Google lässt die Chromebooks los

Gestern Abend hieß es für mich wieder einmal: Livestream zur Google Entwicklerkonferenz schauen. Während es vorgestern um Android ging, war gestern alles rund um Chrome dran. Neben diversen Verbesserungen rund um Google Chrome gab es auch neue Hardware zu bestaunen: die Chromebooks.

Wie auch schon bei den Smartphones fertigt Google die Geräte nicht selber, sondern lässt fertigen. Bislang gibt es zwei Hersteller, die Chromebooks fertigen: Acer und Samsung.

Die Geräte als solches sind mit Googles ChromeOS ausgerüstet, vereinfacht gesprochen ein Browser, der als System dient. ChromeOS ist vor allem für die Arbeit online, in Nuesprech also „in der Cloud“ gerüstet. Doch ChromeOS soll nicht mein Thema sein.

Vielmehr geht es mir um die Ausstattung der Geräte aus dem Hause Samsung und Acer. Fangen wir einmal mit dem oben zu sehenden Samsung Chromebook an.

  • Intel Atom Dual Core N570 mit 1,66 GHz
  • 2 GB RAM
  • 16 GB SSD
  • 300-Nit-Bildschirm mit 12,1 Zoll Bildschirmdiagonale (1280 x 800)
  • 1,48 kg
  • Mindestens 8,5 Stunden Akkulaufzeit
  • Integriertes Dual-Band-WLAN und 3G-Weltmodus (optional)
  • HD-Webcam mit geräuschunterdrückendem Mikrofon
  • 2 USB 2.0-Anschlüsse
  • 4-in-1-Steckplatz für Speicherkarte
  • Mini-VGA-Anschluss
  • Chrome-Tastatur in voller Größe
  • Extragroßes Trackpad mit vollständiger Klickfunktion

Für dieses Gerät werden zur Zeit 429 Dollar fällig, die Variante mit UMTS-Funktion schlägt gar mit 499 Dollar zu Buche. Man darf davon ausgehen, dass die Europreise wieder 1:1 umgerechnet werden. Zwar gibt es für Schulen und Betriebe Leasing-Varianten, doch ich gehe hier nur vom normalen Kunden aus.

Das Gerät von Acer kommt in folgender Konfiguration:

  • CineCrystalTM-HD-Breitbild-LCD-Bildschirm mit LED-Hintergrundbeleuchtung und 11,6 Zoll Bildschirmdiagonale
  • 1,34  kg
  • 6 Stunden Akkulaufzeit
  • Intel® AtomTM-Dual-Core-Prozessor
  • Integriertes Dual-Band-WLAN und 3G-Weltmodus (optional)
  • HD-Webcam mit geräuschunterdrückendem Mikrofon
  • HD-Audiounterstützung
  • 2 USB 2.0-Anschlüsse
  • 4-in-1-Steckplatz für Speicherkarte
  • HDMI-Anschluss
  • Chrome-Tastatur in voller Größe
  • Extragroßes Trackpad mit vollständiger Klickfunktion

Kleiner und auch günstiger. 349 Dollar für die WLAN-Variante, 399 Dollar für die Ausgabe mit UMTS.

Sieht man jetzt vom ChromeOS ab, muss man sagen: die Geräte sind, gemessen an der Ausstattung, meinem Geschmack nach einfach zu teuer. Gehe ich von 500 Dollar für das Samsung-Gerät aus, sehe ich: da gibt es wesentlich bessere Geräte mit bedeutend besserer Ausstattung und einem Windows-Betriebssystem.

Ich selber sage den Chromebooks bei den momentanen Preisen keinen großen Erfolg voraus – oder seht ihr das etwa anders?

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9 Kommentare auf "Google lässt die Chromebooks los"

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Gast

mh.. zu dem preis ein reines Online-OS? Denke nicht dass sich das allzu schnell durchsetzt.
Vor allem nicht bevor LTE Standard ist und die Mobilfunkanbieter mal bessere Tarife mit größeren Datenvolumen bringen. Bis dahin ist ein lokales System mit lokalen Anwendungen für unterwegs auf jeden fall zu bevorzugen..

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Gast
Schließe mich der Meinung an, denn eigentlich finde ich die Idee von ChromeOS gut, denn meistens nutzt man auf dem Netbook wirklich nur Emails und Browser … doch habe ich bei einem WindowsNetbook trotzdem noch die Möglichkeit alle anderen Programme zu nutzen (u.a. Programme die es nur für Windows gibt). Interessant wäre ein Chromebook für mich nur, wenn es sehr sehr preiswert wäre, also UMTS-Flat von 5GB und dazu gratis ein Chromebook. So hol ich mir lieber ein 200-300€ Netbook (Für 300€ bekommt man auch ein 11,6″ Fusion Netbook), eine UMTS Flat und habe dann nur den Nachteil dass das… Read more »
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„3G-Weltmodus“ – wenn das wieder so ein Qualcomm-Teil ist wo die Firmware dynamisch geladen wird, dann hat sich ChromeOS schon gelohnt (=> bessere Linux Unterstützung ohne viel Gefummel).

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Fände das Samsung eig nicht schlecht als MacBook Air Ersatz für Schule und Studium, allerdings nur wenn es die Möglichkeit gäbe trotzdem n Windows drauf zu ziehen (weiß da einer was?)

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@Carsten
ich find dieses „Air“ Konzept einfach genial. 7 Stunden Akkulaufzeit (packt kaum ’n Windoof-konzipiertes Notebook), extrem flach (vergleichbar mit einer Mappe) und wiegt kaum etwas. All diese Punkte haben die meisten 0815 Notebooks nicht. Obendrein kommt da noch ein sehr gelungenes Design (Obwohl das Samsung auch extrem gut aussieht)

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@Jerre:
aber ganz ehrlich, mit der Leistung und vor allem den speicher wird dir windows keinen spaß machen ^^
Zumal die Akkulaufzeit unter windows wegen der hohen Auslastung dann die Akkulaufzeit auch wieder in den keller geht..
Wenn du nen Mac Air vergleiches Windows Book suchst, nimm das Samsung 900X3A ^^ Kommt nur bisschen teurer…

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Gast

Samsung als Hardwarelieferant kann ich gerne empfehlen. Da ich ein NC-10 mit OSX Leopard nutze.
Aber wenn Google mit einer Cloudapplication an den Start geht, dann bitte mit einer Datenflatrate zu bezahlbaren Konditionen.
Da ich die Datenflatrate bereits von meinem Telefonprovider gebucht habe, gehe ich den Weg über die FON-WLAN Zugangspunkte. In größeren Städten problemlos.

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[…] noch etwas aus dem Hut. Nichts ganz Neues, eher erneuertes. Google machte seinerzeit (Mai 2011, wir berichteten) mit Geräten von Acer und Samsung Furore, als man das eigene Betriebssystem, ChromeOS, auf […]

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