Huawei Ascend Y530 im Kurztest – lohnender Einstieg?

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Das Huawei Ascend Y530 ist ein Einsteiger-Smartphone und versucht mit einem sehr günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis zu punkten. Ob das klappt verraten wir euch in diesem Artikel!

In dem Moment, wo man es aus der Verpackung nimmt, kommt es einem nicht vor wie ein Smartphone das gerade einmal 100 Euro kostet. Vor allem das große Display hinterlässt erstmal den Eindruck eines teureren Geräts.

Ein Blick auf die technischen Daten verrät dann aber auch, dass es sich um die Einstiegsklasse handelt:

  • 4,5″ LCD-Display (854x480px)
  • Qualcomm MSM8225 1,2 GHz Dual-Core Prozessor
  • 512MB RAM
  • 4GB interner Speicher, davon etwa 1,3GB frei
  • 5 MP AF Kamera rückseitig, 0,3 MP Frontkamera
  • Micro-SD Slot (bis 32GB)
  • HSDPA, Bluetooth 4.0, A-GPS

Auf den zweiten Blick fallen dann auch ein paar Kleinigkeiten auf wie teils unregelmäßige Spaltmaße, eine etwas locker sitzende rückseitige Abdeckung und die Aluminium-Optik stellt sich schnell als lackierter Kunststoff heraus. Bei unserem Testgerät war auch ab Werk schon eine leichte scharte am Micro-USB-Anschluss „vorinstalliert“, hier gehe ich aber von einem Einzelfall bei unserem Gerät aus.

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Die Verarbeitung geht ansonsten soweit in Ordnung für ein Gerät in dieser Preisklasse. Ein grober Schnitzer ist mir allerdings aufgefallen: Legt man das Y530 mal etwas zu grob auf dem Tisch ab, kann es passieren, dass sich durch die leichte Erschütterung der Akku kurzzeitig von den Kontakten löst und das Handy einfach aus geht und neustartet. Allerdings tritt dieser Fehler auch nicht immer auf, ärgerlich ist es aber allemal. Auch hier stellt sich natürlich die Frage, ob der Fehler alle Geräte oder nur einige wenige betrifft.

Es liegt recht gut in der Hand und fühlt sich dabei auch nicht billig an. Nur etwas schwerer könnte es für meinen Geschmack sein. Was allerdings sehr gewöhnungsbedürftig ist: Die Tasten wie Power und Lautstärke hoch/runter sitzen auf der linken Seite. Die Linkshänder dürfte das sicher freuen, für mich als Rechtshänder ist es aber eher unpraktisch. Vielleicht halte ich das Y530 aber auch einfach nur falsch 😉
Auf der Rückseite steht die Kamera leicht aus dem Gehäuse heraus, so dass es nicht Plan auf dem Tisch liegt. Finde ich allerdings nicht so schlimm, denn dadurch kann man auch problemlos erfühlen wo die Linse sitzt und hat den Finger beim Fotografieren nicht versehentlich davor.

Für die Freunde des bewegten Bild hier auch noch unser kurzes Hands-On zum Gerät:

Softwareseitig kommt hier Android 4.3 mit der Huawei-eigenen Emotion UI zum Einsatz. Damit ist es nicht mehr ganz taufrisch, aber auch nicht hoffnungslos veraltet. Ein Update auf Android 4.4 wäre für das Gerät aber wünschenswert, da hier diverse RAM-Optimierungen vorgenommen wurden.
Ansonsten läuft es weitestgehend flüssig. Lediglich Apps die sehr viel RAM verbrauchen wie z.B. Google Chrome mit mehreren offenen Tabs oder auch Spiele und Benchmark Apps führen nach Beenden der App zu kurzen Hängern und rucklern, bis der Arbeitsspeicher wieder freigeräumt wurde. Für die Benchmark-Freunde hier noch einige Ergebnisse:

Wie vorher schon erwähnt kommt hier Huaweis Emotion UI zum Einsatz, die gleich zwei Launcher mitbringt. Einmal den Standard-Launcher, der vom Design her an Apples iOS oder auch die Android Custom ROM Miui erinnert, und dem „Simple UI“ bzw. einfachen Modus, der besonders für Kinder oder ältere Nutzer gedacht ist. Der einfache Modus erinnert dabei auch etwas an Windows Phone mit seinen großflächigen Kacheln. An sich eine nette Idee, wenn man diese vereinfachte UI denn braucht.

