Gelungener Einsteiger-Beamer: Optoma HD146x im Test

      Gelungener Einsteiger-Beamer: Optoma HD146x im Test

      Der HD146x bietet eine Menge an Möglichkeiten für einen vergleichsweise günstigen Preis. Wie gut sich der Beamer im Alltag schlägt und an welchen Stellen ihr Abstriche machen müsst, kläre ich im Test.

      Das gefällt uns

      • farbenfrohes Bild
      • großes Bild bei geringem Abstand
      • übersichtliches Menü

      Das gefällt uns nicht

      • wenig Anschlüsse
      • Lautstärke im Normalmodus

      Bevor wir aber in die Tiefe gehen, bekommt ihr erstmal die technischen Daten:

      Technische Daten Optoma HD146x
      Projektionstechnologie DLP
      Auflösung Native Full HD (1.920 x 1.080)
      Seitenverhältnis 16:9 (Nativ), umschaltbar auf 4:3
      Helligkeit 3.600 ANSI Lumen
      Kontrast 25.000:1
      Projektionslinse f = 15,59 – 17,14, manueller Zoom, manueller Fokus
      Projektionsgröße (Diagonale) 28 Zoll (71cm) – 301 Zoll (765cm)
      Projektionsabstände 1m – 9.8m
      Max. Lampenlebensdauer in Stunden 4000 (Standard), 10.000 (ECO)
      Trapez-Korrektur (Keystone) +/- 40 Grad (Vertikal) manuell
      Anschlüsse Eingänge
      1 x HDMI 1.4a
      Ausgänge:
      1x DC Out USB A (5V/2A)
      1x 3,5mm Audio Out
      Audio 1 interner 5W Lautsprecher
      Leistungsaufnahme 295 Watt
      205 Watt (Eco)
      0,5 Watt (Standby)
      Gewicht 2,8kg
      Abmessungen / Verpackung 316 mm x 108 mm x 244 mm
      Mitgeliefertes Zubehör Stromkabel, Fernbedienung, Batterien für die Fernbedienung, gedruckte Schnellstartanleitung

      Optisch ist der HD146x ein schlichtes schwarzes Gerät. Als Material für die Verkleidung setzt Optoma ausschließlich auf Kunststoff. Die Seiten sind matt, die Oberseite besteht aus glänzendem Kunststoff. Die glänzende Oberseite ist sehr anfällig für Staub. Wenn ihr den Beamer also irgendwo fest installiert, werdet ihr nicht um häufigeres Staubwischen herumkommen.

      Über die Kratzfestigkeit der Oberseite kann ich nichts sagen. Sie dürfte wie alle Hochglanzflächen sehr anfällig dafür sein, aber ich wollte es jetzt nicht ausprobieren, wie leicht ich einen Kratzer hinterlassen kann.

      Die Verarbeitung ist einwandfrei. Es gibt keine scharfen Kanten oder lockeren Teile. Obwohl ausschließlich Kunststoff als Material verwendet wird, macht der HD146x einen robusten und wertigen Eindruck.


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      Magere Anschlussauswahl

      Anschlüsse sind beim HD146x Mangelware. Es gibt einen HDMI-Eingang. Das war es. Man könnte meinen, dass Optoma dann wenigstens ein HDMI-Kabel mitliefert. Dem ist aber leider nicht so. Außer dem Stromkabel liegen keine weiteren Kabel in der Verpackung.

      optoma hd146x anschlüsse

      Auf dem Foto seht ihr noch einen USB-Port. Der dient leider nicht der Datenübertragung, sondern lediglich der Stromversorgung. Damit könnt ihr einen Dongle wie den Chromecast anschließen und darüber streamen. Bluetooth oder WLAN besitzt der HD146x nicht.

      optoma hd146x hdmi-dongle

      Die Anschlussauswahl ist also wirklich überschaubar und nicht mehr zeitgemäß. Optoma sollte hier ganz eindeutig nachbessern und auch USB-Ports für die Datenübertragung beim Nachfolger installieren.
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      Helle Lampe und DLP-Technik

