichtquellen, reflektiert das Glossydisplay doch sehr stark wenn man von der Seite drauf schaut. Da bei den Veranstaltungen für den Fotobooth das Licht meist senkrecht von oben kommt und es spät am Abend ist, dürfte das aber kein großes Problem sein.

Alltag

Was nun also die Bildqualität, die Verarbeitung und die Geschwindigkeit des Tablets angeht, kann ich das Yarvik Tab bei dem Preis eigentlich nur loben. Aber nachdem ich die für mich wichtigen Tests eigentlich fast abgeschlossen hatte und es mal ein wenig mehr im Alltag nutzen wollte, stellte sich raus, dass das Tablet wohl die Tendenz zum Einzufrieren hat. Aus heiterem Himmel hängt sich das Tablet auf. Das kann beim Starten einer App sein, oder auch mal mittendrin, oder bei einem Klick auf z.B. die Uhr in der Taskleiste. Es passiert nicht wirklich oft, aber bei gewissen Aktionen regelmäßig. Bei mehreren Benchmark-Apps stellte sich heraus, dass es sehr oft einfriert, wenn ein Belastungstest für die Grafikkarte durchgeführt wird. Das ist natürlich für meinen Einsatzplan äußerst unvorteilhaft, da das Tablet dann nur durch langes drücken der Power-Taste zum Aus- und wieder Einschalten reanimiert werden kann. Aber da kommt im Fotobooth ja keiner ran, da das Tablet im Gehäuse verbaut wird und nur das Display (ohne Android-Taskleiste) sichtbar ist.

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Fazit

Für gelegentliches Surfen und für den multimedialen Zeitvertreib ist das Yarvik TAB9-200 Xenta 97ic wirklich top. Gerade die Grafikqualität und die Geschwindigkeit sowie die Verarbeitung sind für den Preis unschlagbar. Aber wer aufwändige Spiele spielen will oder andere Dinge mit dem Tablet anstellen möchte, aber keine unfreiwilligen Zwangsneustarts mag, der sollte auf eine bessere Firmware hoffen oder doch lieber ein paar Euro mehr investieren!

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Über Cihan Boz

Hallo, ich bin seit 2011 Community Manager bei notebooksbilliger.de. Ich liebe Technik und lebe in Berlin. Finden könnt Ihr mich natürlich auch auf Twitter, Facebook, Instagram und natürlich Google+.
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