An Apps ist nicht besonders viel vorinstalliert, wenn man die Google Apps mal außen vor lässt. Man findet daher nur ein paar kleine Helferlein wie eine Taschenlampen-App, ein Notizbuch oder auch einen Datei-Manager. Keine der vorinstallierten Apps ist deinstallierbar, was insofern ein Problem ist, dass im Auslieferungszustand nur noch rund 500MB App-Speicher zur Verfügung stehen. Hier muss man also gut haushalten mit dem verfügbaren Platz.

Apps und verfügbarer Speicher

Apps und verfügbarer Speicher

Das Display ist in Ordnung. Schön groß, Hell und auch recht scharf. Die Blickwinkel sind mehr als ausreichend. Toucheingaben registriert es schnell und genau, die Bedienung sollte sogar mit (dünnen) Handschuhen möglich sein. Die Auflösung könnte natürlich etwas höher sein, das würde sich dann aber auch direkt auf den Preis auswirken.

Die Kamera ist… schwer zu beschreiben 😉 Bei guten Lichtverhältnissen sind die Fotos in Ordnung. Eben einfache Schnappschüsse, mehr nicht. Sobald das Licht aber schlechter bzw. schwieriger wird, nimmt die Qualität der Fotos auch direkt proportional zu den Lichtverhältnissen ab. Da hilft dann auch der kleine LED-Blitz auf der Rückseite nicht mehr, um das Bild noch zu retten.

 

Zur Akkulaufzeit kann ich nach der Kurzen Testphase noch nichts konkretes sagen – zumal die ja auch immer stark vom jeweiligen Nutzer abhängt. Einen Tag sollte man allerdings bei durchschnittlicher Nutzung schaffen.

In der Preisklasse um 100 Euro tummeln sich mittlerweile sehr viele Hersteller. Richtig herausstechen kann das Huawei hier nicht. Dafür würde ich mir z.B. einen größeren Internen Speicher von 8GB wünschen – mit den hier verbauten 4GB abzüglich dem System kommt man meist nicht weit und hat schnell Probleme, alle Apps unter zu bringen, die man so nutzen möchte. Als Alternativen bieten sich z.B. das Motorola Moto E mit fast reinem Android 4.4.4 an, wer nicht auf Android fixiert ist, sollte auch mal einen Blick auf das Nokia Lumia 630 oder 635 werfen. Wenn es preislich auch etwas mehr sein darf, ist das Motorola Moto G in der Einsteiger-Klasse immer noch mein absoluter Kauftipp.

Insgesamt kann man das Huawei Y530 damit an Einsteiger empfehlen, die keinen großen Wert auf die Kamera oder anspruchsvolle Spiele legen. Auch sollte man sich mit dem Design des Systems anfreunden können, denn auch wenn sich alternative Launcher installieren lassen, bleiben z.B. die Systemseitigen Menüs dennoch im Huawei-Look.

 

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5 Kommentare auf "Huawei Ascend Y530 im Kurztest – lohnender Einstieg?"

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Ich verstehe nicht wie dieses Handy als lohnenswert bezeichnet werden kann. Es gibt viele Beispiele für gut ausgestattete günstige Smartphones. Z.b. Elephone p2000. Hier hat man meiner Meinung nach viel mehr. Alternativ ein kleines lumia wenn es wp sein darf. Aber das Handy ist meiner Meinung nach nicht des kaufes wert

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Hi, wo schreiben wir denn, dass es lohnenswert ist? Und alternativen haben wir auch genannt:

„Als Alternativen bieten sich z.B. das Motorola Moto E mit fast reinem Android 4.4.4 an, wer nicht auf Android fixiert ist, sollte auch mal einen Blick auf das Nokia Lumia 630 oder 635 werfen.“

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„Insgesamt kann man das Huawei Y530 damit an Einsteiger empfehlen“ Diesen Satz habe ich entsprechend gedeutet. Ich wollte in keinem Fall die Arbeit dessen kritisieren der den Artikel geschrieben hat. Der Artikel ist ausführlich und hat mich obwohl ich mein Windows Phone mag bis zum ende interessiert. Vielleich auch weil ich gerade für einen Bekannten ein günstiges aktuelles Smartphone suche. Daher auch der Vergleich zum Elephone P2000 oder zum günstigen Lumia. Alleine das an einem Freitag Mittag jemand diesbezüglich zurück schreibt ist erwähnenswert. Daher: Nichts gegen euer Engagement. Ich halte das Phone (Achtung: Meine Meinung!!!) für nicht kaufenswert weder für… Read more »
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