      Die Lampe des HD146x leistet 3600 ANSI-Lumen. Damit bekommt ihr auch in helleren Umgebungen ein ordentliches Bild. Aber es gibt naturgemäß Grenzen.

      optoma hd146x beamer im test

      Gegen die Mittagssonne kommt der HD146x nicht an. Das Bild wird dann flach und lässt sich nur schwer erkennen. In geschlossenen Räumen bekommt ihr bei indirektem Nachmittagslicht ein gutes und detailreiches Bild. Das beste Bild bekommt ihr natürlich dann, wenn der Raum richtig dunkel ist. Aber dazu später mehr.


      Quelle: Texas Instruments/YouTube

      Optoma setzt bei diesem Einstiegs-Beamer bei der Projektion auf die DLP-Technik. Im Kern funktioniert das Verfahren wie folgt: Weißes Licht wird über ein Farbrad Rot, Grün und Blau eingefärbt und anschließend an den DLP-Chip weitergeleitet. Im nächsten Schritt wird das Bild über das Objektiv an die Leinwand weitergeleitet. Dadurch trifft das Licht in Schichten auf die Leinwand. Das könnt ihr auch sehen, wenn ihr ein Foto von der Leinwand macht. Auf den Fotos ist der Effekt gut zu erkennen.

      Für das menschliche Auge ist das hingegen nicht zu sehen. Es erkennt nur das Gesamtbild mit allen Farben.
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      Den HD146x könnt ihr sehr einfach an eure Vorlieben anpassen. Denn Optoma liefert nicht nur ein sehr übersichtliches Menü mit guter Struktur, sondern eine ebensolche Fernbedienung.

      optoma hd146x beamer im test

      Das Menü bietet euch Zugriff auf die Betriebsmodi und die Bildeinstellungen. Ich empfehle euch, die Bedienungsanleitung direkt bei Optoma als pdf herunterzuladen. Dort sind alle Optionen und Menüpfade übersichtlich aufgeschlüsselt.

      Den Beamer könnt ihr nicht nur über die Fernbedienung, sondern auch über die Tasten auf der Oberseite bedienen.

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      Ein kurzes Wort zu den Betriebsmodi. Der Standardmodus heißt bei Optoma „Hell“. Beim HD146x gibt es noch den „Eco“-Modus. Auf einen dynamischen Modus, der das Bild automatisch an das vorhandene Licht anpasst, müsst ihr leider verzichten.

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      Es gibt auch einen dedizierten Gaming-Modus. Nutzt ihr diesen, wird die Reaktionszeit auf 16ms gedrückt. Damit machen auch Spiele Spaß, in denen es nicht auf Sekundenbruchteile aufkommt, richtig Spaß. Sowohl mein heiß und innig geliebtes Command & Conquer Remaster als auch der Aufbau einer weisen und gütigen Herrschaft in Anno machen auf einer so großen Bildfläche bspw. richtig Laune. Für Shooter ist die Reaktionszeit allerdings dann doch etwas zu hoch.

      Bei Sportübertragungen gilt im Kern das, was auch beim Gaming gilt. So richtig schnelle Szene sind nicht die Stärke des HD146x. Da kommt es zu Schliereneffekten und das Bild wirkt dadurch unscharf. Bei Totalen fällt das kaum auf, bei Nahaufnahmen hingegen sehr deutlich.

      Falls ihr euch den HD146x komplett nach eurem eigenen Geschmack einstellen wollt, stehen euch dafür drei Speicherplätze zur Verfügung, die ihr direkt über die Fernbedienung aufrufen könnt. Die liegt übrigens gut in der Hand und reagiert auch gut auf Eingaben.

