HONOR MagicBook 16: Gutes Notebook nochmal besser

      HONOR MagicBook 16: Gutes Notebook nochmal besser

      Das Honor MagicBook 16 hat ein Refresh bekommen: Wahlweise arbeiten ein Ryzen 5 5600H oder 7 5800H im schlanken Aluminium-Gehäuse und ein Display mit bis zu 144Hz. Doch reicht ein Refresh aus, damit es gegen andere Ultrabooks antreten kann?

      Honor spendiert seiner „MagicBook“-Reihe regelmäßige Updates. Während sich am soliden Aluminium-Design seit langem nichts getan hat, gibt es ein paar kleine Technik-Upgrades. So arbeitet jetzt Ryzen 5000 im Inneren. Dazu bietet es nun eine Bildwiederholfrequenz von bis zu 144 Hz.

      Ansonsten bleibt das neue Modell den bisherigen Werten treu: Ein starkes Kühlsystem mit zwei Lüftern, 16 GB an DDR4-Arbeitsspeicher im Dual-Channel, ein 56Wh-Akku und gute Stereo-Lautsprecher. Die Verarbeitungsqualität bewegt sich unter den Top 5 bei Windows-Notebooks. Insgesamt macht das „neue“ Honor MagicBook 16 einen sehr guten Eindruck.

      Die 16-Zoll-Variante des MagicBooks ist als Desktop-Ersatz bzw. Arbeits-Notebook gedacht. Durch den großen Bildschirm und die breitere Tastatur kann man damit gut arbeiten, es geht aber auf Kosten der Mobilität.

      Wer viel reist oder von unterwegs arbeitet, sollte vielleicht eher zur 14-Zoll-Version greifen. Sie ist leichter und passt in mehr Taschen bzw. Rucksäcke hinein.

      Für einen Preis um die 1.000 Euro bewegt sich die MagicBook-Reihe zwar eher im Premium-Bereich, dort gilt sie aber seit Jahren als Preis-Leistungskracher.

      Technische Daten Honor MagicBook 16
      Display 16,1 Zoll matt, 1920x1080px, 16:9, 144Hz/60Hz, 137 ppi, 300 Nits, IPS-Display, 100% sRGB
      1000:1 Kontrastverhältnis, 170 Grad Betrachtungswinkel
      TÜV Rheinland-Zertifizierung für geringes blaues Licht
      Prozessor AMD Ryzen 5 5600H, 4 Kerne und 8 Threads, 3.3 – 4.2 GHz, 16 MB Cache, 45 Watt TDP
      Grafik AMD Radeon RX Vega 6 (1800 MHz)
      512GB Speicher
      Arbeitsspeicher
      16GB DDR4-SODIMM, 3200MHz Dual Channel
      Festplatte 512GB M.2-SSD
      Netzwerk
      Wi-Fi 6 (802.11 a/b/g/n/ac/ax), 2×2 MIMO, Doppelantenne
      Bluetooth 5.1
      Anschlüsse 2 x USB Typ-C 3.2 Gen1 (1 x Power-Delivery)
      2 x USB Typ-A 3.2 Gen1
      1 x HDMI 2.0b
      1 x 3,5mm Kopfhörer- und Mikrofon-Klinkenanschluss
      Akku Li-Polymer-Akku mit 56Wh-Kapazität, 65-Watt-Netzteil (SuperCharge)
      Eingabegeräte Tastatur mit Hintergrundbeleuchtung
      Touchpad mit NFC-Sensor
      Fingerabdruck-Scanner
      720p-Webcam
      Sound 2 x Lautsprecher, 2 x Mikrofone
      Nahimic 3D Audio
      Abmessungen 36,8 x 23,6 x 1,8 cm (B x T x H)
      Gewicht 1,84 kg
      Preis
      Ab 999,90 Euro*

      Lieferumfang

      Der Lieferumfang ist überschaubar: Das Notebook selbst, ein 65-Watt-Ladegerät mit einem langen USB-C-Kabel, sowie der übliche Papierkram (Schnellstartanleitung, Garantiekarte). Honor gibt eine zweijährige Garantie auf das Gerät, Akku und Ladegerät. Auf das Ladekabel gibt es 3 Monate Garantie.

