Gastbeitrag: Test vom Huawei Ascend G330

Vielen Dank an Manuel O. für diesen Testbeitrag zum Huawei Ascend G330

Huawei Ascend G330 – Primus der Einsteigerklasse?
Seit einiger Zeit versucht der chinesische Hersteller Huawei, welcher hierzulande bislang eher auf anderen Gebieten der Netzwerktechnik seinen Ruf etablierte, seine Sparten um den hart umkämpften Smartphonemarkt zu erweitern und zielt dabei insbesondere auf das Einsteigersegment. Doch was taugt der Nachfolger des G300?

Die Basis: Googles Android „Ice Cream Sandwich“
Ausgeliefert wird der Jüngling bis dato mit der neusten Android Version 4.0.4 der Entwicklunglinie mit dem Codenamen „Ice Cream Sandwich“ (ICS) des Google eigenen Betriebssystems. Ob es ein Update auf „Jelly Bean“ (V. 4.1.x, 4.2.x) oder „Key Lime Pie“ (V. 5) geben wird, verrät der Hersteller allerdings bislang nicht. Zumindest der Vorgänger G300 erhielt jedoch eine Aktualisierung für die nachfolgende Version, so dass es bei
gleichbleibender Popularität durchaus als wahrscheinlich gilt, dass zumindest ein Update auf „Jelly Bean“ folgen wird. In dieser Version fehlt nämlich leider die Sprachsteuerung „Google Now“ und auch „Project Butter“ könnte sicherlich noch weitere Performance aus dem Gerät herauskitzeln. Zumindest ersteres könnte durch alternative Apps aus dem Play Store kompensiert werden. Anderseits sollte man berücksichtigen, dass ICS in der Preisklasse bis 200 Euro immer noch eine Seltenheit ist und Huawei mit diesem positiven Beispiel anderen Herstellern voraus geht.

Das Design: Luxury White
Das G330 in „luxury white“ hat wie auch die schwarze Version eine leicht gewölbte Rückseite. Der leicht geschwungene Silberstreifen vereint die glänzende weiße Rückseite mit der schwarzen Vorderseite und wirkt vergleichsweise edel, trotz des verwendeten Materials. Auf Fotos vermag der Charme sich nicht gänzlich zu entfalten. Ein wenig Vorsicht ist beim Handling geboten, denn die glatte Rückseite könnte bei einem Moment
der Vernachlässigung dazu führen, dass das Handy aus der Hand rutscht – auch wenn dies im Langzeittest bisher zu keiner solchen Situation kam. Besonders weiß die rechts in den Lautsprecher integrierte kleine Benachrichtungs-LED auf der Vorderseite zu Gefallen, die über eingegangene E-Mails, SMS aber auch WhatsApp Nachrichten oder ähnliches informiert.

Großzügig ist auch das 10,16 cm große 4,0“ Display mit IPS-Touchscreen, der für einen hohen Blickwinkel sorgt. Dargestellt werden satte 16 Millionen Farben auf einer Auflösung von 800×480 Pixeln. Die Helligkeit kann auf Wunsch automatisch geregelt werden. Im Test reichte jedoch außer unter direkter Sonneneinstrahlung fast immer die kleinste Helligkeitsstufe – sehr zum Dank des Akkus.

Huawei Testbild Panorama

Auf der Oberseite des Gerätes befindet sich der Ein-/Aus bzw. Standbyschalter, sowie ein 3,5 mm Kopfhörereingang. Zwar wird dem Paket entsprechende Ohrhörer beigelegt, die aber eher unter dem Begriff „funktional“ gefasst werden dürfen und sicherlich, auch alleine vom Komfort, nicht mit der Qualität hochpreisiger Kopfhörer kompetieren können.
Auf der Rückseite befindet sich die 5 MP Kamera, sowie ein LED Blitzlicht, das zuweilen auch praktisch als Taschenlampe fungiert. Hinter der Abdeckung sitzt der mit 1500 mAh bemessene Akku, die SIM Karte (Größe: heute noch übliche Mini SIM), aber zusätzlich auch der Slot für eine microSD(HC) Karte mit bis zu 32 GB. Die microSD Karte kann somit auch nur durch Herausnehmen des Akkus ausgetauscht werden. Weiter unten findet sich ein weiterer Lautsprecher. An der linken Seite sind Lautstärkeregler angebracht, so dass schnell zwischen verschiedenen Modi gewechselt werden kann, z.B. gänzlich stumm, Vibrationsalarm oder eben eine Lautstärkeskala, die für die gängigen Benachrichtigungen  des Gerätes dient. Auf der Unterseite gut zugänglich platziert ist der typische microUSB Anschluss zum  Aufladen des Gerätes und für den Datenaustusch.

