Google Earth Timelapse: Die Welt im Wandel

      Google Earth Timelapse: Die Welt im Wandel

      Google hat der Timelapse-Funktion von Google Earth ein Update spendiert. Ab sofort könnt ihr euch die Veränderungen der Erdoberfläche  im Zeitraffer direkt auf der Globus-Ansicht anschauen – von 1984 bis 2020.

      Google Timelapse gibt es bereits seit 2013, bisher war die Funktion jedoch immer auf einer eigenen Seite „versteckt“ und Zeitraffer waren nur in zweidimensionaler Ansicht möglich. Seit 2019 ist die Seite auch für Smartphones und Tablets verfügbar. Mit dem neuesten Update verschiebt Google die Timelapse-Funktion direkt zu Google Earth und stellt sie nun auch in „4D“ via Voyager zur Verfügung.

      Für das Update hat Google laut eigenen Aussagen 24 Millionen Satellitenfotos mit über 20 Petabye aus den letzten 37 Jahren verarbeitet. Das Zusammenrechnen der Fotos (aka Pixel-Crunching) hat 2 Millionen Rechenstunden auf mehreren Tausend Rechnern benötigt. Keine Sorge, Google hat das über die hauseigenen Rechenzentren binnen weniger Tage parallelisiert durchgeführt – die übrigens klimaneutral betrieben werden. Zum Vergleich: Ein normaler PC mit einer CPU wäre damit ca. 228 Jahre beschäftigt, die News hätte dann also mein übernächster Nachfolger (ja, ich bin optimistisch) übernehmen müssen.

      Zum Glück hat es nicht so lange gedauert, denn nun habe ich die Ehre und ihr könnt das Ergebnis, ein Videomosaik mit 4,4 Terapixeln (4.400.000.000.000 Pixel), interaktiv am heimischen Rechner genießen. Dafür müsst ihr lediglich Google Earth besuchen und links auf das Steuerrad klicken. Im Anschluss findet ihr verschiedene Timelapse-Themenbereiche, darunter bspw. „Wälder im Wandel“, „Energiequellen“, „Die Expansion der Städte“ oder auch „Erderwärmung“. Ihr könnt die Zeitraffer-Funktion aber auch auf eigene Faust erkunden und euch Gebiete im Schnelldurchlauf anschauen, die euch persönlich interessieren.


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      Anhand der Themenbereiche lässt sich bereits erahnen, dass Google die Zeitraffer-Funktion nicht nur aus Langeweile implementiert hat, sondern Nutzer damit zum Nachdenken anregen will. Aufnahmen der Abholzung des Regenwaldes, des Schmelzens der Gletscher oder der Ausbreitung und Versiegelung von Städten schaffen das in meinen Augen ohne große Umwege.

      Wer möchte, kann über 800 verschiedene Timelapse-Videos in 2D oder 3D herunterladen und frei nutzen oder sich die Aufnahmen einfach als Youtube-Video anschauen. Die Videos stehen in 4K-Auflösung mit oder ohne Label und auch als komprimiertes GIF zur Verfügung.

      Google will in Zukunft jährliche Updates für die Timelapse-Funktion veröffentlichen und macht damit den Einfluss des Menschen auf die Natur und Erdoberfläche weiterhin für die Allgemeinheit nachvollziehbar.

      Mich habe einige der Zeitraffer ganz schön geschockt, andere wiederum erstaunt. Wie sieht es bei euch aus?

      via Computerbase

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      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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