      Nach oben

      Verarbeitung und Bedienung

      Das Honor MagicBook 16 bietet ein bewährtes Gehäuse aus silber-grauem Aluminium. Nur wenige Elemente (z.B. ein Honor-Schriftzug) brechen das minimalistische Äußere. Das Design nutzt Honor nun schon seit einer Weile und verbessert es immer ein wenig.

      Erst vor einiger Zeit hatte ich das MagicBook 14 mit Tiger-Lake-Prozessor im Test, dessen Kanten aufgrund einer speziellen Fräsung sogar Intel-blau schimmerten. Insgesamt erinnert das Notebook an Apples MacBook, bietet aber genügend eigenständige Züge.

      Obwohl das Honor MagicBook 16 recht kompakt gebaut ist, zählt es mit einer Breite von 36,8 und einer Tiefe von 23,6 cm zu den größeren Notebooks. Dafür bietet es aber ein 16,1 Zoll großes IPS-Display und eignet sich damit hervorragend als Arbeitsnotebook.

      In meinen Rucksack passt es gerade noch so. Das Gewicht geht mit 1,84 kg in Ordnung, besonders wenn man das Aluminium-Gehäuse bedenkt. Viel schwerer dürfte es aber nicht sein, um es gut mitnehmen zu können.

      Die Verarbeitung ist auf einem bemerkenswerten Niveau und sollte den Zahn der Zeit gut überstehen. Es knarzt nichts und auch die Spaltmaße sind tadellos. Der Tastatur-Bereich ist überaus stabil und lässt sich nur mit höherer Gewalt etwas biegen.

      Die Tastatur ist sauber verarbeitet und hat einen angenehmen Hub. Das Schreiben darauf fühlt sich gut und „knackig“ an.

      Das multitouch-fähige Touchpad auf der Innenseite ist mittig und ausreichend groß (12,0 mm x 7,2 cm). Es arbeitet stets zielsicher und machte keinerlei Probleme. Durch die Größe ist es gut zu bedienen und man kann die „Maushand“ auch deutlich angenehmer ablegen, als bei kleineren Trackpads.

      Als kleinen Bonus bietet das MagicBook 16 noch einen Fingerabdrucksensor im Power-Button, der sich rechts oben im Lautsprecher-Gitter befindet. In meiner Testphase hat er einwandfrei funktioniert.

      Nach oben

      Anschlüsse

      Auf der linken Seite befinden sich zweimal USB-C (3.2 Gen1) und HDMI 2.0b. Über den obersten USB-C-Anschluss wird das Notebook zudem rasch mithilfe von 65 Watt geladen.

      Rechts befinden sich zwei USB-Typ-Anschlüsse (3.2 Gen1) und ein Kombi-Anschluss für 3,5mm-Klinke.

      Neben den physischen Anschlüssen existiert ein WLAN-Chip mit Wi-Fi-6-Doppelantenne (802.11 a/b/g/n/ac/ax) und Bluetooth 5.1.

      Im Grunde bietet es alle nötigen Anschlüsse für den Alltag, abgesehen von einem SD-Kartenleser. Im Vergleich zu den kleinen Versionen, müsst ihr hier nicht den Dongle-Lifestyle leben: Während ihr über einen USB-C-Anschluss ladet, ist der andere frei verfügbar. Leider sind die USB-Anschlüsse „nur “ USB 3.2 Gen1 und nicht das neuere Gen2. Das ist aber nur ein kleines Detail.

      Nach oben

      Display

      Das Display macht ein mobilen Computer erst zu einem Notebook und ist damit das Herzstück eines Notebooks. Obwohl ein externer Monitor angeschlossen werden kann, kommt die meiste Zeit der Notebook-Bildschirm zum Einsatz.

      Honor bietet hier ein 16,1 Zoll großes IPS-Display mit einer Full-HD-Auflösung, 300 Nits maximale Helligkeit, 100 Prozent sRGB-Abdeckung, ein Kontrastverhältnis von 1000:1 und 170 Grad Betrachtungswinkel. Dazu gibt es eine TÜV Rheinland-Zertifizierung für geringes blaues Licht und das Display bietet einen maximalen Öffnungswinkel von 137 Grad.