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      Bei den Bildeinstellungen ist die Trapezkorrektur sicherlich die wichtigste. Dank ihr könnt ihr den Beamer auch leicht seitlich zur Leinwand aufstellen und habt trotzdem ein gerades Bild.
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      Ordentliches Bild auch ohne Leinwand

      Aber wen interessiert technisches Gedöns, wenn das Bild nicht stimmt. Ohne ein gutes Bild bringt einem ein Beamer nichts. Der HD146x kommt zwar nicht an die Spitzenmodelle heran, kann aber in dunklen Umgebungen überzeugen.

      Farben werden kräftig dargestellt, wobei die Intensität je nach gewähltem Bildmodus schwankt. Das Bild ist hell und kontrastreich. Hier gibt es nichts zu meckern.

      Wie oben schon beschrieben und auch nicht anders zu erwarten, nimmt die Bildqualität bei zunehmender Helligkeit ab. Farben werden ausgewaschener und der Kontrast sinkt. Solltet ihr also überlegen, die Spiele der womöglich/hoffentlich/vielleicht bald stattfindenden Fußball-EM im Garten per Beamer zu schauen, solltet ihr Nachmittagsspiele aussetzen und auf den Abend ausweichen.

      Wenn ihr euren Raum vernünftig abdunkeln könnt, dann nutzt ruhig den Eco-Modus. Das Bild ist dann zwar nicht ganz so hell wie im Normalmodus, aber auf die Farbdarstellung hat das keinen Einfluss. Dieser Modus sorgt nicht nur für eine verlängerte Lebensleistung der Lampe, sondern auch noch dafür, dass die Lüfter nicht durchgängig, sondern in Intervallen und auch leiser laufen.

      optoma hd146x beamer im test

      Die höchste Bildqualität bekommt ihr natürlich mit einer Leinwand. Die habe ich bei mir nicht zur Verfügung. Aber auch direkt auf der Wand lässt sich ein gutes Bild darstellen. Aus der Nähe seht ihr die Struktur. Aber aus etwa einem bis eineinhalb Meter Abstand ist davon nichts mehr zu erkennen.

      Einen Meter Abstand benötigt der HD146x, um ein Bild darstellen zu können. Das Ergebnis ist dann ein 27-28“ großes Bild. Falls ihr etwas mehr Platz habt, könnt ihr den Beamer auch bis zu 9,8 Meter von der Leinwand entfernt aufstellen. Dieser Abstand führt zu einem Bild mit satten 7,65 Meter Diagonale. In meiner Wohnung stand der Beamer rund 2,5 Meter vor der Wand und das brachte mir eine 70“-Diagonale.

      optoma hd146x beamer im test

      Dank des manuellen 1,1-fachen Zooms könnt ihr die Bildgröße auch noch etwas variieren.
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      Sound gibt es, der macht aber keinen Spaß

      Optoma bietet beim HD146x einen Speaker mit 5 Watt an. Das reicht für den Notfall aus und ist besser als nichts. Aber guter Klang geht anders.

      Im Normalmodus ist der Beamer so laut, dass der Speaker ihn nur mit Mühe übertönen kann – und das auch nicht immer. Nutzt ihr den Eco-Modus, ist das immerhin kein Problem.

      Das Klangbild des internen Speakers ist zudem dünn. Tiefen entwickeln sich so gut wie gar nicht und dementsprechend dominieren die Höhen. Abhängig von der Beschaffenheit der Umgebung und Auflagefläche klingt der Ton auch blechern. Könnt ihr einen Tisch mit einer dicken Platte als Resonanzkörper nutzen, dann macht das. Das sorgt dann für einen satteren und auch tieferen Klang.

      Dieses Klangbild war zu erwarten und ist in keiner Weise eine Überraschung. Wer einen guten Klang will, muss den Beamer über den Klinkenanschluss an ein Soundsystem anschließen.

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      Betriebslautstärke – Teils deutlich hörbar

      Der HD 146x liefert laut Optoma eine maximale Geräuschkulisse von 28db. Klingt nach wenig, kann aber unter Umständen laut sein.

