Gastbeitrag: Elektrischer Gurtwickler Rademacher RolloTron DECT 1213-UW

      Gastbeitrag: Elektrischer Gurtwickler Rademacher RolloTron DECT 1213-UW

      Mit dem RolloTron DECT 1213-UW haben wir dir vor einiger Zeit einen smarten Gurtwickler vorgestellt, der zum Produktsortiment des deutschen Smart-Home-Anbieters Rademacher gehört. Da eine Montage bei uns nicht möglich war, hat sich unser Leser Florian das Paket mit drei Gurtwicklern geschnappt. Ein Erfahrungsbericht.

      Am Ende des Beitrags unserer Produktvorstellung des RolloTron DECT 1213-UW haben wir explizit nach einer/m Testern*in gesucht – und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Bei uns in der Redaktion gab es leider keine Voraussetzungen für einen ausführlichen Test des Gurtwicklers, deshalb brauchten wir die Hilfe eine/r fähigen Lesers*in, der/die sich einen Test und die anschließende Veröffentlichung als Gastbeitrag zutraute. Dieser Fall ist nun eingetroffen, denn Florian hat das Paket mit drei Gurtwicklern bekommen und seine Eindrücke von der Montage und Inbetriebnahme als Gastbeitrag festgehalten. Da seit der Verlosung schon etwas Zeit verstrichen ist, konnte er den Gurtwickler ausführlich testen.

      Während der Test komplett aus der Feder von Florian stammt, sind die Fotos teilweise von unserer Produktvorstellung und von Florian aufgenommen.

      Hallo zusammen, mein Name ist Florian und ich bin der glückliche Tester der Aktion „Tester gesucht“ von Notebooksbilliger.de & Rademacher. Ich durfte drei Gurtwickler aus dem Hause Rademacher testen, genauer gesagt das Modell „RolloTron DECT 1213-UW“.

      Lieferumfang

      Als das gut verpackte Paket ankam, habe ich als erstes den Lieferumfang begutachtet:

      • der Gurtwickler an sich
      • eine Klappe für das untere Bedienpanel
      • das Stromkabel -eine kleine Abdeckung für die Elektronik
      • Schrauben zur Befestigung
      • Booklet mit Installation und Inbetriebnahme

      Positiv fiel mir auf, dass lediglich ein kleines Tütchen aus Plastik für die Abdeckung und Schrauben in der Pappverpackung vorzufinden war. Einen grünen Daumen hoch dafür. Der erste Blick auf die Anleitung offenbarte direkt, dass diese äußerst kurz wirkt. Es ist aber alles auf den Punkt gebracht und lässt keine größeren Fragen zur Installation offen. Den ersten Gurtwickler habe ich noch mit Blick ins Booklet eingebaut, die anderen dann ohne, da die Installation recht intuitiv ist.

      Einbau mit zwei Möglichkeiten

      Ich muss dazu sagen: Ich bin Systemadministrator und kein Profihandwerker, aber das System lässt sich wirklich von Laien einbauen und in Betrieb nehmen. An einer Stelle musste ich lediglich etwas meißeln, da der Rolladenschacht etwas zu eng für den Rollotron war. Allerdings saß dort ein manueller Gurtwickler aus den 70ern drin, der war wirklich sehr schmal gehalten. Hinsichtlich der Tiefe war es bei keinem Rolladenschacht ein Problem, den Rollotron einzusetzen.

      Der Einbau gestaltet sich recht simpel:

      • Rollladen komplett herunterlassen
      • alten Gurtwickler demontieren
      • den neuen Rollotron mit dem Stromkabel verbinden
      • einfach das zweiadrige Kabel einführen und festschrauben

      Hier hat man nun zwei Möglichkeiten zur endgültigen Installation:

      1. Zum einen kann man den zweipoligen Wandstecker in jede handelsübliche SchuKo-Steckdose einstecken.
      2. Zum anderen kann man – wenn es die Hausinstallation zulässt – unter dem Putz verkabeln. Dafür habe ich das Kabel auf Maß eingekürzt, vom Rolladenschacht aus zur nächstgelegenen Steckdose gebohrt und die Kabel direkt auf die Dose aufgelegt. So hat man kein sichtbares Kabel und spart sich zudem den Steckplatz in der Steckdose. Ich empfehle hier bei absoluten Laien einen Elektriker, da man mit den blanken Adern direkt am Stromnetz hantiert, was einem bewusst sein muss! Zudem sollte man immer die Sicherung herausnehmen. Es besteht bei unsachgemäßem Anschluss Lebens-, Kurzschluss- sowie Brandgefahr! Ebenso sind Schäden am Rollotron nicht auzuschließen. Variante 2 empfehle ich daher nur bedingt.
      • Rollotron einsetzen und das Rollladenband nach Maß einkürzen
      • das Band nach Anleitung einführen
      • vorsichtig einmal Maß nehmen, ob der Rollladen komplett nach oben gezogen wird per Haupttasten (hoch und runter)
      • den Rollotron mit den mitgelieferten Schrauben in der Wand fixieren
      • Nun kann man mit Druck auf die linke Taste im unteren Feld (zwei parallele Striche mit zwei Pfeilen/Dreiecken) und der jeweiligen Haupttaste für „auf“ und „ab“ die Endpunkte einstellen, sodass der Rollladen nur so weit hoch- und runtergelassen wird, wie es benötigt wird
      • et voilà, der handwerkliche Teil ist hiermit abgeschlossen