      Ohne Messergebnisse zu haben: Das IPS-Display macht einen guten Eindruck. Die maximale Helligkeit reicht im Test-Alltag aus, Text wird scharf dargestellt und die Farben wirken gut. Das neue 144Hz-Display macht vor allem beim Surfen Spaß und lässt das ganze System deutlich flüssiger wirken.

      Natürlich verlassen wir uns nicht nur auf den Eindruck, sondern haben auch mit einem professionellen Spyder das Display vermessen. Die maximale Helligkeit ist 347,9 Nits (cd/m2) in der Mitte des Bildschirms und nimmt zu den Rändern hin ab.

      Für mich ist ein Wert ab 300 nits (cd/m2) gut, je weiter es nach oben geht desto besser. Die offizielle Angabe von 300 nits wird also eingehalten und sogar übertroffen. Sehr schön! Das Display bietet große und stabile Blickwinkel.

      Laut dem Spyder5 hat das Display eine sRGB-Abdeckung von 98 Prozent, das die für viele Medienschaffende wichtige AdobeRGB wird mit 73 Prozent gut abgedeckt. Der ebenfalls wichtige P3-Farbraum wird mit 75 Prozent dargestellt. Als Kontrast wurde 1050:1 gemessen. Die Farbtreue ist im Auslieferungszustand bereits sehr gut.

      Danach habe ich das Display kalibrieren lassen: An den Farbräumen und am Kontrast hat sich nichts getan, dafür hat sich der Mittelwert bei der Farbtreue von 1,63 auf 0,86 verbessert. Die Farbtreue konnte damit also deutlich verbessert werden.

      Nach oben

      Leistung

      Aktuell macht AMD mit seiner Ryzen-6000-Reihe für Notebooks auf sich aufmerksam. Dort wurde die Grafikeinheit komplett überarbeitet und bietet nun deutlich mehr Leistung. Das ist aber eher ein Thema für mobile Gamer. Im Honor MagicBook 16 steckt dagegen eine APU der Vorgänger-Generation, der Ryzen 5 5600H.

      Der Sechskerner ist dennoch mehr als kraftvoll und sollte für die meisten Nutzer*innen ausreichen. Das Honor MagicBook 16 kommt ohne Grafikkarte aus, es gibt aber noch eine Pro-Version mit dedizierter Nvidia-Grafikkarte.

      Lasst uns also das Notebook durch die Benchmarks jagen und uns gemeinsam die Ergebnisse anschauen.

      Counter-Strike: Global Offensive

      Der wohl berühmteste E-Sport-Titel erreicht in unserem realitätsbezogenen Benchmark (geskriptetes Match mit Bots) in den höchsten Einstellungen flüssige 57,26 FPS. Wer mit den Details oder einigen Effekten herunter geht, erreicht locker 70 FPS oder mehr. CS:GO lässt sich also durchaus spielen.

      Assassin’s Creed Valhalla

      Valhalla ist ein gewaltiges Open-World-Abenteuer mit schicker Grafik. Leider braucht es für diese offene Welt ordentlich GPU-Leistung, aber vor allem Grafikspeicher (VRAM). Da die APU nur 512MB davon besitzt, erreicht sie mit den niedrigsten Einstellungen nur 24 FPS und ruckelt stark.

      Anno 1800

      Im Aufbau-Strategie-Hit aus Deutschland erreicht das Notebook in den niedrigsten Einstellungen und mit DX12 ganze 60,62 FPS. Auf hohen Details erreicht die APU nur noch 14,32 FPS. Auf den höchsten Einstellungen ließ sich der interne Benchmark leider nicht starten.

      Shadow of the Tomb Raider

      Im aktuellsten Teil von Tomb Raider erreicht das Honor MagicBook 16 mit den niedrigsten Einstellungen im Schnitt 34 FPS, mit mittleren Einstellungen nur noch 19 FPS. Wem gelegentliche Ruckler nichts ausmachen, kann Laras Abenteuer also mit konsolentauglichen 30 FPS spielen.

