Hannspree HT161CGB: Tragbares Display für das Home-Office im Test

      Hannspree HT161CGB: Tragbares Display für das Home-Office im Test

      Viele Bildschirme sind immer gut. In Home-Office-Zeiten kommt noch ein weiterer Aspekt dazu: Sparsamer Platzverbrauch. Nicht jeder hat ein Arbeitszimmer, in dem er einen großen Monitor permanent aufgebaut lassen kann. Und nicht jeder möchte in seinem Wohnzimmer ständig einen vollständigen Arbeitsplatz aufgebaut haben. Da ist ein tragbares Display wie das Hannspree HT161CGB eine sinnvolle Option.

      Nach dem Auspacken hat das Display einen sehr guten ersten Eindruck hinterlassen. Optik, Anschlüsse, Farben. Ob sich dieser Eindruck hält, kläre ich im Test.

      Das Hannspree HT161CGB gibt es in zwei Ausführungen. Einmal mit und einmal ohne Touch-Display. Die sonstigen Funktionalitäten sind bei beiden Modellen gleich. Der größte Unterschied ist dementsprechend der Preisunterschied zwischen den Varianten. Das Touchmodell schlägt derzeit mit 270 Euro* zu Buche, die Non-Touch-Variante kostet 215 Euro*.

      Technische Daten des Hannspree HT161CGB
      Paneltyp 15,6“ ADS (IPS)-Panel mit LED-Hintergrundbeleuchtung im 16:9-Format und Touchfunktion
      Auflösung Full-HD (1920x1080px)
      Blickwinkel 170° horizontal / 170° vertikal
      Aktualisierungsrate 60 Hz
      Reaktionszeit 15 ms
      Kontrast 10.000.000,00 : 1 (dynamisch)
      Helligkeit 250 cd/m²
      Adaptive Synchronisation keine
      Ergonomiefunktionen keine
      Videoanschlüsse 1x Mini-HDMI
      2x USB-C
      Sonstige Anschlüsse 3,5mm Klinkenanschluss
      Energieeffizienzklasse A+
      Besonderheiten Schutzhülle mit Standfunktion
      Abmessungen 35,5 x 22,2 x 1,1 cm (BxHxT)
      Gewicht 0,77 kg
      Preis ca. 270 Euro*

      Lieferumfang und Montage

      Der Lieferumfang birgt keine Überraschungen. Im Karton liegen neben dem HT161CGB eine Schutzhülle aus Kunststoff und insgesamt drei Kabel. Ein USB-C zu USB-A-Kabel, ein USB-C-Kabel und ein Mini-HDMI auf HDMI-Kabel. Dazu gibt es noch eine bebilderte Schnellstartanleitung.

      Der Aufbau ist – ebenfalls wenig überraschend – sehr schnell erledigt. Ihr steckt das Display ist die Hülle, klappt auf der Rückseite den Ständer aus und schließt es an euren Rechner an. Das würde ich über USB-C erledigen. Das HT161CGB hat zwar auch HDMI, aber darüber ist keine Stromversorgung möglich. Ihr würdet in diesem Fall lediglich zwei Anschlüsse statt einem an eurem Rechner belegen.
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      Hannspree HT161CGB bei uns im Shop

      Schlichtes Design mit schlanken Rahmen

      Der Hannspree-Designer hat beim HT161CGB seine Neigung zum Understatement voll ausgelebt. Auf der Vorderseite sitzen an drei Seiten sehr schmale Displayrahmen. Lediglich der untere Rahmen ist etwas breiter. Dort befindet sich ein Aufkleber mit allen Features und einem Hannspree-Schriftzug. Zieht ihr den ab, dann könnt ihr eine von allen Zierlementen befreite Front genießen. Auf der Rückseite geht es ähnlich schlicht zu. Dort befindet sich lediglich ein Hannspree-Schriftzug. Das zurückhaltende Design gefällt mir ausgesprochen gut.