Web-Performance 
Die folgenden Benchmarks ermitteln vor allem die JavaScript-Performance und führen dazu Tests im Bereich des HTML-Renderings sowie der HTML5 Darstellung (Video, WebGL, …), als auch diverse weitere Einzeltests, durch. Dies erlaubt erste Rückschlüsse auf die Gesamtleistung des mobilen Browsers. Im Browsermark 2.0 Benchmark erreichte das Ascend G330 eine Punktzahl von 970 mit dem vorinstallierten Browser Chrome in der Version 18.0.1025.166, der auch den Peacekeeper Test mit 320 Punkten erfolgreich absolvierte:

Leistung: Hardware Benchmark „Quadrant“
Um die Gesamtperformance zu objektivieren wird der Benchmark „Quadrant“ genutzt, welcher mit verschiedenen 3D-Animationen sowohl die Kernkomponenten CPU, die GPU, als auch den Arbeitsspeicher testet. Dabei erreichte das Huawei G330, in dem der mit 1,0 GHz getaktete Doppelkernprozessor Qualcomm Snapdragon MSM8225 seine Arbeit verrichtet, im Test 2229 Punkte und liegt damit noch vor dem Nexus S und HTC Desire HD. Zumindest in seiner preislichen Liga bekleidet das Huawei eine der Spitzenpositionen und ist durchaus auch noch mit höherpreisigen Modellen konkurrenzfähig. Der Arbeitsspeicher von 512 MB reicht für eine Vielzahl von gleichzeitig geöffneten Anwendungen, ohne das Ruckler auftreten. Allerdings sollte der integrierte Taskmanager

(Aufruf durch Halten der mittleren Taste) bei längerem Einsatz ohne Neustart überprüft werden, ob die eine oder andere App überhaupt noch gebraucht wird oder der reservierte Speicher freigegeben werden kann, durch die entsprechende Wischgeste.

Wehrmutstropfen: Kamera
Auch wenn dem Handy eine 5 Megapixel Kamera mit Autofokus einverleibt wurde, so reicht es im Test leider nur für Schnappschüsse – auch der LED Blitz konnte daran nicht viel ändern. Die Auslöseverzögerung und Qualität der vorinstallierten Kamera App ist zum Festhalten schneller Momente nicht geeignet. Den meisten Ansprüchen werden aber auch die erzielten Fotos genügen. Ein wesentlich besseres Resultat, vor allem was die Belichtung anging, wurde durch alternative Anwendungen aus dem Play Store erreicht. Durchaus brauchbar werden die Fotos bei ausreichendem Lichteinfall. Die rückwärtige Kamera nimmt Videos höchstens in VGA Qualität auf. Die verbaute Frontkamera mit 0,3 Megapixeln verrichtet ihren Einsatzzweck – nicht weniger, aber auch nicht mehr. Wer aber besonderen Wert auf qualitative Fotos und Videos legt, sollte sich lieber auf eine hochwertigere Digitalkamera verlassen.