      Einrichtung via Fritzbox

      Die Vernetzung mit der Fritzbox ist ebenfalls einfach gemacht:

      • die DECT-Taste am Rollotron etwas länger als eine Sekunde gedrückt halten, bis die LED grün blinkt, was die Anmeldebereitschaft signalisiert
      • an der Fritzbox anmelden und die Anmeldung für DECT aktivieren, nun blinkt die entsprechende LED an der Fritzbox
      • die LED vom Rollotron leuchtet anschließend durchgängig grün für einige Sekunden
      • Man kann jeden Rollotron frei benennen, sodass man eindeutig weiß, welcher wo im Haus verbaut ist (Wohnzimmer, Terassentür, Esszimmer usw. heißen sie bei mir)

      Anschließend lässt sich der Rolladen per Tastendruck, per App (Fritz! Smart Home) und per Fritz!Fon via DECT ansteuern. Via App oder auf der Fritzbox direkt lassen sich Zeitpläne für das automatische Öffnen und Schließen hinterlegen. Neben der Tatsache, dass es sehr bequem ist, suggeriert es auch bei Abwesenheit nach außen hin, dass jemand im Haus ist. Die Schaltzeiten lassen sich individuell je nach Wochentag einstellen. Zudem ist eine Funktion aktivierbar, die je nach Sonnenaufgang bzw. Sonnenuntergang die Rolladen ansteuert.

      Schön ist seit kurzem, dass man auch Vorlagen für die Rolläden auf der Fritzbox erstellen kann. So kann man bspw. einzelne Gruppen oder auch alle Rolladen mit einem Druck öffnen bzw. schließen (getestet mit einem Android-Smartphone via Widgets auf dem Homescreen). Sehr positiv hervorzuheben ist, dass die Ansteuerung via App auch von außerhalb es heimischen (W)LANs möglich ist. Das ist bei einigen anderen, ähnlich gearteten Geräten leider nicht selbstverständlich ohne zusätzliche Bridge oder Cloud mit ggf. monatlichen Kosten. Über Third-Party-Anbindungen lassen sich auch Routinen erstellen, die per Sprachassistent getriggert werden können („Die Sonne scheint“ -> Alle Rolläden gehen auf Halbmast, „Guten Morgen, aufstehen“ -> Alle Rolläden gehen komplett hoch usw).

      In der ausführlichen Anleitung sind der Einbau und die Konfiguration etwas detaillierter ausgeführt sowie alle Eventualitäten bzgl. Troubleshooting abgebildet. Ich hatte mir diese einmal genauer angeschaut.

      Fazit: Elektrischer Gurtwickler Rademacher RolloTron DECT 1213-UW

      Nachdem ich die Geräte nun länger im Einsatz habe, muss ich sagen, dass sie sehr gut funktionieren. Gespeicherte Werte für das Hoch- und Runterfahren sind immer noch nach Monaten auf den Punkt genau. Einbau, Inbetriebnahme sowie Konfiguration sind simpel gestaltet und das Ergebnis ist einfach klasse.

      Ich suche noch nach negativen Punkten, um hier nicht nur mit Lob um mich zu werfen, habe aber bislang nichts finden können. Ich empfehle die RolloTron DECT 1213-UW von Rademacher uneingeschränkt weiter. Mittlerweile habe ich das Haus komplett mit den RolloTron ausgestattet, da ich kein anderes System gefunden habe, was mir – auch in Bezug auf den Anschaffungspreis – einen Mehrwert bietet.

      An dieser Stelle möchte ich mich nochmals ausdrücklich für die Testmöglichkeit bei notebooksbilliger.de sowie der Firma Rademacher bedanken.

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      *Stand: 04/2022

      Text: Leser Florian Liebeck; Fotos: Notebooksbilliger.de Blog / Florian Liebeck

      Veröffentlicht von

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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