Gigabyte AORUS 17 YA: Gaming-Notebook setzt auf extreme Power, 240 Hz und zwei Netzteile
  • Display
  • CPU/Grafik
  • SSD/RAM
  • 17,3" FHD 240 Hz
  • Core i9-9980HK/RTX 2080
  • 1 TB PCIe/32 GB DDR4

Gigabyte AORUS 17 YA: Gaming-Notebook setzt auf extreme Power, 240 Hz und zwei Netzteile

Das Gigabyte AORUS 17 YA ist ein High-Performance Gaming-Notebook. Mit Intel Core i9, RTX 2080, 32 GB RAM und 240-Hz-Display ist es für professionelle E-Sportler die perfekte Wahl zum Trainieren von CS:GO, Apex Legends, Fortnite und Co. unterwegs. Mit der performanten Hardware ist es aber auch für Szenarien mit sehr hohen Leistungsanforderungen wie anspruchsvolle Bild- und Videobearbeitung oder 3D-Modellierung geeignet. Die beiden schweren Netzteile sind aber nicht die einzigen Punkte, die potentielle Käufer beachten sollten.

Das gefällt uns

  • sehr viel Leistung
  • gute Verarbeitung
  • Full-Alu-Body
  • mechanische Tastatur
  • vorkalibriertes Display
  • schnelles Display mit 240 Hz und 3 ms
  • nützliches Control Center
  • viele Anschlüsse
  • stimmiges Klangbild
  • wartungsfreundlich

Das gefällt uns nicht

  • groß und schwer
  • Display ohne adaptive Synchronisation
  • laut unter Last
  • zwei massive Netzteile

Intel Core i9-9980HK und GeForce RTX 2080 treffen 240-Hz-Display mit 3 ms

Ihr bereitet euch auch am Notebook in jeder freien Minute auf die nächsten Intel Extreme Masters vor? Ihr gehört zu einer Filmcrew und müsst in den Alpen einen Film über das Paarungsverhalten der Steinadler fertigstellen oder modelliert die 3D-Umgebung einer sich in der Entwicklung befindenden Simulation am liebsten unterwegs? Dann ist das Gigabyte AORUS 17 womöglich das richtige Notebook für diesen Einsatz. Opulent, schwer und mit massig Power – so präsentiert sich das schnittige Flaggschiff der AORUS-Serie mit Full-Alu-Body und setzt dabei auf eine der leistungsstärksten Hardware-Kombinationen, die aktuell auf dem Markt zu haben sind: Intel Core i9-9980HK, RTX 2080 und 32 GB RAM. Für Gamer perfekt: Die mechanische Tastatur und das IPS-Display mit 240 Hz Bildwiederholrate und 3 ms Reaktionszeit.

Mit dieser Leistung wildert das AORUS 17 YA im Revier des MSI GT76 Titan (Test), das mit 4K-UHD-Display, Desktop-CPU und 64 GB RAM allerdings einen etwas anderen Weg einschlägt. Außerdem ist es deutlich teurer, schwerer und noch größer ist als das Gigabyte AORUS 17, das für aktuell 3.333,- Euro* zu haben ist. Zwei Netzteile sind auch beim AORUS 17 mit jeweils 330 Watt und gut 1,3 kg Gewicht für die volle Leistung obligatorisch. Der Test offenbart, wie sich das AORUS 17 in allen relevanten Disziplinen schlägt.

