HP ProBook 455 G7 im Test: Office-Dauerläufer mit Ryzen 5 und Windows 10 Pro
  • Display
  • CPU
  • RAM/Speicher
  • 15,6'' Full HD
  • Ryzen 5 4500U
  • 16 GB/512 GB

HP ProBook 455 G7 im Test: Office-Dauerläufer mit Ryzen 5 und Windows 10 Pro

Vor einiger Zeit hatte ich das ProBook 455 G6 mit Ryzen 5 2500U getestet. Das hat im Test gut abgeliefert. Dementsprechend war ich gespannt, was HP in der Neuauflage – sinnigerweise ProBook 455 G7 genannt – auf die Beine gestellt hat.

Das gefällt uns

  • gute Hardware
  • leicht erweiterbar
  • gute Akku-Laufzeit
  • Leise

Das gefällt uns nicht

  • blasses Display

Die ProBook-Reihe bietet euch verschiedene Varianten zur Auswahl. Die kleinste Variante kommt mit einem Ryzen 5 4500U, 8 GB RAM und 256 GB SSD. Das stärkste Modell wartet mit einem Ryzen 7 4700U, 16 GB RAM, 512 GB SSD und 1 TB HDD auf. Mein Testgerät sortiert sich mit seinem Ryzen 5 4500U, 16 GB RAM und 512 GB SSD in der Mitte ein. Die genauen technischen Daten findet ihr in der Tabelle.

Preislich liegen die Modelle derzeit zwischen 554 Euro* für ein Modell ohne Windows bis hin zu 925 Euro* für das stärkste Modell.

Technische Daten des HP ProBook 455 G7 1B7U0ES

Display 39cm (15,6″) entspiegeltes IPS-Panel im 16:9-Format
Auflösung 1920x1080px (Full HD)
Prozessor AMD Ryzen™ 5 4500U Prozessor 6x 2,30 GHz
TurboBoost bis zu 4 GHz
8 MB Cache
Grafik Radeon Graphics
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 3200 MHz
1 von 2 verbaut
max. 32 GB
Festplatte 512 GB M.2 PCIe SSD
Netzwerk Bluetooth 5.0
10 MBit/s, 100 MBit/s, 1000 Mbit/s LAN
Wireless LAN 802.11 b/g/n/ac
Anschlüsse 1x HDMI
1x USB 2.0
2x USB 3.2 Gen 1 Type-A
1x USB 3.2 Gen 1 Type-C
3in1 Cardreader (SD/SDHC/SDXC)
1x 3,5mm Audio-Combo
Akku HP Long-Life-Li-Ion-Akku
3 Zellen
45 WH
bis zu 12,5 Stunden Laufzeit
Eingabegeräte hintergrundbeleuchtete Tastatur mit Nummernblock
Touchpad
Sound zwei Lautsprecher
Kamera HD Infrarot-Kamera
Sicherheit Fingerprintreader
Kensington Lock
Betriebssystem Windows 10 Pro 64 Bit
Abmessungen 36,4×25,6×1,9cm
Gewicht 2 Kilo

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Lieferumfang

Der Lieferumfang ist so, wie man es von den meisten Notebooks kennt. Neben dem ProBook findet ihr noch das Ladegerät samt Stromkabel und etwas Literatur in Form von einer Schnellstartanleitung in der Verpackung.

Leider sind alle Teile separat in Kunststoff verpackt. Das kann man anders lösen.
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Design und Verarbeitung

Beim Design hat sich gegenüber dem Vorgänger (Test) nichts getan, es ist das klassische ProBook-Design. Tastatur und Nummernblock sitzen in einer leichten Vertiefung, so dass die Tasten bündig mit der Oberfläche des Notebooks abschließen. Das Touchpad sitzt leicht nach links versetzt vor der Tastatur und reagiert zügig und präzise auf eure Eingaben.

Am rechten Rand sitzt vor der Tastatur der Fingerprintreader, der seinen Dienst fix verrichtet. Den Powerbutton findet ihr links über der Tastatur. Zwischen Tastatur und Display hat HP ein feines Gitter platziert, unter dem die Lautsprecher sitzen.

Die Tastatur besitzt einen kurzen HUB und bietet alles in allem ein ordentliches Schreibgefühl. Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sind auch längere Texte kein Problem.

