Google stellt neue Hardware vor

Am gestrigen Abend zauberte Google noch etwas aus dem Hut. Nichts ganz Neues, eher erneuertes. Google machte seinerzeit (Mai 2011, wir berichteten) mit Geräten von Acer und Samsung Furore, als man das eigene Betriebssystem, ChromeOS, auf Notebooks packte und diese speziellen Geräte zum Verkauf anbot. Die damals mit dem Intel Atom ausgestatteten Geräte sind nun erstmals in England und den USA zu kaufen, außerdem gesellt sich zu den Notebooks noch die Chromebox, diese wurde schon im Januar auf der CES in Las Vegas gezeigt.

Sowohl die neuen Notebooks, als auch die Box wurden von Samsung produziert. Interessant dürfte für viele sicherlich die Möglichkeit sein, gleich zwei Displayports nutzen zu können. Google gab an, dass die Gerätschaften bis zu 3x schneller sein soll, als die Vorgänger, was sicherlich den Prozessoren zuzuschreiben ist.

 

Die Chromebox kostet derzeit in den USA 329 Dollar, in Sachen Ausstattung ist Schmalhans Küchenmeister – was nicht böse gemeint ist, denn das System ChromeOS arbeitet eben webbasiert mit dem Browser Chrome und ist daher nicht so hungrig in Sachen Ressourcen. So findet man einen Intel Celeron B840 (2 x 1,9 GHz, Intel HD 3000) im Gerät, nebst folgenden Parametern.

  • 4 GB RAM
  • integriertes Dualband WiFi 802.11 a/b/g/n
  • Gigabit-LAN
  • 6 USB 2.0 Ports
  • 2x DisplayPort++ Output kompatibel mit HDMI, DVI, VGA)
  • DVI single link output
  • Bluetooth 3.0™

Google selber macht bei den Festplatten keine Angaben, in den „alten“ Geräten steckten immer SSDs mit einer Kapazität von 16 GB drin.

Das neue Notebook, das Samsung Series 5 550, kommt wie folgt daher:

  • 12.1″ (1280×800)Display
  •  1.48 kg Gewicht
  • 6 Stunden Akkulaufzeit
  • Intel® Core™Prozessor (Celeron oder Core i5)
  • 4 GB RAM
  • Dualband Wi-Fi 802.11 a/b/g/n, Gigabit ethernet, UMTS optional
  • HD Camera
  • 2 USB 2.0 ports
  • 4-in-1 Kartenleser
  • DisplayPort++ (kompatibel with HDMI, DVI, VGA)

Wie alle wissen, handelt es sich nicht um gewöhnliche Hardware mit vorinstalliertem Windows 7, sondern eben um das System von Google: ChromeOS. Dabei handelte es sich in ersten Versionen nur um den Chrome Browser, aufgebohrt mit einigen Erweiterungen und Apps. Mittlerweile hat Google dem Ganzen einen Fenstermanager wie Windos mitgegeben, trotzdem bleibt man ein „Fast-Online-System“, wenn auch einige Erweiterungen bereits online funktionieren. Ich selber bin skeptisch, ob ich meine Arbeit so 1:1 auf so ein Gerät umsetzen könnte – wobei Blogger ja eh sehr speziell sind. Außendienstler, die im Browser arbeiten oder Programmierer könnten glücklich werden.

Ich für meinen Teil denke, dass die Menschen die Geräte sicherlich spannend finden, die Preise aber eher abschrecken. Da greift man lieber zum altbekannten Windows-Notebook – denn auch in dieser Preisklasse gibt es Geräte – und bald sogar noch bessere, denn über Thin Basic schrieb ich neulich ja erst. Die Chromebox kostet 329,99 Dollar, die Series 5 Chromebooks von Samsung liegen schon bei 450 (WiFI) / 550 Dollar (3G). (via, via)

 

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