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Technische Details

Produkteigenschaften des Gigabyte AORUS 17 YA RX7Y9

Display 44 cm (17,3″), entspiegeltes IPS-Display
16:9-Format, 240 Hz, 3ms
Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
Prozessor Intel® Core™ i9-9980HK
8x 2,40 GHz, Turbo 5,00 GHz; 16 MB Cache
Grafik Intel® UHD Graphics 630
NVIDIA GeForce RTX 2080 (8 GB)
Arbeitsspeicher 32GB DDR4 SO-DIMM, 2.400 Mhz, Dual Channel
Festplatte 1 TB SSD PCIe
2 TB HDD
Netzwerk 802.11ax-WLAN / WiFi 6
Bluetooth 5.0 + LE
Killer™ Wi-Fi 6 AX1650
Killer™ E2600 Ethernet
Anschlüsse 3x USB 3.0 Typ-A
1x USB 3.1 Typ-C
1x USB 3.1 Typ-C (Thunderbolt 3)
1x USB 3.1 Typ-C (DisplayPort 1.4)
1x HDMI 2.0
1x SD-Kartenleser (UHS-II)
1x Mikrofon
1x Kopfhörer
2x Stromanschluss
1x LAN RJ-45
Akku 94 Wh, verschraubt, 2x 330W-Netzteil
Eingabegeräte AORUS Fusion Keyboard mit RGB Einzeltastenbeleuchtung und mechanischen OMRON Gaming-Switches
N-Key Rollover / Tastenweg 2,5mm
Touchpad mit Multi-gesture- & Scroll-Funktion
Sound ESS Sabre HiFi Audio DAC
2.1 Audiosystem mit 7 Watt (2x2W, 1x3W)
Dual-Array-Mikrofon
Kamera Webcam
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 39,6 x 29,3 x 3,8 cm (B x T x H)
Gewicht ca. 3,75 kg (inkl. Akku)
Zum Shop: Gigabyte Aorus 17

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Martialisches Design mit RGB-Beleuchtung

Das AORUS 17 macht optisch klar, dass es zur Gaming-Oberklasse gehört. Viele Kanten, Sicken und Erhebungen formen in Verbindung mit dem matten Schwarz eine aggressive Stealth-Bomber-Designsprache, die im Gaming-Bereich häufig anzutreffen ist. Die Display-Ränder sind sehr schmal, denn die Webcam befindet sich auf der Blende unter dem Display. Sie liefert durchschnittliche Ergebnisse und ist schräg nach oben ausgerichtet. Sie zielt damit auf die Nase des Nutzers ab, was für häufige Videotelefonie nur teilweise empfehlenswert ist.

Unter-, Rück- und die beiden hinteren Seitenflächen werden von üppigen Luftein- und -auslässen und zahlreichen kantigen Spalten und Verwinklungen bestimmt. Das Display wird von zwei massiven Scharnieren gehalten.

Etwas übertrieben hat Gigabyte es bei den Aufklebern. Ganze fünf Stück verzieren das Gerät, ohne die es deutlich schlichter daherkommt. Die anpassbare RGB-Beleuchtung verteilt sich auf fünf Punkte. Zwei sind jeweils an der Vorder- und Rückseite. Elf kleine Leuchtstreifen befinden sich oberhalb der Tastatur auf einer leichten Erhöhung. Der rhombusförmige Power-Button ist wie das Gigabyte-Logo auf der Display-Oberseite weiß beleuchtet.

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Full-Aluminium-Body mit kleinen Makeln

Das AORUS 17 YA setzt im Gegensatz zum MSI GT76 Titan beim Gehäuse komplett auf Aluminium. Damit ist es nicht nur besonders stabil, sondern wirkt auch deutlich hochwertiger. Die Verarbeitung befindet sich auf einem guten Niveau, die Spaltmaße sind gleichmäßig und schmal. Auf der Rück- und Unterseite gibt es allerdings ein paar Ausnahmen, die dem positiven Gesamtbild bei der Verarbeitung nur einen leichten Abbruch tun. Die dem Design geschuldeten zahlreichen Kanten sind abgefalzt und geben keinen Anlass zur Kritik.

Das Display ist mit einer dicken Gummilippe umgeben, die es vor Staub und Beschädigungen schützt. Die massiven Scharniere halten es zudem stabil in der gewünschten Position. Für alle Saschas da draußen: Das Gaming-Notebook lässt sich ohne Probleme mit einem Finger öffnen.

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Komfortable Eingabegeräte

Eine Schwachstelle sind bei Notebooks häufig Rubberdome-Tastaturen mit schwammigem Druckpunkt. Das AORUS 17 YA setzt auf eine Tastatur mit mechanischen OMRON Gaming-Switches. Mit 2,5 mm Hub und präzisem Tastenfeedback lassen sich mit der Tastatur auch längere Texte angenehm schreiben. Dazu kommt eine vollwertige Tastatur mit richtiger Enter-Taste und NumBlock. Erfreulicherweise hat Gigabyte zudem auf Spielereinen bei Tastengröße und Layout verzichtet. Die Beleuchtung der einzelnen Tasten ist mittels Software konfigurierbar.

