HP Pavilion 15 im Test: Einsteiger-Gaming-Notebook mit Ryzen-CPU, GTX 1660 Ti Max-Q und 1 TB SSD

HP Pavilion 15 im Test: Einsteiger-Gaming-Notebook mit Ryzen-CPU, GTX 1660 Ti Max-Q und 1 TB SSD

Das HP Pavilion 15-ec0112ng ist mit 1.200 Euro* ein ziemlich erschwingliches Gaming-Notebook mit AMD Ryzen™ CPU. Neben dem schlichten Design überzeugt das Pavilion 15 im Test mit einer sehr guten Verarbeitung, vielen Anschlüssen und genug Leistung für FHD-Gaming. Auch das Display hinterlässt einen guten Eindruck. HP übertreibt es leider mit der vorinstallierten Software.

Einsteiger-Gaming-Notebook mit unterschiedlicher Ausstattung

Das HP Pavilion Gaming-Notebook wird mittlerweile auch mit AMD-Ryzen-Prozessoren angeboten und ist mit unterschiedlichen Ausstattungen erhältlich. Welche Variationen das mit Ryzen-CPU genau sind, könnt ihr der Tabelle entnehmen. Die getestete Austattung mit Ryzen 3750H, GTX 1660 Ti Max-Q, 16 GB RAM und 1.024 GB Speicher ist fett markiert. Die Preise reichen aktuell von 750* bis 1200 Euro*. Wer mehr Leistung sucht, findet diese bei Modellen der Marke OMEN (X).

HP Pavilion 15

Technische Details

Produkteigenschaften des HP Pavilion 15-ec0112ng

Display 15,6″, IPS, 60 Hz, entspiegelt
300 Nits
Auflösung 1920×1080 Pixel (Full HD)
Prozessor AMD Ryzen 5 3550H (4x 2,1 GHz, maximal 3,7 GHz) inkl. iGPU RX VEGA 8
AMD Ryzen 7 3750H (4x 2,3 GHz, maximal 4,0 GHz) inkl. iGPU RX VEGA 10 
Grafik Nvidia GeForce GTX 1650 (4 GB GDDR5 VRAM)
Nvidia GeForce GTX 1660 Ti Max-Q (6 GB GDDR6 VRAM)
Arbeitsspeicher 8 GB / 16 GB DDR4 SO-DIMM
Festplatte 256 / 512 / 1024 GB NVMe SSD
1 TB HDD
Netzwerk Gigabit LAN
WLAN 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 4.2
Anschlüsse 2x USB-A
1x USB-C (DisplayPort)
1x HDMI
1x Kombo-Klinkenanschluss
1x RJ45 Port (LAN)
1x Kartenleser
Akku wechselbarer 52,5Wh Li-Ion-Polymer-Akku (intern verschraubt)
Schnellladetechnologie
Eingabegeräte Tastatur mit NumBlock und Hintergrundbeleuchtung
Touchpad
Sound 2.0-Lautsprecher (Bang & Olufsen)
Kamera HD Webcam
Betriebssystem FreeDOS
Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 36 x 25,6 x 2,3 cm (B x T x H)
Gewicht 2,25 kg
Preis 1.200 Euro*
HP Pavilion 15 bei uns im Shop

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Schlichtes Design und sehr gute Verarbeitung

Das HP Pavilion ist ein relativ unscheinbares und schlichtes Gaming-Notebook. Neben dem dominierenden Mattschwarz setzt HP bei der Pavilion-Serie auf einige grüne Akzente. Dazu gehören beim Notebook das spiegelnde grüne Logo auf der Oberseite und die grün umrandeten Tasten. Etwas auffälliger ist zudem die gewellte Struktur der Lautsprecher über der Tastatur. Insgesamt gefällt das erwachsene Design des Pavilion 15: Schmale Displayrahmen, keine RGB-Beleuchtung und einfach wenig Firlefanz.

Die Verarbeitung liegt auf eine sehr hohen Niveau. Tatsächlich habe ich alle Spaltmaße genau unter die Lupe genommen und keine Ungereimtheiten festgestellt. Das Notebook ist stabil und lässt sich an keiner Stelle ohne viel Kraftaufwand eindrücken. Ihr könnt es sogar mit einem Finger öffnen, was für meinen Kollegen Sascha immer ein besonders wichtiges Qualitätskriterium darstellt.

Speziell beschichteter Kunststoff, hauchdünnes Aluminium: Es wird mittlerweile selbst durch Anfassen immer schwieriger, die richtigen Materialien herauszufühlen. Unterm Strich überzeugt die Haptik aber. Die Oberseite und auch die Tastatur-Fläche dürften aus Aluminium bestehen. Sogar die Unterseite macht diesen Eindruck. Die Displayrahmen sind jedoch aus Kunststoff. Bei einem Gerät in dieser Preisklasse ist der Einsatz von so viel Aluminium jedoch eine positive Überraschung.