Kommunikation
Das Ascend G330 bringt alles mit, was für den üblichen Einsatz notwendig ist. Es unterstützt nicht nur alle gängigen 2G und 3G Netze, sondern bringt obendrein noch Datendienste wie HDSPA, HSUPA, Bluetooth 2.1 mit A2DP und flottes WLAN nach b/g/n Standard mit. Das UKW Radio funktioniert nur mit entsprechenden Kopfhörern. Im Test konnte vor allem das durch Hilfsdaten unterstütze A-GPS überzeugen, das innerhalb kürzester Zeit einen recht genauen Standort zu benennen vermochte, auch bei schlechteren Wetterverhältnissen. Wer obendrein noch WLAN zur Unterstützung aktiviert, erzielt noch schnellere Positionsermittlungen, auch wenn dies durchaus als optional anzusehen ist, sofern nicht unbedingt innerhalb eines Gebäudes navigiert werden soll.

Optimierbar: Akku
Wer ein Smartphone hat, will es selbstredend auch regelmäßig nutzen. Bei durchschnittlichem Gebrauch hält der Akku höchstens zwei Tage, auch wenn die Software optimistischer ist. Eine Sprechdauer von fünf und Standbyzeit von lediglich 350 Stunden sind leider nicht gerade die größten Stärken dieses Handys. Äußerst positiv ist dafür die schnelle Regeration des Akkus am Stromnetz. Der Akku lässt sich natürlich auch problemlos tauschen, so dass entweder Ersatz- oder leistungsstärkere Akkus verwendet werden können, um eine längere Laufzeit zu erzielen. Im Test hielt das Handy durchschnittlich 1,5 Tage bei regelmäßigem Einsatz, auch in unterschiedlichen WLAN Umgebungen, durch. Der Stromsparmodus wurde dabei jedoch nicht genutzt, so dass – sofern man auf Internet verzichten kann – durchaus noch ein wenig Potential vorhanden ist.

Fazit

Das Huawei Ascend G330 braucht sich keinesfalls hinter etablierten Smartphone Modellen zu verstecken. Beim Betriebssystem wird eine recht aktuelle Version verwendet, die obendrein nicht durch eine Vielzahl von Veränderungen seitens des Herstellers überlagert wird. Die vorinstallierten Anwendungen sind produktiver Natur, so dass diese ohne Probleme auf dem für diese Preisklasse groß bemessenen internen Speicher verweilen können, welcher allerdings größtenteils vom Betriebssystem verschlungen wird und definitiv durch eine nicht im Lieferumfang enthaltende microSD Karte erweitert werden sollte. Besonders praktisch ist die vorinstallierte hauseigene „All Backup“ App, welche Kontakte, SMS, Kalendereinträge sowie weitere diverse Einstellungen auf Wunsch auch regelmäßig auf der microSD Karte sichert.

Einzig vermisst wurde Swype, da die originale Tastatur von Huawei kein besonderes Highlight ist und daher entweder auf andere bereits mitgelieferte Eingabemethoden umgestellt oder aber seine präferierte Eingabemethode  nachinstalliert werden sollte, was im Falle von Swype auch ohne Probleme funktionierte. Dennoch erhält das Handy eine klare Kaufempfehlung, schon alleine aufgrund des  unschlagbaren Preis-/Leistungsverhältnisses, den vielzähligen Einsatzmöglichkeiten und der durchweg guten Performance. Wer also Wert auf ein solides Handy legt, das den gängigen Situationen standhält und die häufigsten Einsatzszenarien abdeckt, ist mit diesem kleinen Wunderknaben bestens bedient.

Und das Beste zum Schluss: Zurzeit ist das Smartphone im Shop mit dem Gutscheincode „huaweig330“ für unschlagbar günstige 149 Euro erhältlich – obendrein kommt es als Last Minute Geschenk sogar noch rechtzeitig vor Weihnachten, zumindest bei Bestellungen bis zum 22.12.2012.

 

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3 Kommentare auf "Gastbeitrag: Test vom Huawei Ascend G330"

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m3adow

A propos Huawei:

Werdet ihr auch mal das Dual Sim Phone G500 Pro („Shine“) im Angebot haben? Das ist in Deutschland fast unmöglich zu bekommen.

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Cihan Boz

Steht leider noch nicht fest 🙁

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Gast
Phil

Hat jemand Informationen zum SAR-Wert des Handys?
Ich kann das nirgendwo finden…
Danke schonmal!

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