 

Das Touchpad ist schön groß und gibt Eingaben präzise weiter. Bei der Bedienung sind mir keine Schwächen aufgefallen. Auch Multi-Touch-Gesten werden akkurat erkannt und umgesetzt.

Nicht sehr lautes, aber stimmiges 2.1-Audiosystem

Beim Sound überzeugt das Gigabyte AORUS 17. Das Lautsprechersystem besteht aus zwei nach oben ausgerichteten Boxen mit jeweils zwei Watt und einem Subwoofer mit drei Watt Leistung, der nach unten schallt. Zwar wird das Gaming-Notebook auch bei voll aufgedrehter Lautstärke nicht übermäßig laut, dafür lässt sich Musik trotzdem noch sehr gut hören, ohne schrill zu klingen. Tiefen sind dank Subwoofer im Gegensatz zu den meisten Notebooks immerhin hörbar.

Wer möchte, kann das Klangbild via vorinstallierter Nahimic-Audio-Software anpassen. Zudem gibt es Presets für Musik, Filme, Kommunikation und Spiele. Die Software ist gut strukturiert und lässt sich intuitiv bedienen.

Im AORUS 17 steckt zusätzlich ein ESS Sabre HiFi Audio DAC. Ihr könnt euch also auch mit angeschlossenen Kopfhörern auf einen sehr guten Klang freuen.

Zahlreiche moderne Anschlüsse

Das AORUS 17 YA bietet dank ausladendem Formfaktor viel Platz für Anschlüsse – und geizt auch nicht damit. Sie sind zudem sinnvoll an den beiden Seiten und der Rückseite positioniert.

Rechts sitzen zwei USB-3.1-Typ-A-Anschlüsse, der schnelle UHS-II-SD-Kartenleser und ein Typ-C-Port. Auf der linken Seite des Gaming-Notebooks sind ein weiterer USB-3.1-Typ-A-Anschluss, die beiden Klinkenanschlüsse und zwei Typ-C-Anschlüsse verbaut. Der linke Anschluss unterstützt Thunderbolt 3. Zudem soll ein weiterer Typ-C-Anschluss laut Datenblatt DisplayPort-1.4-fähig sein. Aus der Beschriftung am Notebook wird allerdings nicht ersichtlich, ob es der einzelne Typ-C-Anschluss auf der rechten oder der zweite Anschluss auf der linken Seite ist.

Auf der Rückseite befinden sich die beiden Stromanschlüsse, der LAN-Port sowie ein HDMI-Anschluss. Die Verteilung der Anschlüsse ist praktisch und auch die Anzahl der Anschlüsse dürfte für den Alltag sowie anspruchsvolle Arbeiten vollkommen ausreichen. Nutzer, die viel mit SD-Karten arbeiten, werden sich sehr über den schnellen SD-Kartenleser mit UHS-II-Schnittstelle freuen, der Karten mit Schreib- und Lesegeschwindigkeiten von je etwa 300 MB/s unterstützt.

Sowohl LAN- als auch WLAN-Modul stammen von Killer. Vorbildlich: Drahtlos werden das aktuelle Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0 (LE) geboten.

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Blitzschnelles IPS-Panel mit hoher Farbtreue und gutem Kontrast

Im Gigabyte AORUS 17 YA ist ein 17,3″ großes, mattes Full-HD-IPS-Panel von AU Optronics mit der Bezeichnung AUO509D verbaut. Die Pixeldichte liegt bei ca. 127 PPI – Inhalte werden also schön scharf dargestellt. Zum Vergleich: Bei einem 24″-Monitor mit Full-HD-Auflösung liegt die Pixeldichte bei ca. 92 PPI. Die durchschnittliche Helligkeit des Displays liegt ungefähr bei 295 cd/m². Das ist ein guter Wert und für den Alltag mehr als ausreichend. Das Display ist ab Werk kalibriert, nach der Kalibrierung mit dem Spyder5Elite sank die Helligkeit trotzdem um ca. 35 cd/m² im Durchschnitt.

Bei der Farbabdeckung leistet sich das Display keine Schwächen und bietet neben 98% sRGB auch 72% NTSC, 77% AdobeRGB und 76% DCI-P3. Bei maximaler Helligkeit liegt der Schwarzwert bei 0,29 und der Kontrast bei 1040:1. Mit unserer Spyder5Elite haben wir zudem ein Delta-E von durchschnittlich 0,54 und somit eine sehr hohe Farbtreue ermittelt. Die Ausleuchtung ist ebenfalls sehr gut und es treten keine Abweichungen von mehr als 10% auf. Allerdings fällt die Helligkeit zum oberen Displayrand leicht ab.

