Headsets, Tastaturen, Mäuse und Mauspads: optimale Gaming-Peripherie zum Zocken

      Headsets, Tastaturen, Mäuse und Mauspads: optimale Gaming-Peripherie zum Zocken

      65 Mauspads, 67 Mäuse, 72 Headsets und sage und schreibe 78 Tastaturen: Alleine in unserem Shop ist die Auswahl an Gaming-Peripherie vielfältig und für Einsteiger kaum überschaubar. Aber worauf muss man eigentlich bei einer Gaming-Maus achten und was unterscheidet eine Tastatur für 20 Euro von einer Tastatur für 200 Euro? Unser kompakter Berater für Gaming-Peripherie gibt Aufschluss.

      Das alte Mauspad löst sich auf, die Aufhängung eures Mausrads ist durchgebrochen oder ihr wollt von einer normalen Rubberdome-Tastatur auf eine mechanische Tastatur umsteigen: Für Gamer gibt es viele Gründe, sich nach neuem Gaming-Gear umzuschauen. Der Markt ist riesig und damit auch das Angebot sehr komplex und unübersichtlich. Was benötigt man und was nicht, muss es wirklich die Maus für 90 € sein und sind Gaming-Headsets eigentlich sinnvoll, oder tut es auch ein Studiokopfhörer mit separat angebrachtem Mikro?

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      Wie immer solltet ihr genau wissen, was ihr eigentlich wollt. 16.000 dpi, Farbspiele an allen Ecken und Enden oder massig Extra-Tasten benötigt nicht jeder. Hier lässt sich mitunter viel Geld sparen, wobei ihr nicht auf gute Kerneigenschaften verzichten müsst. Natürlich spielen auch gute Erfahrungen mit bestimmten Marken, die Verarbeitungsqualität, der Platz auf eurem Schreibtisch oder das Einsatzgebiet eine Rolle.

      Gaming-Mäuse

      Bei Gaming-Mäusen solltet ihre das Hauptaugenmerk auf die folgenden sechs Features legen.

      1. Form

      Das bedeutet, dass ihr am besten einmal Hand an die Maus gelegt haben solltet, um sicherzugehen, dass die Maus von der Form und Größe gut zu eurer Hand passt. Natürlich solltet ihr auch darauf achten, dass die Maus für Rechts- bzw. Linkshänder (oder beide) geeignet ist. Gerade von Razer gibt es viele symmetrische Modelle, die universell einsetzbar sind.

      Nutzer fassen Mäuse zudem unterschiedlich an. Hier wird zwischen Claw Grip, Finger Grip und Palm Grip unterschieden. Beim Palm Grip liegt die Hand fast komplett auf der Maus. Falls ihr diesen Griff bevorzugt, solltet ihr euch nach einer möglichst großen Maus umschauen.

      2. Präzision

      Bei der Abtastungsgenauigkeit (dpi) es ist zudem angenehm, wenn sich diese mittels Taste auf der Maus schnell und einfach verändern lässt. Ob sehr hohe Werte wie 16.000 dpi bei der Oberflächenabtastung wirklich spürbar das Handling verbessern, kann allerdings bezweifelt werden. Hier geht es viel um Marketing-Gewäsch und imaginäre „Längenvergleiche“, denn selbst mit der legendären Logitech MX518 mit lediglich 1.800 dpi lassen sich Ego-Shooter sehr gut spielen.

      Beim Sensor würde ich Lasermäuse den optischen Nagern vorziehen, da der Laser auf vielen unterschiedlichen Oberflächen gut funktioniert. Natürlich sollte die Maus ebenso gute Gleitfähigkeiten aufweisen.

      3. Verarbeitung

      Viel wichtiger als die Präzision ist die Verarbeitungsqualität und damit auch die Lebensdauer. Soll heißen: Fühlt sich die Maus wie ein wackliger Plastik-Bomber an oder liegt sie solide auf dem Mauspad? Eine häufige Schwachstelle können bruchanfällige Mausräder und Soft-Touch-Oberflächen sein, die schnell speckig werden.

