Google+ schreibt nicht länger die Verwendung von Klarnamen vor

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Google hat bekannt gegeben, ab sofort Nutzern nicht mehr die Verwendung des richtigen Namens auf Google+ vorzuschreiben. Dieser Klarnamenzwang bestand seit dem Start des sozialen Netzwerks vor rund drei Jahren. Laut Googles eigenen Angaben sollte damit ursprünglich sichergestellt werden, dass sich eine Gemeinschaft aus realen Personen auf Google+ entwickelt. Jetzt gesteht der Internetriese aber ein, dass die Vorgabe eine Reihe von Menschen davon abhielt, dem Netzwerk überhaupt erst beizutreten. Außerdem hatten Verteidiger der Privatsphäre im Internet in der Vergangenheit den Klarnamenzwang auf Google+ immer wieder heftig kritisiert.

In einem gestern veröffentlichten Google+-Beitrag merkt das Unternehmen an, die Vorschrift im Laufe der Jahre bereits entschärft zu haben. Das ist korrekt. Beispielsweise durften Youtube-Nutzer einen beliebigen Namen für ihr Konto wählen. In der Praxis führte dies allerdings in Kombination mit der weiterhin bestehenden Google+-Klarnamenpflicht zu noch mehr Verwirrung unter Anwendern.

Auch dank der jetzt gefällten Entscheidung sollen derlei Ungereimtheiten endgültig der Vergangenheit angehören. Google gibt sich verständnisvoll und entschuldigt sich offiziell bei seinen Nutzern für alle potentiellen Unannehmlichkeiten oder Missverständnisse, die mit den alten Vorgaben einhergingen. Google+ soll den offiziellen Angaben nach ein einladender virtueller Ort für jedermann sein.

Welche langfristigen Pläne der Internetriese jedoch für sein wenig erfolgreiches Netzwerk hat, ist aktuell unklar. Im Vergleich zum omnipräsenten Facebook spielt Google+ international gesehen praktisch gar keine Rolle und Google hat sich schon seit längerem nicht mehr zu strategischen Zielen für seine Social-Media-Plattform geäußert. Im vergangenen April verließ außerdem Vic Gundotra das Unternehmen, der bis dahin hauptverantwortlich für Google+ gewesen war.

Foto: Google
Quelle: Google+

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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