Insgesamt ist das IPS-Display also auch für farbkritischere Arbeiten nutzbar. Bei der professionellen Bearbeitung von Bildern und Videos dürfte ein 4K-UHD-Display mit einer noch größeren Farbabdeckung für die meisten Nutzer jedoch die bessere Wahl sein. Für ein Gaming-Display schlägt es sich in diesen Disziplinen trotzdem sehr gut. Schade: Das AORUS 17 ist alternativ nicht mit 4K-UHD-Display erhältlich. Gigabyte bietet als Alternative sehr leistungsstarke Notebooks der AERO-Serie (Test) an, die mit 15″- oder 17″-OLED-Displays und 4K-UHD-Auflösung erhältlich sind.

Mit maximal 240 Hz Bildwiederholrate und 3 ms Reaktionszeit ist Gaming natürlich das Vorzeige-Metier des Displays. Schnelle Shooter wie Fortnite, PUBG, CS:GO, Apex Legends oder auch das neue Valorant laufen mit hohen Framerates butterweich über das Display. Tearing und Ghosting? Fehlanzeige. Inhalte werden flüssig und sauber auf dem IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung dargestellt. Eine adaptive Synchronisation bietet das Panel hingegen nicht.

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Umfangreiche Software und AI-Hilfe

Gigabyte liefert das Gaming-Notebook ab Werk mit dem AORUS Control Center aus. Dieses tatsächlich ganz hilfreiche Tool bündelt viele Funktionen und erspart euch die lästige Suche nach spezifischen Apps mit überschaubarem Funktionsumfang.

Im Control Center könnt ihr euch die aktuellen Systemparameter anzeigen lassen, die RGB-Beleuchtung steuern, verschiedene Leistungsmodi aktivieren und andere Funktionen überwachen und einstellen. Wirklich praktisch ist der Tab „Smart Utilities“. Dort werden aktuelle Treiberversionen angezeigt und ihr könnt Updates ohne Umweg direkt durchführen.

Der taiwanesische Hersteller setzt außerdem auf eine Software namens „AI Gaming+ & Professional+“. Dabei zieht sich das Gaming-Notebook je nach gestarteter Anwendung die optimalen Settings für Takt und Stromverbrauch von GPU und CPU aus der Microsoft-Azure-Cloud. Laut Microsoft soll so bspw. die durchschnittliche Framerate in PUBG von 48 auf 62 FPS steigen und ein Rendervorgang in After Effects nur ein Drittel der ursprünglichen Zeit benötigen.

Klingt erstmal schön, allerdings fallen die Auswirkungen im Alltag mitnichten so prägnant aus. Es gibt sie aber. Robert hat sie beim AORUS 15 (Test) genauer untersucht:

Das Rendern eines Effekts in Adobe After Effects dauerte ohne AI 11 Minuten und 52 Sekunden und mit AI 11 Minuten und 38 Sekunden. Im Benchmark von Rise of the Tomb Raider konnte die Framerate von 93 auf 96,6 FPS im Durchschnitt gesteigert werden. Bedeutet: Knappe 4 Prozent mehr Leistung im Benchmark und 2 Prozent weniger Zeit für das Rendering. Auf eine längere Dauer betrachtet kann die AI also tatsächlich Vorteile bringen.

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High-End-Performance dank Core i9 und RTX 2080

Das AORUS 17 setzt in der besten Ausstattung mit Intel Core i9-9980HK, Geforce RTX 2080 und 32 GB RAM auf maximale Performance. Mit dieser Hardware landet das Gaming-Notebook ohne Probleme am oberen Ende in unserer Benchmark-Datenbank. Ihr solltet jedoch immer genug Saft für die beiden Netzteile parat haben, denn im Akkumodus lassen sich nur Office- oder Multimedia-Tätigkeiten realisieren.