      4. Features

      Bei den Features neigen Hersteller teilweise dazu, es gehörig zu übertreiben. Ob ihr bspw. speziell programmierbare Gaming-Tasten, 16,8 Millionen RGB-Farben und individuelle Anpassungsmöglichkeiten wie Gewichte oder flexible Handauflagen benötigt, sollte jeder selbst entscheiden. Vieles davon ist ganz nette Spielerei, aber wenn ihr es einmal benutzt habt, verharrt es meistens für die restliche Lebenszeit der Maus in einer Einstellung.

      5. kabelgebunden oder kabellos

      Eine lange Zeit tendierte ich als Gamer zu kabelgebundenen Mäusen, da ich mit kabellosen Mäusen bis jetzt nicht so gute Erfahrungen gemacht habe. Mittlerweile gibt es natürlich auch empfehlenswerte Modelle, bei denen ein Kabel optional angesteckt werden kann. Mittlerweile bieten Hersteller auch sehr gute Ökosysteme bestehend aus kabelloser Maus und Mauspad an. Der Clou? Die Maus wird während des Zockens automatisch kabellos geladen.

      Empfehlenswerte Lösungen gibt es bpsw. von Logitech und Razer. Der Nachteil der kabellosen Freiheit liegt im Preis, da die Mäuse und Mauspads noch sehr teuer sind.

      6. Gewicht

      Beim Gewicht scheiden sich häufig die Geister. Während es einige Gamer gerne besonders schwer und groß mögen, sollte die Maus für andere so leicht wie möglich sein. Hersteller untertreffen sich beim Gewicht in letzter Zeit und bieten immer leichtere Exemplare an, indem bspw. spezielle Wabenmuster zum Einsatz kommen und überflüssiges Material gespart wird.

      Gaming-Mousepads

      Bei  Mauspads kommt es eigentlich nur auf drei Eigenschaften an.

      1. Größe

      Ja nachdem, mit welcher Sensitivität ihr in Games unterwegs seid, spielt natürlich auch die Größe des Mauspads eine entscheidende Rolle. Profi-Spieler wischen gerne mal 30 cm über das Mauspad, um eine schnelle Drehung auszuführen. Hier seid ihr natürlich auch von der Größe eures Schreibtisches abhängig.

      2. Oberflächenbeschaffenheit

      Natürlich ist auch die Beschaffenheit der Oberfläche sehr wichtig: Gleitet die Maus leise und sauber auf dem Material oder wirkt es eher kratzig und bremsend? Hier ist es sinnvoll, verschiedene Oberflächen auszuprobieren.

      3. Qualität

      Billige Mauspads lösen sich meist schon nach relativ kurzer Zeit in Luft auf bzw. trennen sich die Nähte oder Stoffflächen vom Untergrund und rollen sich an den Seiten auf. Einige Mauspads setzen zudem auf abwaschbare Oberflächen. Das ist ganz praktisch, da Mauspads nach einiger Zeit zu Hochburgen für Schmutz und Dreck werden.

      Auch, wenn mich viele für verrückt erklären werden, habe ich die Investition von 40 € für mein Roccat Hiro bis jetzt nicht bereut. Das Mauspad liegt seit fünf Jahren auf meinem Schreibtisch und hat etliche Stunden des Zockens standhaft über sich ergehen lassen. Billige Mouspads haben hier schon deutlich früher den Geist aufgegeben. Allerdings möchte ich nicht abstreiten, dass auch im Bereich um die 15 bis 20 € vernünftige Mauspads zu haben sind.

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      Gaming-Tastaturen

      Bei Tastaturen spielen die folgenden Eigenschaften eine große Rolle

      1. Qualität

      Bei der Tastatur spielt natürlich die Qualität eine große Rolle. Hier offenbaren sich die Qualitätsunterschiede meistens erst nach einiger Zeit in Form von abgeriebenen Lackierungen und Co.

      2. Features

      Auf Schnickschnack wie eingebaute Displays und Co. kann man gut verzichten, viel praktischer sind hingegen Multimedia-Tasten oder auch Lautstärkeregler für Musik und Videos. Zusätzliche programmierbare Tasten können sinnvoll sein, bei neuen Tastaturlayouts werdet ihr euch anfangs jedoch häufig dabei erwischen, dass ihr anstatt auf Esc bspw. auf eine G-Taste drückt. Die 18 G-Tasten meiner Logitech G510 habe ich jedenfalls bis heute nicht individuell programmiert.

