Google feiert Marktstart erster Android-One-Geräte in Indien

google_android_one-phonesMit Android hat Google das international am weitesten verbreitete Mobil-Betriebssystem kreiert. Im Juli dieses Jahres waren es über 1 Milliarde Android-Nutzer. Googles Einschätzung und Bestreben nach ist dies allerdings nur der Anfang. Mit einer neuen Initiative namens Android One, die erstmals auf der Google I/O im vergangenen Juni vorgestellt worden war, will es das Unternehmen mittelfristig noch viel mehr Menschen (den nächsten 5 Milliarden!) auf dieser Erde ermöglichen, ein Smartphone zu besitzen, und das, ohne dabei zu viele Kompromisse eingehen zu müssen. Gestern nun hat Google zusammen mit den Herstellern Micromax, Karbonn und Spice die Verfügbarkeit der ersten drei Android-One-Smartphones auf dem indischen Markt angekündigt.

Das Android-One-Projekt hat sich Google speziell für die Ländern ausgedacht, in denen das Monatseinkommen häufig nicht über die 250-US-Dollar-Marke hinausgeht. Für die allermeisten Menschen in diesen Regionen war es bislang schlichtweg unmöglich, ein nach unseren Standards halbwegs aktuelles, ordentlich ausgestattetes und komfortabel zu nutzendes Smartphone zu erwerben. Jetzt ändert sich das. Für rund 105 US-Dollar erhalten Konsumenten in Indien (außerdem sind Verkaufsstarts in Ländern wie Indonesien oder den Philippinen geplant) ein Android-One-Gerät mit 4,5-Zoll-Display, einem Quad-Core-SoC von MediaTek, das mit 1,3 Gigahertz Taktfrequenz rechnet, 1 Gigabyte RAM, 4 Gigabyte Flash-Speicher, einem microSD-Kartensteckplatz und Dual-SIM-Slot sowie UKW-Radio. Darüber hinaus stecken in den Smartphones ein 1700-mAh-Akku, auf der Rückseite eine 5-Megapixel- und auf der Vorderseite eine 2-Megapixel-Kamera. In Anbetracht des genannten Preises ist das wahrlich nicht schlecht.

Ein weiteres Plus und für Google vermutlich sogar das wichtigste Merkmal der Android-One-Smartphones stellt die Software dar. Auf allen Geräten läuft die derzeit aktuellste Android-Version (Android 4.4 KitKat) in seiner ursprünglichen Form, also ohne irgendwelche Hersteller-spezifischen Anpassungen. Zudem ist Google selbst für Updates zuständig und stellt bereits die Verteilung des kommenden Android L in Aussicht. Im Grunde genommen sind die 100-Dollar-Smartphones also nichts anderes als besonders günstige Nexus-Modelle, mit deren Hilfe Google offenbar entschieden gegen den nach wie vor problematischen Grad der Fragmentierung des Android-Ökosystems vorgehen möchte.

Bild: Google
Quelle: Google

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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