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Leichtgängige Tastatur, breites Touchpad und gute Lautsprecher

Die Tastatur des Pavilion 15 ist schön aufgeräumt. Es gibt einen NumBlock und eine kleine Enter-Taste, aber keine Sondertasten. Die Tastatur kann in zwei Stufen grün beleuchtet werden. Speziell ansteuern lassen sich die Tasten aber nicht. Das Schreibgefühl ist in Ordnung, allerdings sind die Tasten sehr leichtgängig. Das breite Touchpad ist etwas klapprig und es reagiert auch nicht immer 100% genau auf Eingaben. Hier seid ihr mit einer Maus vermutlich besser beraten.

HP Pavilion 15

Die von Bang & Olufson abgestimmten Lautsprecher liefern einen ganz soliden Sound ab. Sie sind zwar etwas höhenlastig und ein bisschen blass, aber bei moderater Lautstärke lässt sich Musik noch gut hören. Bei voller Lautstärke werden sie zudem ziemlich laut. Dann werden die Höhen für die Ohren aber schon teilweise anstrengend.

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SD-Kartenleser, USB-Typ-C- und LAN-Port vorhanden

HP verbaut beim Pavilion 15 viele aktuelle Anschlüsse. Auf der linken Seite befinden sich am hinteren Ende ein USB-Typ-A-Anschluss mit Power Delivery und der Stromanschluss. Auf der rechten Seite befinden sich vorne der SD-Kartenleser und der Kombi-Klinkenanschluss. Mit etwas Abstand kommen dahinter der USB-Typ-C-Anschluss mit DisplayPort-, aber ohne Thunderbolt-3-Unterstützung. Außerdem gibt es an der rechten Seite noch den ausklappbaren LAN-, einen weiteren USB-Typ-A- und den HDMI-Port.

HP Pavilion 15

Die Vorrichtung für ein Kensington Schloss gibt es ebenso wie Anschlüsse auf der Rückseite nicht.

HP Pavilion 15

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Gutes FHD-IPS-Display

Im HP Pavilion 15 steckt ein 15,6″ großes IPS-Display mit FHD-Auflösung (1920×1080 Pixel). Es kommt auf eine Punktdichte von 141 PPI. Bei dem matten Panel handelt es sich um das Modell AU Optronics 20ED. Es hat ein 16:9-Format und eine Bildwiederholrate von 60 Hz.

Die Ausleuchtung des Displays ist in Ordnung und es wird mit durchschnittlich 270 cd/m² auch ziemlich hell. Der untere Bereich ist mit 293 Nits in der Mitte am hellsten. Zu den oberen Ecken fällt die Leuchtdichte etwa 15% niedriger aus. Das Display ist ab Werk nicht kalibriert. Nach der Kalibrierung mit unserem Spyder5Elite wird die Darstellung etwas wärmer. Die Farbtreue vom Display des Pavilion 15 ist mit 96% sRGB, 69% NTSC und 74% AdobeRGB für ein Notebook dieser Preisklasse gut. Das Farbprofil könnt ihr hier herunterladen.

Die Blickwinkel sind stabil, allerdings dunkelt das Display etwas ab, wenn man von der Seite darauf schaut.

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Windows 10 Home mit einer Menge Scare- und Bloatware

Auf dem Pavilion 15 ist ab Werk Windows 10 installiert. Dazu kommt ein Haufen unnützer Bloatware und hauseigene Software von HP. Aufdringlich sind davon der HP Support Assistant und die Testversion vom McAfee-Virenschutz. Das meiste davon lässt sich deinstallieren.

Mit der verbauten NVMe-SSD mit 1.024 GB Speicher seid ihr bei Programmen und Spielen auf der sicheren Seite. Ab Werk sind ungefähr 911 GB frei. Wenn ihr viele große Dateien lagern wollt, könnt ihr zudem einfach eine HDD nachrüsten. Mehr dazu im Kapitel „Aufrüsten“.
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Max-Q macht den Unterschied

Die verbauten Komponenten stellen euch im Pavilion 15 eine moderate Leistung zur Verfügung, die für FHD-Gaming mit hohen Details auf dem verbauten 60Hz-Display ausreichend ist. Als erstes solltet ihr in den Nvidia-Systemeinstellungen auswählen, dass die GTX 1660 Ti Max-Q stets der bevorzugte Grafikprozessor ist. Sonst kann es vorkommen, dass Spiele die integrierte RX-Vega-10-Grafikeinheit selbst dann nutzen, wenn in den Grafikeinstellungen des Spiels die GTX 1660 Ti Max-Q eingestellt wurde.

HP Pavilion 15

Je nach Titel erreicht ihr mit maximalen Details ausreichend FPS. Ab und zu kann es jedoch vorkommen, dass ihr die Details von sehr hoch auf hoch reduzieren solltet.

