HTC One M9 (mit Gewinnspiel): Leistung, Abwärme und Fotoqualität nach dem Firmware-Update

HTC One M9

Kurz vor dem Marktstart des HTC One M9 gab es Berichte über Hitzeprobleme. Auch die Fotos der neuen 20-Megapixel-Kamera entsprachen nicht den hohen Erwartungen. Ein simples Firmware-Update soll die Einschränkungen beseitigen. Wir haben uns angesehen, wie gut die Fotos jetzt sind und wie warm das Smartphone in der Praxis wird. Wer es selbst ausprobieren möchte, hat mit etwas Glück die Möglichkeit dazu, denn wir verlosen ein Exemplar des HTC One M9 in Gold on Silver.

Neue Firmware

Das verwendete Aluminium und die überragende Verarbeitungsqualität sorgen beim HTC One M9 für eine hervorragende Haptik, die Aluminium-Rückwand leitet zusätzlich die Abwärme aus dem Inneren sehr gut ab. Erste Margen des HTC One M9 konnten mit der ursprünglichen Firmware-Version deshalb besonders heiß werden, denn der verwendete Qualcomm Snapdragon 810 SoC produziert eine Menge Abwärme – zumindest, wenn das Power-Management-System den Octa-Core-Prozessor nicht gut genug zügelt.

Frontansicht HTC One M9

HTC hat mit den Firmware-Versionen 1.32.401.214 und der aktuellen Version 1.32.401.15 die Prozessorsteuerung angepasst, um die Abwärme zu verringern. Auch wenn es auf den ersten Blick verwundert: die kleinere Versionsnummer ist tatsächlich die aktuellere. Unter „Einstellungen > Info > Software-Informationen“ kann man unter „Software-Nummer“ nachschauen, welche Version auf dem HTC One M9 drauf ist. Ist noch eine ältere Version installiert, dann prüft man unter „Einstellungen > Info > Software-Updates“, ob eine neue Firmware vorhanden ist und installiert sie. Wir haben alle Tests mit der aktuellen Firmware 1.32.401.15 durchgeführt.

Firmware Update HTC One M9

Kühler Kopf trotz heißer Leistung

Der Qualcomm Snapdragon 810 SoC mit Octa-Core-Prozessor nutzt je nach Anwendungslast jeweils bis zu vier Kerne, die maximal mit 2 GHz takten. Vier weitere Kerne arbeiten mit maximal 1,5 GHz Takt. Die Lastverteilung erfolgt nach dem Big-Little-Prinzip, sodass nur so viel Leistung wie nötig bereitgestellt wird. Zusammen mit dem Adreno 430 Grafik-Chip und satten 3 GB Arbeitsspeicher stehen dem HTC One M9 eine Menge Power zur Verfügung. Das Android Lollipop 5.02 Betriebssystem unterstützt den 64-Bit-Prozessor. Davon profitieren nicht nur native 64-Bit-Apps, sondern auch 32-Bit-Apps, die über die Android-Runtime-Engine (ART) ausgeführt werden. Über die praktische Anwendungsleistung muss man sich deshalb keine Sorgen machen. Alles läuft rund und ruckelfrei. Die Benchmark-Ergebnisse bestätigen die sehr gute, „gefühlte“ Anwendungsleistung: Das HTC One M9 reiht sich auch nach dem Firmware-Update im Bereich aktueller Top-Smartphones ein.

Der Schnappdrachen-SoC erzeugt insgesamt weniger Abwärme als vor dem entscheidenden Firmware-Update: Die gut wärmeleitende Aluminiumrückwand des HTC One M9 erreicht punktuell bis zu 54,8 °C, wenn wir das HTC One M9 mit grafiklastigen Games wie Real Racing 3 oder Asphalt 8 quälten. Das sind aber Ausnahmesituationen. Bei gängigen Aufgaben wie Websurfen, Mailen und Social Media Nutzung sowie Fotos und Videos anschauen lagen die Temperaturen etwa zwischen 24 und 38 °C. Mit der neuen Firmware kann man also Entwarnung geben: Das HTC One M9 behält bei Standardaufgaben einen kühlen Kopf, höhere Leistungen fordern dagegen ihren Tribut in Form von Abwärme.

HTC One M9 Rückseite

Fotoqualität des HTC One M9

Die Fotoqualität hat mit dem neuen Update deutlich zugelegt. Im ursprünglichen Zustand wähnte man sich noch im Rausch der Pixel, denn trotz 20-Megapixel-Sensor der Hauptkamera fehlten Details und die Aufnahmen waren selbst bei guten Lichtverhältnissen verrauscht. Die jetzigen Fotos können sich dagegen sehen lassen – auch im Vergleich zu anderen Top-Smartphones. Wir haben zur Gegenüberstellung Aufnahmen vom HTC One M9 und einem Apple iPhone 6 Plus bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen aufgenommen: draußen bei Tageslicht und nachts mit Fremdbeleuchtung sowie in Innenräumen bei schummriger Beleuchtung und unter Kunstlicht.