Selbst in Spielen mit sehr guter Grafik und hohen Systemanforderungen wie The Division 2, Ghost Recon Breakpoint oder Assassin’s Creed Odyssey kommt das AORUS 17 auf hohe Framerates, profitiert bei diesen Spielen aber abhängig von Detaillevel und Auflösung mal mehr und mal weniger von der hohen Bildwiederholrate des Displays. Auch 4K-UHD läuft auf dem AORUS 17 auf der dritthöchsten Detailstufe mit mindestens 50 FPS im Durchschnitt ziemlich gut. Die Diagramme verraten, welche Framerates das Gaming-Notebook genau in den Benchmarks erzielt. Alles in allem liegt es auf Augenhöhe mit dem MSI GT76 Titan (Test).

Noch mehr Potential bieten First-Person Shooter wie Apex Legends, Overwatch und Co. Bedingt durch die niedrigen Anforderungen sind selbst 300 Bilder pro Sekunde problemlos möglich. Hier spielt das schnelle Display seine Stärken bei der Geschwindigkeit komplett aus. Die Spiele laufen butterweich über den Bildschirm und selbst reaktionsschnelle Profi-eSportler kommen voll auf ihre Kosten.

Wer möchte, kann mit dem AORUS 17 natürlich auch rechenintensive Aufgaben für die Arbeit oder das Hobby erledigen. Bildbearbeitung oder Video-Effekte rendern? An dem Power-Notebook kein Problem. Mit acht Kernen und 32 GB DDR4 RAM sind genügend Leistungsreserven für anspruchsvolle Tasks vorhanden. Abgesehen vom MSI GT76 Titan lässt es im Cinebench R15/R20 alle Wettbewerber hinter sich. In unserem Photoshop-Benchmark belegt es hingegen den vierten Platz.

Wer nicht ganz so viel Leistung benötigt, kann das AORUS 17 ebenfalls mit dem 6-Kern-Prozessor Intel Core i7-9750H und RTX 2070 bestellen. Alle erhältlichen Variationen findet ihr hier.

Mittelklasse-SSD, große HDD

Im Gigabyte AORUS 17 stecken eine NVMe SSD vom Typ Intel 760p mit 1 TB Speicher und eine HDD von WD mit 2 TB Speicher und 5400 RPM. Die SSD erreicht Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von ca. 3 GB/s und 1,5 GB/s im Crystal Disk Benchmark. Beim AS SSD Benchmark liegt die SSD in unserer Datenbank im Mittelfeld.

Generell solltet ihr auf der SSD alle wichtigen Programme sowie Spiele installieren und auch Daten speichern, mit denen ihr häufig arbeitet. Die HDD eignet sich als Lager für große Dateien, Fotos, Videos und Co. Wer möchte, kann zudem noch eine weitere M.2 SSD nachrüsten.

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Zocken nur mit abgeschirmtem Headset angenehm

Bei dieser Leistung stellt sich die obligatorische Frage nach dem Kühlkonzept. Gigabyte setzt beim AORUS 17 auf eine Kombination aus einer sogenannten Vapor Chamber (Dampfkammer) und fünf Heatpipes, die auftretende Hitze von CPU und GPU zu den beiden Lüftern mit 8 cm Durchmesser führen. Für ein Notebook sind das erstaunlich große Lüfter. Zudem gibt es unterschiedliche Kühlmodi: Darunter Quiet, Normal und Gaming. Wer möchte kann zudem selbst Hand anlegen und das Verhalten unter Last manuell mittels Diagramm einstellen.

Im Quiet-Modus ist das Notebook kaum zu hören. Im normalen Modus sind die Lüfter schon wahrnehmbar, aber nicht störend laut. Sobald ihr ein Spiel startet, aktiviert sich der Gaming-Modus und die Lüfter drehen ungefähr zu Hälfte auf. Ich habe eine Runde The Division 2 mit dem Corsair Virtuoso Gaming-Headset gespielt. Trotz geschlossenem Headset sind die Lüfter deutlich hörbar. Hier schaffen entweder Spiele wie Doom Eternal mit lauter Metal-Mukke oder optimal abschirmende Kopfhörer wie das Beyerdynamic DT 770 Pro bzw. Pendants mit ANC Abhilfe.

Wer die volle Kühlleistung und Geräuschkulisse abrufen möchte, kann dies mithilfe der Funktionstaste tun. Dann wird eine Konversation im gleichen Raum allerdings schwierig. Immerhin: Die Lüfter erzeugen keine unangenehm hohen Töne.