  • Ghost Recon Wildlands / FHD / Ultra / 40 FPS
  • Far Cry 5 / FHD / Ultra / 59 FPS
  • The Division 2 / FHD / Ultra / 47 FPS

Kompetitive Online-Shooter wie Apex Legends, CS:GO oder Fortnite laufen auch mit hohen Details noch sehr flüssig. Die GTX 1660 Ti Max-Q ist unterm Strich ca. 15-25% langsamer als die normale Version. Wer mehr Leistung möchte, sollte zu einem Gaming-Notebook mit normaler GTX 1660 Ti oder RTX 2060 greifen.

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Moderate Benchmark-Performance

Im Cinebench R20 platziert sich das HP Pavilion 15 als erstes Gaming-Notebook mit Ryzen-CPU mit gut 1.700 Punkten in etwa auf der Höhe des Medion Erazer 15803 (Test). Im Cinebench R15 landet es mit einer FPS-Score von 80,83 auf dem letzten Platz. Das Gleiche gilt auch für den Photoshop-Benchmark, allerdings tummeln sich in unserer Datenbank sehr viele teurere Notebooks mit besserer Ausstattung.

Im Pavilion 15 ist eine Toshiba-NVMe-SSD vom Typ KXG60ZNV1T02 mit einem TB Speicher verbaut. Diese SSD ist sehr schnell und kommt in den Benchmarks auf Werte, die wir auch bei der Notebook-Version der Samsung 970 Evo Plus gemessen haben.

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Relativ leise und nicht heiß

Beim Zocken von The Division 2 werden die Lüfter vom Pavilion 15 zwar hörbar, die Geräuschkulisse bewegt sich jedoch absolut im Rahmen. Mit einem geschlossenen Headset solltet ihr davon nichts mitbekommen. Ein nerviges Piepen oder Pfeifen, wie es bei Notebooks mitunter auftreten kann, erwartet euch beim Pavilion 15 zudem nicht.

HP Pavilion 15

Das Gehäuse wird unter Last nur moderat warm und lässt sich problemlos an alles Stellen anfassen. Die CPU-Temperatur pendelt sich im Durchschnitt bei 80°C ein und die Grafikkarte wird im Mittel 75°C warm. Das sind beides gute Werte, die für die Langlebigkeit das Notebooks zuträglich sein dürften.

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Einfach zugänglich, 2,5″-HDD nachrüstbar

Der Pavilion 15 lässt sich relativ leicht öffnen. Versteckte Schrauben gibt es nicht. Ihr löst die sieben Kreuz-Schrauben an der Unterseite und könnt anschließend die Unterseite abnehmen. Das klappt am besten, indem ihr am Display-Scharnier an der Rückseite ansetzt. Einmal geöffnet, gelangt ihr an alle wichtigen Hardware-Komponenten, die sich bei einem Notebook austauschen lassen: SSD, RAM, WiFi-Modul und Akku. Da keine HDD im Testmodell verbaut ist, befindet sich hier ein Platzhalter. Diesen könnt ihr entfernen und so noch günstig eine 2,5″-HDD nachrüsten, falls euch der SSD-Speicher zu wenig erscheint.

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Fazit: HP Pavilion 15

Wie auch schon das OMEN 15 (Test) ist das Pavilion 15 ein ziemlich empfehlenswertes Notebook. Das Design ist schlicht und stimmig, die Verarbeitung sehr gut. Zudem bringt das Pavilion 15 von LAN über Typ-C bis zum SD-Kartenleser alle wichtigen Anschlüsse mit. Gut gefällt mir zudem, dass die Hardware einfach zugänglich ist und noch eine HDD nachgerüstet werden kann.

Bei der GTX 1660 Ti Max-Q dürft ihr nicht zu viel erwarten. Für FHD und hohe Details reicht es in den meisten Spielen aber. Wer häufiger zockt, sollte allerdings besser zu einem Notebook der OMEN-Serie mit RTX 2060 und 144-Hz-Display greifen.

Abstriche gibt es bei der Software, denn hier ist ab Werk ziemlich viel vorinstalliert. Das Display ist im Testmodell hell und auch die Farbgenauigkeit für ein Notebook gut. Die schnelle SSD überzeugt und ist mit einem TB auch schön groß. Zudem wird das Notebook beim Zocken weder besonders warm noch laut.

HP Pavilion 15

Insgesamt überzeugt das Pavilion 15 mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Mehr Notebook bekommt ihr für das Geld aktuell kaum.

HP Pavilion 15 bei uns im Shop

*Stand: 02.12.2019

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Habt ihr in dem Gerät einen TPM Chip gefunden? HP, sagt bei den Consumer-Geräten nicht so gern ob einer drin ist oder nicht (obwohl verbaut und aktiv) um sich wohl ein Merkmal für die ProBooks oder ähnliches offen zulassen.

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