      Cinebench R23 & R20

      Natürlich haben wir auch Cinebench bemüht. Der Ryzen 5 5600H erreicht in CB R23 1.374 Punkte im Single-Core und ganze 9.663 Punkte im Multi-Core-Test. Im etwas älteren CB R20 sind es 537 Punkte im Single-Core und 3.754 Punkte im Multi-Core-Test.

      Er liegt damit auf dem Niveau eines Intel Core i7-1165G7, bietet aber deutlich mehr Leistung bei Multi-Core-Anwendungen. Er lässt auch ein ehemaliges Flaggschiff, den Intel Core i9-9880H deutlich hinter sich.

      AS SSD Benchmark

      Die verbaute 512 GB M.2-NVMe-SSD von Samsung bietet schnelle Lese- und Schreibvorgänge. Sie ist damit bestens für alle Arbeits-Anwendungen, aber auch Videoschnitt geeignet.

      Auch Medienanwendungen wie DaVinci Resolve stellen kein Problem dar und profitieren von den sechs Kernen: Ein 1-Minütiger Werbeclip wurde mit vielen Effekten und Text in 2 Minuten und 55 Sekunden exportiert. Dabei haben wir das 4K-YouTube-Preset verwendet. Mit dem Preset für 1080p dauerte der Export nur 47 Sekunden.

      Die Rechen- und Grafikleistung des Ryzen 5 5600H reicht also vollkommen für alle erdenklichen Arbeiten aus. Auch E-Sport-Titel oder etwas ältere Spiele sind damit kein Problem. Nur Open-World-Spiele bringen die APU mit seiner älteren Vega-Grafikeinheit und dem kleinen VRAM an seine Grenzen. Wer mehr Wert auf Gaming legt, sollte vielleicht auf das Refresh mit Ryzen 6000 warten.

      Nach oben

      Akkuleistung

      Ryzen-APUs mit H-Anhang können maximal bis zu 45 Watt verbrauchen und haben damit ordentlich „Wumms“, sind im Alltag aber sehr stromsparend. Der verbaute Akku ist 56Wh groß und damit derselbe, wie im kleineren MagicBook 14.

      Honor gibt eine Akkulaufzeit von 8 Stunden bei Büroarbeiten und bis zu 8,8 Stunden bei lokaler Video-Wiedergabe an. Das ist kein Spitzenwert, sollte aber für einen Arbeitstag ausreichen.

      Um realistische Ergebnisse zu erzielen, habe ich die Akkuleistung tagelang beobachtet und wie folgt getestet: Ich habe die Display-Helligkeit auf rund 80 Prozent geschraubt, das Leistungsprofil „Ausbalanciert“ festgelegt und bei aktiver WLAN-Verbindung einen normalen Arbeitstag bestritten. Auf dem Programm stand: Viel Surfen im Internet und Arbeiten in Office-Anwendungen. Die Tastatur und das Trackpad wurden dauerhaft genutzt.

      Das gesamte Notebook verbraucht im Leerlauf zwischen 5 und 9 Watt. Sobald etwas Surfen und Musik hinzukommen, steigt der Verbrauch auf etwa 26 Watt. Während meiner Benchmark-Tests konnte ich eine Leistungsspitze von knapp 65 Watt messen.

      Bei einem typischen Arbeitstag machte der Akku nach rund 7 Stunden und 48 Minuten schlapp. Damit kommt man, wie erwartet, gerade so durch einen Arbeitstag. Natürlich hängt die Akkulaufzeit stark von den verwendeten Programme, Bildschirmhelligkeit und andere Dinge an. Es ist also durchaus möglich damit über die Marke von 8 Stunden zu kommen.

      Zu guter Letzt: Der Akku lässt sich schnell mit 65-Watt laden. Nach rund 30 Minuten ist es zu 49 Prozent und nach 91 Minuten vollständig geladen. Das ist fix!

      Nach oben

      Geräuschemissionen

      Das Honor MagicBook 16 bietet ein größeres Gehäuse und hat dadurch auch Platz für ein größeres Kühlsystem. Auf der Unterseite befinden sich deshalb drei Heatpipes und zwei 75-mm-Lüfter.