Bei den Displayrahmen hätte HP meiner Meinung nach ruhig aktiv werden können. Die relativ breiten Rahmen wirken einfach nicht mehr zeitgemäß. Im oberen Rahmen sind die Webcam und die Infrarotkamera für Windows Hello untergebracht. Die Webcam könnt ihr mit einem kleinen Schieber abdecken, wenn ihr sie nicht benötigt.

Zierelemente gibt es nur wenige. Im unteren Displayrahmen ist ein kleines, mattes HP-Logo untergebracht, in den Displaydeckel ist ein glänzendes eingelassen. Dazu gibt es jeweils einmal auf der Rück- und Oberseite einen dezenten ProBook-Schriftzug.

Bei den Materialien setzt HP auf Aluminium und Kunststoff. Die Handballenauflage und der Deckel bestehen aus Aluminium. Die Displayrahmen, die Bodenplatte und die Verkleidung für das Displayscharnier sind aus Kunststoff. Ihr braucht euch aber keine Sorgen zu machen, dass sich das ProBook deswegen billig anfühlt. Das ist nicht der Fall.

Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Die Kanten sind allesamt bündig und es gibt keine Grate oder scharfe Kanten, an denen ihr hängenbleiben könntet. Auch die Spaltmaße sind so, wie sie sein sollen: ebenmäßig.

Das ProBook ist robuster, als es sich im ersten Moment anfühlt. Das liegt daran, dass sich die Handballenauflage schon bei relativ geringem Druck eindrücken lässt. Der Eindruck täuscht allerdings. Das Notebook ist nach Standard MIL-STD810G gegen Stürze, Spritzwasser und Staub geschützt. Damit solltet es im Bürodschungel keine Probleme geben.

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Genug Anschlüsse für den Alltag

An den Anschlüssen spart HP beim ProBook 455 G7 nicht. Mit der Ausstattung kommt ihr im Alltag sehr gut über die Runden. Wie schon beim Vorgänger verteilen sich die Anschlüsse auf beide Seiten des Gerätes.

Auf der linken Seite findet ihr vor dem Luftauslass den Cardreader. Den sehe ich persönlich immer gern. Weiter hinten befinden sich der USB-2.0-Typ-A-Port und das Kensington Lock. Der USB-Port hat eine Ladefunktion. Ist das Notebook in Betrieb, könnt ihr damit bspw. euer Smartphone laden. Ist das ProBook ausgeschaltet, dann funktioniert das nicht.

Auf der rechten Seite findet ihr von vorne nach hinten den 3,5mm-Klinkenanschluss, 2x USB-A (3.2 Gen1), 1x HDMI, den USB-C-Anschluss (3.2 Gen1) und den Stromanschluss.
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Beim Display ist Luft nach oben

HP verbaut beim ProBook 455 G7 ein klassisches Office-Display. Das matte IPS-Display hat eine Diagonale von 15,6“ und löst mit Full HD auf. Eure Inhalte werden also schön scharf dargestellt. Da es matt ist, habt ihr auch mit Reflexionen kein Problem. Dazu gibt es die für IPS-Displays typischen großen Blickwinkel. Die maximale Helligkeit liegt bei 250 cd/m². Das ist nicht sonderlich hell, aber in geschlossenen Räumen vollkommen ausreichend.

Falls euch die 15,6“-Diagonale nicht ausreicht, könnt ihr über HDMI einen externen Monitor wie bspw. den günstigen HP P27H G4 anschließen. Der bietet euch mit 27“ ein großes und auch angenehm helles Bild. Durch die vielen Ergonomiefunktionen könnt ihr ihn perfekt für eure Sitzposition einstellen. Dank Pivot lässt er sich auch in beengten Verhältnissen gut nutzen.

Die Farbraumabdeckung liegt bei 64% vom sRGB-Farbraum und bei 48% vom AdobeRGB-Farbraum. Das sind durchschnittliche Werte und bei einem Office-Notebook zu erwarten. Im Alltag und bei gelegentlichen Netflix-Sessions ist das aber nicht weiter tragisch. Nur farbkritische Arbeiten solltet ihr lieber auf einem geeigneten Display vornehmen.

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Software & Sicherheitsfeatures

Bei der Software erwartet euch ein ziemlich reines Windows 10 in der Pro-Version. Lediglich Spotify gibt es neben den Microsoft-Produkten noch.

Ihr könnt neben einem Passwort noch andere Methoden nutzen, um euch anzumelden. Da wäre zum einen der Fingerprintreader, der fix und zuverlässig reagiert. Zum anderen gibt es noch die Gesichtsentsperrung. Die ist ebenfalls so, wie man es von Windows kennt: fix und zuverlässig. Sie gehört zu den Dingen, die man nicht mehr missen möchte, wenn man sie einmal genutzt hat.