      Das HT161CGB verfügt an der vorderen Unterkante noch über kleine Lautsprecher. Die bieten für den flachen Formfaktor einen ziemlich guten Klang. Tiefen gibt es nur bedingt. Aber das ist auch nicht anders zu erwarten. Erfreulicherweise sind die Höhen nicht so extrem ausgeprägt, wie ich es befürchtet habe. Sie klirren nicht und werden in den Spitzen auch nicht schrill – selbst bei voller Lautstärke.

      Die maximale Lautstärke ist nicht besonders hoch. Einen Raum könnt ihr damit nicht beschallen, aber sie ist ausreichend, um zu skypen oder sich gelegentlich eine Runde Netflix zu geben. Es fehlt dem Klang zwar die Bühne und er wirkt flach, aber Stimmen kommen sehr klar herüber. Insgesamt liefert Hannspree beim HT161CGB ein gutes Klangerlebnis ab.

      Die Anschlüsse befinden sich alle an der linken Seite. Es gibt zweimal USB-C, einmal Mini-HDMI und einen 3,5mm-Combo-Anschluss für ein Headset. Rechts unten befindet sich noch eine kleine blaue Status-LED.

      Sofern euer Smartphone über einen geeigneten USB-C-Port verfügt, könnt ihr das HT161CGB auch darüber betreiben. Ihr habt dann vollen Zugriff auf all eure Apps. Ich habe es bspw. mit Lightroom mobile genutzt. Das Display konnte ich problemlos mit einer Hand halten und dann in aller Ruhe meine Fotos bearbeiten. Das macht Laune. Aber auch Streaming macht darüber Spaß.

      Die Verarbeitung ist tadellos. Es gibt keine Grate oder unsaubere Kanten. So muss das sein.

      Die Schutzhülle macht einen robusten Eindruck. Sie hat eine stabile Kunststoff-Halterung, in die ihr das Display stellt. Der Ständer wird durch einen kleinen Magneten an seinem Platz gehalten, so dass das Display fest und sicher steht.
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      Das Menü des HT161CGB ist übersichtlich strukturiert und bietet euch Zugriff auf alle relevanten Einstellungen des Displays. Die Steuerung erfolgt über einen Joystick, der sich rechts unten auf der Rückseite befindet.

      Das Menü öffnet ihr, indem ihr den Joystick drückt. Dann stehen euch vier Optionen zur Verfügung: Schließen, Bildmodus wählen, Helligkeit und Kontrast wählen und das komplette Menü öffnen.

      Bleibt noch das in der Überschrift angesprochene Manko. Der Joystick sitzt in einer kleinen Vertiefung, damit ihr das Display auch ganz flach auf den Tisch legen könnt. Das ist an sich toll, hat aber den Nachteil, dass sich der Joystick kaum noch bedienen lässt, wenn das Display in der Hülle steht. Zumindest die Steuerungsbewegungen sind arg erschwert. Für eine einwandfreie Bedienung müsst ihr das HT161CGB deshalb aus der Hülle heben. Bei einer Neuauflage könnte eine größere Aussparung in der Hülle Abhilfe schaffen.


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      Hannspree HT161CGB bei uns im Shop

      Office-Display mit Touchfunktion

      Das Full-HD-Display des HT161CGB misst 15,6“ und bietet euch eine Touchfunktion. Es handelt sich um ein ADS-Panel. Wer das noch nicht gehört hat, hat auch nichts verpasst, denn es ist im Kern ein IPS-Panel. ADS ist lediglich eines dieser wunderschönen Marketing-Buzzwords. Wie bei allen IPS-Paneln glänzt das Display mit großzügigen Blickwinkeln. Da es sich um ein Touchdisplay handelt, spiegelt es. Das solltet ihr bei der Wahl eurer Arbeitsumgebung beachten.