      Durch die Größe und den verbauten H-Prozessor ist es eher als Desktop-Ersatz gedacht und die Lautstärke spielt nur die zweite Rolle. Es soll möglichst viel Leistung bietet und dabei möglichst Leise sein.

      Ich kann aber entwarnen, das MagicBook 16 bleibt beim alltäglichen Surfen auf notebooksbilliger.de, Netflix schauen und Arbeiten flüsterleise. Bei Spielen bewegt sich die gemessene Lautstärke zwischen 33 und 40 dB(A).

      Das Kühlsystem ist unter Last hörbar, aber nur ein wenig. Es übertönt niemals den Spielesound oder fällt negativ auf. Als kurzer Vergleich: Die meisten flachen Notebooks bewegen sich unter Volllast bei etwas um 34 dB(A). Für die gebotene Leistung ist die Lautstärke also als gut anzusehen.

      Nach oben

      Temperatur

      Mittels Stresstest wollte ich herausfinden, wie warm – oder im Idealfall kühl – das Honor MagicBook 16 wird. Das ist sowohl für die Leistung als auch für ein angenehmes Arbeiten ausschlaggebend. Dazu habe ich Cinebench R23, Netflix und ein Spiel parallel laufen lassen.

      Honor gibt stolz acht „hochpräzise Temperatursensoren“ an, was für eine 25 Prozent bessere Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell sorgen soll. Da ich das Modell gerade nicht zur Hand habe, kann ich die Angabe nicht prüfen. Die Kühlsysteme in Honor-Notebooks haben aber bisher gut funktioniert und sind eine der Stärken der Notebooks.

      Bei normaler Nutzung bzw. beim Arbeiten bleibt das Notebook kühl und leise. Der Ryzen 5 5600H ist im Normalbetrieb sparsam und muss nicht groß gekühlt werden. Die meiste Zeit bleiben die Lüfter ausgeschalten. Bei längerer oder intensiverer Nutzung wird der Bereich oben in der Mitte etwas wärmer, dort sitzt der Prozessor.

      Andere Bereiche, wie Trackpad oder der Großteil der Tastatur, bleiben angenehm kühl. Selbst bei längeren Gaming-Sessions auf dem Schoß wurde die Rückseite nicht zu warm. Leider fehlt mir ein Messgerät, ich tippe aber auf eine Temperatur von ungefähr 45 Grad.

      Sehen wir uns einmal die Temperaturen im Inneren an: Der wichtige DIE auf dem Prozessor wurde im Schnitt 31,6 Grad und maximal 92 Grad warm. Die Grafikeinheit Vega 8 war um die 29,4 Grad warm und konnte maximal auf 81 Grad gepeitscht werden. HWiNFO gibt zudem weitere Temperaturen im Inneren an, die allesamt auf einem guten Niveau liegen.

      Nach oben

      Aufrüsten

      Leider lassen sich die MagicBooks von Honor meist nur sehr beschränkt aufrüsten. Über zehn T5-Torx-Schrauben (dafür brauchte ich ein Feinmechanik-Set) auf der Unterseite kommt ihr in das Innenleben. Dort kann dann die verbaute M.2-SSD (Samsung) und das WLAN-Modul ausgetauscht werden. Das wars.

      Der Rest ist fest verbaut und teilweise verlötet. In unserem Gerät ist eine 512-GB-SSD, von der im Auslieferungszustand knapp 452 GB nutzbar sind. Der restliche Speicher verteilt sich auf Windows und die Recovery-Partition.

      Der Arbeitsspeicher lässt sich im Nachhinein nicht erweitern. Daher solltet ihr beim Kauf ungefähr wissen, was ihr mit dem MagicBook 16 vor habt. Aktuell* gibt es nur eine Konfiguration mit 16 GB an Arbeitsspeicher. Das ist auch meine Empfehlung und sollte für die meisten Anwendungen ausreichen.

      Sound & Webcam

      Lautsprecher und Webcam eines Notebooks sind zwar nicht die Kernelemente, für den Medienkonsum dennoch immens wichtig. Obwohl sich externe Geräte anschließen lassen, sollte die verbaute Hardware grundsätzlich ausreichen.

