Gute Apps, schlechte Apps: Sieben Regeln zum Erkennen von Top-Apps für Android und iOS

Top-Apps erkennen

Auch schon mal eine App gekauft und dann bemerkt, dass die Software nichts taugt? Gerade als Einsteiger in die Welt der smarten Phones erliegt man schnell der Versuchung, die eine oder die andere App zu kaufen, die wahre Wunderdinge für ein paar Euro verspricht. Eingehalten werden die Versprechungen selten. App-Umtausch verpasst. Geld weg. Durch das Beachten sieben einfacher Regeln vermeidet man leichter Fehlkäufe im Google Play Store oder Apple App Store.

1. Auf den Anbieter achten

Vor dem Kauf sollte der erste Blick auf den Anbieter fallen. Steckt ein größeres Unternehmen hinter einer App, dann kann man eher davon ausgehen, dass die App eine gewisse Qualitätskontrolle durchlaufen hat. Denn größere App-Schmieden können es sich nicht leisten, fehlerhafte Software anzubieten. Vorkommen kann das selbstverständlich trotzdem. Einzelentwickler haben häufig nicht die Kapazitäten, die Software einem aufwendigen Testverfahren zu unterziehen, manchmal ist die Bedienung der Apps etwas umständlich, weil keine weitere Person drübergeschaut hat und das Benutzer-Interface eher der Hirnstruktur des einzelnen Entwicklers gleicht. Es gibt allerdings auch sehr gute Apps von Einzelentwicklern. Empfehlenswert ist es, weitere Apps des Entwicklers anzuschauen, denn einige Apps entpuppen sich erst nach mehreren Wochen als Adware-Schleudern. Ist der Anbieter dubios, dann sollte man ihn und seine Software meiden.

2. Beschreibung und Screenshots genau ansehen

In den App-Beschreibungen werden mitunter Dinge versprochen, die nahezu unglaublich klingen. Solchen Übertreibungen sollte man kritisch gegenüber stehen. In vielen App-Beschreibungen werden die Funktionen allerdings auch ganz genau aufgelistet. Man kann sich dann also sehr gut ein Bild davon machen, was eine App kann und was nicht. Fehlt eine Funktion, die man unbedingt benötigt, dann sollte man gleich die Finger von der Software lassen und weitersuchen.

Auch die Screenshots können einen Eindruck von einer App geben. Ein Screenshot allein reicht dazu aber nicht aus. Es könnte eine dubiose Software sein. Sind mehrere Screenshots vorhanden, kann man sich dagegen schon ein gutes Bild machen. Ist die Benutzeroberfläche chaotisch aufgebaut, zu verspielt oder sieht sie wenig funktionell aus, dann sollte man auf den Kauf der App verzichten.

3. Regelmäßige App-Updates beachten

Ein herausragendes Kriterium für eine gute App ist die Regelmäßigkeit von Updates. Wird eine App gepflegt, dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sie weniger Fehler enthält und immer mal wieder neue Funktionen bekommt. Liegt das letzte Update dagegen schon mehrere Monate zurück, dann scheint der Entwickler die Lust verloren zu haben. Die Software ist veraltet. Das kann sogar dazu führen, dass die App nach dem nächsten Betriebssystem-Update nicht mehr funktioniert.

4. Hohe Platzierung in den Download-Charts

Eine Top-Platzierung in den Download-Charts ist nicht immer ein Garant für eine gute App. Hier muss man zwischen kostenfreier und kostenpflichtiger Software unterscheiden. In den Charts der kostenfreien Apps tauchen immer wieder neue Apps auf, hier gibt es keine große Konstanz. Das liegt daran, dass neue kostenfreie Apps einfach mal so runtergeladen werden, nur weil sie kostenfrei sind. Ein Qualitätskriterium ist das aber nicht, sodass die Charts für kostenfreie Software nicht ganz so aussagekräftig sind.

Anders sieht es bei den kostenpflichtigen Programmen aus. Hier sind die Charts konstanter. Gute Software hält sich eher oben. Ist eine App in den Top 100 der Kauf-Charts platziert und verfügt über gute Bewertungen, dann ist das ein gutes Zeichen. Allerdings wird auch hier gerne getrickst: Entwickler machen ihre Kauf-Software kurzzeitig kostenlos. Das spricht sich schnell rum, die Software wird häufiger heruntergeladen. Danach wird sie wieder zur Kauf-Software gemacht und liegt plötzlich auf den vorderen Rängen.

5. Auf gute Bewertungen achten

Google Play Store und Apple App Store erlauben das Bewerten einer App nach dem Sterne-Prinzip: je mehr Sterne, desto besser. Die Bewertung ist an einen Benutzer-Account gebunden, sodass die Gefahr von Doppelbewertungen oder Manipulationen durch den Entwickler nicht ganz so hoch sind. Die Bewertungen gelten im Google Play Store für alle App-Versionen. Im Apple App Store gilt sie jeweils für die aktuelle Version der Software. Bei Apple gibt es auch eine Gesamtbewertung aller Versionen. Bei Apple lässt sich daher besser erkennen, ob die neueste Version noch genauso gut oder besser als ältere Versionen ist. Man sollte darauf achten, dass die Anzahl der Bewertungen nicht zu gering ausfällt, denn eine Handvoll positiver Bewertungen können auch Gefälligkeitsbewertungen sein. Hellhörig sollte man werden, wenn eine App etwa gleich viele sehr gute wie sehr schlechte Bewertungen aufweist. Meist stimmt dann etwas nicht. Eine gute App sollte überwiegend zwischen drei und fünf Sterne bekommen. Beachten sollte man auf jeden Fall, dass die Aussagekraft dieser Kurzbewertung immer etwas fraglich ist, denn die Anwender legen keine einheitlichen Bewertungskriterien an: Für einige reicht bereits ein Fehler, um eine App negativ zu bewerten, andere sind toleranter und geben noch vier Sterne.

6. Auf gute Rezensionen achten

Deutlich aussagekräftiger als die Kurzbewertung über Sterne sind Rezensionen. Sie geben meist recht ungeschminkt in Textform wieder, was den Benutzern gefallen oder auch nicht gefallen hat. Werden beispielsweise häufig die gleichen Fehler bemängelt oder es gibt ähnliches Lob, dann kann man davon ausgehen, dass die Eigenschaften der App tatsächlich stimmen. Bei vielen guten Rezensionen kann man nahezu bedenkenlos zuschlagen.

7. Empfehlungen und Testberichten folgen

Möchte man sich eine teurere App anschaffen, dann lohnt der Blick in Fachzeitschriften oder entsprechende App-Portale im Web. Hier werden Apps meistens kritisch unter die Lupe genommen und nicht geschönt. Häufig kann man sich auch auf Empfehlungen von Verwandten und Bekannten verlassen.

Hier bei uns im Blog schauen wir ebenfalls immer mal wieder neue Apps an und suchen die besten davon für euch raus:
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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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Eine Antwort auf Gute Apps, schlechte Apps: Sieben Regeln zum Erkennen von Top-Apps für Android und iOS

  1. avatar Anita sagt:

    Danke für die guten Tipps, denn in der App-Flut ist es oftmals gar nicht leicht, den Überblick zu behalten und Fehlkäufe zu vermeiden.

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