Sehr gute Kühlleistung

Viel Lärm um nichts? Nein, denn die Kühlleistung stimmt. Beim Zocken erreicht das AORUS 17 mit der Maximalkonfiguration keine kritischen Temperaturen. Wenn die CPU ungefähr 90°C erreicht, greift das Kühlsystem ein und hält die Kerne bei ca. 70°C unter Dauerlast in Schach. Eine dauerhafte Drosselung der Kerne ist bei dieser Temperatur weit entfernt. Bei der Grafikkarte sieht es sogar noch besser aus. Sie erhitzt sich lediglich auf 63°C im Mittel. Das Gehäuse des Notebooks wird zudem nicht heiß und lässt sich überall problemlos anfassen.

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Wartungsmöglichkeiten

Das Innenleben des AORUS 17 ist sehr leicht erreichbar. Ihr müsst lediglich die 14 Torx-Schrauben an der Unterseite lösen, dann könnt ihr die Unterseite einfach abnehmen. Dafür benötigt ihr keine Plastikkarte. Im Anschluss präsentieren sich euch das Geflecht aus den 5 Heatpipes, der Subwoofer, die beiden mächtigen Lüfter und die Hardware.

Die beiden RAM-Bänke sind wie der Slot für die 2,5″-HDD belegt. Wer möchte, kann sie mit einem SSD-Pendant mit dem gleichen Formfaktor und mehr Kapazität austauschen. Sinnvoller ist aber der Einbau einer zweiten M.2-SSD, denn für die ist noch ein freier Slot verfügbar. Ebenfalls erreich- und austauschbar sind der 94-Wh-Akku und das WLAN-Modul.

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Fazit: Gigabyte AORUS 17 YA

Das AORUS 17 ist ein richtiges Gaming-Schlachtschiff. Es ist groß, es ist schwer und es ist verdammt schnell. Mit Intel Core i9, 32 GB RAM und GeForce RTX 2080 ist es eines der schnellsten Notebooks, die wir bisher getestet haben. In Kombination mit dem rasanten 240-Hz-Display mit 3 ms Reaktionszeit ist es für anspruchsvolle Gamer die erste Wahl. Insbesondere in FPS wie Fortnite, Overwatch und Co. profitiert ihr bei hohen Framerates sehr von der Bildwiederholrate, aber auch andere Spiele laufen mit hohem Detaillevel sehr flüssig.

Das Display überzeugt aber auch hinsichtlich Farbtreue, -abdeckung, Ausleuchtung und Kontrast. In Verbindung mit der starken Hardware eignet es sich auch zum Arbeiten, allerdings dürften Kreative ein 4K-UHD-Panel – wie es bspw. im MSI GT76 Titan oder auch der AERO-Serie von Gigabyte zu finden ist – bevorzugen. Ab Werk ist wenig überflüssige Software installiert und das Control Center erweist sich im Alltag als nützlich. Wer noch mehr Speicher benötigt, kann das Gaming-Notebook problemlos öffnen und eine M.2 SSD nachrüsten.

Sonst leistet sich das Gaming-Notebook kaum Schwächen. Die Verarbeitung des Aluminium-Gehäuses ist bis auf kleine Schnitzer gut, es sind vielfältige und zahlreiche Anschlüsse inkl. Thunderbolt 3 vorhanden und auf der mechanischen Tastatur tippt es sich dank präzisem Feedback sehr angenehm. Das 2.1-Soundsystem wird zwar nicht übermäßig laut, überzeugt jedoch mit einem ausgeglichenen Klangbild. Besonders positiv hervorzuheben ist das vorbildliche Temperaturverhalten von Prozessor und Grafikkarte unter Last. Zu keinem Zeitpunkt werden hier kritische Temperaturen erreicht.

Zwar ist das Gigabyte AORUS 17 im Vergleich zum MSI GT76 Titan sogar relativ kompakt, wirklich transportabel wird es bedingt durch das Gewicht von über 5 kg inkl. der beiden massiven Netzteile aber nicht. Die benötigt ihr aber, um die volle Leistung abzurufen. Die Kehrseite des effizienten Kühlkonzepts ist zudem die Lautstärke unter Last. Das Zocken anspruchsvoller Titel ist nur mit einem sehr gut abschirmenden Headset empfehlenswert.

Zum Shop: Gigabyte Aorus 17

*Stand: 04/2020

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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