      Die Lautsprecher wurden in meinem Test maximal 85 dB laut. Der Klang ist klar und Höhen werden sehr gut wiedergegeben, leider gibt es nur wenig Bass. Selbst bei hoher Lautstärke verzerren sie nicht.

      Die Lautsprecher in den MagicBooks sind für mich im oberen Bereich der Windows-Notebooks zu verorten. Sie kommen natürlich nicht an die Qualität eines MacBooks heran. Sie eigenen sich für Musik, Stimmen und Gaming, nur auf action-geladenen Bass muss man verzichten.

      Honor verbaut eine Webcam mit einem 1-Megapixel-Sensor und einer Auflösung von 720p. Diese befindet sich mittig oben im Display und ermöglicht einen brauchbaren Blickwinkel. Neben typischen Webcam-Problemen wie Überbelichtung oder starkes Rauschen bei schlechtem Licht, kommt noch ein weiches Bild hinzu.

      In einem kleinen Fenster wirken die Bilder detailreich und scharf, vergrößert man sie, erkennt man aber das viel zu weiche Bild. Das Fell meiner Katzen wirkt in den Bildern wie mit einem Buntstift gemalt. Für gelegentliche Video-Telefonate reicht sie vollkommen aus, ist aber keine ernsthafte Möglichkeit. Für einen häufigen Einsatz empfehle ich eine externe Webcam, die es schon für um die 20 Euro gibt.

      Nach oben

      Fazit: Kann viel, sieht gut aus und der Preis passt

      Erstmal vorweg: Das getestete Honor MagicBook 16 ist nichts bahnbrechend Neues. Es ist das gleiche Notebook wie seit Jahren, nur mit aktualisierter Hardware. Der Bildschirm kann nun 144Hz und der Prozessor basiert auf Ryzen 5000. Der Rest bleibt gleich oder wurde nur minimal verbessert. Ein bereits gutes Notebook ist nun ein bisschen besser.

      Das Honor MagicBook 16 bietet ein schickes MacBook-artiges Design, hervorragende Verarbeitung und meine liebste Tastatur bei Windows-Notebooks. Obwohl es schon Ryzen 6000 mit neuer Grafikeinheit gibt, hat Ryzen 5000 immer noch genügend Leistung für alle erdenklichen Aufgaben. Sei es nun Arbeits-Programme, Videobearbeitung oder leichtes Gaming.

      Das Full-HD-Display bietet einen guten Kontrast, die Helligkeit reicht selbst für sonnige Tage und alle Farbräume werden ordentlich abgedeckt. Sogar die Farbtreue ist von Haus aus sehr gut (kann aber durch Kalibrierung nochmals verbessert werden). Die 144Hz lassen Webseiten und Microsoft Word geschmeidig wirken und auch sonst handelt es sich um ein bemerkenswert gutes Display.

      Die von mir getestete Ausführung kostet 999 Euro*. Neben der Variante soll es noch ein Modell mit Ryzen 7 5800H geben, der mit acht Kernen und einer stärkeren GPU-Einheit mehr Leistung bietet. Das Modell ist aber aktuell nicht verfügbar.

      Honor hat mit dem MagicBook 16 ein gutes Paket geschnürt. Durch das große Display, den stromsparenden aber leistungsfähigen Prozessor und die knackige Tastatur eignet es sich hervorragend als Arbeitsmaschine. Wer noch mehr Grafikleistung braucht, kann einen Blick auf das Pro-Modell werden, das mit einer dedizierten Grafikkarte daherkommt.

      Nach oben

      Via: Honor – Stand: 04.2022

      Veröffentlicht von

      Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

      Das könnte dich auch interessieren

      1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

      1. Ich finde es klasse das ihr die vielen tollen Produkte auf Herz und Nieren von und Anwendern zu Testen zur verfügung stellt. Gerne bewerbe ich mich bei euch und würde gerne eins der Geräte selber testen.

      Schreibe einen Kommentar

      Pflichtfelder sind mit * markiert.