Zusätzlich gibt es natürlich noch verschiedene HP-Programme, die euer Leben einfacher und sicherer gestalten sollen. Zum einen ist da der Support Assistant, der die Treiber aktuell hält und euch im Bedarfsfall unkompliziert mit dem HP Support verbindet. Darüber hinaus gibt es aber auch noch HP Sure Start, das euer BIOS vor Angriffen schützt und HP Sure Sense, das euch vor Malware schützen soll.

Von den 512 GB der SSD stehen euch im Auslieferungszustand noch 433 GB zur Verfügung.
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Mehr als genug Leistung für den Alltag

Mit der Ryzen-Variante des ProBook 455 G7 braucht ihr euch keine Sorgen zu machen, dass ihr zu wenig Leistung für eure Aufgaben habt. Der Ryzen 5 4500U liefert zusammen mit den 16 GB RAM und der fixen SSD eine wirklich gute Performance ab.

Die SSD kommt auf Leseraten von 2165,2 MB/s. Beim Schreiben ist sie mit 1485,5 MB/s zwar deutlich langsamer, aber das dürftet ihr im Alltag nicht merken. Alle Programme starten flüssig und auch der Wechsel zwischen verschiedenen Programmen klappt gut.

Der Leistungszuwachs gegenüber dem Vorgänger ist mehr als deutlich. Der Vorgänger performte schon ziemlich gut, das G7 ist aber in allen Belangen besser. Selbst wenn ihr in Lightroom eine Reihe von Fotos gleichzeitig exportiert, könnt ihr noch ohne Probleme normal mit dem Rechner weiterarbeiten. In unserem Lightroom-Benchmark schwächelt das ProBook allerdings. In diesem Szenario müssen alle Notebooks 20 je 50 MB große RAW-Files rendern, die mit einem speziellen Preset bearbeitet wurden. Hierfür benötigt es 1:04 Minuten. Das ist um einiges langsamer als andere Ryzen-5-Notebooks. Aber um es klar zu sagen: Es ist Meckern auf hohem Niveau. Denn die meisten Notebooks benötigen 20-30 Sekunden länger für diese Aufgabe.

Notebooks mit den Renoir-CPUs von AMD setzen sich derzeit in unseren Benchmark-Datenbanken ziemlich deutlich an die Spitze. Dementsprechend sortiert sich auch das ProBook 455 G7 weit vorne mit ein. Die genauen Ergebnisse seht ihr in den folgenden Grafiken.

Bei Office-Arbeiten werden keinerlei Probleme auftreten. Für diese Fälle gibt es mehr als genügend Leistung. Auch in den Bereichen Bildbearbeitung und leichter Videoschnitt könnt ihr mit dem ProBook 455 G7 arbeiten. Ihr solltet euch beim Thema Video allerdings darauf einstellen, dass es gerade beim Rendern länger dauern kann. Hier bremst die integrierte Grafik das System dann aus.
Beim Zocken bleibt die integrierte Grafik ebenfalls der limitierende Faktor. Eine gelegentliche Runde Fortnite ist möglich, wenn ihr die Details auf „Niedrig“ einstellt. Dann erreicht ihr ordentliche 80-90fps. Bei hohen Details sinkt die Bildrate allerdings auf 15-20fps.
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Gute Akku-Leistung

Die Ryzen 5-CPUs sind im Betrieb ziemlich energieeffizient. Das zeigt sich auch hier wieder. Für unseren Akku-Benchmark habe das Display auf 200 cd/m² eingestellt. Das entspricht 95% Helligkeit. Außerdem habe ich für die Vergleichbarkeit mit anderen Notebooks das Energieprofil „Ausbalanciert“ gewählt. Und dann habe ich geschaut, wie weit ich damit an einem Arbeitstag komme.

Ich nutze neben den Office-Programmen noch Photoshop, Lightroom und gelegentlich Premiere Pro. Dazu kommen natürlich Surfen und die unvermeidlichen Meetings via Teams/Zoom/Google. Bei den normalen Office-Anwendungen hat das ProBook 455 G7 im Schnitt 10-15% Ladung pro Stunde verloren. Wenn ich Photoshop oder Lightroom genutzt habe, dann ging der Akku schneller zur Neige. Da waren dann auch mal 20-25% innerhalb einer Stunde weg.