      Das Display wird mit 255 cd/m² vernünftig hell. Die Helligkeit ist nicht überragend, aber für den Alltag mehr als ausreichend. Auch in hellen Umgebungen erkennt ihr trotz der Spiegelungen gut die Inhalte auf dem Bildschirm.

      hannspree ht161cgb helligkeit

      Wir haben es natürlich auch mit unserem Spyder5Elite kalibriert. Die Ergebnisse sind nicht überraschend. Ihr bekommt hier eine Abdeckung des sRGB-Farbraums von 63% und 48% des Adobe-RGB-Farbraums. Wie ihr auf der nächsten Grafik sehen könnt, wird die angestrebte Gamma-Kurve von 2,2 fast perfekt getroffen.

      hannspree ht161cgb gammawert

      Auch bei der Farbtreue gibt es nichts zu meckern. Die durchschnittliche Delta-E-Abweichung liegt bei 1,09. Das ist ein ziemlich guter Wert. Lediglich bei Rot- und Blautönen gibt es größere Abweichungen. Dort beträgt der Delta-E-Wert maximal 8,33. Das bedeutet, dass ihr am HT161CGB besser keine farbkritischen Arbeiten durchführen solltet. Gelegentliches Bearbeiten eurer Urlaubsvideos ist drin, aber für ein professionelles Umfeld ist das Display nicht geeignet.

      Die Einstellungen sind ab Werk so, dass ihr damit ohne Probleme arbeiten könnt. Die Kalibrierung mit dem Spyder5Elite sorgte allerdings für eine ausgewogenere Farbgebung und insgesamt einen angenehmeren Gesamteindruck. Das kalibrierte Farbprofil könnt ihr euch hier als zip-File herunterladen. Um es zu nutzen, müsst ihr es anschließend unter „Windows/System32/spool/drivers/color“ einfügen. Anschließend könnt ihr es in den Systemeinstellungen auswählen und aktivieren.

      hannspree ht161cgb monitorbewertung

      Ich bin eigentlich kein großer Freund von Touchdisplays. Spiegelnde Displays mit Fettflecken von den Fingern sind einfach nicht so mein Fall. Und ich habe diese Funktion bei Notebooks mit Touchdisplay nie wirklich genutzt. Ich muss aber zugeben, dass ich mich beim Test immer wieder ertappt habe, wenn ich mit dem Finger auf dem Hannspree HT161CGB – nun ja – herumgetatscht habe. Es ist einfach schneller als ständig die Maus auf das zweite Display zu bewegen. Mal schnell ein anders Programm öffnen, durch Mails scrollen oder zoomen geht einfach flüssiger mit den Fingern als mit der Maus. Über die Reaktion des Touchdisplays kann ich nichts Schlechtes sagen. Es reagiert schnell und präzise auf eure Eingaben.
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      Hannspree HT161CGB bei uns im Shop

      Fazit Hannspree HT161CGB: Gelungenes Zweitdisplay

      Der sehr gute erste Eindruck hat sich im Test bestätigt. Das Hannspree HT161CGB ist für den Büro-Alltag eine gute Ergänzung zum Notebook. Es ist klein, leicht, hervorragend verarbeitet und mit allen wichtigen Anschlüssen versehen. Zudem lässt sich es sich auch am Smartphone betreiben und ist dadurch auch für unterwegs richtig gut geeignet, um bspw. in einem Hotel abends noch einmal Netflix zu frönen.

      Die Helligkeit ist für den Arbeitsalltag ausreichend und die Farben ebenso. Die Touchfunktion erleichtert das Arbeiten ungemein und mir ist beim Testen keine Schwäche aufgefallen, die mich vom Hannspree HT161CGB abraten lässt.

      Der größte Vorteil ist aber aus meiner Sicht, dass es sich am Ende des Tages schnell und unkompliziert einpacken lässt und in jeder Schublade Platz findet.

      Für 270 Euro* bekommt ihr ein gutes Gesamtpaket. Wer also mit dem Gedanken spielt, sich ein weiteres Display zuzulegen oder viel unterwegs ist und eine Ergänzung zum Notebook sucht, sollte das HT161CGB auf jeden Fall in die engere Wahl ziehen.

      Hannspree HT161CGB bei uns im Shop
      *Stand: 09/2020

      Veröffentlicht von

      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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