      In ruhigen Räumen ist das Geräusch des Beamers deutlich hörbar. Ich konnte bei einem Film den Beamer im Normalmodus noch aus knapp drei Metern Entfernung hören. Der 5-Watt-Speaker kommt nur teilweise gegen die Lüftung an. Inwieweit ihr es als störend empfinden werdet, kann ich nicht beurteilen. Das hängt davon ab, wie empfindlich ihr seid. Ich konnte das Geräusch teilweise ausblenden. Hatte ich es aber einmal wahrgenommen, war es immer präsent. Mit einem Soundsystem sollte es aber nicht mehr zu hören sein.

      Die gute Nachricht: Im Eco-Modus spielt das Geräusch keine Rolle mehr. Da reicht auch der interne Speaker des Beamers vollkommen aus, um das in Intervallen auftretende Lüftergeräusch zu übertönen.

      Die Frischluft zieht der HD146x von der linken Seite an und stößt die Abluft auf der rechten Seite nach vorne und seitlich aus. Sitzt ihr also direkt rechts neben dem Beamer, kann es warm werden.

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      Unkomplizierter Lampentausch

      Die Lampe ist das primäre Verschleißteil eines Beamers. Wenn der Zeitpunkt zum Wechsel naht, werdet ihr darüber vom Beamer direkt informiert. Bevor ihr euch aber daran macht, die Lampe auszutauschen, stellt sicher, dass der Beamer kalt ist. Optoma empfiehlt, den Beamer 30 Minuten abkühlen zu lassen, bevor ihr an die Lampe herangeht. Denn die wird richtig heiß während des Betriebs.

      Um an die Lampe zu gelangen, müsst ihr nur eine Schraube an der rechten Seite lösen. Die sitzt unter einem kleinen Garantie-Siegel. Im Anschluss schiebt ihr einfach das kleine Teil auf der Oberseite nach rechts und nehmt es ab. Danach kommt ihr unkompliziert an die Lampe des HD146x.

      optoma hd146x beamer im test

      Und wie lange hält die Lampe nun? Im Normalmodus spricht Optoma von 4.000 Stunden. Das sind rund 167 Tage durchgängiger Betrieb. Nutzt ihr den Eco-Modus, liegt die Lebensdauer der Lampe im HD146x bei ca. 10.000 Stunden. Das entspricht knapp 417 Tage im Dauereinsatz.
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      Fazit: Der Optoma HD146x ist ein guter Einstiegsbeamer

      In den meisten Bereichen punktet der Optoma HD146x. Ihr bekommt bei vernünftigen Lichtverhältnissen ein großes, farbenfrohes und helles Bild. In hellen Räumen kommt der Beamer allerdings nicht gegen das Umgebungslicht an.

      Für die Bedienung steht euch ein gut strukturiertes und intuitiv zu bedienendes Menü zur Verfügung. Der Klang überzeugt nicht, aber das war auch nicht anders zu erwarten und ist bei vielen Beamern so. Für guten Klang müsst ihr externe Speaker einsetzen.

      Das Betriebsgeräusch empfand ich im Normalmodus als störend. Daher habe ich den Beamer während des Tests lieber im Eco-Modus genutzt. Der ist deutlich leiser und punktet zudem mit einer verlängerten Lebensdauer der Lampe.

      optoma hd146x beamer im test

      Der zweite Punkt, der mich stört, betrifft die geringe Anschlussauswahl. USB-Ports zur Datenübertragung sollten heute eigentlich bei jedem Gerät der Standard sein. Da muss Optoma bei einer Neuauflage eindeutig nachbessern.

      Insgesamt ist der HD146x ein gelungener Einstiegsbeamer. Ein gutes Bild, viele Einstellungsmöglichkeiten und ein Preis von knapp unter 500 Euro* machen ihn zu einem interessanten Gesamtpaket.

      Optoma HD146x bei uns im Shop

      *Alle Preise: Stand 04/2020

      Veröffentlicht von

      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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