Es ist möglich, mit dem ProBook 455 G7 über den Tag zu kommen. Allerdings nur dann, wenn auf Stromfresser wie Photoshop verzichtet wird. Standardmäßig wird das Display im Energieprofil „Ausbalanciert“ auf 40% Helligkeit eingestellt. Damit lässt es sich in geschlossenen Räumen auch noch halbwegs vernünftig arbeiten und die Akkulaufzeit verlängert sich spürbar.
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Sehr leises Notebook

Das ProBook 455 G7 liefert bei den Emissionen richtig ab, nämlich richtig wenig. Im Alltag werdet ihr es kaum hören. Wenn die Lüfter anspringen, dann geben sie nur ein leises Rauschen von sich. Die Geräusche werden von einer normalen Büroumgebung aber ohne Weiteres übertönt. Unter Last wird das Notebook natürlich lauter. Allerdings hält sich auch dann der Lärmpegel in einem sehr guten Rahmen. Während unseres Stresstests, bei dem alle Komponenten stark beansprucht werden, war es aus knapp 20 Zentimetern Entfernung nicht mehr zu hören.

Auch bei den Temperaturen gibt es keinen Grund zur Klage. Die Lüfter haben den Ryzen 5 4500U gut im Griff. Im Idle lag die Temperatur der CPU bei durchschnittlich 64,1 Grad. Während des Stresstests stieg sie in der Spitze auf 96,6 Grad. Die Durchschnittstemperatur lag bei 74,4 Grad. Das sind solide Werte. Die Belastung des Stresstests werdet ihr im Alltag allerdings kaum erreichen, so dass ihr euch diesbezüglich keine Sorgen machen müsst. Vor dem Display wird das Gehäuse des ProBook 455 G7 im normalen Betrieb nicht mehr als lauwarm.
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Aufrüsten ist einfach möglich

Wenn ihr mehr RAM oder mehr Speicher braucht, dann könnt ihr das ProBook einfach aufrüsten. Ihr müsst dazu lediglich sieben Kreuzschrauben an der Unterseite lösen. Die haben eine unterschiedliche Länge. An der Vorderseite sitzen zwei kurze Schrauben, während die restlichen Schrauben länger sind. Anschließend könnt ihr die Bodenplatte aushebeln. Setzt dazu am besten an der Hinterseite an. Dort lässt sie sich am einfachsten anheben. Da die Platte von einigen Plastikhaken am Gehäuse gehalten wird, solltet ihr ein Plektrum oder etwas ähnliches nutzen, um sie hochzudrücken.

Habt ihr die Platte abgenommen, könnt ihr direkt auf den RAM und die SSD zugreifen. 16 GB DDR4 3200 MHz RAM sind verbaut, ein Slot ist noch frei. Maximal könnt ihr 32 GB RAM verbauen. Die SSD braucht ihr nicht sofort auszutauschen. Es gibt nämlich noch einen freien Slot für eine 2,5“-SSD. Die könnt ihr einfach zusätzlich einbauen.

Falls der Akku nachlassen sollte, könnt ihr den auch unkompliziert ausbauen, denn er ist nur verschraubt.
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Durchwachsener Sound

Der Klang ist bei den meisten Notebooks nicht überragend. Das ist hier nicht anders, auch wenn es leichte Verbesserungen gegenüber dem Vorgänger gibt. Der Ton ist sehr höhenlastig und neigt dazu, schrill zu werden. Je weiter ihr die Lautstärke aufdreht, desto schlimmer wird es.

Für Skypen oder Videokonferenzen reicht der Klang aber aus. Für alles andere sind externe Boxen mehr als empfehlenswert.
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Fazit: HP ProBook 455 G7 1B7U0ES

Viel Leistung, eine gute Verarbeitung, viele Sicherheitsfeatures, ein (nahezu) cleanes Windows, viele Anschlüsse, einfaches Aufrüsten – für knapp 750 Euro* schnürt HP mit dem ProBook 455 G7 ein wirklich gutes Gesamtpaket. Das Notebook soll euch im Office-Alltag zur Seite stehen und auf diesem Gebiet liefert es richtig gut ab. Natürlich gibt es schickere Notebooks. Aber gutes Design kostet halt noch einmal deutlich mehr.

Das einzige, was mich persönlich wirklich stört, ist das Display. Es reicht für die vorgesehenen Einsatzzwecke vollkommen aus. Aber es ist eindeutig noch Luft nach oben.

HP ProBook G7 bei uns im Shop

*Stand: 09/2020

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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