HTC One M9 Kamera

Bei Tageslicht gelingen mit dem HTC One M9 detailreiche Aufnahmen. Die Unschärfen und das sichtbare Rauschen, wie sie vor dem Update vorhanden waren, sind verschwunden. In weniger kontrastreichen, helleren Bereichen saufen Farben ab wie bei den Beispielfotos im Bereich des Himmels. Für eine 20-Megapixel-Kamera ist das Ergebnis trotzdem gut, selbst wenn man sich die Fotos im Großformat auf einem TV-Gerät oder Monitor ansieht.

Bei Aufnahmen im Dunkeln oder bei Nacht mit einzelnen Lampen lässt sich Bildrauschen grundsätzlich nicht vermeiden. Je mehr Pixel auf der gleichen Sensorfläche untergebracht sind, desto geringer ist die Lichtempfindlichkeit und führt zu mehr Bildrauschen. Bisher hatte HTC dieses Problem in seiner Ultra-Pixel-Kamera durch weniger Pixel auf dem Bildsensor vermieden. Das jetzige Rauschen versucht die Kamera durch allerlei interne Bildverbesserungen zu beheben. Dabei wird das Bild jedoch schwammig und Details sowie Kontraste gehen verloren. Das iPhone 6 Plus verfügt über einen Bildstabilisator und kann daher länger belichten, ohne zu verwackeln. Entsprechend fällt dabei die Aufnahme zusammen mit dem lichtempfindlicheren Sensor heller aus. Die tatsächlichen Lichtverhältnisse und die Farben bildet das HTC One M9 naturgetreuer ab.

Bei Innenaufnahmen unter schummrigen Lichtverhältnissen gelingen Aufnahmen mit dem HTC One M9 bei ruhiger Hand und Stillleben verwacklungsfrei. Leichte Unschärfen treten auf, bei dunklen Flächen fehlt es an Kontrast. Hier scheinen ein paar Bildverbesserer aktiv zu sein, die das Bildrauschen wegbügeln. Insgesamt sind die Aufnahmen etwas dunkel.

Unter Kunstlicht in Innenräumen hält sich das Bildrauschen beim HTC One M9 in erfreulichen Grenzen. Die Farbdarstellung fällt bei unseren Testaufnahmen recht originalgetreu aus.

Im Vergleich zur 8 Megapixel iSight Kamera des Apple iPhone 6 Plus schlägt sich die Hauptkamera des HTC One M9 sehr ordentlich. Die hohe Auflösung bei der Kamera des HTC One M9 bildet mehr Details ab. Die beiden folgenden Fotos sind jeweils auf 100 Prozent skaliert. Durch die höhere Auflösung der HTC-Kamera kann man problemlos einzelne Bildteile ausschneiden und als neue Fotos verwenden.

Beim Fotografieren mit dem HTC One M9 muss man darauf aufpassen, dass sich keine Fingerabdrücke auf dem Objektivglas befinden, denn die eigentliche Kamera sitzt recht tief im Gehäuse und hat einigen Abstand zum Objektivglas, sodass in ungünstigen Fällen Fingerabdrücke in Form von hellen Schlieren auf dem Foto landen können.

Fazit

https://www.youtube-nocookie.com/watch?v=HnsaECDSqu4
Die neue Firmware verbessert das HTC One M9 spür- und sichtbar. Trotz sehr guter Leistung wird es bei Standardaufgaben nur noch handwarm. Die Fotoqualität der 20-Megapixel-Kamera ist nun auf einem sehr ordentlichen Niveau angelangt, egal ob bei guten oder ungünstigen Lichtverhältnissen. Das Rauschen hält sich in Grenzen und ist für Schnappschüsse auf Facebook, Instagram & Co. oder für das Anschauen auf einem TV gut geeignet.

Gewinne ein HTC One M9!

Update v. 27.04.2015: Das Gewinnspiel ist beendet, der Gewinner ermittelt und benachrichtigt. Herzlichen Glückwunsch!

Du bist von HTCs neuem Spitzen-Smartphone überzeugt? Wir verlosen ein Exemplar des HTC One M9 unter allen Leserinnen und Lesern, die einen Kommentar zu diesem Artikel bis zum 24. April 2015 schreiben und folgende Frage beantworten: Was gefällt euch an dem HTC One M9 besonders gut? Die Gewinnerin oder der Gewinner wird dann zeitnah bekanntgegeben.

Auch diejenigen, die nicht gewonnen haben, können glücklich werden. Denn bei uns im Shop gibt es das HTC One M9 in allen Farbvarianten und passendes Zubehör gleich dazu.

Veröffentlicht von

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.

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