      Bei der Beleuchtung scheiden sich vermutlich wie immer die Geister. Ich finde grade bei normalerweise dunkler Gaming-Atmosphäre illuminierte Tasten sinnvoll, Regenbogeneffekte und Rummel-Beleuchtung brauche ich jedoch nicht unbedingt.

      3. Rubberdome oder mechanisch

      In den letzten Jahren haben insbesondere mechanische Tastaturen Einzug in die Gaming-Welt gehalten. Diese sollen mit einem gleichmäßigeren Tippgefühl, einer robusteren Verarbeitung und somit auch längeren Lebensdauer überzeugen. Viele Gamer, die von einer normalen Rubberdome- auf eine mechanische Tastatur umgestiegen sind, schwören auf den knackigeren, aber auch lauteren Tastenanschlag. Wirkliche Vorteile bei der Präzision gibt es in der Praxis allerdings nicht. Mechanische Tastaturen sind im Vergleich zu den alten Tastern häufig auch nicht so umfangreich mit Multimediatasten, USB-Hub oder Lautstärkeregler ausgestattet und ein bisschen teurer.

      4. kabelgebunden oder kabellos

      Falls ihr die Tastatur auch mal auf der Couch benutzen wollt, ist auch hier ein abnehmbares Kabel dementsprechend praktisch. Wer auf Understatement steht, kann aber auch unbeschwert zu schlichteren Mulitmedia-Tastaturen greifen.

       

      Gaming-Headsets

      Natürlich gehört zum entspannten Zocken auch das richtige Headset. Neben einer guten Sprachqualität des Mikros bei der Kommunikation via Teamspeak, Discord, Ventrilo oder Mumble mit euren Zockerfreunden (bzw. auch dem gegenseitigen Beleidigen mit Hilfe der Ingame-Sprachfunktion bei CS:GO) wollt ihr natürlich auch soundtechnisch mittendrin statt nur dabei sein. Beim Sound sind Empfehlungen schwierig, da die Wahrnehmung oft sehr subjektiv ist. Hier ist ebenso wie bei Lautsprechern das Probehören unabdingbar.

      Wichtig ist selbstverständlich auch der Tragekomfort eines Headsets. Ich finde große und geschlossene Ohrmuscheln angenehmer als kleine Muscheln, die nach kurzer Zeit auf das Ohr drücken. Bei geschlossenen Ohrmuscheln könnt ihr euch im Gegensatz zu halboffenen oder offenen Kopfhörern auch besser auf das Spiel konzentrieren, da Umgebungsgeräusche kaum wahrnehmbar sind. Hinzu kommen natürlich auch Anforderungen in Form von einem angenehmen Gewicht und einer vernünftigen Polsterung.

      Was ist noch wichtig? Überraschung, die Qualität sollte stimmen. Viel Kunststoff ist zwar leicht und angenehmer zu tragen, allerdings spricht es oft nicht für die gute Verarbeitung eines Headsets. Kabelbrüche und Co können hier die Folge sein. Bei modularen Headsets wäre das nicht ganz so schlimm, da ihr dann teilweise die Einzelteile nachbestellen könnt. Praktisch sind außerdem Headsets mit einer Fernbedienung, mit Hilfe der ihr das Mikrofon stumm schalten könnt. Einige Gaming-Headsets machen dies auch automatisch, wenn ihr den Mikrofon-Bügel hochklappt.

      Wenn ihr viel mit dem Headset in eurer Wohnung unterwegs seid, kann auch ein kabelloses und aufladbares Headset sinnvoll sein. Diese sind aufgrund der eingebauten Akkus allerdings auch schwerer als vergleichbare Headsets. Inwiefern spezielle Noise Cancelling Mikrofone tatsächlich besser sind, kann ich leider nicht beurteilen.

      Mein letzes Gaming-Headset ist übrigens gar kein Gaming-Headset. Da viele „Marketing-Features“ wie 7.1, THX oder spezielle Sound-Engines nicht grundlegend einen spürbaren Vorteil bringen, empfinden einige Gamer teilweise auch einen vernünftigen Studio-Kopfhörer mit separatem Mikro als bessere Lösung. Ich setze hier beispielsweise auf den halboffenen Beyerdynamic DT 990 Pro in Verbindung mit einem günstigen Ansteck-Mikrofon.

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      *Preise mit Stand vom 22.02.2018

      Veröffentlicht von

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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